In Hannover spielt sich derzeit ein Fall ab, der Tierfreunde und Bürger gleichermaßen fassungslos macht. Es ist die Geschichte von Mark Haapetian, einem Journalisten und Herausgeber, und seinem treuen Begleiter, dem Husky Felix. Was als medizinischer Notfall für den Halter begann, endete in einer Tragödie für das Tier, die nun juristische Konsequenzen für die Stadt Hannover nach sich ziehen wird.

Alles begann vor wenigen Wochen, als Mark Haapetian mit seinem Hund Felix zu Besuch bei seiner hochbetagten Mutter in Hannover war. Plötzlich verschlechterte sich sein Zustand dramatisch: Atemnot und extreme Schwäche zwangen ihn in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Die Diagnose der Ärzte war lebensbedrohlich – eine schwere Lungenentzündung in Kombination mit einem drohenden Herzinfarkt. Mark Haapetian schwebte in Lebensgefahr und musste für zwei Tage in ein künstliches Koma versetzt werden. In dieser kritischen Zeit vertraute er seinen Hund einer Nachbarin seiner Mutter an. Doch die Situation eskalierte, als die Nachbarin sich offenbar überfordert fühlte und den Husky in ein örtliches Tierheim gab.

A YouTube thumbnail with maxres quality

Als Mark aus dem Koma erwachte, war seine erste Sorge seinem Hund gewidmet. Es gelang ihm sogar, Felix noch einmal zu sehen: Der Hund wurde zu ihm ins Krankenhaus gebracht. Ein Foto aus diesem Moment zeigt eine rührende Szene – die Pfote des Hundes auf der Bettdecke, Kopf an Kopf mit seinem Herrchen. Zu diesem Zeitpunkt war Felix lebendig, er fraß, er lief und er erkannte seinen Besitzer. Doch die Freude über das Wiedersehen währte nur kurz. Mark wurde mitgeteilt, dass Felix einen Tumor im Bauchraum habe und eingeschläfert werden solle. Der Journalist widersprach dieser Entscheidung sofort und unmissverständlich: “Er frisst, er läuft, er erkennt mich. Ich werde dem niemals zustimmen.” Seit über einem Jahr wusste Mark von dem Tumor, doch Tierärzte hatten ihm geraten, solange nichts zu unternehmen, wie es dem Hund gut ginge.

Doch die Behörden handelten über seinen Kopf hinweg. Nachdem Mark aus dem Krankenhaus entlassen worden war, suchte er tagelang vergeblich nach Informationen über den Verbleib seines Hundes. Weder die Stadt noch das Tierheim gaben ihm Auskunft. Erst durch seine Anwaltskanzlei erhielt er am 12. Dezember die schreckliche Nachricht: Felix war unmittelbar nach dem letzten Besuch im Krankenhaus eingeschläfert worden – ohne die Einwilligung seines Halters.

Als ich in der Klinik war, schläferten sie meinen Hund ein“

Die Stadt Hannover weist die Vorwürfe eines rechtswidrigen Handelns zurück. Ein Sprecher erklärte, dass der Hund “schwerst krank” gewesen sei und die Rechtslage aus Sicht der Stadt eindeutig sei. Demnach könne die Veterinärbehörde zum Schutz des Tieres auch ohne Einwilligung des Halters tätig werden, um ein Tier von erheblichen Schmerzen und weiterem Leiden zu verschonen. Diese medizinische Begutachtung steht jedoch im krassen Widerspruch zu der Wahrnehmung des Besitzers, der seinen Hund als lebensfroh und schmerzfrei beschrieb.

Für Mark Haapetian ist eine Welt zusammengebrochen. Er, der in wenigen Tagen selbst eine schwere Bypass-Operation am Herzen vor sich hat, fühlt sich von der deutschen Bürokratie verraten. “Mein Glaube an die deutsche Demokratie ist hin”, sagt er tief erschüttert. Dass über seinen Kopf hinweg über den Tod seines Familienmitglieds entschieden wurde, lässt ihn nicht ruhen. Er hat bereits rechtliche Schritte gegen die Stadt Hannover eingeleitet. Dieser Fall wirft drastische Fragen über die Grenzen behördlicher Macht und das Selbstbestimmungsrecht von Tierhaltern auf. Während die Stadt auf Tierschutzgesetze pocht, bleibt ein zerstörter Mann zurück, der seinen besten Freund unter Umständen verloren hat, die für viele Menschen schlichtweg unvorstellbar sind.

Ski-Rücktritt am Krankenbett: „Werde dich vermissen“ - Ski Alpin |  SportNews.bz