Nagelköpfe unten an der Sohle, sowjetischer Schaftstiefel bohrten sich kratzend in die Eisschollen der Oder, als sie das knirschende Eis betraten und das Schweigen einer Landschaft zerrissen, die auf ihren Untergang wartete. In der klirrenden Kälte des Oderbruchs hielt die Welt an diesem Morgen den Atem an. Es ist der 31. Januar 1945.
Über der Weite des Oderbruchs liegt ein bleier, unerbitterlicher Wintermorgen. In der vorangegangenen Nacht s das Thermometer auf -12°. Eine Kälte, die jede Bewegung mühsam macht und den Atten unmittelbar vor dem Gesicht gefrieren lässt. Ein fahles graues Licht dringt nur zögernd durch den dichten Nebel, der die Landschaft in eine diffuse konturlose Masse verwandelt.
Alles wirkt erstart. Der Boden ist steinhart gefroren, bedeckt von einer dünnen Schicht aus harschnee. In dieser leblosen Natur scheint der Krieg für einen Moment den Arten anzuhalten. Es ist eine Welt aus Frost, Eis und dem Schweigen eines sterbenden Jahres, das keinen Frühling zu kennen scheint. Vor den Spitzen der Herlverbände dehnt sich die oder aus.
Der mächtige Strom ist in dieser Zeit kein fließendes Gewässer mehr. sondern ein zerklüfteter Panzer aus Treibeis und festgefrorenen Schollen. Das Eis ist türkisch. Zwar ist es an diesem Morgen tragfähig genug für die Soldaten, die in langen Ketten das Ufer wechseln, doch für die schweren Panzer der sowjetischen Verbände ist das Eis noch zu schwach.
Bestlich des Stroms breitet sich das flache offene oder aus. Ein melancholisches Neuland aus Deichen, Entwässerungsgräben und einsamen Gehöften. In der Ferne zeichnen sich die Umrisse von Kinitz ab. Es ist ein Bild der totalen Ruhe. Über den Höfen und Dörfern stehen dünne senkrecht in den Himmel ragende Rauchschwaden aus den Öfen und Kaminen der Bewohner dieser winterlichen Landschaft.
Friedlich und verträumt werden sie in einiger Höhe von eisigen Ostwind aufgelöst. Keiner von denen dort in den warmen Bauernstuben ahnt, was sich auf der Ostseite der Oda in die Wälder schiebt. Manchmal findet man Spuren im Schnee, die längst vom Frost überzuckert sind. Es sind Spuren von Leuten, die sich schon vor Tagen, oft heimlich, wenn es ging, Richtung Westen begeben haben.
Denn eigentlich war jedem, der hier lebte, klar, früher oder später passiert das, was sich nun anbahnt. In diesen frühen Stunden erreichen die ersten Vorausabteilungen der fünften sowjetischen Stoßarmee das Dorf Keinz. Die Männer sind gezeichnet von einer Erschöpfung, die tief in ihren Knochen sitzt.

Seit dem Aufbruch an der Weichsel am 12. Januar haben sie teilweise 70 bis 100 km am Tag zurückgelegt. Ihre Gesichter sind rustgeschwerzt, die Watterjacken von Schlamm und Eis der vergangenen Wochen verkrustet. Doch in die Müdigkeit mischt sich eine fiebrige Wachsamkeit. Den Soldaten ist bewußt, daß sie hier an diesem unscheinbaren Flussufer die Schwelle zum deutschen Kernland überschritten haben. Hier ist es.
Das verfluchte Deutschland steht auf den Schildern, welche die Politoffiziere im Hinterland aufgestellt haben. Es herrscht eine Mischung aus grimmigem Triumph und einer tiefen, instinktiven Vorsicht. Sie wissen, Berlin liegt nur noch 70 km entfernt, aber sie wissen auch, dass der schwerste Teil des Weges noch vor ihnen liegen könnte.
Was die Männer am meisten beunruhigt, ist die vollkommene Abwesenheit des Gegners. Die Stille, die über dem Bruch liegt, wirkt nicht friedlich, sondern wie eine Falle. Wo ist die Wehrmacht? Wo sind die Verteidiger der Reichshauptstadt? Wo sind die deutschen Soldaten? Die Überraschung der deutschen Kommandostellen ist an diesem Morgen so vollständig, dass kein Schuss fällt.
