Lukas Müller saß in seinem Arbeitszimmer, das in einem eleganten Penthaus in Berlin, Mitte lag, wo die Lichter der Stadt durch die hohen Fenster schimmerten und die Silhouette der Skyline wie ein stummer Wächter über ihn wachte. Das sanfte Glühen seines Computermonitors warf blaue Schatten auf sein Gesicht, während seine Finger über die Tastatur flogen Codezeilen für Adler sein Cybersicherheitsunternehmen eingaben.
Adler hatte kürzlich einen bedeutenden Vertrag mit dem Deutschen Verteidigungsministerium unterzeichnet. Ein Meilenstein, der Lukas Ruf als Visionär in der Technologiebranche festigte. Doch heute Abend war es nicht die Arbeit, die seine Stirn in Falten legte. Es war etwas anderes, etwas, das er nicht benennen konnte, bis eine kleine Gestalt im Türrahmen erschien, Emma Schmidt.
Seine neunjährige Nichte stand dort halb verborgen in den Schatten. Ihre schmalen Finger umklammerten den Rand seines schweren Eichenholzschreibtischs, als wäre er das einzige, was sie in dieser Welt noch festhielt. Emma war sechs Monaten zu ihm gekommen nach dem Autounfall, der ihre Eltern Lukas Bruder und seine Schwägerin aus ihrem Leben gerissen hatte.
Seitdem war sie still, ein Schattenkind, das mehr beobachtete als sprach. Ihre dunklen Augen groß und durchdringend musterten ihn jetzt mit einer Intensität, die ihn frösteln ließ. Onkel Lukas flüsterte sie ihre Stimme kaum hörbar. Es gibt eine Kamera in dem Gemälde. Lukas Finger erstarrten über der Tastatur.
Das leise Klackern der Tasten erstarb mitten im Wort. Er drehte sich langsam um, als hätte sich die Luft um ihn herum verdickt. Eine Kamera fragte er seine Stimme kontrolliert, aber mit einem Unterton, der seine plötzliche Unruhe verriet. Emma nickte ihr Blick, wanderte zu einem abstrakten Gemälde, das über seinem Bücherregal hing.
Es war ein Geschenk von Kara Fischer, seiner Verlobten, ein Kunstwerk mit geschwungenen Linien, die die Berliner Skyline in gedämpften Blau und Grautönen darstellten. Lara hatte es vor vier Wochen mitgebracht, mit einem Lächeln, das so warm war wie der Herbstsonnenschein, und gesagt, es würde seinem sterilen Arbeitszimmer ein wenig Seele verleihen.
Lukas hatte gelacht, sie auf die Stirn geküsst und das Gemälde ohne weitere Fragen aufgehängt. Jetzt fühlte sich dieser Moment wie ein ferner Traum an. “Ich habe es nachts blinken gesehen”, sagte Emma. Ihre Stimme wurde noch leiser, als sie einen Schritt näher trat. Ihre Turnschuhe machten kaum ein Geräusch auf dem dicken Perserteppich.
Sie beugte sich vor, so nah, dass Lukas ihren Atem an seinem Ohr spüren konnte. “Es ist hinter dem Gemälde,” flüsterte sie, das Kara gebracht hat. Lukas blinzelte. sein Verstand raste, während er versuchte, die Bedeutung ihrer Worte zu erfassen. Emma hatte seit dem Unfall kaum mehr als einen Satz am Stück gesprochen.
Sie war wie ein Geist in seinem Haus, immer wachsam, immer lauschend, aber selten präsent. Lukas hatte ihr alles gegeben, was er konnte. Die besten Schulen, eine private Therapeutin, ein Zimmer voller Bücher weicher Lichter und technischer Spielereien, die jedes Kind begeistern würden. Aber er hatte ihr nicht diese Art von Vertrauen geschenkt, nicht diese Art von Stimme, dass sie jetzt sprach und dann noch über etwas so ungeheuerliches ließ sein Herz schneller schlagen.
“Was meinst du mit einer Kamera?”, fragte er seine Stimme so ruhig, dass sie fast mechanisch klang. Emma warf einen schnellen Blick auf das Gemälde, dann zurück zu ihm. Ich habe es gesehen, als ich nicht schlafen konnte. Ein kleines rotes Licht, nur für eine Sekunde. Ich habe es gescannt. Das Signal passt zu keinen Kehren deiner Geräte. Lukas Magen zog sich zusammen. Gescannt, wiederholte er unfähig, die Überraschung in seiner Stimme zu verbergen.
Emma nickte, als wäre es das Normalste der Welt. Ich habe mein Tablet benutzt. Ich habe eine Netzwerkverfolgung durchgeführt, als ich nachts wach lag. Lukas lehnte sich langsam in seinem Ledersessel zurück, seine Augen musterten das Mädchen, das ihm plötzlich fremd und doch vertraut erschien. Emma.
Die stille, beobachtende Emma hatte etwas entdeckt, das seine gesamte Sicherheitsabteilung übersehen hatte, und sie sollte nicht einmal hier sein, in seinem Arbeitszimmer, das normalerweise abgeschlossen war. Emma sagte er seine Stimme sanft, aber bestimmt. “Wie lange weißt du das schon?” “Seit letzter Woche” antwortete sie ihre Stimme klein, aber fest.
“Ich war mir nicht sicher, ob du mir glauben würdest. Lukas Kehle wurde eng. Klara hatte das Gemälde vor vier Wochen aufgehängt, als sie mit einer Flasche Rotwein und einem Lachen gekommen war, das wie Musik klang. Sie hatte gesagt, es sei ein Geschenk zur Feier seines Vertrags mit dem Verteidigungsministerium. Sie hatten unter diesem Gemälde gegessen, Wein getrunken, sich geliebt und die ganze Zeit hatte etwas sie beobachtet, etwas, das nicht ihm gehörte.
