Es sollte der strahlende Triumphzug des Jahres werden, die Rückkehr des verlorenen Sohnes, der Retter des linearen Fernsehens. Doch am Ende des Jahres 2025 steht Stefan Raab nicht im Konfettiregen, sondern vor den Scherben eines der teuersten Missverständnisse der deutschen Fernsehgeschichte. Die Leser des renommierten Medienmagazins DWDL.de haben entschieden: Stefan Raabs glückloses Comeback ist die „Mediale Peinlichkeit des Jahres 2025“. Ein Titel, der mehr schmerzt als jede schlechte Quote, denn er markiert den Punkt, an dem aus Hype Gleichgültigkeit wurde.
Es ist eine Geschichte, die an Dramatik kaum zu überbieten ist. Monatelang hielt die Ankündigung von Stefan Raabs Rückkehr die Medienbranche in Atem. Senderchefs zitterten, Konkurrenten rüsteten auf und die Presse spekulierte wild. Doch eine entscheidende Gruppe hatte man in dieser Gleichung offenbar vergessen: das Publikum. Was folgte, war eine beispiellose Serie von Enttäuschungen, die nun in der Verleihung des Negativpreises „Super Günter“ gipfelte.
Die Chronologie des Scheiterns
Der Absturz begann schleichend, aber unaufhaltsam. Das Format „Du gewinnst hier nicht die Million“, das als großes Zugpferd im RTL-Programm platziert wurde, entwickelte sich schnell zum Sorgenkind. Was früher ein Garant für zweistellige Marktanteile gewesen wäre, wurde zum Flop. Die erhoffte Magie, das anarchische Moment, das Raab einst auszeichnete, schien verflogen.
Doch RTL, das Millionen in den Deal investiert hatte, gab nicht auf. Im September startete „Die Stefan Raab Show“. Die Hoffnung war groß, doch das Interesse flackerte nur kurz auf. Wie ein Strohfeuer brannte die Neugier der Zuschauer ab, um dann in gähnende Leere überzugehen. Der Tiefpunkt war jedoch noch nicht erreicht. Im November sollte „Die Unzerstörbaren“ das Ruder herumreißen. Doch dieses Format sorgte nicht einmal mehr für einen Impuls. Es war, als hätte die deutsche Fernsehlandschaft kollektiv beschlossen, Stefan Raab zu ignorieren. „Der Inbegriff von Ui-jui-jui“, wie es Branchenbeobachter spöttisch nannten, war Realität geworden.
Unruhe hinter den Kulissen: Der RTL-Sparkurs und das „Raab-Privileg“
Die Brisanz dieser Entwicklung liegt nicht nur in den schwachen Quoten. Sie trifft RTL Deutschland in einer empfindlichen Phase. Der Sender hat sich einen strikten Sparkurs verordnet. Produktionen werden gestrichen, Budgets gekürzt, und die Unsicherheit in der Belegschaft wächst. In diesem Klima wirkt das Festhalten an Raab für viele wie ein Hohn.
Während etablierte Produzenten und innovative junge Macher um jeden Euro kämpfen müssen, scheint für Stefan Raab das Füllhorn weiterhin offen zu stehen. „Niemand sonst bekommt so viele Chancen wie Raab“, heißt es hinter vorgehaltener Hand aus Produktionskreisen. Dass Innovation allein kein Maßstab für Erfolg ist, hat RTL zwar klargestellt, doch wenn selbst das Recycling alter Ideen – und nichts anderes waren viele der neuen Formate im Kern – nicht mehr zündet, wird die Luft dünn. Die Diskrepanz zwischen dem Investitionsvolumen und dem Ertrag ist mittlerweile so groß, dass sie sich nicht mehr schönreden lässt.

Das vernichtende Urteil der Zuschauer
Die Abstimmung zum „Super Günter“ bei DWDL.de gilt als Stimmungsbarometer der Branche. In diesem Jahr war die Beteiligung so hoch wie nie zuvor. Tausende Leserinnen und Leser gaben ihre Stimme ab, und das Ergebnis ist eine deutliche Sprache. Mit 33,8 Prozent der Stimmen sicherte sich Stefan Raabs Comeback unstrittig den ersten Platz der Peinlichkeiten.
Es ist ein Erdrutschsieg, der zeigt, wie tief die Enttäuschung sitzt. Raab hat nicht nur nicht geliefert; er hat die Erwartungen auf eine Weise unterboten, die fast schon tragisch anmutet. Der einst unantastbare „Raabinator“ wirkt plötzlich aus der Zeit gefallen, seine Witze altbacken, seine Konzepte müde.
Die „Flop 5“ des Jahres 2025: Raab in illustrer Gesellschaft
Doch Stefan Raab ist nicht allein. Der Blick auf die weiteren Platzierungen des Rankings offenbart ein Jahr voller medialer Fehltritte, die von Doppelmoral bis zu missglückter Kommunikation reichen.
Platz 2: Anja Reschkes Doppelmoral Mit 13,4 Prozent der Stimmen landete Anja Reschke auf dem zweiten Platz. Ihr Umgang mit der Causa Gottschalk/Igel wurde von vielen als heuchlerisch empfunden. Der Vorwurf der Doppelmoral wog schwer und zeigte, dass das Publikum sehr sensibel auf Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei journalistischen Instanzen reagiert.
