Terence Hill, ein Name, der bei   Millionen von Menschen weltweit sofort   ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Ein   Mann, dessen blaue Augen und charmantes   Grinsen ganze Generationen verzaubert   haben. Doch hinter diesem strahlenden   Lächeln, hinter den unbeschwerten   Westernkomödien und den legendären   Prügeleien mit Bad Spencer, verbirgt   sich eine Geschichte voller   unvorstellbarer Schmerzen, dramatischer   Wendungen und einer Widerstandskraft,   die ihresgleichen sucht.

 

 Was ihr heute   hören werdet, ist nicht nur die   Geschichte eines Schauspielers. Es ist   die Sage eines Mannes, der als kleines   Kind die Schrecken des Krieges   miterlebte, der Bombenfallen sah und   Albträume hatte, die ihn drei   Jahrzehntelang verfolgten. Ein Mann, der   durch puren Zufall zum Film kam, dann   aber eine Karriere hinlegte, die   Filmgeschichte schrieb und ein Mann, der   auf dem Höhepunkt seines Erfolges den   schmerzhaftesten Verlust erleiden   musste, den ein Vater erleben kann.

 

 Zum   ersten Mal erzählen wir diese Geschichte   mit Terence Hills eigenen Worten,   basierend auf seinen persönlichen   Erinnerungen und Bekenntnissen. Schnallt   euch an, denn diese Geschichte wird euch   berühren, schockieren und am Ende   zutiefst bewegen. Das ist die wahre   Geschichte von Mario Giotti, dem Mann,   den die Welt als Terence Hill kennt und   liebt.

 

 Unsere Geschichte beginnt nicht   in den glitzernden Studios von Zine Tita   oder auf den staubigen Plate der   Spaghettiwestern.   Sie beginnt in einer Zeit, in der Europa   in Flammen stand und Millionen von   Menschen ums Überleben kämpften. Am 29.   März   1939, nur wenige Monate vor Ausbruch des   Zweiten Weltkriegs, erblickte Mario   Girotti in Venedig das Licht der Welt.

 

  Schon bei seiner Geburt schien das   Schicksal große Pläne mit ihm zu haben.   Doch zunächst sollten es dunkle Pläne   sein. Der kleine Mario war das zweite   von drei Kindern einer ganz besonderen   Familie. Sein Vater Girola Mojirotti war   ein angesehener italienischer Chemiker.   Seine Mutter Hildegarte stammte aus   Dresden.

 

 Diese deutsch-italienische   Verbindung, die später sein Leben prägen   sollte, führte die Familie 1943 nach   Deutschland. Mario war gerade vier Jahre   alt, als sie nach Lömsch in Sachsen   zogen, wo die Großeltern   mütterlicherseits lebten. Sein Vater   hatte eine Stelle bei der Firma Shering   erhalten, ein Umzug, der dem kleinen   Mario Erfahrungen bescheren sollte, die   kein Kind jemals machen sollte.

 

 Stellen   Sie sich vor, ein vierjähriges Kind,   unschuldig und voller Lebensfreude, das   plötzlich in einer Welt voller Sirenen,   Verdunkelung und ständiger Angst leben   muss. Die angloamerikanischen   Bombenangriffe wurden zur täglichen   Realität. Besonders das Bombardement von   Dresden im Februar   1945 brannte sich für immer in das   Gedächtnis des kleinen Mario ein.

 

 Aus   Lömmatch konnte er sehen, wie der Himmel   über Dresden rot leuchtete. Ein   apokalyptisches Bild, das einen   Sechsjährigen für den Rest seines Lebens   verfolgen sollte. Jahrzehnte später, als   weltberühmter Schauspieler, fand Terence   Hill noch immer schwer Worte für diese   Erlebnisse.

 

 Von Lötsch aus habe ich das   Bombardement von Dresden miterlebt.   Alles war komplett rot. Was eine Bombe   mit einem Kind macht, bleibt ein Leben   lang, auch wenn es nicht verletzt ist.   Ich hatte Albträume, bis ich 30 war.   Diese Worte, gesprochen mit der ruhigen   Stimme eines gereiften Mannes, können   nicht ansatzweise das Trauma vermitteln,   dass der kleine Mario damals durchlebte.

 

  Die Nächte waren die schlimmste Zeit.   Wenn die Sirenen heultten und die   Familie in den Keller flüchten musste,   klammerte sich der kleine Mario an seine   Mutter. Die Angst, die Ungewissheit, das   Gefühl völliger Hilflosigkeit. All das   prägte seine Seele auf eine Weise, die   sein späteres Leben fundamental   beeinflussen sollte.

 

 Es ist kein Zufall,   dass Terence Hill später zu einem   Schauspieler wurde, der Gewalt   verabscheute und stattdessen auf Humor   und Menschlichkeit setzte. Die Schrecken   des Krieges hatten ihm gezeigt, wie   kostbar Frieden und Lachen wirklich   sind.   1945, im Alter von 6 Jahren, kehrte die   Familie endlich nach Italien zurück und   ließ sich in Amelia nieder, der   Heimatstadt des Vaters.