Er stand auf seine Bewegungen langsam und bedacht, als könnte jede plötzliche Geste die Wahrheit zerbrechen. Er durchquerte den Raum und hob das Gemälde von seinen Haken. Es war leichter, als er erwartet hatte, als hätte es nie wirklich zur Wand gehört. Hinter dem Rahmen knapp unter der oberen Leiste saß ein winziger schwarzer Kreis, nicht größer als ein Bleistift Radierer.
Ein Objektiv. Eine versteckte Kamera. Lukas Kiefer spannte sich an. Emma, sagte er leise, ohne sich umzudrehen, geh für einen Moment nach draußen. Doch Emma rührte sich nicht. Nein, sagte sie ihre Stimme fest, fast trotz sich. Es war keine Ungehorsamkeit, sondern Mut, der aus ihr sprach. Sie hielt an etwas fest, vielleicht an der Information, vielleicht an der Angst, aber sie würde nicht gehen. Lukas nickte langsam und winkte sie näher. Gut, setz dich.
Emma ließ sich auf die Kante eines Ledergastesessels nieder, ihre Hände gefaltet im Schoß. Sie zappelte nicht, sie wand sich nicht, sie sah ihn nur an mit einem Blick, der viel älter war, als ein Kind ihn tragen sollte. “Ich habe die Signalhistorie überprüft”, sagte Emma.
Es begann als Kara das Gemälde aufgehängt hat, aber jetzt gibt es noch andere kleinere Geräte im Wohnzimmer, im Gästezimmer. Sie zögerte, ihre Stimme wurde leiser und im Schlafzimmer. Lukas spürte, wie ein kalter Schauer seinen Nacken hinabkroch. Er starrte auf die Wand, wo das Gemälde gehangen hatte. Sein Verstand raste durch den letzten Monat.
Klaras plötzliches Interesse an seinem Terminkalender, die Art, wie sie oft an seinem Schreibtisch verweilte ihre Angewohnheit, genau dann mit Kaffee aufzutauchen, wenn er ihn brauchte, immer im perfekten Moment. Die Zufälle waren zu perfekt gewesen und jetzt waren es keine Zufälle mehr. Emma wartete schweigend ihre Augen auf sein Gesicht gerichtet.

Du hast das allein getragen”, sagte Lukas mehr zu sich selbst als zu ihr. Sie nickte einmal kurz und entschlossen. Lukas ließ einen langen zittrigen Atemzug entweichen. “Ich glaube dir”, sagte er. Emma blinzelte zum ersten Mal unsicher. “Wirklich? Ich hätte dir schon beim ersten Mal glauben sollen. Die Mundwinkel des Mädchens bewegten sich nicht, aber ihre Schultern entspannten sich leicht, und das sagte mehr als Worte.
Lukas wandte sich wieder dem Gemälde zu. Die Kamera war in die Kurve des Rahmens eingebettet, so klein, dass sie dekorativ hätte sein können. Aber sie war nicht dekorativ, sie war absichtlich, sie war Verrat. Und wenn Kara diese platziert hatte, wie viele weitere waren versteckt. Emma sagte er seine Stimme tief und ruhig.
Ich möchte, dass du weiter beobachtest, aber nur, wenn du dich sicher fühlst. Kannst du das? Sie nickte. Er legte sanft eine Hand auf ihre Schulter. Von jetzt an machen wir das zusammen. Keine Geheimnisse mehr. Emma sah zu ihm auf und zum ersten Mal, seit sie in sein Haus gekommen war, lächelte sie.
Es war kein höfliches Lächeln, sondern eines, das sagte, dass endlich jemand zuhörte. Die Tür öffnete sich leise und Greta Braun, die Haushälterin, trat ein. Ihr silbergraues Haar war zu einem strengen Dutt gebunden, ihre Bluse makellelos, aber ihre Augen verengten sich sofort, als sie Lukas Gesicht sah. Etwas stimmt nicht. sagte sie ohne zu fragen. Lukas nickte und bedeutete ihr hereinzukommen.
“Kara hat Überwachungsgeräte platziert”, sagte er leise. “Emmer hat sie gefunden.” Greta blinzelte einmal, dann verhärtete sich ihr Gesicht. “Ich wusste, dass etwas nicht stimmt. Sie ist immer zu neugierig, bleibt immer zu lange an deinem Schreibtisch.” Und sie spricht zu oft mit diesem Hansweber. Lukas drehte sich scharf um. Hans Greter nickte.
Er war letzte Woche zweimal hier, als du nicht da warst, sagte er. Überprüfe Papiere. Klarer tat, als wäre es nichts. Aber ich habe sie im Wohnzimmer flüstern hören. Lukas Pulz beschleunigte sich. Hans Weber, sein bester Freund seit den Studientagen an der TU Berlin, sein Finanzvorstand bei Adler.
War das möglich? Er schob den Gedanken beiseite, aber er wusste, dass er ihn nicht ignorieren konnte. “Danke Greta”, sagte Lukas. “ich brauche dich, um etwas für mich zu tun. Wenn Kara heute Abend kommt, tu so als wüßten wir von nichts. Gretas Mund verzog sich zu einer schmalen Linie. Ich spiele höflich, seit sie geboren wurde, Lukas. Ich kann das gut.
Er nickte und Greta verließ den Raum. Emma saß noch immer da, ihr Tablet auf dem Schoß. Ihre Finger glitten schnell über den Bildschirm, als sie weitere Signale aufspürte. Es sind fünf Geräte, sagte sie ohne aufzusehen. Zwei hier, eines im Wohnzimmer, eines im Gästezimmer und eines in deinem Schlafzimmer. Lukas Utz atmete langsam durch die Nase ein. Es war kein Zorn, noch nicht.
