Wenn an der Uni Frankfurt nicht mal ein Tagung zum Thema Migrations gehalten werden darf, ohne dass die Studenten draußen Nazi rausrufen. Ja, Nazi, wir sind Nazis, wir sind Rassisten, weil wir über Integration und Migration sprechen wollen. Ein älterer Herr oder alter Herr, 81 Jahre alt, auf mich zukommt und sagt, mit Ihnen möchte ich gerne reden, weil ich war 50 Jahre Sozialdemokrat, jetzt habe ich die AfD gewählt hier in Hessen.
Und dann habe ich den angeguckt und hab gesagt, aber wie können Sie denn das tun? Diese Diskussion ist ein Paradebeispiel für Doppelmoral. Zunächst werden die Probleme, die uns die Zuwanderung gebracht hat, klar benannt. Doch am Ende haut der Moderator einen Satz über die AfD raus und der ist einfach unter aller Sau und offensichtlich hat er noch nie etwas von Wahlfreiheit gehört.
Und das betrifft ja hier die Frage des Ernstnehmens von gewaltförmigen antisemitischen bis hin zu terrorismus propagierenden Aktivitäten in unserem Land. Und meine erste Frage an Sie wäre: Was macht es eigentlich für so ein Gefühl, wenn man sehr, sehr lange das Richtige gesagt und gefordert hat, aber das falsche passiert? Erstmal vielen herzlichen Dank für die Einladung.
Danke, dass Sie äh die Zeit gefunden haben, hier auch als Zuschauer dabei sein äh zu sein. Ähm es macht mich traurig, es macht mich traurig, weil ich die Offentlichkeit nicht gesucht habe, um in der Offentlichkeit zu sein, sondern ich habe äh äh Arbeit, die ich tagtäglich seit Jahren tue mit ganz ganz großartiger Menschen in Schulen, in Gefängnissen, in Willkommenklassen.
Und ich habe immer über die Beobachtungen gesprochen, die ich mache, über die Realitäten, die ich draußen sehe. über die Herausforderung, die Probleme, die vor uns stehen. Und ich will jetzt nicht sagen, ich habe immer gesagt, aber wir haben immer vorgewarnt, dass die Art und Weise, wie wir unsere Integrationsarbeit betreiben, nicht genug ist, um aus fremden Demokraten zu machen, um Menschen, die woanders sozialisiert sind, als Teil von Deutschland zu betrachten und auch ihnen zu vermitteln.
Sie dürfen auch emotional anzukommen in diese Gesellschaft. und ich habe Wände gespürt. Ich habe Politiker äh ähm gesprochen, die nicht in der Lage waren äh über das Thema zu sprechen. Ich war in den letzten Jahren immer wieder hier und habe Journalisten getroffen, die mich kritisiert haben, weil ich zu pessimistisch bin und andere Bücher, die vielleicht äh das Problem anders dargestellt haben, die optimistisch waren als gute Launabücher äh äh dargestellt haben.
Das hat mich traurig gemacht natürlich, aber ich weiß, wenn man diese Arbeit machen will, wenn man für seine Heimat kämpfen möchte und Deutschland ist meine Heimat, wenn es darum geht, eine Zusammenleben mitzugestalten, dann braucht man eine ganz lange Atem. Die Integration ist bei Herrn Mansur eindeutig gelungen.
Deutschland ist seine Heimat geworden, für die er täglich einsteht. Doch viele Universitäten, wie du sicher schon bemerkt hast, sind inzwischen stark nach links gerückt und verurteilen Menschen wie ihn. Wir sehen ja in dem Fall z.B., dass Universitätsleitungen in der Regel ihrer Verantwortung gar nicht nachkommen, die Freiheit von Wissenschaft zu unterstützen und zu verteidigen gegen solche Übergriffigkeiten.
