Ein Fels in der Brandung deutscher Rockmusik, eine Legende, die seit 45 Jahren die Massen begeistert – Peter Maffay. Wenn eine solche Ikone in einer der größten deutschen Talkshows Platz nimmt, erwartet man Geschichten von Triumph, Beständigkeit und ungebrochener Liebe zum Publikum. Doch bei Markus Lanz offenbarte sich mehr als nur der Blick auf eine beeindruckende Karriere. Maffay nutzte die Bühne für eine leidenschaftliche und zutiefst emotionale Abrechnung mit einem Journalismus, der seiner Meinung nach Würde verrät, Vertrauen missbraucht und nur noch von Klickzahlen getrieben wird.
Der Auftritt des Sängers war gespalten zwischen der Reflexion über die eigene, lange währende Karriere und dem Schock über die jüngsten persönlichen Anfeindungen durch die Presse. Was Lanz als Frage über die „Angst“ eines Künstlers einleitete, der mit Album Nummer 17 an den Start geht – die Furcht, dass es „vielleicht nicht mehr so funktioniert“ – entwickelte sich schnell zu einer grundsätzlichen Debatte über Authentizität und die menschliche Integrität im Angesicht der Öffentlichkeit.
Die Angst des Künstlers: Authentizität als einzige Währung
Mit einer Gelassenheit, die nur 45 Jahre im Rampenlicht mit sich bringen, begegnete Maffay der Frage nach der Angst vor dem Verlust der Gunst des Publikums. Für ihn ist die Gleichung einfach und gnadenlos ehrlich: Die Verantwortung liegt beim Künstler selbst. Er betonte, dass er sich glücklich schätze, so lange die Zuneigung des Publikums genossen zu haben. Sollte sich dies ändern, müsste er den Fehler bei sich suchen. „Ich brenne vielleicht nicht mehr“, analysierte er schonungslos, oder die von ihm vorgegebene Leidenschaft sei keine mehr – er wäre „durchschaut worden“.
Dieser Anspruch an die eigene, unverfälschte Leidenschaft ist der Prüfstein seiner gesamten Karriere. Das Schlimmste für den Künstler Maffay wäre es, zum „Schauspieler“ auf der Bühne zu werden. Wenn er nur noch vortäuschen würde, was er nicht mehr fühlt, „dann wird es bedenklich und dann ist das eigentlich auch ein Ende, welches sich sofort abzeigt.“
Diese Haltung, diese Forderung nach bedingungsloser Echtheit, macht die anschließende Kritik Maffays an der Medienlandschaft umso schärfer und glaubwürdiger. Denn es ist eben diese Authentizität, die in seinen Augen von einer skrupellosen Presse verraten und zerstört wird.
Die private Liebe und der öffentliche Verrat

Die Diskussion kippte, als Markus Lanz das private Glück Maffays thematisierte – die Liebe zu einer Frau, die „auch im Publikum stand“. Es war die vorsichtige, aber direkte Anspielung auf die Schlagzeilen, die Maffays neue Beziehung zur jungen Hendrika B. im Jahr 2015 ausgelöst hatte, die ihn nach 45 Jahren im Geschäft plötzlich in einen ungewohnten medialen Gegenwind geraten ließ.
Maffay zögerte kurz, da er private Geschichten eigentlich nicht „tief reingehen“ wollte, gestand aber ein, dass das Ausmaß der öffentlichen Verurteilung überraschend war. Einem Künstler seiner Statur, dessen Fanbasis als unerschütterlich galt, sollte so etwas nicht passieren, dachte man. Doch es geschah, und es traf ihn hart – nicht die Kritik der Fans, sondern die Art und Weise der medialen Aufbereitung.
Die Erfahrung des Künstlers in diesem Sturm war die schmerzhafte Erkenntnis: Die Tatsache, dass sich ein Mensch verliebt, kann in der modernen Medienwelt als Steilvorlage für eine gnadenlose öffentliche Hinrichtung dienen.
Die Erosion des Journalismus: Klicks vor Charakter
Was nun folgte, war mehr als die Klage eines Prominenten über Boulevardjournalismus. Es war eine tiefgreifende, grundsätzliche Kritik am Zustand der vierten Gewalt, vorgetragen mit der Vehemenz eines Mannes, der sich in seinen Grundfesten erschüttert sah.
