In der Welt des Schlagers gehört ein wenig Glanz und Glamour zum guten Ton. Doch was sich Florian Silbereisen am vergangenen Samstagabend bei der ARD-Großshow „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ modisch leistete, sorgte für mehr Gesprächsstoff als die musikalischen Darbietungen der versammelten Elite. Während Helene Fischer ihr umjubeltes Comeback feierte und Howard Carpendale die Massen begeisterte, rückte der Gastgeber selbst unfreiwillig ins Zentrum einer hitzigen Stil-Debatte. Der Grund: Ein auffälliger goldfarbener Satinanzug, der im Internet eine Lawine aus Spott und Fassungslosigkeit auslöste.

Besonders die Passform der Hose stach den Zuschauern ins Auge. In einem modernen, aber sichtlich gewöhnungsbedürftigen Überlängenlook schritt Silbereisen durch das Berliner Velodrom. Doch was die Stylisten vielleicht als „High Fashion“ geplant hatten, kam beim Publikum vor den Bildschirmen alles andere als gut an. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) überschlugen sich die Kommentare. Ein User fragte verzweifelt: „Wer hat Flori denn bitte in diese katastrophale Hose gesteckt?“, während ein anderer noch deutlicher wurde und das Outfit als „absolut verboten“ bezeichnete. Die Vergleiche reichten von einem „Satin-Pyjama“ bis hin zu Charlie Chaplin – mit dem harten Urteil, dass man so eigentlich nicht vor ein Millionenpublikum treten dürfe.

Vor "Schlagerchampions": Florian Silbereisen überrascht von Gewichtsverlust  - BUNTE

Florian Silbereisen selbst, der für seine Professionalität und Schlagfertigkeit bekannt ist, ließ die Kritik jedoch nicht unkommentiert. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung reagierte der 44-Jährige mit einer großen Portion Selbstironie auf den modischen Gegenwind. „Ich wollte wenigstens einmal Gold statt Silbereisen sein“, scherzte der Publikumsliebling. Er gestand zudem freimütig, dass er für die Wahl des Outfits ganz allein verantwortlich sei. Weder habe er den Anzug von Show-Legende Thomas Gottschalk geerbt, noch sei ihm das Outfit aufgezwungen worden. Er habe den goldenen Look selbst gesucht, gefunden und sich bewusst dafür entschieden.

Interessanterweise gab es bereits vor dem offiziellen Start der Show einen kleinen Aufreger hinter den Kulissen, der fast schon eine Vorahnung auf das spätere Hosen-Drama gab. Das ARD-Magazin „Brisant“ hatte den Moderator bei den Vorbereitungen und der Anprobe begleitet. Dabei kam es zu einer überraschenden Entdeckung: Silbereisen scheint in den letzten Wochen deutlich an Gewicht verloren zu haben. „Das ist eine 46, das hatte ich schon seit bestimmt drei Jahren nicht mehr“, stellte er verdutzt fest, als er in den goldenen Stoff schlüpfte. Trotz der Freude über die neue Fitness passte der Schnitt der Hose offenbar nicht optimal zu seiner neuen Silhouette, was den „Schlotter-Look“ auf der Bühne wohl noch verstärkte.

Fans vor Silbereisens „Schlagerchampions“-Show stinksauer: „Einzige  Katastrophe“

Trotz des modischen Fauxpas nahm Silbereisen die Situation sportlich. „Das muss wahrscheinlich am Anzug liegen, das fühlt sich auf jeden Fall nicht so an“, lachte er über seine plötzliche Kleidergröße. Es ist genau dieser Humor, der ihn bei seinen Fans so beliebt macht – auch wenn sie über seinen Geschmack diesmal nur den Kopf schütteln konnten.

Am Ende des Abends blieb die Erkenntnis: Auch ein Profi wie Florian Silbereisen kann einmal danebengreifen. Doch während die einen noch über den „Gold-Jungen“ lästerten, feierten die anderen seinen Mut zur Extravaganz. Eines hat er mit seinem Satin-Anzug in jedem Fall geschafft: Er war das Gesprächsthema Nummer eins und sorgte dafür, dass die „Schlagerchampions“ 2026 noch lange in Erinnerung bleiben werden – wenn auch vielleicht aus den falschen modischen Gründen.