Es war Berechnung kühl und präzise. “Du hast sie alle senden sehen”, fragte er. “Ja”, sagte Emma. Ich habe ihre Aktivität kartiert. Die meisten sind tagsüber still, aber zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens werden sie für kurze Zeit aktiv. Jemand sammelt Daten in Intervallen.
Lukas murmelte Badge Übertragung, um Netzwerk Crawler zu vermeiden. Er rieb. Solche Protokolle waren kein Amateurwerk. Das war gezielte hochprofessionelle Überwachung, die Art, die er mit Adler zu verhindern versuchte, und sie geschah in seinem eigenen Haus. Lukas öffnete einen hohen Eichenholzschrank an der Wand.
Mit einem Fingerabdruck und einem schnellen Tastencode glitt das Paneel zur Seite und enthüllte einen mattschwarzen Serverturm, der leise summte. Er zog ein Kabel heraus und verband Emmas Tablet direkt mit einem Diagnoseport. “Du bist drin”, sagte er. Emma sah überrascht auf. “Du gibst mir Zugang.” “Ich vertraue dir”, antwortete Lukas. “Offenbar mehr als meinen eigenen verdammten Firewall.” Ihre Augen weiteten sich, aber sie lächelte nicht.
Sie nickte nur und begann zu arbeiten. Während Emma Signalpfade durch digitale Störgeräusche verfolgte, kehrte Lukas an seinen Schreibtisch zurück und rief das zentrale Sicherheitsdhboard auf. Jede Kamera, jedes Mikrofon, jeder Zugriffslock seit der Installation des Systems erschien wie ein digitales Nervensystem.
Klara hatte eingeschränkten Zugang natürlich, aber das hatte sie nicht davon abgehalten, es zu erweitern. Er blätterte durch Bewegungsprotokolle. Mehrere Einträge stachen heraus: Bewegungen in Räumen, die niemand betreten haben sollte. Gästezimmer am Mittwoch, Wohnzimmer um 3 Uhr morgens letzten Sonntag und ein Log ohne Quellensignatur leer.
Wer auch immer diese Geräte platziert hatte, wollte nicht nur spionieren, sie wollten es ohne Fingerabdrücke tun. Ein Klopfen an der Tür ließ beide zusammenzucken. Greta rief Lukas und öffnete die Tür. Die Haushälterin trat ein. Ihre Haltung wie immer. “Kara ist gleich hier”, sagte sie leise. Lukas nickte. “Tu was wir besprochen haben.” Greta neigte den Kopf und ging. Emma sah auf ihre Finger verharrten über dem Tablet.
“Was, wenn sie merkt, dass wir es wissen?” Lukas lächelte schwach. “Sie wird es nicht merken.” “Noch nicht.” Er schloss den Serverschrank und verriegelte das Tablet in einer Schublade. Die Haustür öffnete sich mit einem leisen Klicken und Klaras vertraute Schritte halten durch den Flur, begleitet von einem Lachen, das warm und geübt klang. Lukas, wo bist du, Liebling? Rief sie.
Im Arbeitszimmer antwortete er seine Stimme ruhig, während er zur Tür ging. Emma glitt lautlos in den Seitenflur. Gerade als Kara erschien die Arme beladen mit Takeaway Tüten und einer Weinflasche, die aus ihrer Handtasche lugte. “Da ist, mein Genie”, sagte sie. Beugte sich vor und küsste ihn auf die Wange. Lukas ließ es zu. Sie sah sich um, ihre Augen funkelten. Mit gespielter Neugier.
riecht nach Serverwärme hier drin. Arbeitest du hart oder kaum? Er lächelte knapp. Nur ein paar Diagnosen, ein paar Störungen im System. Kara hielt inne. Ihre Augen scannten den Raum. “Nichts Ernstes oder nicht wirklich”, sagte Lukas. “Aber ich werde später wohl einen vollständigen Reset machen.
” Ihre Lippen zuckten nur für einen Moment. “Brauchst du Hilfe? Nein”, antwortete er, “Du hast genug geholfen.” Sie lachte, als wäre es ein Witz, und ging, um das Essen auf den Tisch zu stellen, summend, während ihre Hand, wie zufällig über die Kante seines Schreibtischs glitt, direkt über der Schublade, die jetzt das einzige enthielt, was sie nicht sehen durfte.
Lukas beobachtete sie seine Augen ruhig, aber sein Verstand wach. Die Nacht war still, aber die Wahrheit war laut und sie würde bald sprechen. Die Morgenluft in Potzdam war frisch durchzogen von einem Hauch von Kiefernduft. Als Lukas Müller und Emma Schmidt das gläserne Gebäude von Adler betraten. Die Zentrale des Unternehmens lag am Rande der Stadt umgeben von schlanken Birken, deren Blätter im Wind flüsteren.
Lukas Schritte halten auf dem polierten Marmorboden der Lobby, während Emma ihren übergroßen Rucksack über eine Schulter geworfen ihm folgte. Ihre Augen waren wachsam, ihre Finger umklammerten das Tablet, dass sie wie einen Schild vor sich hielt.
Nach der Entdeckung der versteckten Kameras in ihrem Haus in Berlin hatte Lukas beschlossen, Emma mitzunehmen, nicht nur, um sie in Sicherheit zu wissen, sondern weil sie bewiesen hatte, dass sie mehr sah als die meisten Erwachsenen in seinem Umfeld. Im Serverraum, einem kühlen, summenden Labyrintth aus blinkenden Lichtern und surrenden Maschinen, setzte sich Emma in eine Ecke und öffnete ihr Tablet.
“Onkel Lukas” sagte sie ohne aufzusehen, die Signale von den Kameras führen zu einem Server in Hamburg. Lukas, der gerade eine Sicherheitskonsole überprüfte, hielt inne. Er trat zu ihr und beugte sich über den Bildschirm. Emma hatte eine Karte erstellt, ein Netzwerkdiagramm mit roten Linien, die sich wie Adern von Berlin nach Norden verzweigten.