Maffay sah sich nicht als Einzelopfer, sondern als Beispiel für eine besorgniserregende Entwicklung, die er als „Erosion“ im Verständnis ethischer Grundwerte beschrieb. Er holte tief aus und zitierte dabei die Essenz des deutschen Grundgesetzes: „Wir haben in Deutschland ein Bollwerk in unserer… Verfassung ist verankert, dass die Würde jedes Menschen unantastbar ist.“
Für Maffay hatte ein Teil der Medien genau dieses Bollwerk eingerissen. Seine Beobachtung war vernichtend: „Da geht es, meiner Auffassung nach, in vielen Fällen… nicht mehr um Journalismus, sondern nur noch um Klicks, um verkaufte Exemplare, um Auflage.“ Der Inhalt, die Wahrheit, die Überlegung – all das tritt in den Hintergrund hinter dem reinen ökonomischen Imperativ der Aufmerksamkeit.
Die Folgen dieser Prioritätenverschiebung sind weitreichend. Maffay warnte eindringlich vor dem Klima, das dadurch geschaffen wird: „Der Umgang mit Worten, die nicht überlegt sind, die Tatsache, dass man nicht richtig recherchiert, dass man Tatsachen verdreht und so weiter, schafft ein Klima, Keile in die Gesellschaft und treibt Menschen eigentlich auseinander.“ Die Impulse, die von diesen Teilen der Medien ins Netz gesendet und dort „noch einen Dreher mehr“ bekommen, seien menschlich nicht korrekt.
Die Abrechnung, die eine Beleidigung war

Seine Kritik manifestierte sich in der Auseinandersetzung mit einem ganz konkreten Fall. Lanz sprach einen „langen Artikel“ an, der „gar nicht in dieses Magazin passt“ und sich auf eine sehr private Angelegenheit bezog – ein Text, der sich beim Lesen wie eine „Art von Abrechnung“ anfühlte.
Maffays Beschreibung dieses vierseitigen Textes war eine literarische Vernichtung. Er nannte den Artikel so unbedeutend, dass er ihn eigentlich nicht zitieren wollte, aber so „schlimm“, dass er in praktisch jeder Zeile und jedem Satz „eigentlich eine Beleidigung darstellt oder eine Verzerrung dessen, worum es geht“.
Das Schmerzhafteste: Es handelte sich um einen Autor, dem Maffay „sehr nahe an mich rankommen lassen“ hatte, dem er „mein Vertrauen geschenkt“ hatte. Die vier Seiten waren in seinen Augen keine journalistische Analyse, sondern der Missbrauch einer Vertrauensbeziehung, um eine persönliche Fehde auszutragen. Maffay fasste die gesamte Tirade des Autors in einem Satz zusammen, der die ganze Absurdität der Situation bloßlegte: „Diese vier Seiten hätte man abkürzen können mit dem Satz: Ich mag Maffay nicht.“
Diese Reduzierung auf die persönliche Antipathie, verpackt in den Mantel des Journalismus, offenbarte für Maffay die zynische Leere hinter der Klick- und Auflagenjagd. Es war nicht die Kritik an seinem neuen Album oder seiner Musik, die ihn traf – es war die vorsätzliche Verletzung seiner Privatsphäre und die Pervertierung des Mediums durch einen Verrat, der als „Bericht“ getarnt wurde.
Der Weg nach vorn: Konzentration und Freude
Doch trotz der tiefen Enttäuschung über den Vertrauensbruch und die erschütternde Medienlandschaft zeigte Peter Maffay seine unverkennbare Stärke. Die Reaktion des Künstlers ist keine Rache, keine Klage in der Öffentlichkeit, sondern ein klares Bekenntnis zu dem, was wirklich zählt.
Er werde den Autor nicht fragen, „warum machst du das so mit mir“. Stattdessen wählte er den Weg der Konzentration auf seine eigentliche Aufgabe. „Ich werde einfach mich konzentrieren auf meine Arbeit und werde die so gut machen, wie ich kann“, erklärte er. Die Energie, die er für eine Konfrontation aufwenden müsste, steckt er lieber in sein Lebenswerk und in seine Freunde.
Sein erklärtes, seit 45 Jahren verfolgtes Ziel ist es, „anderen Leuten, wenn ich das schaffe, Spaß zu bereiten mit dem, was ich tue“.
In einer Zeit, in der private Dramen öffentliches Eigentum werden und in der das Geschäft mit der Empörung floriert, setzt Peter Maffay ein starkes Zeichen: Das Bollwerk der Würde und der persönlichen Integrität ist nur dann unantastbar, wenn man sich weigert, sich vom Lärm des Hasses und des Verrats ablenken zu lassen. Er entscheidet sich gegen die „Abrechnung“ und für die Kunst. Für Peter Maffay ist die Freude an der Musik die einzige, wahre Antwort auf die Skrupellosigkeit der Klick-Gesellschaft. Der König des deutschen Rock hat gesprochen, und seine Worte sind ein mahnendes Echo, das weit über die Talkshow hinaus in der Gesellschaft widerhallen sollte. Er fordert, dass der Journalismus wieder das Wesentliche erkennt: Es geht um Menschen, nicht um Mausklicks.
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