 

 Für Mario war   das wie eine Wiedergeburt. Die Albträume   blieben, aber die italienische Sonne,   die Wärme der Verwandten und das Gefühl   von Sicherheit halfen ihm langsam dabei,   das Trauma zu   verarbeiten. Das Jahr   1950 sollte Mario Girottis Leben für   immer verändern, ohne dass er es auch   nur ahnte.

 

 Es war ein ganz gewöhnlicher   Tag in Amelia. Mario war 11 Jahre alt   und träumte von allem möglichen, nur   nicht von einer Karriere als   Schauspieler. Er war ein normaler Junge,   der gerne Schwamm, Sport trieb und von   einer akademischen Laufbahn träumte.   Seine Eltern hatten große Pläne mit ihm.   Er sollte studieren, vielleicht Lehrer   werden oder in die Fußstapfen seines   Vaters als Wissenschaftler treten.

 

 Das   Schicksal hatte jedoch andere Pläne.   Eine Freundin seiner Mutter Hildegard   stieß auf eine Zeitungsanzeige, die ihr   Aufmerksamkeit erregte. Eine   Filmproduktion suchte junge Menschen für   kleine Rollen in einem neuen Film.   “Warum versuchst du es nicht mit Mario?”   Srenia schlug sie vor. Er ist ein   hübscher Junge und könnte etwas Geld für   die Familie verdienen.

 

 Hildegard war   zunächst skeptisch. Die Filmwelt   erschien ihr fremd und möglicherweise   nicht respektabel. Doch die Familie   konnte das zusätzliche Geld gut   gebrauchen. So kam es, dass Mario sich   bei den Produzenten vorstellte. Was   folgte, war ein Moment, der wie aus   einem Märchen zu stammen schien.   Regisseur Dino Risi, einer der   angesehensten Filmemacher Italiens,   entdeckte den Jungen während eines   Schwimmwettbewerbs.

 

 Es war nicht seine   schauspielerischen Fähigkeiten, die Risi   beeindruckten. Mario hatte ja noch nie   vor einer Kamera gestanden. Es war etwas   anderes. Eine natürliche Ausstrahlung,   ein Charisma, das man nicht lernen kann.   Dieser Junge hat etwas Besonderes, soll   Risi zu seinem Assistenten gesagt haben.   Er hat diesen Blick unschuldig und doch   allzu gleich.

 

 Risi sah in Marios Augen   die Spuren dessen, was der Junge erlebt   hatte, ohne zu wissen, dass es die   Schrecken des Krieges waren, die diesen   besonderen Ausdruck verliehen. So bekam   Mario seine erste Rolle in Urlaub mit   einem Gangster. Es war nur eine kleine   Rolle. Er und andere Kinder sollten   einem gefährlichen Banditen bei der   Flucht aus dem Gefängnis helfen, nur um   selbst in Schwierigkeiten zu geraten.

 

  Doch für Mario war es eine Offenbarung.   Zum ersten Mal in seinem Leben stand er   vor einer Filmkamera, erlebte die Magie   des Filmemachens und spürte, dass er ein   natürliches Talent dafür hatte. Nach   diesem ersten Filmerlebnis kehrte Mario   zunächst zu seinem normalen Leben   zurück.

 

 Er besuchte weiterhin das   Gymnasium in Amelia und plante später an   der Universität zu studieren. Doch das   Kino ließ ihn nicht mehr los. Die   Erfahrung am Set hatte etwas in ihm   geweckt, eine Leidenschaft, die er   zunächst nicht einmal verstand. In den   folgenden Jahren der 1950 Jahre wurde   Mario zu einem regelmäßigen Gesicht im   italienischen Kino.

 

 Er nahm kleine   Rollen an, um sein Studium zu   finanzieren. Doch mit jeder neuen   Erfahrung wuchs seine Liebe zum Film. Er   arbeitete mit bedeutenden Regisseuren   wie Mauro Bolognini, Valerio Zolini und   Gilo Pontecorvo zusammen. Namen, die in   der Filmgeschichte einen festen Platz   haben.

 

 Während seiner Studienzeit an der   Fakultät für Literatur und Philosophie   an der Universität Rom jonglierte Mario   geschickt zwischen Büchern und Filmsets.   Seine Professoren wussten oft nicht,   dass ihr fleißiger Student in seiner   Freizeit bereits ein bekannter   Schauspieler war. Mario selbst sah das   Kino immer noch als Nebenjob an.

 

 Sein   Ziel war es, einen Abschluss in   klassischer Philologie zu machen und   dann als Lehrer zu arbeiten.   1956 kam dann sein erster bedeutender   kommerzieller Erfolg mit Gwendalina. Der   Film machte ihn zu einem bekannten   Gesicht im italienischen Kino und ebnete   den Weg für größere Rollen.   1957 spielte er die männliche Hauptrolle   in Lazarella an der Seite von Alessandra   Panaro.

 

 Diese Rolle brachte ihm den   Durchbruch als romantischer   Hauptdarsteller, aber sie brachte auch   ein Problem mit sich. Er wurde auf den   Typ des ewigen Teenagers festgelegt.   Besonders bedeutsam für seine spätere   Karriere war seine Mitwirkung in   Aladdins Abenteuer an der Seite von   Vittorio de Sica. Diese Erfahrung lehrte   ihn, wie man mit großen Stars arbeitet   und dennoch seine eigene Persönlichkeit   bewahrt.

