Sind Sie eigentlich zu dumm, um eine einfache E-Mail zu verstehen? Oder tun Sie nur so unfähig? Genauso sieht Inkompetenz aus, sagte der CEO laut genug, dass die Stimmen im offenen Büro erstickten. Die Assistentin stand neben dem Konferenztisch, die Hände zu fest ineinander verschränkt. Der Bildschirm hinter ihr zeigte eine Folie, die niemand mehr ansah. Ein Stuhl scharte.

Jemand räusperte sich und hörte sofort wieder auf. Der CEO trat einen Schritt näher, beugte sich vor, ließ die Pause hängen, als müsse sie etwas sagen. Sie öffnete den Mund, schloss ihn wieder. Die Luft blieb stehen. Ihr Blick glitt kurz über die Gesichter, suchte halt, fand nur starre Augen, die Unterlagen waren, begann sie, stockte, atmete ein, versuchte es noch einmal.

 Es gab eine Änderung heute morgen. Der CEO lachte kurz ohne Wärme, Erklärungen vor allen, das hier ist kein Kindergarten. Er tippte mit dem Finger auf den Tisch. Der Klang war hart. Die Assistentin zog die Schul zurück, blieb stehen. Ihre Stimme kam leiser, aber sie kam. Die Änderung kam nach der Freigabe. Es wurde weitergeleitet.

Ein paar Köpfe senkten sich. Niemand sagte etwas. Die Stille dehnte sich. Der CEO wartete, genoss das Warten. Und trotzdem ist es falsch, sagte er schließlich. Was sagt das über die Person aus, die dafür verantwortlich ist? Die Assistentin schluckte. Ihre Lippen presen sich zusammen. Sie schüttelte minimal den Kopf, als könne sie die Worte abwehren.

 Sekunden vergingen. Dann ich habe, sie hielt inne ein Atemzug. Ich habe nach bestem Wissen gehandelt. Der S hob die Hand. Genug. Die Hand blieb in der Luft. Sie senkte den Blick nicht sofort, erst nach einem weiteren Moment. Erst dann. Ein Murmeln wollte entstehen, brach ab. Die Folie klickte weg.

 Der CEO drehte sich halb um. Nach dem Meeting, mein Büro. Die Assistentin nickte nicht sofort. Ihre Finger lösten sich langsam. Sie atmete aus. Das Meeting lief weiter. Worte prallten ab. Als es endete, blieben Stühle stehen, als hätten sie vergessen, sich zu bewegen. Die Assistentin blieb sitzen, stand wieder auf, setzte sich erneut.

 Dann ging sie. Vor der Tür zum Büro des CEO blieb sie stehen. Die Hand hob sich, sank wieder. Ein tiefer Atemzug. Die Tür war geschlossen. Stimmen dahinter gab es keine. Sie klopfte. Einmal wartete, noch einmal leiser. Rein kam es. Der Raum war ruhig zu ruhig. Der CEO setzte sich nicht.

 Er blieb stehen, ließ die Tür hinter ihr ins Schloss fallen. Der Klick halte, sie blieb nahe der Tür. Ihr Blick suchte den Boden, dann den Schreibtisch, dann wieder den Boden. “Das war unangebracht”, sagte sie vorsichtig. Die Worte lagen zwischen ihnen und rührten sich nicht. Der CEO verschränkte die Arme, unangebracht ist, Fehler zu machen.

 Eine Pause. Er ging langsam um den Tisch, ließ die Schritte zählen. “Was glauben Sie, was passiert, wenn Kunden das sehen?” Sie hob den Kopf. Nicht sofort, erst nach einem Zögern. Es war eine kurzfristige Änderung. Ich habe ihn formiert. Ihre Stimme war fester als zuvor, aber sie bebte am Ende.

 Er blieb stehen, sah sie an, wartete. Informiert, wiederholte er oder entschuldigt. Sie atmete ein, hielt die Luft, ließ sie wieder los. Sekunden. Ich wollte erklären. Ihre Hände ballten sich. Nicht entschuldigen für etwas, das sie arbeiten für mich, schnitt er ab. Die Worte lagen schwer. Erklärungen interessieren niemanden. Sie schwieg.

 Der Blick wanderte zur Tür zurück. Ein Schritt vor, dann keiner. “Ich möchte nicht öffentlich so behandelt werden”, sagte sie schließlich. “Leise. Der Satz kostete Zeit.” Der CEO lächelte nicht. Dann machen sie keine Fehler. Er drehte sich weg, griff nach einem Stift, legte ihn wieder hin. Sie können gehen. Sie bewegte sich nicht sofort.

Ihre Lippen formten ein Wort, ließen es fallen. “Dann, es tut mir leid”, sagte sie, “spet, gepresst, als wäre es ein Preis.” Sie öffnete die Tür, hielt inne, schloss sie leise. Der Flur wirkte länger. Schritte klangen zu laut. Sie blieb stehen, zog ihr Telefon aus der Tasche, hielt es als wöge es mehr als sonst.

 Einen Finger schwebte über dem Bildschirm, zögerte San. Sie steckte es weg. Noch nicht. Am nächsten Tag war der Raum voller Menschen. Ein internes Treffen hieß es. Die Assistentin stand am Rand. Der CEO trat nach vorn, begann zu sprechen. Worte über Leistung, Verantwortung, ein Husten, der abbrach. Die Assistentin spürte das Telefon in der Tasche.

 Ihre Hand bewegte sich, hielt an, ein Blick zur Tür, zurück zur Bühne. Ein Atemzug, ein Ton erklang, zuerst unklar. Köpfe hoben sich. Unfähig, sagte die Stimme aus den Lautsprechern. Ein Raunen, das sofort verstummte. Jemand lachte nervös, hörte auf. Die Assistentin stand still. Der CEO drehte den Kopf, suchte den Ursprung.

 “Was ist das?”, fragte er. Niemand antwortete. Die Stimme fuhr fort, der Finger auf dem Tisch, das Lachen. Die Worte fielen in den Raum wie schwere Gegenstände. Menschen sahen sich an, suchten Gesichter, suchten Erklärungen. Eine Hand hob sich, sank wieder. Stühle knarten. Der CEO machte einen Schritt, dann noch einen.

 Stellen Sie das ab, sagte er. Seine Stimme war lauter, nicht sicherer. Die Assistentin trat einen halben Schritt vor, hielt an. Die Aufnahme lief weiter, das nach dem Meeting, mein Büro, ein scharfes Einatmen irgendwo. Verwirrung hing wie Nebel. Jemand flüsterte, brach ab. Augen wanderten zum CEO. Weg vom CEO, wieder zurück.

 Das ist manipuliert, sagte er schließlich. Die Worte kamen zu früh, stolperten über die Stille. Er lachte kurz. Das Lachen blieb allein. Kontext fehlt. Die Aufnahme spielte den Raum, die Tür, der Klick, die Schritte. Menschen sahen auf den Boden. Einer öffnete den Mund, schloss ihn. Die Assistentin senkte den Blick, hob ihn wieder. Sie sagte nichts.

Genug, sagte der CEO. Er streckte die Hand aus, als könne er den Ton greifen. Niemand bewegte sich. Die Stille dehnte sich, wurde schwerer. Der Ton endete. Kein Applaus, kein Aufruhr, nur Blicke, die sich nicht festhalten wollten. Der CEO stand da. Er räusperte sich. Einsatz begann, blieb stecken.

 Die Assistentin atmete aus. Sie spürte die Schwere, die blieb. Niemand wusste, was als nächstes kam. Die Türen blieben geschlossen.