Der Name Michael Schumacher steht weltweit für Triumph, Geschwindigkeit und eine beispiellose Karriere in der Formel 1. Doch seit jenem verhängnisvollen Tag vor zwölf Jahren, als ein Skiunfall in den französischen Alpen das Leben des siebenmaligen Weltmeisters und seiner Familie für immer veränderte, ist es still geworden um das Idol. Michael Schumacher ist seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten. Seine Familie, allen voran Ehefrau Corinna, schützt seine Privatsphäre mit einer Konsequenz, die in der Welt der Prominenten ihresgleichen sucht. Doch das Leben der Schumachers ist nicht stehen geblieben. Zwölf Jahre nach dem tragischen Ereignis haben Corinna, Gina und Mick neue Wege eingeschlagen, während sie gleichzeitig mit den Schatten der Vergangenheit und juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert sind.

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Mick Schumacher, der Sohn des Formel-1-Rekordmeisters, tritt beruflich in die großen Fußstapfen seines Vaters, geht dabei jedoch seinen eigenen, mutigen Weg. Ab 2026 wird er in der US-amerikanischen IndyCar-Serie an den Start gehen. Dieser Schritt in die USA markiert ein neues Kapitel für den jungen Rennfahrer, der sich damit bewusst einer neuen Herausforderung stellt, weit weg vom unmittelbaren Fokus der europäischen Medien. Während Mick die Rennsporttradition der Familie fortführt, widmen sich Corinna und Tochter Gina weiterhin ihrer großen Leidenschaft: dem Westernreiten. Die beiden Frauen haben sich in dieser Szene längst einen eigenen Namen gemacht und werden demnächst Teil einer ZDF-Dokumentation sein, die Einblicke in ihr Leben und ihre Arbeit mit den Pferden gibt.

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Doch der Schutz der Privatsphäre hat seinen Preis. Die Familie Schumacher musste in den vergangenen Jahren immer wieder vor Gericht ziehen, um Michael und ihr Privatleben vor Zudringlichkeiten und kriminellen Machenschaften zu bewahren. Ein besonders brisanter Fall beschäftigt derzeit die Justiz: Ein Erpressungsversuch gegen die Familie. In diesem Zusammenhang sagte Schumachermanagerin Sabine Kehm kürzlich als Zeugin im Berufungsprozess am Wuppertaler Landgericht aus. Ihre Worte ließen tief blicken: Der Vertrauensbruch habe dazu geführt, dass die Familie den Menschen, die für sie arbeiten, mit mehr Abstand gegenübertritt und „vorsichtiger“ geworden ist. Für das Jahr 2026 steht bereits ein weiterer Prozess an, was unterstreicht, wie sehr juristische Auseinandersetzungen nach wie vor den Alltag der Familie prägen.

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Trotz dieser Belastungen zeigt sich die Familie Schumacher als eine starke Einheit, die sich nicht unterkriegen lässt. Sie haben gelernt, mit dem Schicksalsschlag zu leben, ohne ihre Träume und Leidenschaften aufzugeben. Die konsequente Abschirmung Michaels ist dabei kein Akt der Isolation, sondern ein Ausdruck tiefer Liebe und Loyalität gegenüber einem Ehemann und Vater, dessen Schutz für sie an oberster Stelle steht. Dass Mick nun den Sprung über den Atlantik wagt und Corinna sowie Gina ihre Passion im Westernreiten mit der Öffentlichkeit teilen, zeigt, dass die Familie Schumacher auch zwölf Jahre nach dem Unfall ihren Blick nach vorne richtet, ohne dabei die Vergangenheit zu vergessen. Es ist ein Balanceakt zwischen dem Schutz des Privaten und der Fortführung des öffentlichen Vermächtnisses einer der bedeutendsten Sportlerfamilien unserer Zeit.