 

 Das Jahr   1963 sollte Mario Girottis Leben für   immer verändern. Lucino Visconti, einer   der größten Regisseure der   Filmgeschichte und ein Mann, der für   seine Perfektion und seinen   künstlerischen Anspruch berühmt war,   hatte ein ambitioniertes Projekt vor.   Die Verfilmung von Giuseppe Tomasi, die   Lampedusas Roman der Leopard.

 

 Es sollte   ein Meisterwerk werden, ein Film für die   Ewigkeit. Visconti war bekannt dafür,   jeden Aspekt seiner Filme bis ins   kleinste Detail zu planen. Für ihn war   Kino nicht nur Unterhaltung, sondern   Kunst in ihrer reinsten Form. Als er   Mario für die Rolle des Grafen Kavriagi   besetzte, eines Anhängers Garibaldis,   ahnte der junge Schauspieler nicht, dass   diese relativ kleine Rolle sein Leben   grundlegend verändern würde.

 

 Die   Besetzung war spektakulär. Bird   Lancaster, Alan Delon, Claudia   Kardinale, allamt Weltstars der ersten   Liga. Mario fühlte sich zunächst   eingeschüchtert. Hier war er, ein junger   italienischer Schauspieler, der   hauptsächlich in romantischen Komödien   aufgetreten war und sollte neben   internationalen Superstars agieren.

 

 Doch   Visconti behandelte jeden Schauspieler,   egal wie klein seine Rolle war, mit dem   gleichen Respekt und der gleichen   Sorgfalt. Mario erinnerte sich später   mit großer Dankbarkeit an diese Zeit. Es   war ein entscheidender Moment, der mich   dazu brachte, die Schauspielerei als   Vollzeitkarriere zu verfolgen.

 

 Bis dahin   war ich mir nicht sicher, ob es der   richtige Weg für mich war. Was Mario   besonders beeindruckte, war Viscontis   Obsession mit der Perfektion. Selbst für   Marios kleine Rolle hatte der Regisseur   fünf Kostümanproben angesetzt, nur um   den richtigen Rotton für sein Hemd zu   finden.

 

 Die Anhänger Garibaldis machten   ihre Hemden zu Hause und verwendeten   verschiedene Rottöne, erklärte Visconti.   Bei allen fünf Anproben war Visconti   persönlich anwesend, nicht nur bei   Mario, sondern auch bei den anderen   Schauspielern. Jetzt sehe ich, wie viel   Sorgfalt in diesem Film geflossen ist,   weshalb er auch heute noch großen Erfolg   genießt”, reflektierte Mario Jahre   später.

 

 Diese Erfahrung lehrte ihn, dass   Kino mehr sein konnte als nur   Unterhaltung. Es konnte Kunst sein,   etwas Ewiges schaffen. Nach drei Jahren   des Studiums entschied er sich, sich   ganz dem Kino zu widmen.   1964 stand Mario vor einer der   wichtigsten Entscheidungen seines   Lebens. In Italien war er auf bestimmte   Rollentypen festgelegt, den charmanten   Teenager, den romantischen Liebhaber,   den sympathischen Jungen von nebenan.

 

  Diese Rollen brachten ihm Erfolg und   Geld, aber sie ließen ihm keinen Raum   für künstlerische Entwicklung. Die   Lösung kam in Form eines ungewöhnlichen   Angebots. Deutsche Filmproduzenten   suchten italienische Schauspieler für   eine neue Art von Western. Diese Filme   sollten in Europa gedreht werden,   inspiriert von den Geschichten Karl Mais   über den amerikanischen wilden Westen.

 

  Mario fasste einen mutigen Entschluss.   Er würde Italien für 3 Jahre verlassen   und nach Westdeutschland ziehen. Für   mich war es in gewisser Weise eine   glückliche Zeit, erinnerte er sich   später. Ich verließ Italien für 3 Jahre,   weil ich in Rollen wie Lazzarella und   Ceracella festgelegt wurde und immer den   ewigen Teenager spielte.

 

 Also ging ich   nach Deutschland und drehte 12 oder 13   Filme. Interessanterweise war ich an den   ersten europäischen Western beteiligt,   die eigentlich von den Deutschen, nicht   von den Italienern gemacht wurden,   bemerkte Mario später.   Diese Filme waren von Karl Mei   inspiriert, dem deutschen Autor, der   fantastische Geschichten über den   amerikanischen Westen schrieb, ohne   jemals selbst dort gewesen zu sein.

 

 Er   war wie unser Salgari verglich Mario Mai   mit dem italienischen   Abenteuerautor. Die Zeit in Deutschland   war sowohl herausfordernd als auch   befreiend. Mario konnte endlich   erwachsene, komplexe Charaktere spielen.   Er war nicht mehr der niedliche   Teenager, sondern ein Mann, der Helden   und Schurken gleichermaßen verkörpern   konnte.

 

 Diese Erfahrung erweiterte sein   schauspielerisches Spektrum erheblich   und bereitete ihn auf die kommenden   Erfolge vor. Außerdem arbeitete er dort   in der bedeutsamen Karl Mai Verfilmung   Winnetu mit, die seine Erfahrung mit dem   Westernenre vertiefte. Hier beginnt eine   der faszinierendsten Geschichten der   Filmwelt.