Platz 3: Das „Heidi Fest“ auf ProSieben Ein enges Rennen lieferte sich Heidi Klum mit Dieter Hallervorden. Am Ende hatte das „Heidi Fest“ mit 10,83 Prozent knapp die Nase vorn im Kampf um Bronze. Was als große Gala geplant war, wirkte auf viele Zuschauer offenbar eher befremdlich bis peinlich – ein weiteres Indiz dafür, dass große Namen allein keine Qualität garantieren.
Platz 4: Dieter Hallervordens „Palim Palim“ Nur hauchdünn dahinter, mit 10,78 Prozent, landete Dieter Hallervorden. Sein Versuch, den legendären „Palim Palim“-Sketch neu zu interpretieren oder in einem Kontext zu nutzen, der beim Publikum nicht verfing, wurde abgestraft. Es zeigt, dass Legendenstatus nicht vor Kritik schützt, wenn das Timing oder der Kontext nicht stimmen.
Platz 5: Das Kommunikationstheater der ARD Den Abschluss der „Flop 5“ bildet die ARD mit ihrem Umgang im Fall Mischke. 9,1 Prozent der Voter sahen hier ein kommunikatives Desaster. Krisenmanagement sieht anders aus, und die Zuschauer honorieren Intransparenz oder ungeschicktes Agieren selten.

Ein historischer Vergleich: Die Ahnenreihe der Peinlichkeit
Stefan Raab tritt mit diesem Titel in eine Reihe prominenter Vorgänger, die eines gemeinsam haben: Sie haben die Bodenhaftung verloren oder das Publikum falsch eingeschätzt.
Im Jahr 2024 gewann Thomas Gottschalk den Preis für sein „Selbstmitleid“. Ein Jahr zuvor, 2023, war es das geplante Wendler-Projekt von RTLzwei und Endemol Shine Germany, das für Kopfschütteln sorgte. 2022 dominierte das Chaos beim RBB rund um Patricia Schlesinger die Schlagzeilen, und 2021 durfte sich Springer-Chef Matthias Döpfner über die zweifelhafte Auszeichnung freuen.
Der Blick zurück zeigt: Der „Super Günter“ ist oft ein Warnsignal. Er markiert häufig den Punkt, an dem Imagekorrekturen dringend nötig sind. Für Thomas Gottschalk war es ein Signal, dass seine Art der Moderation und Selbstinszenierung zunehmend kritisch gesehen wird. Für den RBB war es der Beginn eines schmerzhaften Reformprozesses.
Fazit: Quo vadis, Stefan?
Was bedeutet dieser Preis nun für Stefan Raab und RTL? Es ist ein Weckruf, der lauter nicht sein könnte. Die Strategie, einfach „mehr Raab“ auf den Sender zu werfen, ist grandios gescheitert. Das Publikum hat sich weiterentwickelt, die Sehgewohnheiten haben sich geändert. Der anarchische Humor der 90er und 2000er Jahre funktioniert im Jahr 2025 nicht mehr als bloße Wiederholung.
RTL steht vor einer schwierigen Entscheidung. Hält man an der teuren Exklusivität fest und hofft auf ein Wunder? Oder zieht man die Reißleine und gesteht sich ein, dass auch Legenden ein Verfallsdatum haben können? Für Stefan Raab selbst ist es die vielleicht größte Herausforderung seiner Karriere. Er, der es gewohnt war, alles zu Gold zu machen, muss nun beweisen, ob er auch mit Niederlagen umgehen kann.
Das Jahr 2025 wird als das Jahr in die TV-Geschichte eingehen, in dem der Mythos Raab Risse bekam – tiefe, unübersehbare Risse. Ob sie zu kitten sind, wird das Jahr 2026 zeigen müssen. Doch eines ist sicher: Einen weiteren „Super Günter“ wird sich weder Raab noch RTL leisten wollen.
News
Was kanadische Soldaten taten, als sich ein deutscher Major weigerte, zu kapitulieren DD
Oktober 1944. Brekkins Tasche, Niederlande. Der Nordseewind heulte über die flache niederländische Küste und trug den Geruch von Salz und…
Das Ultimatum, das Eisenhower sprachlos machte DD
Januar 1945. Eine gesicherte Telefonleitung zwischen zwei Kommandozentralen knistert und pulsiert. Auf der einen Seite General Dwight D. Eisenhower, Oberbefehlshaber…
„40 Millionen Menschen sahen zu, wie John Wayne Ali angriff – niemand ahnte, was dann geschah.“
Es war das Jahr 1971. John Wayne, der mächtigste Mann in Hollywood, das Symbol des amerikanischen Patriotismus, betrat das Set…
Bruce Lee wurde von einem unhöflichen Polizisten angesprochen. Er bereute es sofort… DD
Du glaubst, ein Abzeichen auf der Brust verleiht Macht. Wir sind darauf konditioniert worden zu glauben, dass dieses Stück gestanztes…
Ray Charles sagte zu Elvis Presley: „Du kannst keinen Blues singen“ – seine Antwort schockierte das Genie.
Das Klavier stoppte mitten im Akkord. Ray Charles nahm die Hände von den Tasten und wandte den Kopf dem jungen…
Weinen Sie nicht… meine Mama rettet Sie“, sagte das Mädchen zum gefangenen Vampir DD
Der Nebel hing wie ein Phantom, das sich weigerte zu verschwinden über den Kopfsteinpflasterstraßen von Ravens Creek und hüllte die…
End of content
No more pages to load






