Peggy March – ein Name, der untrennbar mit dem Welthit “I Will Follow Him” verbunden ist. Mit nur 15 Jahren erklomm sie den Gipfel des Musikolymps und wurde zur jüngsten Nummer-1-Sängerin der US-Geschichte. Doch während die Welt das junge Mädchen mit der außergewöhnlichen Stimme feierte, begann für Peggy March ein Leben, das von Fremdbestimmung, Kontrolle und einer tiefen, inneren Einsamkeit geprägt war. Heute, mit fast 77 Jahren, wagt sie den Blick zurück und gibt offen zu, was viele bereits vermutet haben: Der Preis für den frühen Ruhm war ihre Kindheit.
Der kometenhafte Aufstieg als Teenager katapultierte Peggy March in eine Welt der Erwachsenen, für die sie emotional noch gar nicht bereit war. Anstatt unbeschwert aufzuwachsen, wurde ihr Alltag von Verträgen, Tourneeplänen und den Erwartungen einer gnadenlosen Industrie bestimmt. Sie musste funktionieren, lächeln und die Rolle des perfekten Popstars spielen, während sie innerlich oft um Hilfe schrie. “Ich fühlte mich wie in einem fremden Leben”, erinnert sie sich heute. Diese “verlorene Kindheit” hinterließ eine Wunde, die über Jahrzehnte hinweg nur mühsam überspielt wurde. Peggy March gibt heute zu, dass sie oft das Gefühl hatte, nur ein Produkt zu sein, dessen eigener Wille keinen Platz hatte.

Ihr langjähriger Ehemann Arne Harris, der 2013 verstarb, war der Einzige, der hinter die glänzende Fassade blicken durfte. Er beschrieb Peggy als eine Frau von großer innerer Tiefe, deren Schweigen nachts oft schwerer wog als jedes Wort. Harris gab zu, dass es Momente gab, in denen Peggy still weinte – nicht aus aktuellem Anlass, sondern aus einer alten, tief sitzenden Traurigkeit über das Mädchen, das niemals einfach nur Kind sein durfte. Er begleitete sie durch Phasen der Selbstzweifel und half ihr, den Schmerz nicht mehr nur zu verdrängen, sondern als Teil ihrer Identität anzunehmen.
Ein entscheidender Wendepunkt in ihrem Leben war die Erkenntnis, dass Ruhm keinen Schutz vor innerer Leere bietet. In einer Phase der totalen Überforderung erkannte Peggy March, dass sie sich selbst zu verlieren drohte. Dieser Moment der Klarheit war beängstigend, aber notwendig. Sie begann, Grenzen zu setzen und die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Sie zog sich phasenweise zurück, hinterfragte ihr Umfeld und traf erstmals eigene Entscheidungen. Es war ein schmerzhafter Prozess der Selbstfindung, der sie schließlich zu einer neuen Form der Selbstbestimmung führte.
Auch ihre Ehe war nicht immer das Märchen, das die Öffentlichkeit sehen wollte. Über vier Jahrzehnte hinweg kämpften Peggy und Arne um einen gemeinsamen Alltag zwischen Tourneen und Familienleben. Die Herausforderung, Karriere und Mutterschaft zu vereinbaren, führte oft zu Schuldgefühlen und Spannungen. Es gab Zeiten, in denen die Trennung im Raum stand – nicht aus Mangel an Liebe, sondern aus purer Überforderung durch ein außergewöhnliches Leben. Doch ihre tiefe Loyalität und die Fähigkeit, auch in Krisen miteinander zu sprechen, hielten sie zusammen. Heute blickt Peggy March mit tiefer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück; die Krisen haben ihre Liebe nicht zerstört, sondern sie wahrhaftig gemacht.
Mit 77 Jahren ist Peggy March heute an einem Punkt der inneren Ruhe angekommen. Sie spricht offen über die körperlichen Beschwerden des Alters und die Notwendigkeit, das Tempo zu drosseln. Ihre Stimme, ihr Kapital über Jahrzehnte, verlangt nun mehr Schonung. Doch diese Phase der Melancholie und körperlichen Einschränkung empfindet sie auch als Zeit der Klarheit. Der Druck, anderen gefallen zu müssen, ist verschwunden. Sie erlaubt sich nun die Pausen, die ihr als Kind verwehrt blieben.
Finanziell ist die Sängerin heute abgesichert, doch sie betont, dass Wohlstand keine seelischen Wunden heilt. Ihr Reichtum liegt für sie nicht in ihren Millionen, sondern in der Freiheit, heute “Nein” sagen zu können. Peggy March hat gelernt, ihren Schmerz in Würde zu verwandeln. Ihr Lebenswerk ist mehr als eine Liste von Hits; es ist das Zeugnis einer Frau, die trotz frühester Fremdbestimmung ihre eigene Stimme gefunden hat. Heute ist sie nicht mehr nur die Ikone eines vergangenen Jahrzehnts, sondern eine Frau, die ihren Frieden mit der Vergangenheit geschlossen hat und ihr Leben endlich nach eigenen Maßstäben führt.
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Die schweren Eichentüren des Moretti- Anwesens hielten normalerweise die beißende Kälte des italienischen Winters ab, aber heute Abend schien die Kälte selbst durch die Steine zu sickern . Drinnen lag der Duft von gebratenem Rosmarinlamm und teurem Jahrgangswein in der Luft. Lorenzo Moretti, ein Mann, dessen Name in den dunklen Ecken der Stadt mit Furcht geflüstert wurde, saß am Kopfende einer langen Kerze an einem Tisch.
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Sekunden vor dem Abschluss eines 180 Millionen Euro Deals, der die Zukunft der europäischen Kai Landschaft verändern sollte, saß Milliardär Julian Kroft nicht im Konferenzraum. Er saß in einem Sternerestaurant in München, starrte durch die Fensterscheiben auf den grauen Nachmittag und sah dabei weniger wie ein Visionär aus, sondern mehr wie ein Mann, der den Faden seines Lebens verloren hatte.
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gut angezogen, aber mit zitternden Händen hielt sie ihren weinenden Bruder und bat um Milch, nicht um Geld. Der Supermarkt summte mit dem leisen Rhythmus des Alltags. Einkaufswagen rollten, Regale wurden aufgefüllt, leise Musik spielte aus den Lautsprechern. Als Daniel Hakrievs, ein Selfmademillionär, der mehr für seinen scharfen Geschäftssinn als für sein Mitgefühl bekannt war, abrupt im Kühlregal stehen blieb.
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