 

 Eine Geschichte, die Terence   Hill selbst jahrzehntelang nicht in   ihrer vollen Tragweite erkannte. Lange   bevor Mario Gerotti zu Terence Hill   wurde und Carlo Pedersoli zu B Spencer   kreuzten sich ihre Wege bereits auf eine   Weise, die wie aus einem Drehbuch zu   stammen schien. B Spencer und ich waren   Mitglieder des gleichen Schwimmereins in   Rom, als ich noch ein Teenager war,   erinnerte sich Terence Hill später mit   einem nostalgischen Lächeln.

 

 Es war eine   Zeit, in der beide noch von ihrer   späteren Berühmtheit träumten, ohne zu   ahnen, dass sie eines Tages zu den   bekanntesten Gesichtern des Weltkinos   werden würden. Der junge Mario   beobachtete den kräftigen Carlo vom   Tribünenrand aus, voller Bewunderung für   dessen sportliche Leistungen. Ich   bewunderte ihn, denn als Schwimmer hielt   er zu dieser Zeit bereits italienische   Rekorde und hatte auch schon an   olympischen Spielen teilgenommen.

 

  Manchmal verfolgte ich sein Training als   Zuschauer auf der Tribüne des   Schwimmbeckens. Es ist fast poetisch,   wenn man bedenkt, dass diese beiden   Männer, die später die Leinwand mit   ihrer unvergleichlichen Chemie erobern   sollten, sich bereits kannten, ohne es   zu wissen. Wir kannten uns damals jedoch   nicht persönlich und haben zu dieser   Zeit auch nie miteinander gesprochen,   erklärte Terence.

 

 Das Schicksal wartete   offenbar auf den richtigen Moment. Carlo   Pedasoli war zu dieser Zeit bereits ein   Star, nicht der Leinwand, sondern des   Schwimmbeckens. Er war der erste   Italiener, der die 100 m Freistil in   weniger als einer Minute schwamm. Ein   Rekord, der ihm nationale Anerkennung   brachte.

 

 Seine imposante Statur und   seine Erfolge im Wasser machten ihn zu   einer respektierten Figur im römischen   Sport. Während Mario ihn bewunderte,   ahnte keiner der beiden, dass ihre Namen   eines Tages untrennbar miteinander   verbunden sein würden. Es ist eine   dieser wunderbaren Wendungen des Lebens,   die zeigen, wie das Schicksal manchmal   lange im voraus plant.

 

  1959 sollte ein Jahr werden, das in der   Rückschau wie ein Wink des Schicksals   erscheint. Mario, inzwischen ein   etablierter junger Schauspieler, erhielt   eine Rolle in dem historischen Epos   Hannibal von Carlo Ludovico Bragalia. Es   war eine bedeutende Produktion mit einem   beachtlichen Budget und einer Star   besetzten Besetzung.

 

 Nach einigen   erfolgreichen Jahren als Schauspieler   wurde ich   1959 engagiert, um im Film Hannibal die   Rolle des Quintilius zu spielen,   erinnerte sich Terence Hill später.   Es war eine Rolle, die seine wachsende   Reputation als vielseitiger Schauspieler   unterstrich und ihm weitere Türen öffnen   sollte.

 

 Doch das Bemerkenswerte an   diesem Film war nicht nur Marios Rolle.   Auch Carlo Pedasoli war Teil der   Besetzung und spielte die Rolle eines   Stammes Fürsten. Zwei zukünftige   Legenden arbeiteten am selben Projekt,   am selben Set, zurelben Zeit. Carlo   spielte imselben Film die Rolle eines   Stammes Fürsten, erzählte Mario später.   noch immer fasziniert von dieser Wendung   des Schicksals.

 

 Doch hier zeigt sich die   Ironie der Geschichte. Obwohl wir im   selben Film spielten, lernten wir uns   bei dieser Gelegenheit dennoch nicht   kennen, denn wir hatten keine   gemeinsamen   Drehtage. Die beiden Männer, die später   zu den bekanntesten Filmpartnern der   Welt werden sollten, verpassten ihre   Chance zur ersten bewussten Begegnung um   Haresbreite.

 

 Die Zeit war noch nicht   reif, philosophierte Terence Hill Jahre   später über diese verpasste Gelegenheit.   Es mussten erst noch acht weitere Jahre   vergehen, bis wir uns treffen und sich   unsere Karrieren dramatisch verändern   sollten. Diese 8 Jahre waren für beide   eine Zeit der Entwicklung und des   Wachstums.

 

 Während Mario seine   Schauspielkarriere vorantrieb und mit   Größen wie Bert Lancaster und Claudia   Kardinale in der Leopard arbeitete,   schlug Carlo einen anderen Weg ein.   Während dieser Jahre arbeitete Carlo als   Komponist und Liedermacher und später in   einer   Filmproduktionsfirma, erklärte   Terence.

 

 Es war eine Zeit, in der beide   ihre Talente in verschiedenen Bereichen   der Unterhaltungsindustrie entwickelten,   ohne zu ahnen, dass ihre Wege sich schon   bald wieder kreuzen würden. Das Jahr   1967 begann für Mario Girotti wie jedes   andere Jahr seiner Schauspielkarriere.   Er hatte keine Ahnung, dass dieses Jahr   sein Leben für immer verändern würde.