“Das ist nicht unser System”, murmelte er. “Wie hast du das gefunden?” Emma zuckte die Schultern. “Ich habe die Frequenzmuster mit einer Open Source Datenbank abgeglichen. Sie sind verschlüsselt, aber nicht gut genug.” Lukas starrte sie an, halb beeindruckt, halb beunruhigt.
Seine neunjährige Nichte hatte in einer Woche mehr erreicht als sein gesamtes Sicherheitsteam in einem Monat. Lukas zog sein Telefon hervor und wählte die Nummer von Felix Klein, einem ehemaligen Agenten des Bundesnachrichtendienstes, der einst geholfen hatte, die ersten Sicherheitsprotokolle von Adler zu entwerfen. Felix erschien innerhalb einer Stunde. Ein Mann mit grauem Haar und Augen, die wie Stahl funkelten.
Er trug einen schlichten Mantel, doch seine Haltung verriet die Präzision eines Mannes, der gelernt hatte, im Schatten zu operieren. Das ist kein Amateurwerk”, sagte Felix, nachdem er Emmas Daten analysiert hatte. “Das ist industrielle Spionage, organisiert und finanziert. Jemand will Sturmnet.
” Sturmnet war das Herzstück von Adlers neuester Innovation, eine KI gestützte Verschlüsselungstechnologie, die Netzwerke nahezu unknackbar machen konnte. Der Gedanke, daß sie ins Visier geraten war, ließ Lukas Nackenhaare sich aufstellen. “Wer könnte das wollen?”, fragte er. Felix lehnte sich zurück. “Jeder.
Konkurrenten, ausländische Regierungen, private Konsortien. Die Frage ist, wie sie so nah rangekommen sind.” Lukas Gedanken wanderten zu Kara Fischer, seiner Verlobten, deren Lächeln plötzlich wie eine Maske wirkte. und zu Hans Weber, seinem Finanzvorstand und Freund seit Universitätszeiten, konnte es sein, dass einer von ihnen oder beide ihn verraten hatten.
Während Felix weitere Analysen durchführte, erhielt Lukas einen Anruf von Anna Richter, einer Journalistin, der die Zeit, deren Ruf für investigative Recherchen sie sowohl gefürchtet als auch respektiert machte. Herrer Müller begann sie ohne Umschweife. Ich habe Gerüchte gehört. Datenlex bei Adlertech. Wollen Sie Stellung nehmen? Lukas griff um das Telefon wurde fester. Keine Kommentare sagte er knapp.
Doch Anna ließ nicht locker. Ich habe Beweise, daß vertrauliche Daten ihres Unternehmens auf dem Schwarzmarkt kursieren. Treffen Sie mich heute Nachmittag in Prinzlauer Berg oder ich veröffentliche, was ich habe. Lukas legte auf sein Kiefer angespannt. Anna war ein Risiko, aber auch eine potenzielle Verbündete.
Er beschloss sie zu treffen, doch zuerst musste er die undichte Stelle finden. Zurück im Serverraum entdeckte Lukas eine Anomalie in den Zugriffsprotokollen. Daten von Sturmnet, Testprotokolle. Algorithmenskizen waren in kleinen fast unsichtbaren Paketen an einen externen Server gesendet worden.
Die Übertragungen waren so getimt, dass sie unter dem Radar der Sicherheitssoftware blieben. Emma, die neben ihm saß, zeigte auf einen Datenpunkt. Das Signaluster pasßt zu den Kameras in unserem Haus”, sagte sie. “Es ist derselbe Verschlüsselungstyp.” Lukas Herz schlug schneller. Die Kameras waren nicht isoliert. Sie waren Teil eines größeren Netzwerks.
Doch bevor er weiter nachforschen konnte, ertönte ein Alarm. Die Monitore flackerten, rote Warnungen blinkten. Cyberangriff rief ein Techniker von der anderen Seite des Raums. Lukas stürzte zur Hauptkonsole. Der Angriff war massiv, ein koordinierter Versuch, die internen Systeme von Adler Lah zulegen. Firewalls brachen zusammen, Datenbanken wurden gesperrt.
Für drei quälende Stunden kämpfte das Team, um die Kontrolle zurückzugewinnen. Als die Systeme endlich stabil waren, war klar, dies war eine Warnung. Felix verfolgte die Quelle des Angriffs. Hamburg, sagte er, genauer gesagt, ein privater Server in Altona. Derselbe Standort, den Emma identifiziert hat.
Lukas sah zu seiner Nichte, die still in der Ecke saß ihre Finger noch immer über das Tablet flogen. “Wir müssen dorthin”, sagte er. Doch Felix hob eine Hand. “Nicht so schnell. Wir brauchen mehr Informationen. Ich kenne einen Ort in Kreuzberg, wo wir vielleicht Antworten finden. Er erklärte, dass Hansweber kürzlich mit einem unbekannten Kontakt in einem zwielichtigen Bar in Kreuzberg gesehen wurde. Wenn wir Glück haben, ist er heute Abend dort. Lukas zögerte.
Emma mitzunehmen war riskant, aber sie allein zu lassen war undenkbar. “Sie kommt mit”, sagte er. Felix nickte ohne zu widersprechen. Die Bar in Kreuzberg war ein dunkler verrauchter Ort versteckt in einer Seitenstraße, wo das Neonlicht der Schilder in Pützen auf dem Kopfsteinpflaster reflektierte.
Lukas, Emma und Felix betraten den Raum getrennt, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Emma, mit einer Baseballkappe tief ins Gesicht gezogen, setzte sich an einen Tisch in der Ecke ihr Tablet getarrt als Spielkonsole. Lukas und Felix nahmen an der Bar Platz, ihre Augen auf die Tür gerichtet. Kurz nach Mitternacht erschien Hans. Er war allein, doch seine Haltung war angespannt.