Gibt’s viele Beispiele in Deutschland noch nicht ganz so schlimm wie in den USA oder auch in England, aber die Tendenzen sind da. Ähnlich haben wir es bei vielen Ereignissen der vergangenen Jahre, dass auch Politik nicht hinreichend reagiert und nicht hinreichend klar macht. Das heißt, eigentlich ist er bei einer Arbeit, wie Sie sie machen und viele andere versuchen sie zu machen, ist ja die Voraussetzung auch, dass man in den Konflikt geht, dass man bereit ist, Auffassungen mitzuteilen, obwohl die erstmal dann die Reaktion nach sich ziehen. Oh Gott, das gibt aber Probleme, wenn wir das machen. Und diese diese Konfliktscheu, diese Angst davor, sich selber verletzlich zu machen, auch als Universitätspräsident oder sowas, ist do vermutlich auch eine Ursache für diesen desaströsen Zustand. zwei Bemerkungen und eine Erklärung. Erstmal ist es auch in Deutschland soweit, um nur zwei Beispiele von diesem Jahr zu nennen. Wenn Konstantin Schreiber nicht mal eine Lesung halten kann, ohne attackiert zu werden von
Studenten an der Uni Jena, dann sind wir soweit. Wenn an der Uni Frankfurt nicht mal ein Tagung zum Thema Migrations gehalten werden darf, ohne dass die Studenten draußen Nazi rausrufen. Ja, Nazi, wir sind Nazis, wir sind Rassisten, weil wir über Integration und Migration sprechen wollen und eine gewisse realistische Blick auf dieses Thema reinbringen wollen.
Das ist die Realität. Und zweitens, wer denkt, dass Demokratie Harmonie bedeutet? Wer denkt, dass Demokratie Konses bedeutet, hat Demokratie nicht verstanden. Demokratie ist Reibung. Demokratie ist Streit. Demokratie ist aushalten zu Mussen, dass Menschen unterschiedlicher Meinungen sind.
Wenn ich Beifall brauche, dann arbeite ich in Zirkus. Wenn ich aber für demokratischen Grundprinzipien arbeite, dann gehe ich nicht hin, wo es bequem ist, sondern ich gehe hin, wo unbequem ist, wo einfach Menschen auch andere Meinungen sind. Ich erlebe das tagtäglich, wenn ich in Schulen gehe. Ich sehe die Menschen, die Schüler und Schülerinnen, die nicht meine Meinung sind und die mit mir streiten, aber darum geht es, dass wir eine Atmosphäre schaffen, wo wir debattieren, wo wir miteinander in Konflikten gehen, respektvoll, mit Argumente, aber wie scheuen das die wie scheuen mittlerweile diese Konflikte und denken, das wäre demokratisch, wenn alle sich lieb haben und wenn kein Streit entsteht und so weiter und Politiker, die ihre Politik so anrichten, dass sie nur da sind, wo es wo es bequem wo sie ist. Das sind keine Führungsfiguren, das sind Menschen, die einfach in unserer Gesellschaft nicht zu suchen haben. Apropos Führungsfiguren und Bequemlichkeit, da fällt mir der Clip
von Berbel Bars ein, indem sie öffentlich sagt, sie wäre lieber Bundestagspräsidentin geblieben, anstatt jetzt Bürgergeld. Sorry, ich meinte Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Wir starten mit einer Frage, die sich auch auf ihre Vergangenheit bezieht. Sie war nämlich vorher Bundestagspräsidentin und Elias möchte gerne wissen, was ist besser? Bundestagspräsidentin oder Ministerin? Also, wenn ich mir hätte aussuchen können, wäre ich wahrscheinlich gerne Bundestagspräsidentin geblieben.
Tatsächlich. Tatsächlich. Warum? Ich würde behaupten, nach meiner Einschätzung liegt das daran, dass der Job einfach bequemer ist. Leider haben wir viele solcher Politiker und genau deshalb ändert sich auch so wenig bis gar nichts. Womit ist denn die Zurückhaltung der Verantwortlichen zu erklären? Also sind es die Hochschuldirektoren, die da keine Verantwortung für die Atmosphäre vor Ort sehen? Sind es die Politiker der Staat, die da irgendwie weggucken? Ist das die Feigheit vor irgendeiner Medienschelte? Ist es die Feigheit irgendwie die Angst, die Unsicherheit sich irgendwie angreifbar zu machen? oder ist es die eigene Orientierungslosigkeit gar nicht formulieren zu können, was denn die eigene Leidkultur überhaupt ist? Ich glaube, auf der auf der einer Seite ist es wirklich Angst. Ich habe Angst seit dem 7. Oktober, auch wenn ich merke, was für gewaltige Reaktion auf mich kommen, weil ich mich anders aussahre, als von mir erwartet ist. Und zweitens, und das ist noch wichtiger, ich habe ja in der Offentlichkeit in den letzten 7 Jahren
sehr oft beobachten mussen, wie Figuren, die sehr kritisch waren, die auf meiner Seite stehen, den bequemsten Weg gesucht haben und die auch angefangen, eine andere Sprache, eine andere Prioritäten halt für sich zu setzen, um überhaupt überleben zu können. In der Öffentlichkeit ist es nicht bequem kritisch zu sein.
