Tieter, die große Liebe meines Lebens.   Ich habe ihn ja nie schlecht gemacht und   ich habe nur immer meine Meinung gesagt,   aber es gibt Geschichten, die beginnen   mit Glammer und enden in Stille.   Geschichten, die das Licht der   Öffentlichkeit suchen und schließlich im   Schatten   verschwinden.

 Die Geschichte von Nadja   Abdel Farak, besser bekannt als Nadel,   ist genauso eine. Eine Frau, die eins zu   den bekanntesten Gesichtern im deutschen   Fernsehen gehörte und nun mit nur 60   Jahren gestorben ist. Vergessen   vielleicht von vielen, aber nicht von   allen. Doch wer war diese Frau wirklich?   Jenseits von Schlagzeilen, Skandalen und   Spot.

 

 Geboren wurde Nadja 1965 in   Hamburg als Tochter einer deutschen   Mutter und eines ägyptischen Vaters.   Ihre Kindheit war nicht leicht. Der   Vater verschwand früh, die Mutter musste   viel allein stemmen. Schon früh   entwickelte Natja eine Sehnsucht nach   Anerkennung, nach Zugehörigkeit, nach   Liebe. Eine Sehnsucht, die sie ihr   ganzes Leben lang begleiten sollte.

 

 Ihre   große Bühne betrat sie Anfang der 90er   Jahre. An der Seite von Dieter Bohlen   wurde sie quasi über Nacht berühmt. Die   Presse nannte sie Nadel und aus der   unscheinbaren jungen Frau wurde   plötzlich ein Medienstar. Ob auf dem   roten Teppich, in Magazinen oder in   Talkshows. Nadel war da, oft im   Hintergrund von Bohlen, aber doch   präsent.

 

 Ihr Aussehen, ihre direkte Art,   ihre Ausrutscher. Sie wurde schnell zum   Lieblingsfutter der Boulevardpresse.   Doch die Beziehung zu bohlen war alles   andere als ein Märchen. Onf. Streit,   Tränen. 2001 trennte sich das Paar   endgültig und damit begann für Nadel ein   neues Kapitel, aber kein einfaches. Was   folgte, war ein Leben zwischen Comebacks   und Zusammenbrüchen.

 

 Sie veröffentlichte   Bücher, trat in Reality Shows auf,   versuchte sich als Sängerin, doch der   Glanz der frühen Jahre verblasste.   Alkoholprobleme, gesundheitliche Krisen,   finanzielle Abstürze. Ihr Leben geriet   immer mehr aus der Bahn. Immer wieder   versuchte sie sich zurückzukämpfen. Doch   jedes Mal, wenn es so schien, als würde   sie die Kurve kriegen, kam der nächste   Rückschlag.

 

 Oft wurde sie zur   Zielscheibe gemacht, in Comedy Formaten   verspottet, in sozialen Netzwerken   belächelt, in der Boulevardpresse   reduziert auf Schlagzeilen. Doch hinter   der grellen Fassade stand eine Frau, die   nicht aufgab, die sich trotz aller   Rückschläge weigerte, vollständig   unterzugehen, die nicht nur gegen ihre   eigenen Schwächen kämpfte, sondern auch   gegen das gnadenlose Urteil der   Öffentlichkeit, gegen ein System, das   sie erst groß machte und dann achtlos   zurückließ.

 

 In ihren letzten Jahren zog   sich Nadja immer weiter zurück. Ihr   einstiges Rampenlicht war stillen Alltag   gewichen. Sie lebte phasenweise wieder   bei ihrer Mutter, fern von   Blitzlichtgewitter und Kameras. In einem   Interview sprach sie offen über ihre   finanzielle Lage. 200 € Rente im Monat.   Kaum genug zum Leben. Erst recht nicht   für jemanden, der einst auf den großen   Bühnen des Landes stand.

 

 Auch   gesundheitlich ging es berg ab. Die   Folgen ihres jahrelangen   Alkoholmissbrauchs hatten Spuren   hinterlassen. Ihr Körper war geschwächt.   Die Diagnose Leberzirose war ein tiefer   Schnitt und auch seelisch trug sie   schwer an der Last der   Vergangenheit. Und doch im Mai 2024   zeigte sie sich noch ein letztes Mal dem   Publikum.

 

 Beim Hamburger Schlagermove,   eingeladen von ihrem Freund Andreas   Ellermann, stand sie noch einmal auf der   Bühne, lächelnd, singend, als wäre alles   wie früher.   Doch rückblickend sehen viele darin   ihren leisen Abschied. Ein letzter   Moment im Scheinwerferlicht, ohne großes   Aufsehen, ohne Drama, einfach nur   Naddel. Am 9.

 

 Mai 2025 dann die traurige   Nachricht. Nadja Abdel Farak ist tot.   Gestorben in einer Klinik in Hamburg an   Organsagen. Drei einfache Worte. Doch   sie stehen für so viel mehr. für   jahrelange gesundheitliche Probleme, für   soziale Isolation, für ein Leben am   Rand. Die Reaktionen auf ihren Tod   fielen unterschiedlich aus. Engge   Freunde wie Ellermann oder   Schlagersängerin Krümel äußerten sich   sichtlich erschüttert.

 

 In den Medien   wurde berichtet, mal mit Respekt, mal   mit gewohntem Boulevardon. Von Dieter   Bohlen gab es bisher kein öffentliches   Statement. Vielleicht aus Pietät,   vielleicht, weil es nichts mehr zu sagen   gibt. Was aber bleibt, ist eine Frage,   die weit über ihre Geschichte   hinausgeht. Wie gehen wir mit den   Menschen um, die einst im Rampenlicht   standen und dann tief gefallen sind? Was   macht Ruhm mit einer Seele, wenn der   Applaus verstummt? Nadel war nicht   perfekt. Sie hatte Fehler, Schwächen.

 

  Sie war oft überfordert mit sich und der   Welt. Aber sie war ein Mensch mit   Hoffnungen, mit Schmerz, mit einem   Wunsch nach Anerkennung, der nie ganz   erfüllt wurde. Ihr Leben war eine   stürmische Reise mit Höhen, Tiefen und   kaum einer Pause dazwischen. Ihr Tod ist   ein leiser Schlussakkord.

 Traurig, aber   bedeutungsvoll. Ein Moment, der zum   Nachdenken anregt, denn vielleicht war   Nadels Geschichte keine Ausnahme,   sondern ein Spiegel für uns alle. Sieh   dir auch das nächste Video an. Bis   gleich. gerade von seiner   Hochzeitsreise hat er gleich ersten   Tagise. Das erste was ich gemacht habe   ist. Ja, hat mich angerufen.

 

 Oh Gott,   also ich bin eigentlich wunschlos   glücklich. Also wenn ich das ganze   Elend, was ich heute so gehört habe,   wenn ich das so höre, also da geht’s mir   richtig super. Angst habe ich eigentlich   nur   dann, wenn kein Geld mehr im Popman ist.   Yeah.