Seine Blicke schossen durch den Raum. Minuten später trat ein Mann in einem grauen Mantel hinzu sein Gesicht, halb von einem Schal verdeckt. Sie setzten sich in eine Nische, ihre Stimmen gedämpft. Felix aktivierte ein Richtmikrofon, das als Kugelschreiber getarrend war. Emma, die über einen Ohrhörer mithörte, flüsterte plötzlich: “Das ist er, der Mann, der mit Kara telefoniert hat.
” Lukas Blut gefror. Er sah zu Felix, der kaum merklich nickte. Die Unterhaltung war kurz. Hans schob einen Umschlag über den Tisch. Der Mann im Mantel nahm ihn und verließ die Bar. Hans blieb noch einen Moment, trank sein Bier aus und ging ebenfalls. Felix folgte dem Kontaktmann unauffällig, während Lukas und Emma zurück zum Auto eilten.
Im Wagen überprüfte Emma die Aufnahme. Er hat gesagt, sie brauchen die finale Sturmnet Dokumentation bis Ende der Woche, berichtete sie. Und etwas über einen Kaiser, der alles überwacht. Lukas runzelte die Stirn. Kaiser, wer ist das? Emma schüttelte den Kopf. Ich weiß es nicht, aber sie haben Angst vor ihm. Lukas startete den Motor.
Sein Verstand raste. Hans Kara, ein mysteriöser Kaiser, die Fäden eines Netzwerks, das sich um Adler schloss, wurden sichtbar. Doch das Netz war größer, als er gedacht hatte. Zurück in Berlin arbeitete Lukas die ganze Nacht mit Emma an einem Plan. Sie entwickelten eine digitale Falle, eine gefälschte Version von Sturmnet, gespickt mit Tracking Codes, die jeden aufspüren würden, der sie öffnete.
“Wir laden es in den internen Server”, erklärte Lukas. “Wenn Hans oder Kara zugreifen, haben wir sie.” Emma nickte, ihre Finger flogen über die Tastatur, während sie die Codes einbaute. Doch bevor sie fertig waren, klingelte Lukas Telefon. Es war Anna Richter. Ich habe etwas gefunden sagte sie. Eine Schweizer Firma, die mit Adlertex Daten handelt.
Treffen Sie mich morgen und bringen Sie Beweise mit. Lukas legte auf. Sein Blick fiel auf Emma, die ihn beobachtete. “Was, wenn wir es nicht schaffen?”, fragte sie leise. Lukas legte eine Hand auf ihre Schulter. “Wir schaffen es, weil wir zusammenarbeiten.” Die Nacht war still, doch in Lukas Kopf tobte ein Sturm.
Das Netz der Spione zog sich enger, aber er war entschlossen, es zu zerreißen. Für Adlertech, für Emma, für die Wahrheit. Die Dämmerung lag wie ein grauer Schleier über dem Hamburger Hafen, wo die Silhouetten riesiger Containerkräne wie schlafende Riesen gegen den Himmel ragten. Der Wind trug den salzigen Geruch des Meeres und das ferne Dröhnen von Schiffsmotoren heran, während Lukas Müller, Emma Schmidt und Felix Klein sich dem verlassenen Lagerhaus näherten, dass Emmas Signalanalyse als Ursprung der Überwachungsgeräte identifiziert hatte.
Lukas Atem ging flach. Seine Hand ruhte auf dem kleinen Funkgerät in seiner Jackentasche, das ihn mit Emma verband, die in einem unauffälligen Lieferwagen ein paar hundert Meter entfernt wartete. Felix, dessen Gesicht im Schatten seines Mantelkragens halb verborgen war, scannte die Umgebung mit der Präzision eines Mannes, der gelernt hatte, Gefahren zu riechen, bevor sie sichtbar wurden.
immer über das Funkgerät verbunden flüsterte. “Die Kameras im Hafen sind aktiv. Ich sehe euch auf dem Feed.” “Seid vorsichtig.” Lukas nickte, obwohl sie es nicht sehen konnte. Die Entdeckung der Kameras in seinem Haus und der Cyberangriff auf Adler hatten ihn wach gerüttelt, aber die Spur, die nach Hamburg führte, fühlte sich an wie der Beginn eines Sturms, der alles mitreißen konnte.
Sie näherten sich dem Lagerhaus, einem heruntergekommenen Gebäude mit zerbrochenen Fenstern und rostigen Metalltüren. Lukas Herz pochte, als er die Umgebung musterte. Der Hafen war ein Labyrinth aus Containern, Kränen und dunklen Ecken der perfekte Ort, um etwas zu verbergen. Bevor sie die Tür erreichten, trat ein älterer Mann aus den Schatten seine Arbeitsjacke fleckig von Öl und Salz.
Johann Becker, ein Hafenarbeiter mit wettergegerbtem Gesicht, musterte sie misstrauisch. “Was machen Sie hier?”, fragte er seine Stimme rau wie die Wellen, die gegen die Kimauer schlugen. Lukas, der keine Zeit für lange Erklärungen hatte, entschied sich für Halbwahrheiten. “Wirsuchen ungewöhnliche Lieferungen”, sagte er.
“Dieses Lagerhaus taucht in unseren Unterlagen auf.” Johanns Augen verengten sich, aber er nickte langsam. “Hier kommen und gehen viele Container ohne klare Papiere. Ich habe letzte Woche einen gesehen, der nur mit Privat gekennzeichnet war. Nicht meine Sache, aber es fühlte sich falsch an. Lukas tauschte einen Blick mit Felix. “Können Sie uns reinlassen?”, fragte er.