Doch die sowjetischen Aufklären dieser Ruhe nicht. Hinter jedem Fenster in jedem dunklen Waldrandin vermuten sie Scharfschützen, verborgene Panzerfallen oder heimtürkische Minenfelder, die in diesem gefrorenen Boden lauern könnten. Jede Bewegung im Hinterland könnte der Beginn eines vernichtenden Artillerieschlags sein.
Die akustische Kulisse dieser Stunden ist geprägt von wenigen eindringlichen Geräuschen. Das scharfe Knirschen des gefrorenen Schnees unter den genagelten Stiefeln, das dumpfe zermalmende Grollen der arbeitenden Eisschollen im Flussbett, der schneidende Wind, der aus Osten herüber weht und vereinzelt das Echo ferillerie trägt.
Befehle werden nun in gedämpften Ton gegeben. Die Männer flüstern. Sie wollen das Unheil nicht wecken. Der Soldat aus Gorki tritt den Rest seiner Mahorka Zigarette aus. Der harsche Schnee macht dabei ein lautes knirschendes Geräusch, als zertrete man Glas am Boden. Erschrocken davon hört der Soldat damit auf.
Aus der Ferne weht das Bällen eines Hundes durch die Dämmerung und wird sogleich wieder vom Wind in den Baumspitzen zerrissen. Es ist eine beklemmende, fast unerträgliche Ruhe, der Moment des Innerhaltens, bevor die finale Phase des Krieges hier an der Oder beginnt. Lagebericht Ostfront stand 31. Dezember 1944, während das Oberkommando der Wehrmacht und der Wehrmachtsführungsstab unter General Oberst Jodel, die Schwerpunkte der operativen Initiative im Westen mit dem Unternehmen Wacht am Reinbinden erreicht die Bedrohungslage
im Osten eine kritische Phase. Die operative Führung der Ostfront liegt in den Händen des Generalstab des Heres und der General Oberst God. Das zentrale Organ für die Beurteilung der gegnerischen Absichten ist die Abteilung Fremde Heereost, geleitet von Generalmajor Reinhard Gelen. Gelens Aufgabe besteht in der systematischen Auswertung sämtlicher Aufklärungsergebnisse zur Erstellung eines präzisen Feindbildes.
Ende Dezember 1944 lie Gelen Stab eine Analyse vor, die den bevorstehenden Zusammenbruch der gesamten Ostfront mathematisch belegt. Die fremde Here Ost identifiziert eine massive Truppenkonzentration der roten Armee an den Brückenköpfen Baranov, Pulavi und Maknuschev. Gelens Einschätzung ist eindeutig. Die Sowjetunion bereitet eine Großoffensive vor, deren Ziel nicht weniger als die totale Zerschlagung der Heresgruppe Mitte und der Heresgruppe A ist, um den operativen Durchbruch in das Herz des Reichs zu erzwingen.
Die operative Analyse der Fremdenere Ost für den Angriffszeitrum Mitte Januar 1945 stützt sich auf harte Daten. prognostiziert den Beginn der sowjetischen Wintoffensive für den 12. Januar 1945. Das durch die fremde here Ost ermittelte Kräfteverhältnis in den voraussichtlichen Durchbrabschnitten stellt sich die Folk da.
Infanterie, eine Überlegenheit der Roten Armee von 11:1. Die sowjetischen Verbände verfügen über eine Kampfstärke von etwa 6,7 Millionen Soldaten gegenüber den personell ausgebluteten Divisionen der Wehrmacht. Panzer, ein Verhältnis von 7:1. In den Bereitstellungsräumen werden über 7000 sowjetische Panzer und Selbstfahlerfetten identifiziert.
Artillerie, das extremste Übergewicht, besteht bei den Steilfeuerwaffen mit einem Verhältnis von 20:1. Die sowjetische Führung plant eine Geschützdichte von bis zu 300 Rohren pro Frontkilometer. Luftwaffe mit ca. 8000 sowischen Flugzeugen gegenüber einer numerisch kaum noch ins Gewicht fallenden deutschen Luftflotte herrscht eine nahezu totale Luftüberlegenheit des Gegners. Goderian warnt eindringlich.

