In der Geschichte der Bundesrepublik gab es selten Momente, in denen die Kluft zwischen politischem Wunschdenken und wirtschaftlicher Realität so offensichtlich aufbrach wie in diesen Tagen. Über Jahre hinweg galt die sogenannte „Brandmauer“ zur Alternative für Deutschland (AfD) als das unerschütterliche Fundament des Berliner Politikbetriebs. Doch während die politischen Eliten in der Hauptstadt noch immer versuchen, diese Mauer mit moralischen Appellen zu stützen, haben die Akteure, die das Land finanziell tragen, längst damit begonnen, sie einzureißen. Die deutsche Wirtschaft, vertreten durch ihre mächtigsten Verbände, hat die Schnauze voll von Kontaktverboten und ideologischen Scheuklappen.
Der jüngste Paukenschlag kam aus einer Richtung, die das politische Establishment besonders schmerzen dürfte: von den Familienunternehmern. In den ehrwürdigen Hallen der Deutschen Bank in Frankfurt am Main fand Anfang Oktober ein parlamentarischer Abend statt, der als Wendepunkt in die Geschichte eingehen könnte. Zum ersten Mal saßen Vertreter der AfD offiziell mit am Tisch. Albrecht von der Hagen, der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Familienunternehmer, ließ keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Entscheidung. Seine Analyse ist so nüchtern wie vernichtend: Die Brandmauer ist gescheitert. Sie habe politisch nichts bewirkt und sei angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage des Standorts Deutschland schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.

Dieser Vorstoß ist kein isoliertes Ereignis, sondern das Symptom einer tiefgreifenden Frustration im deutschen Mittelstand. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), der rund 30.000 Unternehmen repräsentiert, folgt diesem Beispiel. Unter der Führung des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Christoph Ahlhaus (CDU) wird die bisherige Strategie der totalen Ausgrenzung grundlegend hinterfragt. Ahlhaus, selbst ein erfahrener Realpolitiker, erkennt an, dass die Wählergunst und die wirtschaftliche Notwendigkeit eine neue Sprache sprechen. Wenn eine Partei in bundesweiten Umfragen – wie jüngst im ZDF-Politbarometer – auf 27 Prozent klettert und damit mit der Union gleichzieht, wird das Ignorieren zur Realitätsverweigerung.
Die Gründe für diesen Sinneswandel sind vielschichtig. Zum einen ist da die nackte Angst um den Wirtschaftsstandort. Deutschland steckt in einer Phase der Deindustrialisierung, getrieben durch horrende Energiekosten, eine ausufernde Bürokratie und einen akuten Fachkräftemangel. Viele Unternehmer fühlen sich von der aktuellen Ampel-Regierung nicht nur missverstanden, sondern aktiv bekämpft. In dieser Atmosphäre der Verzweiflung suchen sie nach Alternativen – und finden in der AfD-Spitze Gesprächspartner, die ihre Sprache sprechen.
Besonders die Figur der Dr. Alice Weidel spielt hier eine zentrale Rolle. In den Chefetagen des Mittelstands wird zunehmend registriert, dass Weidel eine der wenigen Parteivorsitzenden ist, die über eine fundierte wirtschaftliche Vita verfügt. Als promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, die bei globalen Akteuren wie Goldman Sachs oder in China gearbeitet hat, bringt sie eine fachliche Tiefe mit, die vielen Berufspolitikern der traditionellen Parteien fehlt. „Wir können es uns nicht leisten, Kompetenz zu ignorieren, nur weil uns das Parteibuch nicht gefällt“, hört man immer öfter aus den Reihen der Verbandsmitglieder. Das Kontaktverbot, das sich viele Verbände selbst auferlegt hatten, wird nun als Klotz am Bein empfunden, der den notwendigen Fachaustausch verhindert.

Marie-Christine Ostermann, die Präsidentin der Familienunternehmer, die selbst ein Unternehmen mit über 6.500 Mitarbeitern führt, steht sinnbildlich für diesen Wandel. Auch wenn sie ihre eigene politische Arbeit in anderen Gremien ruhen lässt, öffnet sie den Raum für den Dialog. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wir müssen mit allen reden, die konstruktive Vorschläge zur Rettung unseres Wohlstands machen können. Die Zeit der „betreuten Diskussion“, in der die Politik vorschreibt, wer als Gesprächspartner würdig ist, scheint abgelaufen zu sein.
Die politische Sprengkraft dieser Entwicklung lässt sich kaum überschätzen. Das ZDF-Politbarometer, oft als Stimmungsbarometer der Nation bezeichnet, zeigt ein Bild der Zerrissenheit. SPD und Grüne dümpeln bei 14 bzw. 12 Prozent vor sich hin, während die AfD zur Union aufschließt. Dies deutet auf einen tektonischen Bruch in der deutschen Parteienlandschaft hin. Wenn sich nun auch noch die wirtschaftlichen Schwergewichte von der Ausgrenzungsstrategie verabschieden, bricht der AfD das wichtigste Stigma weg: das der Regierungsunfähigkeit und des wirtschaftlichen Analphabetismus.
Kritiker warnen natürlich vor einer Normalisierung der AfD und weisen auf extremistische Tendenzen innerhalb der Partei hin. Doch für viele Unternehmer wiegt die Sorge um den nächsten Gehaltslauf und die globale Wettbewerbsfähigkeit schwerer als die moralischen Bedenken der Berliner Blase. Sie sehen in der Brandmauer kein Schutzinstrument der Demokratie mehr, sondern ein Instrument zur Aufrechterhaltung eines Status Quo, der das Land wirtschaftlich in den Abgrund führt.

Was wir hier erleben, ist ein „Realitätsschock“ für die deutsche Politik. Die Wirtschaft hat die Geduld verloren. Sie fordert einen Wettbewerb der besten Ideen und nicht einen Wettbewerb der besten Gesinnung. Wenn die Brandmauer fällt, wird der politische Diskurs in Deutschland härter, aber womöglich auch ehrlicher werden. Es geht nicht mehr nur um Wahlergebnisse, sondern um die Frage, wer dieses Land wieder auf Kurs bringen kann. Die Wirtschaftsverbände haben ihre Antwort gegeben: Sie wollen mitreden – und zwar mit jedem, der am Tisch sitzt.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie die anderen Parteien auf diesen Dammbruch reagieren. Fest steht jedoch: Die Zeit, in der man die AfD einfach „wegschweigen“ konnte, ist endgültig vorbei. Die Wirtschaft hat das Wort ergriffen, und sie verlangt nach Lösungen, nicht nach Mauern.
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