In der glitzernden Welt der Mode und des Showbusiness ist es fast schon zur Tradition geworden, dass der Nachwuchs berühmter Eltern in deren Fußstapfen tritt. Namen wie Kaia Gerber oder Leni Klum beherrschen die Schlagzeilen und zeigen, dass das Gen für den Laufsteg oft vererbt wird. Doch nun gibt es eine Geschichte, die diesen Trend bricht und einen erfrischend bodenständigen Blick auf das Leben im Schatten eines Topmodels wirft. Franziska Knuppe, eines der bekanntesten deutschen Gesichter der internationalen Modewelt, stand kürzlich für eine Produktion des Magazins BUNTE erstmals gemeinsam mit ihrer 17-jährigen Tochter Mathilda Ruby Möstl vor der Kamera. Es war ein Moment, auf den viele gewartet haben, doch die Botschaft, die Mathilda dabei aussendet, ist ebenso klar wie überraschend.

Mathilda Ruby, die bisher weitgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten wurde, präsentiert sich als eine junge Frau, die genau weiß, was sie will – und vor allem, was sie nicht will. Während ihre Mutter seit Jahrzehnten die Titelseiten ziert und auf den roten Teppichen dieser Welt zu Hause ist, zieht es die Schülerin vor, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. „Ich bin nicht so selbstbewusst und eigentlich stehe ich öfter und lieber hinter der Kamera für Kunstprojekte in der Schule“, erklärt sie offen in dem begleitenden Interview. Diese Ehrlichkeit ist in einer Zeit, in der Selbstdarstellung in sozialen Medien oft an erster Stelle steht, fast schon revolutionär. Mathilda strebt keine Karriere als Model an; sie sucht ihren Ausdruck lieber in der Kunst, fernab vom Blitzlichtgewitter.

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Trotz dieser bewussten Entscheidung gegen das Model-Dasein ist die Bewunderung für ihre Mutter unverkennbar. Für Mathilda ist Franziska Knuppe ein echtes Vorbild, insbesondere was deren Arbeitsmoral betrifft. „Mama ist in ihrer Disziplin eine große Inspiration für mich“, sagt die 17-Jährige voller Stolz. Doch sie fügt mit einer Prise Humor und einer bemerkenswerten Reife hinzu: „Aber eine Berühmte in der Familie reicht.“ Es scheint, als habe Mathilda ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, dass Ruhm nicht nur Glanz und Gloria bedeutet, sondern auch eine Last sein kann, die sie für sich selbst nicht beanspruchen möchte.

Hinter diesem reflektierten Weltbild steht eine Erziehung, die Franziska Knuppe und ihr Ehemann Christian Möstl konsequent verfolgt haben. In einem Milieu, in dem Luxus oft als selbstverständlich wahrgenommen wird, haben sie großen Wert darauf gelegt, ihrer Tochter Werte wie Bescheidenheit und Bodenständigkeit zu vermitteln. Franziska Knuppe betont immer wieder, wie wichtig es ihr ist, dass Mathilda versteht, dass man für Geld hart arbeiten muss. Diese Erziehungsmethode zeigte sich schon früh in ganz alltäglichen Situationen. So musste Mathilda, wie jedes andere Kind auch, zu Weihnachten Wunschlisten schreiben. Doch im Gegensatz zu manch anderem Promi-Sprössling wurde bei ihr längst nicht jeder Wunsch erfüllt. Diese bewusste Grenzsetzung hat dazu beigetragen, dass Mathilda heute mit beiden Beinen fest im Leben steht und sich nicht von der Oberflächlichkeit der Branche blenden lässt.

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Die gemeinsame Produktion für BUNTE war daher weniger ein Startschuss für eine Modelkarriere als vielmehr ein besonderes Mutter-Tochter-Projekt, das die enge Bindung der beiden dokumentiert. Es zeigt eine junge Frau, die zwar das ästhetische Erbe ihrer Mutter in sich trägt, aber entschlossen ist, ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten. Dass sie sich dabei lieber hinter der Kamera bei Schulprojekten ausprobiert, zeugt von einem kreativen Geist, der sich nicht über das Äußere, sondern über das Schaffen definiert.

In der Öffentlichkeit wird dieser Schritt als ein Zeichen von Authentizität wahrgenommen. Es ist die Geschichte einer Familie, die es geschafft hat, trotz des großen Erfolgs der Mutter ein normales und werteorientiertes Leben zu führen. Franziska Knuppe beweist damit, dass man auch als international gefragtes Model eine Erziehung leisten kann, die den Nachwuchs vor den Fallstricken der Promiwelt schützt. Mathilda Ruby Möstl ist das beste Beispiel dafür, dass es völlig in Ordnung ist, nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen, selbst wenn einem alle Türen offen stünden.

Für die Zukunft von Mathilda bleibt abzuwarten, wohin ihr Weg sie führen wird. Ob sie tatsächlich im Bereich der Kunst bleibt oder ob sie vielleicht doch irgendwann eine ganz andere Richtung einschlägt, ist zweitrangig. Was bleibt, ist der Eindruck einer gefestigten jungen Frau, die sich nicht verbiegen lässt. Die Premiere vor der Kamera war somit kein Debüt im klassischen Sinne, sondern ein Statement für Individualität. Eine berühmte Person in der Familie reicht eben völlig aus, wenn man als Individuum strahlen möchte – und das tut Mathilda Ruby auf ihre ganz eigene, stille Weise.

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Die Resonanz auf diesen ersten gemeinsamen Auftritt ist durchweg positiv. Viele bewundern Mathildas Mut, sich gegen den offensichtlichen Weg zu entscheiden und stattdessen ihrer Leidenschaft für die Kunst zu folgen. Es ist eine inspirierende Geschichte für junge Menschen, die sich oft unter Druck gesetzt fühlen, Erwartungen zu erfüllen, die gar nicht ihre eigenen sind. Im Hause Knuppe-Möstl scheint man verstanden zu haben, dass das größte Geschenk, das Eltern ihren Kindern machen können, die Freiheit ist, sie selbst sein zu dürfen. Und so bleibt Franziska Knuppe das Gesicht auf dem Cover, während Mathilda Ruby vielleicht eines Tages diejenige sein wird, die die Bilder erschafft, die uns alle berühren – ganz ohne selbst im Fokus stehen zu müssen.