 

  Nicht nur beruflich, sondern auch   persönlich. Es war das Jahr, in dem alle   Puzzelteile seines Schicksals an ihren   Platz fallen sollten. Die Geschichte   beginnt mit einem Unfall, der   paradoxerweise zu den glücklichsten   Fügungen seines Lebens führen sollte.   Im Jahr   1967 wurde ich von Regisseur Gieppe   Colizzi kurz nach Beginn der   Dreharbeiten zu Gott vergibt Djangoie   kontaktiert, erzählte Terence Hill   später.

 

 Der ursprünglich für die   Hauptrolle vorgesehene Schauspieler   hatte sich den Fuß gebrochen, nicht bei   einem gefährlichen Stand oder einem   Reitunfall, wie oft berichtet wurde,   sondern bei einem banalen häuslichen   Streit. Der Hauptersteller hatte sich   bei einem häuslichen Streit den Fuß   gebrochen und ich wurde als sein Ersatz   eingestellt”, erklärte Mario, fast   amüsiert über die Banalität des   Ereignisses, das sein Leben verändern   sollte. Die Ironie war offensichtlich.

 

  Ein Moment der Gewalt führte zu einer   Karriere, die für ihre gewaltfreien,   humorvollen Filme berühmt werden sollte.   Die Dreharbeiten fanden in Almeria   Spanien statt, einer Stadt, die durch   ihre maßähnliche Landschaft zum Mecker   der Spaghettiestern geworden war. Da ich   als Ersatz in letzter Minute eingestellt   wurde, mußte ich schnell meine Sachen   packen und von Italien ins spanische   Almeria fliegen, wo die Dreharbeiten für   diesen Film   stattfanden.

 

 Es war in dieser staubigen   von der Sonne verbrannten Landschaft   Andalusians, das eine der legendärsten   Partnerschaften der Filmgeschichte ihren   Anfang nahm. Mario sollte die Rolle des   Cat Stevens spielen, während ein   gewisser Carlo Pedersoli die Rolle des H   Bessi übernommen hatte. So trafen wir   uns also das erste Mal an einem Set in   Spanien.

 

 Ziemlich lustig, wenn man   bedenkt, dass sich unsere Wege in   Italien bis zu diesem Tag schon mehrmals   gekreuzt hatten, reflektierte Terence   später über die Ironie dieser ersten   bewussten Begegnung. Die erste Begegnung   war denkbar   unspektakulär. Bei unserer ersten   Begegnung hatten wir nur ein sehr   formelles Gespräch.

 

 Hallo, ich bin   Mario. Ich spiele die Rolle des Cat.   Hallo, ich bin Carlo. Keine Fanfahen,   kein dramatischer Moment. Nur zwei   Männer, die sich höflich vorstellten,   ohne zu ahnen, daß sie gerade Geschichte   schrieben. Doch schon bei den ersten   gemeinsamen Szenen spürten beide etwas   Besonderes.

 

 Es war eine Chemie, die sich   nicht erklären ließ, eine natürliche   Harmonie zwischen zwei völlig   unterschiedlichen Persönlichkeiten. In   der gleichen Zeit, als sich Mario und   Carlo zum ersten Mal begegneten, sollte   eine weitere dramatische Veränderung   stattfinden, die Geburt ihrer berühmten   Pseudonyme. Hollywood dominierte noch   immer die internationalen Märkte.

 

 und   amerikanisch klingende Namen waren ein   wichtiger   Verkaufsfaktor. Sowohl Carlo als auch   ich wurden gebeten, amerikanische   Künstlernamen zu verwenden, um den Film   international besser vermarkten zu   können, erklärte Terence später. Zu   dieser Zeit brachten amerikanische Namen   einfach mehr Leute in die Kinos.

 

 Carlo   wählte den Namen Bad Spencer, eine   Kombination aus Bad, dem Spitznamen des   Schauspielkollegen Spencer Tracy und   Spencer. eine Homage an den berühmten   Spencer Tracy selbst. Der Name klang   amerikanisch, war leicht zu merken und   passte zu seiner imposanten Erscheinung.   Mario erhielt eine Liste mit 20   möglichen Namen und hatte 24 Stunden   Zeit, sich zu entscheiden.

 

 Ich wählte   den Namen Terence Hill, erinnerte er   sich. Der Grund war sowohl praktisch als   auch emotional. Der Name klang gut und   hatte die gleichen Initialen wie der   Name seiner Mutter Hildegarte. eine   subtile Homage an die Frau, die ihn   durch die schwerzesten Tage seiner   Kindheit gebracht hatte. Am Ende der   Dreharbeiten sagte ich zur Produktion:   “Ich werde es nur dieses eine Mal tun   und dann zu meinem ursprünglichen Namen   zurückkehren.” gestand Terence später.

 

  Es sollte eine einmalige Sache sein, ein   Zugeständnis an die Vermarktung. Niemand   ahnte, dass Terence Hill zu einer der   bekanntesten Identitäten des Weltkinos   werden würde. Doch das Schicksal hatte   andere Pläne. Der Erfolg des Films war   so überwältigend, dass ich gezwungen   war, den Namen Terence Hill   beizubehalten.