Johann zögerte, dann zog er einen Schlüsselbund hervor, nur durch die Seitentür. “Die Haupttür ist verkabelt.” Er führte sie zu einem schmalen Eingang verborgen hinter einem Stapel Paletten und verschwand wieder in die Dunkelheit, als wollte er mit dem Ganzen nichts zu tun haben.
Drinnen war das Lagerhaus ein Gewirr aus Kisten und Kabeln, die Luft schwer von Staub und dem Geruch nach altem Metall. Felix zog eine kleine Taschenlampe hervor, deren Strahl über Monitore flackerte, die an provisorischen Tischen aufgereiht waren. Auf den Bildschirmen liefen Datenströme, Protokolle Code, Schnipsel, Diagramme von Sturmnet, der KI gestützten Verschlüsselungstechnologie von Adlertech.
Lukas Magen zog sich zusammen. “Das ist unser System”, flüsterte er. Sie haben nicht nur gespionert, sie haben unsere gesamte Infrastruktur kopiert. Felix nickte grimmig. Das ist ein Kontrollzentrum. Jemand hat hier einen digitalen Angriff vorbereitet. Lukas beugte sich über einen Tisch und fand ein Dokument halb verborgen unter einem Stapel Papiere.
Es war eine E-Mail ausgedruckt und mit handschriftlichen Notizen versehen. Die Absenderadresse war verschlüsselt, aber ein Name stag hervor Kaiser. Der Empfänger war Kara Fischer. Lukas Hände zitterten, als er die Zeilen überflog. Die E-Mail erwähnte eine Schweizer Firma Novatek, die Sturmnet für einen globalen Marktstaat vorbereitete. Es war kein Diebstahl.
Es war ein Plan, Adlertech zu übernehmen. Bevor Lukas weiterlesen konnte, knackte das Funkgerät. Onkel Lukas flüsterte Emma ihre Stimme angespannt. Jemand kommt. Zwei Männer bewaffnet. Sie sind an der Haupttür. Felix reagierte sofort, zog Lukas hinter einen Container und schaltete die Taschenlampe aus.
Die Tür des Lagerhauses öffnete sich mit einem quietschenden Geräusch und schwere Schritte halten durch den Raum. Zwei Männer in dunklen Jacken und mit Funkgeräten ausgestattet bewegten sich zielstrebig auf die Monitore zu. Der Kaiser will die Daten bis Mitternacht, sagte der eine seine Stimme tief und Akzentbeladen. Fischer sagt Müller wird misstrauisch. Lukas Blut gefror Kara.
Sie war nicht nur eine Verräterin, sie war der Schlüssel zu diesem Netzwerk. Felix legte einen Finger an die Lippen. Seine Hand wanderte zu einer kleinen Pistole an seinem Gürtel. Doch bevor er handeln konnte, ertönte ein lautes Krachen. Die Lichter im Lagerhaus flackerten, dann erloschen sie vollständig.
Das war Ich flüsterte Emma über das Funkgerät. Ich habe die Sicherheitskonsole gehackt. Ihr habt 3 Minuten bevor das Backupsystem hochfährt. Lukas und Felix nutzten die Dunkelheit, um sich zu den Servern zu schleichen. Lukas zog einen USB-Stick hervor. und begann Daten herunterzuladen, alles was er finden konnte. Doch die Schritte der Männer kamen näher.
“Hier ist jemand”, rief einer von ihnen. Ein Schuss zerriss die Stille. Die Kugel schlug in einen Container ein, nur wenige Meter entfernt. Lukas duckte sich, sein Herz raste. Felix packte ihn am Arm und zog ihn in Richtung der Seitentür. Doch die Männer waren schneller.
Eine wilde Verfolgungsjagd begann durch das Labyrinth, der Container, über nasse Metalltreppen unter dem Heulen der Hafensirenen. Lukas Lungen brannten, aber er dachte nur an Emma, die allein im Lieferwagen wartete. “Emma, fahr los!”, rief er ins Funkgerät. “Nein”, kam ihre Antwort fest und entschlossen. “Ich lasse euch nicht zurück.” Plötzlich flackerten die Lichter wieder auf und die Alarme heolten los.
Emma hatte das System manipuliert, um die Männer abzulenken und es funktionierte. Die Wachen drehten sich um, verwirrt, während Lukas und Felix durch die Seitentür entkamen. Draußen im Schatten eines Containers warteten sie, bis die Wachen sich zurückzogen. Doch bevor sie zum Lieferwagen zurückkehren konnten, trat eine Gestalt aus der Dunkelheit. Klarer Fischer.
Ihre Augen waren müde, ihr Gesicht blassß, aber ihre Haltung strahlte eine seltsame Mischung aus Reue und Entschlossenheit aus. Lukas sagte sie, ihre Stimme zitterte. Du verstehst das nicht. Ich hatte keine Wahl. Lukas starrte sie an, seine Fäuste geballt. Du hast in meinem Haus Kameras versteckt. Du hast Emma in Gefahr gebracht. Klara schüttelte den Kopf. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Es war nicht persönlich. Der Kaiser, er lässt einem keine Wahl. Sie zog einen kleinen USB-Stick aus ihrer Tasche und drückte ihn in Lukas Hand. Das ist alles, was ich über ihn weiß. Nimm es und verschwinde. Bevor Lukas antworten konnte, drehte sie sich um und rannte in die Dunkelheit.
Ihre Schritte verloren sich im Rauschen des Hafens. Im Lieferwagen saß Emma ihre Finger noch immer auf dem Tablet, das die Sicherheitsfeeds zeigte. “Ich habe alles aufgezeichnet”, sagte sie, als Lukas und Felix einstiegen. “Die Männer, die Server. Kara!” Lukas nickte. Seine Hand schloss sich fest um den USB-Stick.
