Teil I: Die neue Mission
Zwei Wochen waren seit dem katastrophalen Blind Date vergangen. Anton Volkovs Leben hatte sich von einem organisierten Labyrinth aus Finanzdokumenten in einen undurchsichtigen Spionage-Thriller verwandelt. Er hatte seine Begegnungen mit Katerina auf Generalmajor Rostova’s (alias „Elena der Kellnerin“) Anweisung hin auf ein Minimum beschränkt, was Katerina sichtlich nervte und zu aggressiveren Versuchen führte, ihn zu ködern.
Eines Dienstags, pünktlich um 11:00 Uhr, bestellte Anton seinen Cappuccino in „The Exchange“. Er fand einen kleinen, fest gefalteten Geldschein unter seiner Tasse – sein „Bericht“. Es war die Nummer der Fluggesellschaft, Datum und Flugnummer nach Dubai.
Auf der Rückseite stand in Elenas präziser Handschrift:
„Abu Dhabi. Privatflüge. Familienvermögen. Der Schlüssel liegt in der Logistik, nicht in der Buchhaltung. Du bist der Kurier. Mach keinen Fehler. Sie ist deine Tarnung.“
Anton verstand nur die Hälfte, aber er hatte gelernt, Elena Rostova nicht in Frage zu stellen. Ihre Methoden waren unkonventionell, aber ihre Informationen waren stets präzise.
Am nächsten Tag saß Anton Volkov in der Business Class eines Airbus A380 auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate. Er trug keine teure Uhr und keinen auffälligen Anzug. Seine Kleidung war die eines unauffälligen Geschäftsreisenden – die perfekte Tarnung.
Neben ihm saß eine Frau, die er nicht kannte. Sie sah schlicht aus: ein hellgraues, bequemes Oberteil, ihre Haare zu einem Zopf geflochten. Sie schien müde, aber ihre Haltung war aufmerksam.
Plötzlich, während sie die Startbahn entlangrollten, ertönte ein lautes, herzzerreißendes Weinen aus der ersten Reihe der Business Class.
Teil II: Der weinende Erbe
Vor Anton und seiner unbekannten Sitznachbarin saß eine Gruppe, die alle Blicke auf sich zog: Scheich Hamdan Al-Maktoum, ein bekannter Millionär aus einer königlichen Familie von Abu Dhabi, umgeben von seinen Dienern und einer blonden Frau, die fassungslos daneben saß. In Hamdans Armen windete sich ein Baby – etwa ein Jahr alt – und schrie in einer Lautstärke, die die Motorengeräusche fast übertönte.
Der Sohn eines Scheich-Millionärs weinte im Flugzeug…
Scheich Hamdan, dessen weißes Thawb und goldumwickeltes Ghutra makellos waren, schien mit der Situation völlig überfordert. Die Diener flüsterten nervös. Die blonde Frau – vermutlich die Nanny oder die Mutter des Kindes – versuchte, das Baby mit einem winzigen Spielzeug abzulenken, aber das Weinen wurde nur noch hysterischer. Es war klar, dass dieses Kind nicht einfach nur hungrig oder müde war.
Das Weinen spiegelte die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Erwachsenen wider.
Anton sah in diesem Moment, wie seine Sitznachbarin sich plötzlich aufrichtete. Sie hatte die Szene beobachtet, und ihre Augen, die zuvor leer gewesen waren, waren jetzt scharf und fokussiert.
„Er hat Ohrenschmerzen“, flüsterte sie leise zu Anton, ohne ihn anzusehen. „Der Druck auf seine Eustachische Röhre ist zu stark. Die Tränen kommen nicht. Er kann den Druck nicht ausgleichen.“
Sie drehte sich um, ignorierte die verdutzten Blicke der anderen Passagiere und ging direkt auf die erste Reihe zu.
Teil III: Ein Wunder über den Wolken
„Bitte, Herr Scheich“, sagte die einfache Frau auf Arabisch, ihre Aussprache war überraschend akzentfrei. „Dürfte ich helfen?“
Scheich Hamdan sah die Frau ungläubig an. Wer war diese einfache Passagierin, die es wagte, ihn in seiner Not anzusprechen?