 

 Nach jedem Film sagte ich   mir: “Nächstes Mal werde ich wieder   Mario Girotti genannt. Mehr als 50 Jahre   sind vergangen.”   Giuseppe Colizzi war ein erfahrener   Regisseur mit einem guten Auge für   Talente und Dynamiken zwischen   Schauspielern. Doch was er bei den   Dreharbeiten zu Gott vergibt, Djangoie   beobachtete, übertraf seine kühnsten   Erwartungen.

 

 Zwischen Bad und mir   stimmte die Harmonie vor der Kamera   sofort, erinnerte sich Terence Hill.   Alles fühlte sich so einfach an und   Dinge, die in der Regel immer und immer   wieder versucht und gedreht werden   müssen, funktionierten bei uns nach nur   wenigen Versuchen   intuitiv. Es war eine jener seltenen   Momente im Filmgeschäft, in denen sich   alles wie von selbst fügt.

 

 B seiner   imposanten Statur und seiner natürlichen   Komik und Terence mit seiner Eleganz und   seinem charmanten Lächeln ergänzten sich   perfekt. Wo einer Kraft einsetzte,   setzte der andere Finess ein.   Wo einer mit Worten agierte, antwortete   der andere mit Blicken. “Diese Synergie   zwischen uns wurde von Giuseppe Colizzi   sofort bemerkt”, erzählte Terence.

 

 Der   erfahrene Regisseur erkannte nicht nur   die Chemie zwischen den beiden, sondern   auch das kommerzielle Potenzial dieser   Partnerschaft. Er verstand sofort, dass   sich unsere Charaktere perfekt ergänzten   und erkannte auch dessen Potenzial.   Kolizi war ein Mann der Tat. Noch   während der Dreharbeiten begann er   bereits Pläne für weitere Projekte zu   schmieden.

 

 Kolizi stellte uns daher   gleich für zwei weitere Filme ein.   1968 für 4 für ein Ave Maria und   1969 für Hügel der blutigen   Stiefel. Diese Entscheidung sollte sich   als wegweisend erweisen. Diese drei   Filme gaben Batt und mir einen riesigen   Karriereschub. Wir erhielten viele   Angebote für neue Projekte und das Beste   stand ja noch bevor.

 

 Was Coliz in diesen   frühen Filmen schuf, war mehr als nur   Unterhaltung. Es war die Grundlage für   ein neues Genre. Die Mischung aus   Action, Humor und der unvergleichlichen   Chemie zwischen Bud und Terence sollte   bald die ganze Welt erobern. Während Bud   Spencer und Terence Hill mit Giuseppe   Colizzi erste Erfolge feierten,   arbeitete ein anderer Visionär an einem   Projekt, das ihre Karrieren für immer   verändern sollte.

 

  Enzo Baboni, der sich als Regisseur das   Pseudonym EB Klucker gab, war   ursprünglich ein renommierter Kameramann   gewesen, der bereits bei vielen   bedeutenden Filmen mitgewirkt hatte.   Enzo Barboni, Eb Klucker, ein   renommierter Kameramann, der bis dato   schon bei vielen anderen Filmen   mitgewirkt hatte, hatte die Intuition,   eine neue Art des italienischen Westerns   zu erschaffen.

 

 Eine Art mit mehr Humor   und Gags und weniger Tod, erklärte   Terence Hill später über die   revolutionäre Idee seines zukünftigen   Regisseurs. Doch der Weg zu diesem neuen   Westernstil war steinig. Babonis Vision   stieß zunächst auf massiven Widerstand   in der Filmindustrie. Für sein Projekt,   die rechte und die linke Hand des   Teufels hatte er aber zahlreiche Absagen   von Produzenten erhalten.

 

 Das Konzept   funktioniert nicht. Zu viel Dialog,   nicht genug Action. Das Publikum will   Schießereien und Tote sehen. Das Konzept   muss angepasst werden. So und so ähnlich   waren die Reaktionen, die er erhalten   hatte. Die Filmindustrie war zu dieser   Zeit noch fest in den Händen   traditioneller Westernmacher, die auf   bewährte Formeln setzten.

 

 Viel Gewalt,   wenig Humor, ernste Helden und düstere   Geschichten. Babonis Idee eines   Westernnduos, das mehr auf Witz und   Scharm als auf Schießereien setzte,   erschien den Produzenten wie   kommerzieller Selbstmord. Doch Baboni   ließ sich nicht entmutigen. Er wusste   aber genau, was er wollte und war   entschlossen, an seiner Idee   festzuhalten.

 

 Erinnerte sich Terence   Hill bewundernd. Es war diese   Hartnäckigkeit und Vision, die   schließlich den Weg für eine völlig neue   Art des Westernfilms ebnen sollte. Als   Barboni schließlich grünes Licht für   sein Projekt erhielt und Bad Spencer und   Terence Hill für die Hauptrollen   verpflichtete, begann eine der   glücklichsten Zeiten in der Karriere   beider Schauspieler.