“Gut gemacht”, sagte er seine Stimme rau vor Erschöpfung. Felix startete den Wagen und sie fuhren durch die Nacht zurück nach Berlin. Unterwegs überprüfte Lukas den USB-Stick. Er enthielt Dateien, Transaktionsprotokolle, verschlüsselte E-Mails, eine Liste von Kontakten, die mit Novatech in Verbindung standen.
Der Name Kaiser tauchte immer wieder auf, aber ohne klare Identität. “Das ist größer als wir da”, murmelte Felix. Das ist nicht nur ein Angriff auf Adlertech, es ist ein Netzwerk, das ganz Europa abdeckt. Als sie in Berlin ankamen, wartete eine Nachricht von Anna Richter auf Lukas Telefon. “Ich war in Hamburg”, schrieb sie. “Habe alles gefilmt.
“Wenn Sie Beweise haben, bin ich bereit, die Geschichte zu veröffentlichen.” Lukas sah zu Emma, die erschöpft, aber wachsam in ihrem Sitz saß. “Was jetzt?”, fragte sie. Lukas legte eine Hand auf ihre Schulter. Jetzt drehen wir den Spieß um. Die Nacht war tief und still, aber in Lukas Kopf formte sich ein Plan. Klara hatte ihnen einen Vorteil verschafft, aber der Kaiser war noch da draußen und Lukas wusste, dass der wahre Kampf erst begann. Die Morgensonne tauchte Berlin in ein goldenes Licht, als Lukas Müller und Emma Schmidt das
gläserne Atrium der Adlerzentrale betraten. Die Luft war erfüllt von einem leisen Summen nicht nur von den Servern, die tief unter dem Gebäude arbeiteten, sondern von der unausgesprochenen Spannung, die wie Elektrizität knisterte.
Heute war der Tag der außerordentlichen Hauptversammlung ein Moment, in dem sich das Schicksal von Adler entscheiden würde. Lukas trug einen schlichten dunklen Anzug, doch seine Augen brannten mit einer Entschlossenheit, die keine Zweifel duldete. Emma an seiner Seite wirkte in ihrem übergroßen Blazer und den abgenutzten Sneakers fast fehl am Platz.
Doch ihre Haltung strahlte eine stille Autorität aus. Sie hielt ein Tablet in den Händen, auf dem die letzte Falle programmiert war, eine gefälschte Version von Sturmnet, gespickt mit Tracking Codes, die den Kaiser Wilhelm Hoffmann, den Verräter im eigenen Vorstand entlarfen würde. Die Ereignisse im Hamburger Hafen hatten Lukas gezeigt, wie tief das Netzwerk reichte und Klaras USB-Stick hatte den Schlüssel geliefert.
Wilhelm, ein Mann, den Lukas einst als Mentor betrachtet hatte, war die treibende Kraft hinter dem Angriff auf sein Unternehmen. Doch heute würde Lukas das Spiel beenden, im Konferenzraum, einem Raum mit bodentiefen Fenstern, die den Blick auf die Berliner Skyline Freigaben saßen, die Aktionäre und Vorstandsmitglieder in angespannter Stille.
Wilhelm Hoffmann mit seinem silbergrauen Haar und der ruhigen Arroganz eines Mannes, der sich unantastbar wähnte, saß am Kopfende des Tisches. Seine Augen ruhten auf Lukas. Ein Lächeln spielte um seine Lippen, als wüsste er, dass er die Oberhand hatte. Lukas nahm Platz. Emma setzte sich unauffällig in eine Ecke ihr Tablet auf dem Schoß. Herr Müller begann Wilhelm seine Stimme glatt wie Seide.
Wir sind heute hier, um die Zukunft von Adlerch zu sichern. Die Jüngsten Unregelmäßigkeiten haben die Aktionäre verunsichert. Es gibt Stimmen, die ihre Führung in Frage stellen. Lukas nickte langsam sein Gesicht eine Maske der Ruhe. Unregelmäßigkeiten wiederholte er.
Sie meinen, die systematische Spionage, die unsere Technologie gestohlen und unser Unternehmen an den Rand des Ruins gebracht hat. Ein Raunen ging durch den Raum. Wilhelm lehnte sich zurück, ungerührt. Vorsicht, Lukas. Solche Anschuldigungen erfordern Beweise. Lukas Blick wanderte zu Emma, die kaum merklich nickte.
Sie hatte die gefälschte Sturmnetdatei bereits in den internen Server hochgeladen und die Tracking Codes waren aktiv. Wilhelm, der Zugang zu allen sensiblen Daten hatte, würde nicht widerstehen können, die Datei zu öffnen und wenn er es tat, würde er sich selbst verraten. Doch Lukas hatte noch ein As im Ärmel.
Greta Braun, die Haushälterin, die still im Hintergrund gewirkt hatte, hatte ihm am Vorabend ein altes Notizbuch überreicht. Darin hatte sie akribisch dokumentiert, wie Wilhelm in den letzten Monaten unangekündigt in Lukas Haus erschienen war, wie er Fragen zu seinem Terminkalender gestellt hatte, die zu präzise waren, um Zufall zu sein. “Ich habe ihn nie getraut”, hatte Greta gesagt. Ihre Stimme fest.
Er hat immer zu viel gewußt. Diese Notizen kombiniert mit den Daten von Klaras USB-Stick waren der Schlüssel um Wilhelm zu Fall zu bringen. Während die Diskussion im Konferenzraum weiterging, spürte Lukas sein Telefon in der Tasche vibrieren. Eine Nachricht von Anna Richter, der Journalistin, die im Hamburger Hafen heimlich gefilmt hatte.
Artikel ist bereit. Warte auf Ihr Signal. Lukas lächelte innerlich. Anna hatte bereits einen Vorabbericht veröffentlicht, der die Finanzwelt Berlins in Aufruhr versetzte, indem er wage Andeutungen über Datenmanipulationen bei Novatch machte. Der Druck auf Wilhelm wuchs und Lukas konnte es in seinen Augen sehen, eine Spur von Unruhe, die er nicht verbergen konnte.