Die blonde Nanny schnappte empört nach Luft. „Wie wagen Sie es—”
„Schweigen Sie!“, befahl die einfache Frau. Sie blickte Scheich Hamdan direkt an. „Ihr Sohn braucht keine Amme oder ein Spielzeug. Er braucht einen Druckausgleich. Geben Sie ihn mir.“
Hamdan, im Angesicht der Verzweiflung, die auch sein Prestige bedrohte, zögerte, reichte ihr dann aber widerstrebend den weinenden Säugling.
…bis eine einfache Frau ein Wunder wirkte.
Die Frau nahm den kleinen Prinzen in ihre Arme, aber sie schaukelte ihn nicht. Stattdessen zog sie aus ihrer Tasche ein kleines, unauffälliges Fläschchen. Sie hielt es unter die Nase des Kindes. Der Geruch schien ihn zu beruhigen. Dann drückte sie vorsichtig auf die Nasenwurzel des Kindes und massierte sanft die Schläfen.
Innerhalb von Sekunden, die sich wie Minuten anfühlten, verwandelte sich das hysterische Schreien in ein tiefes Wimmern. Dann, mit einem leisen Seufzen, hörte das Kind auf zu weinen.
Die Frau wiegte ihn nun leicht, und der Sohn des Millionärs schloss seine Augen und schlief ein.
Ein raunendes „Ahhh“ ging durch die Business Class. Scheich Hamdan starrte seine Nanny an, dann die schlafende, kleine Hand seines Sohnes.
Die einfache Frau gab das Kind an den Scheich zurück, der es ergriff, als wäre es ein zerbrechliches Juwel.
„Wer sind Sie?“, fragte Scheich Hamdan mit tiefer Stimme. „Ihre Kenntnisse über die menschliche Physiologie sind beeindruckend. Sind Sie eine Ärztin?“
Die Frau schüttelte den Kopf. „Ich bin keine Ärztin. Ich bin eine Expertin für Stressmanagement unter extremem Druck. Dieses Kind hatte einfach nur eine blockierte Tränendrüse, verursacht durch den Druckwechsel. Man muss nur wissen, wie man die Nervenpunkte stimuliert.“
Sie drehte sich um und ging zurück zu ihrem Sitzplatz neben Anton.
Teil IV: Die neue Tarnung
Anton sah sie an, seine Augen waren weit aufgerissen. „Wer sind Sie?“, flüsterte er.
Sie sah ihn an und lächelte. Das Lächeln erreichte dieses Mal ihre Augen. „Meine Name ist Maria Petrova. Ich bin Ihre neue Kontaktperson. Ich bin nicht wirklich eine einfache Frau, Herr Volkov. Ich bin eine ehemalige Armee-Sanitäterin, die jetzt für Generalmajor Rostova arbeitet.“
Sie holte tief Luft. „Das Wunder, das Sie gerade gesehen haben, war eine Tarnung. Scheich Hamdan war unser eigentliches Ziel. Er kontrolliert die Logistik für sehr große Öllieferungen, die auch einige unserer gesuchten Oligarchen nutzen, um Gelder zu waschen. Rostova braucht einen Weg, um an seine inneren Kreise heranzukommen.“
Maria Petrova lehnte sich zu Anton vor. „Sie, Herr Volkov, wurden aufgrund Ihrer Expertise in internationaler Finanzlogistik ausgewählt. Sie werden jetzt von Scheich Hamdan angesprochen werden, der Ihnen einen Job anbieten wird, weil er sich bei Ihnen in der Schuld fühlt und in Ihnen einen Mann der Lösung sieht. Das ist der Plan von Generalmajor Rostova.“
Anton starrte auf den Scheich, der das schlafende Kind liebevoll in den Armen hielt.
„Er wird Sie fragen, wie er Sie bezahlen kann“, sagte Maria. „Ihre Antwort lautet: ’Ich brauche kein Geld. Ich brauche Zugang zu Ihrem besten Logistiker.‘ Das ist unser Mann. Er heißt Farouk.“
Maria Petrova, die „einfache Frau“, die gerade das Wunder gewirkt hatte, warf einen Blick auf ihre Uhr.
„Willkommen in der Welt der Spionage, Herr Volkov. Ihr Blind-Date-Desaster hat Sie zu einem Kurier gemacht. Und die Kellnerin hat Sie zu einem Agenten gemacht. Jetzt konzentrieren Sie sich. Der Scheich kommt.“
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