 

 Mit Ibi Klutscher   hatten wir am Set sehr viel Spaß. Er   nahm eine Menge unserer spontanen Ideen   an, um die täglichen Dreharbeiten zu   verbessern. Die Dreharbeiten zu Sie   nannten ihn Mücke, der deutsche Titel   von Lamavano Trinita, fanden in einem   malerischen Tal im Zentrum Italiens   statt. Der Film wurde in einem   wunderschönen Tal im Zentrum Italiens   gedreht und obwohl das Budget nicht sehr   hoch war, waren alle sehr motiviert,   einen guten Job zu machen.

 

 Die   Atmosphäre am Set war außergewöhnlich.   Es war nicht nur ein Filmset, sondern   eine Art kreative Familie, die   zusammengewachsen war. Zwischen den   Dreharbeiten hatten wir viel Spaß bei   gemeinsamen Aktivitäten. Wir hatten eine   tolle Zeit. Alles war perfekt, schwärmte   Terence Hill von dieser Zeit.

 

 Besonders   wichtig für den Erfolg der Filme war das   Stunteam, das die spektakulären, aber   harmlosen Prügeleien choreografierte,   die später zum Markenzeichen des Duos   werden sollten. Die Geschichte wäre   nicht komplett, ohne nicht das große   Team toller Stunman zu erwähnen, die von   Stuntkoordinator Giorgio Ubaldi   meisterhaft geführt wurden.

 

 Diese   Standman waren nicht nur Profis, sondern   Künstler ihres Fachs. Sie entwickelten   eine völlig neue Art der   Kampfchoreografie spektakulär aussehend,   aber völlig harmlos. Die Prügeleien in   den B Spencer und Terence Hill Filmen   wurden zu einer Art Ballett der Gewalt,   bei dem niemand wirklich zu Schaden kam.

 

  Ein wunderbares Team von Schauspielern,   Stuntman und Crewmitgliedern wuchs von   diesem Augenblick an zusammen und   arbeitete auch in Zukunft miteinander,   erinnerte sich Terence. Diese   Kontinuität war entscheidend für den   Erfolg der späteren Filme. Das Team   kannte sich, vertraute einander und   konnte daher immer bessere und   spektakulärere Szenen entwickeln.

 “Wir   alle hatten das Gefühl, etwas Großes   erreicht zu haben,” fasste Terence die   Stimmung am Set zusammen. “Und sie   sollten recht behalten. 1970 kam, sie   nannten ihn Mücke in die Kinos und   niemand war auf das vorbereitet, was   folgen sollte.”   Der Film kam 1970 in die Kinos und war   ein unerwartet großer nationaler und   internationaler Erfolg.

 

 Er schlug alle   Einnahmere für einen italienischen Film   bis zu diesem Zeitpunkt. Doch es waren   nicht nur die Kassenzahlen, die   beeindruckten. Der Film hatte eine Art   magische Wirkung auf das Publikum, die   weit über normale Kinoerfahrungen   hinausging. Der Film war dermaßen   beliebt bei den Zuschauern, dass die   Kinos Probleme hatten, Teile des   Publikums nach Ende der Aufführung zum   Verlassen des Kinosaals zu bewegen.

 

  Viele wollten einfach sitzen bleiben und   den Film gleich noch mal sehen. Dieses   Phänomen war in der Filmgeschichte   praktisch unbekannt. Filme, die das   Publikum so fesselten, dass sie nicht   gehen wollten, gab es nur alle paar   Jahre. Sie nannten ihn Mücke, schuf   nicht nur einen neuen Filmtyp, sondern   auch eine neue Art des   Kinoerlebnisses.

 

 Die berühmte   Bohnenszene in der Trinity Terence Hill   mit unglaublicher Gear eine riesige   Portion Bohnen verschlingt, wurde zu   einer der ikonischsten Szenen der   Filmgeschichte. Terence Hill selbst   bereitete sich mit einer Methode vor,   die seine Professionalität unter Beweis   stellte. Vor den Szenen, in denen ich   Bohnen essen musste, habe ich früher 24   Stunden gefastet.

 

 Es hat gut   funktioniert und am Ende war die Szene   so authentisch, dass der Regisseur   beschloss, sie in nur eine Aufnahme zu   drehen. Der Erfolg von “Sie nannten ihn   Mücke” war erst der Anfang. Die   Fortsetzung vier Fäuste für ein   Halleluja übertraf ein Jahr später sogar   noch den Erfolg des ersten Films und   machte uns endgültig zu internationalen   Kinostars.

 

 Die beiden waren nun nicht   mehr nur italienische Schauspieler,   sondern globale   Superstars. Ihre Filme liefen in   Dutzenden von Ländern und überall wurden   sie von begeisterten Fans empfangen. Im   Folgejahr   1972 reisten wir nach Kolumbien, um   unter der Regie unseres Entdeckers   Giuseppe Colizzi zwei Flugzeugpiloten zu   spielen.

 

 Der Film hieß zwei Himmelhunde   auf dem Weg zur Hölle.   1974 war ein besonders produktives Jahr.   Das Jahr 1974 war sehr produktiv. Zuerst   drehten wir in der spanischen Hauptstadt   Madrid zwei wie Pech und Schwefel, der   bis heute zu den Lieblingsfilmen unserer   Fans gehört. Anschließend spielten wir   im Dschungel Columbiens zwei sehr   spezielle Priester in zwei Missionare.