Herr Hoffmann sagte Lukas seine Stimme durchschnitt die Diskussion wie ein Messer. Lassen Sie uns über Verantwortung sprechen. Sie haben die Fusion mit Novatech letztes Jahr befürwortet. Interessant, dass genau diese Firma unsere Daten gestohlen hat. Wilhelm lachte ein kühles, kontrolliertes Geräusch. Das sind Spekulationen, Lukas. Sie klingen verzweifelt. Doch bevor Wilhelm weiterreden konnte, leuchtete Emmas Tablet auf.
Er hat es geöffnet, flüsterte sie über ein Funkgerät, das nur Lukas hörte. Die Tracking Codes hatten funktioniert. Wilhelm hatte die gefälschte Sturmnettetdatei heruntergeladen und die Daten führten direkt zu einem Server, der mit seinem persönlichen Konto verknüpft war. Lukas stand auf, sein Blick fixierte Wilhelm. Spekulationen sagte er.
Dann lassen Sie uns Fakten betrachten. Er aktivierte den großen Bildschirm an der Wand und vor den Augen der Aktionäre erschienen Protokolle, Zugriffslocks, Transaktionsdaten verschlüsselte E-Mails zwischen Wilhelm und Novatch. Ein Video aus dem Hamburger Hafen zeigte, wie Kara mit einem Kontaktmann sprach, der Wilhelms Anweisungen ausführte.
Die Aktionäre keuchten, einige flüsterten andere starrten Wilhelm an, dessen Gesicht Aschfahl wurde. “Das ist eine Fälschung!”, rief er, seine Stimme brach. Doch Lukas war noch nicht fertig. Er legte Gretas Notizbuch auf den Tisch, die Seiten offen, die Wilhelms Besuche dokumentierten. “Sie waren der Kaiser”, sagte Lukas seine Stimme kalt.
Sie haben dieses Unternehmen verraten und Sie haben meine Familie bedroht. Die Tür des Konferenzraums öffnete sich und zwei Beamte der Bundespolizei traten ein, begleitet von Felix Klein. Wilhelm sprang auf, doch Felix war schneller. Seine Hand schloss sich um Wilhelms Arm. “Es ist vorbei”, sagte er ruhig. Während Wilhelm abgeführt wurde, herrschte Stille im Raum.
Die Aktionäre sahen Lukas an, einige mit Respekt, andere mit Scham. Emma stand auf ihr Tablet noch in der Hand und ging zu Lukas. “Haben wir gewonnen?”, fragte sie leise. Lukas legte eine Hand auf ihre Schulter. “Noch nicht ganz”, sagte er, “aber wir sind nah dran.” Später am Tag in einem ruhigen Café in Charlottenburg traf Lukas Anner Richter.
Sie schob ihm eine Zeitung über den Tisch, deren Schlagzeile lautete: Skandal bei Novatech, Datenklau, erschüttert Techwelt. “Das ist erst der Anfang,” sagte Anna. “Mit ihren Beweisen kann ich die ganze Geschichte erzählen.” Lukas nickte. “Tun Sie es, aber lassen Sie Emmas Namen raus. Anna lächelte. Verstanden.
Sie ist etwas Besonderes, nicht wahre. Lukas dachte an Emma, die jetzt in seinem Büro saß und an einer neuen Idee für ein Sicherheitsprotokoll arbeitete. Das ist, sie, sagte er. Als Lukas nach Hause zurückkehrte, fand er eine Nachricht von Kara auf seinem Telefon gesendet von einer anonymen Nummer: “Ich bin weg. Such mich nicht. Ich habe das Richtige getan.
Lukas starrte auf die Worte. Ein bitter süßer Schmerz durchzog ihn. Kara hatte ihn verraten, aber am Ende hatte sie ihm geholfen, Wilhelm zu entlarfen. Er löschte die Nachricht und ging in Emmas Zimmer, wo sie an ihrem Schreibtisch saß, ein Skizzenbuch vor sich. Sie zeichnete ein Logo. Ein stilisierter Adler, der ein Buch in den Krallen hielt. Umgeben von Flügeln.
Das ist für die Emma Initiative, sagte sie ohne aufzusehen. Ein Stipendium für Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Damit Schmerz etwas Gutes bewirkt. Lukas schluckte überwältigt von der Klarheit in ihrer Stimme. “Du hast das allein ausgearbeitet?”, fragte er. Emma zuckte die Schultern.
Du sagst immer, Schmerz soll Miete zahlen. Lukas lachte leise, dann zog er sein Checkbuch hervor. Ich finanziere die ersten Millionen sagte er. Emmas Augen weiteten sich. Eine Million. Du bist jetzt meine Partnerin sagte Lukas. Ihr Lächeln war wie ein Sonnenstrahl nach einem Sturm. Am nächsten Morgen stand Lukas mit Emma im botanischen Garten Berlins, umgeben von blühenden Beten und dem Summen von Bienen.
Emma zeigte auf eine Gruppe von Monarchfaltern, die auf einem Zweig saßen. “Sie sehen zerbrechlich aus”, sagte sie, “aber sie fliegen tausende von Kilometern.” Lukas kniete sich neben sie. “Genau wie du”, sagte er. Emma streckte die Hand aus und ein Falter landete sanft auf ihrem Finger. In diesem Moment unter dem weichen Licht der Sonne fühlte Lukas etwas, das er lange vermisst hatte, Frieden.
Der Kaiser war gefallen, die Wahrheit ans Licht gekommen, und vor ihm lag eine Zukunft, die er mit Emma gestalten würde. Eine Zukunft, die von Vertrauen und Hoffnung geprägt war. M.
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