Die deutsche Front im Osten ist im derzeitigen Zustand ein Kartenhaus. Sobald der Gegner an einer einzigen Stelle einen operativen Durchbruch erzielt, wird das gesamte Verteidigungssystem in sich zusammenbrechen. Am Heiligen Abend 1944 präsentiert General Oberst Godan diese Zahlen im Führerhauptquartier Adlerhaus bei Ziegenberg.
Er stützt seine Forderung nach sofortiger Zuführung von Reserven aus dem Westen auf Gelens operative Verhersage. Er fordert die Verlegung von Divisionen der sechsten SS Panzerarmee zur Absicherung der Weichsselfront. Die Reaktion der obersten Führungsebene ist durch einen vollständigen Realitätsverlust gekennzeichnet.
Hitler bezeichnet Gelens Analysen als völlig idiotisch und deklariert sie als den größten Bluff sei Jing des Kn. In einer beispiellosen Defamierung der militärischen Aufklärung fordert Hitler den Verfasser der Studie Generalmajor Gelen in ein Irrenhaus zu sperren. Auch Reichsführer SS Heinrich Himmler zu diesem Zeitpunkt Befehlshaber des Ersatzhees und späterer Oberbefehlshaber der Heresgruppe Weichsel tut die Warnungen als Riesenblov ab.
Anstatt die Weichselfront zu verstärken, befielt Hitler gegen den ausdrücklichen Rat God die Verlegung starker Panzerkräfte nach Ungarn, zur Sicherung der dortigen Ölfelder und zum Entsatz von Budapest. Damit werden die von Gelen als Hauptangriffspunkte identifizierten Abschnitte faktisch ohne operative Reserven gelassen.
Am 12. Dezember 1945 um 5 Uhr Mosgauer Zeit bewahrheiten sich Gelns Analyse in vollen Umfang. Die erste ukrainische Front unter Marshall Konjev tritt aus dem Brückenkopf Sandomierz zum Angriff an. Die taktische Durchführung entspricht exakt dem von der Fremden Heere Ost vorausgesagten Muster. Erstens, ein massiver Artillerieschlag von bis zu 300 Rohr pro Frontkilometer flügt die deutschen Stellungen unter, die aufgrund von Munitionsmangel kaum Gegenfeuer leisten können.
Zweitens, die deutschen Infanteriedivisionen, darunter die 304 und die 168. Infanteriedivisionen werden innerhalb von Stunden aufgerieben. Die Panzerreserven wie das 24. Panzerchkor mit der 16. und 17. Panzerdivision hängen aufgrund von Hitlers starren Haltebefehlen zu weit vorne fest und werden bereits in der Bereitstellung von der sowjetischen Walze erfasst.
Innerhalb von Stunden ist die deutsche Front zwischen den Kpaten und der Weichsel aufgerissen. Wie Gelen es prophezeit hatte, führte der Mangel an operativer Tiefe dazu, dass die rote Armee nahezu ungehindert bis nach Oberschließen vorstoßen kann, was der deutschen Kriegswirtschaft einen tödlichen Schlag versetzt.
Nach dem Zusammenbruch der Heresgruppe A und der Heresgruppe Mitte versucht das Oberkommando des Heres verzweifelt eine neue Verteidigungslinie aufzubauen. Am 21. Januar wird die Heresgruppe Weichsel formiert. Hitler ernt Heinrich Himler zum Oberbefehlshaber. Eine Entscheidung, die im Generalstab aufgrund Himlers mangelnder militärischer Qualifikation auf scharfe Ablehnung stößt.
Die operative Lage verschlechtert sich rapide. Warschau fällt am 17. Januar in sowjetische Hand, nachdem Hitler den Rückzugsbefehl des Generalstabs zunächst verboten hat. Die Festung Posen wird eingeschlossen und bindet wertvolle Kräfte, während die sowjetische erste weißrussische Front unter Marshall Jukov unaufhaltsam in Richtung Oder vorrückt.