Es ist nicht bequem gewesen, kritisch zu sein in diesem in diesem Bereich, weil Defierungs Hofmordkampagnen als rassistisch dargestellt werden. Keiner will irgendwie sich blicken lassen mit solchen Leuten, die immer Kravale machen und so weiter und so fort. Und das hat mit der Annahme, dass Diskussion der unbequem ist etwas, was man vermeiden muss.
Was macht die Mitte unserer Gesellschaft eigentlich aus? Ist es dann wirklich die Angst oder hat es damit zu tun, dass Verantwortliche eben gar nicht wissen, wer sie sind und wohin wir wollen? Ich glaube, wir haben noch nicht verstanden, dass wir in eine ganz neue Zeitalter leben.
Wir leben in Zeitalter das postfaktische. Es geht nicht um Fakten. Es geht um nicht um das Richtige zu tun. Es geht nicht um auf die richtige Seite der Geschichte zu stehen. Es geht um Emotionen. Es geht um Bilder zu reproduzieren und zu zeigen, dass man eigentlich der bessere, der moralische ist.
Und das treibt eigentlich ganz, ganz viele Politiker. Und das ist etwas, was wie gesagt auch unsere nicht nur Debattenkultur, sondern auch politische Kultur einfach komplett zerstört. Merkt dir seine Worte, ich spiele sie dir noch einmal ab. Es geht um Emotionen, es geht um Bilder zu reproduzieren und zu zeigen, dass man eigentlich der bessere, der moralische ist.
Und genau das hat der Moderator getan. Er hat sich vor einem AfD-Wähler als Moralapostel aufgespielt. Ich zeige es dir. Ich möchte in dem Zusammenhang einfach eine Anekdote erzählen, die mir vor ungefähr 60 Minuten wiederfahren ist, als ich am Messestand gewesen bin. Ein älterer Herr oder alter Herr, 81 Jahre alt, auf mich zukommt und sagt, mit Ihnen möchte ich gerne reden, weil ich war 50 Jahre Sozialdemokrat, jetzt habe ich die AfD gewählt hier in Hessen.
Und dann habe ich den angeguckt und habe gesagt, aber wie können Sie denn das tun? Und da sagt er, ja, mir hört ja keiner zu und so. Und dann sage ich, deshalb sind Sie als Sozialdemokrat, wählen Sie Menschenfeindlichkeit. Was ist das für eine Begründung? Ja, äh die tun ja eigentlich nicht mehr das, was ich so will.
Da sage ich, Willly Brand würde sich jetzt in dem Augenblick im Grabe umdrehen, weil Sozialdemokratie ist eine Partei, die für Gerechtigkeit ist, die für Menschenrechte ist und sonst wie können Sie denn hier öffentlich stehen und sagen, ich habe die Menschenfeinde gewählt? Und da guckte er zunehmend irritiert und sagte dann, na ja, ich überlege es noch mal.
Und habe ich gesagt, machen Sie das nie wieder. Und es ist ja genau. Ich habe etwas zu Ihnen zu sagen, Herr Welzer. Machen Sie das nie wieder. Ihr diskutiert in diesem Forum über Demokratie und Sie als Phönixmoderator verhalten sich dabei alles andere als demokratisch. Schon mal was von Wahlfreiheit gehört? Der ältere Herr, du und ich dürfen wählen, wen wir wollen.
Ihr beklagt euch über die Universitäten, wie stark links sie inzwischen sind und dass dort kaum noch etwas funktioniert. Doch im gleichen Atemzug verhalten sie sich nicht besser als diese festgefahrenen Unis. Nichtsdestotrotz fand ich die Grundidee des Gesprächs wichtig. Deutschland verändert sich massiv durch andere Religionen.
Egal welche, solange sie nicht unserem christlichen Glauben entsprechen, holen wir uns auch deren Probleme ins Land. Und das funktioniert seit Jahren nicht mehr. Niemand hört uns zu und genauso hat sich auch der ältere Herr gefühlt. Seit Jahren wird etwas durchgedrückt, dass er als deutscher Mitbürger nicht mehr will.
Oder siehst du das anders? Danke wie immer fürs Einschalten und bis zum nächsten Video.
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