Die Fremden Ost stellt fest, dass der Gegner in der Lage ist, 70 bis 100 km pro Tag zurückzulegen, da die deutsche Verteidigung keinen inneren Zusammenhang mehr besitzt. Am 31. Januar erreichen sowjetische Vorausabteilung die ODA bei Kinetz nur 70 km vor Berlin. Damit ist die von Gelen prognostizierte Katastrophe Realität geworden.
Trotz der offensichtlichen Richtigkeit seiner Einschätzungen bleibt Gelen im Fokus der Kritik der NS-Führung. Am 28. März 1945 wird General Oberkoderian schließlich von seinen Posten als Chef des Generalstabs entbunden. Auslöser war das Scheitern eines deutschen Gegenangriffs zur Befreiung der eingeschlossenen Festung Küstrien am Vortag.
Hitler such die Schuld bei den Truppenführern, insbesondere bei General der Infanterie Theoduse. Dieser war Oberbefehlshaber der neunten Armee und stand in schwersten Kämpfen an den Sillor Höhen. Während der Besprechung um 14 Uhr machte Hitlergeneral Busse schwere Vorwürfe wegen angeblicher Inkompetenz und mangelnden Munitionseinsatzes.
Guderian verteidigte Busse und die Truppe rot vor Wut im Gesicht und mit großer Schärfe. Er widersprach Hitler direkt und lautstark, indem er darauf hinwies, dass die Truppe ihre Pflicht getan habe und die Munition schlichtweg aufgebraucht gewesen sei. Diese Auseinandersetzung zwischen Hitler und Gederian eskalierte schließlich.
Beide Männer schrien sich derart laut an, daß Adjutanten im Forum sie hören konnten. Die Besprechung endete damit, dass Hitler befahl Godien habe wegen seines angeblich schlechten Gesundheitszustands sofort einen sechswöchigen Erholungsurlaub anzutreten. Die Abteilung fremde Here Ost liefert jedoch bis zuletzt präzise Analysen. Gelen identifizierte im März 45 korrekt die Schwerpunkte des Gegners.
Die Einkreisung Breslaus durch die Dritte Gardepanzerarmee, die Bildung und Vereinigung der sowjetischen Brückenköpfe beiderseits Küstrien, die bevorstehenden Zangenoperation gegen Berlin durch das Zusammenwirken von Jukov im Osten und Konjev im Süden. Die Wehrmacht versucht mit improvisierten Maßnahmen wie der Nibelungstellung oder dem Einsatz von Volksturmbataillonen und Hitlerjungen eine Verteidigungstiefe zu simulieren, die de facto nicht mehr existiert.
Gelen Stab weist darauf hin, dass diese Verbände gegen die massierten Panzerkorps der Sowjets, wie etwa die erste und zweite Panzerarmee, operativ bedeutungslos sind. Die Tragödie des Januar war die Konsequenz der militärischen Führung, die operative Fachkompetenz ausblendete, weil sie Wahrheit und Realität durch Wunsch und Hoffnung kreiert aus Angst und Ideologie ersetzte.
Reinhard Gelen hatte das mathematische Ende der Ostfront präzise berechnet. Seine Zahlen über die ölfche Überlegenheit des Gegners waren keine Propaganda, sondern eine Warnung. vor der Vernichtung des Deutschen Ostheres. Die Weigerung der obersten Führung Gelens Lagebeurteilung anzuerkennen, führte zum Verlust von Ostpreußen, Schlesien und Pommern und letztlich zum Fall der Reißhauptstadt.
Die Schlacht um die Süler Höhen im April 1945 war nur noch das letzte ausblutende Kapitel eines Untergangs, der bereits im Dezember 1944 durch Gelen und Goderian dokumentiert worden war. In der militärischen Geschichte bleibt Reinhard Gelens Bericht vom Januar 45 eines der bedeutetsten Dokumente für die Diskrepanz zwischen strategischer Aufklärung und politischem Starsinn.
Eine Lehre über den Preis, den eine Armee zahlt, wenn Fakten als blaff deklariert werden. Wenn dir dieses Video gefallen hat und du weiter solche historischen Inhalte auf diesem Kanal sehen möchtest, dann unterstütze mich gerne mit einem Abo. Ein Like hilft dem Kanal zusätzlich sehr. Wir sehen uns im nächsten Video.
Danke, dass du dabei bist. M.
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