 

  Doch trotz ihres gemeinsamen Erfolgs   verloren beide nie ihre individuelle   Identität als   Schauspieler. In der Zeit dazwischen   hatten sowohl Bad als auch ich noch die   Zeit und Gelegenheit auch getrennt   voneinander Projekte zu entwickeln.   B Spencer nutzte die Pausen zwischen den   gemeinsamen Filmen, um seine eigene   Filmreihe zu etablieren.

 

 So drehte Bad   1973 beispielsweise, sie nannten ihn   Plattfuß, den ersten Film seiner   erfolgreichen Plattfuß Reihe unter der   Regie von Steno. Für Terence Hill kam   eine noch größere Gelegenheit. Ich   wiederum hatte die wunderbare   Gelegenheit, die Rolle des Nobody in   “Mein Name ist Nobody”. unter der Regie   von Tonino Valerie zu spielen.

 

 An meiner   Seite wirkte der großartige Henry Vonder   als der gesetzlose Jack Boregard   mit. Die Arbeit mit Henry Vonder war für   Terence Hill ein Traum, der wahr wurde.   Fonder war eine Legende des   amerikanischen Kinos, ein Mann, der mit   John Ford und anderen Größen der   Filmgeschichte gearbeitet hatte. Für   einen jungen italienischen Schauspieler   war es eine unglaubliche Ehre, neben   einer solchen Ikone zu stehen.

 

 Der Film   war auch bemerkenswert, weil er von   Sergio Leone produziert wurde, dem   Meister der   Spaghettiestern. Leone hatte mit seiner   Dollartrilogie das Genre revolutioniert   und nun arbeitete er mit Terence Hill an   einem Film, der gleichzeitig eine Omage   an das Westernenre und dessen abgesangen   war.   Die späten 70er Jahre brachten dem Duo   neue Herausforderungen und neue   Erfolge.

 

 Im Jahr   1977 erhielten wir ein neues   fantastisches Drehbuch von Ibi Clasher   vorgelegt und so drehten wir unseren   ersten Film in Miami Florida. In zwei   außer Rand und Band spielten wir zwei   Polizisten wieder Willen. Der Wechsel   nach Amerika war sowohl künstlerisch als   auch kommerziell bedeutsam. Miami mit   seinen Palmen, dem türkisfarbenen Wasser   und der multikulturellen Atmosphäre bot   eine völlig neue Kulisse für ihre   Abenteuer.

 

 Auch dieser Film wurde wieder   ein großer internationaler Erfolg. Wir   blieben in Miami und drehten dort im   Folgejahr einen weiteren Film gemeinsam.   Er hieß: “Zwei sind nicht zu bremsen.”   Die amerikanischen Filme zeigten, dass   das Duo nicht nur in Western   funktionierte, sondern in jedem Genre   erfolgreich sein konnte.

 

 Ihre Chemie war   universell. ihre Humorformel zeitlos.   Der letzte Film der enorm erfolgreichen   70er Jahre war schließlich Das Krokodil   und sein Niilpferd unter der Regie von   Italo Zingarelli. Für diesen Film zog es   uns nach   Südafrika. Am Ende der 70er Jahre war   ihre Popularität   beispiellos.

 

 Ende der 70er war das Duo   Bud Spencer und Terence Hill auf der   ganzen Welt bekannt. Wir erhielten   Fanbriefe aus Europa, Nord und   Südamerika, Australien und Südafrika.   Doch der wahre Gewinn war persönlicher   Natur. Mit unserem Erfolg wuchs aber   nicht nur unsere Popularität, sondern   auch die Freundschaft zwischen Bot und   mir.

 

 Während seiner Karriere Höhen hatte   Terence Hill   1967 Lauri Zwickelbauer geheiratet, eine   Amerikanerin deutscher Herkunft, die er   am Set von Gott vergibt Djangonie   kennengelernt hatte.   1969 wurde ihr Sohn Jess geboren, der   später selbst in die Filmwelt einsteigen   und sogar Drehbücher für seinen Vater   schreiben sollte.   1973 erweiterte sich die Familie durch   die Adoption von Ross, einem deutschen   Kind.

 

 Ross zeigte früh Interesse am Film   und spielte bereits in Kinoproduktionen   mit. Er war talentiert, charmant und   schien eine strahlende Zukunft vor sich   zu haben. Die Familie Hill führte ein   relativ normales Leben, trotz Terence   wachsender Berühmtheit. Sie lebten   abwechselnd in Italien und den USA, je   nachdem, wo Terence gerade drehte.

 

 Lori   sorgte dafür, dass die Jungen eine   normale Kindheit hatten, fern ab vom   Trubel der Filmindustrie. Die 80er   begannen, wie die Siebiger endeten. Mit   zwei Assetrumpfen auf und zwei   beärenstarke Typen fügten wir zwei   weitere Erfolge unserem Portfolio hinzu.   1884 brachte eine besondere Premiere.   Eine Premiere gab es schließlich im Jahr   1884.

 

 Im Film Vier Fäuste gegen Rio   wurde aus dem Duo ein Quartett, denn   sowohl But als auch ich spielten in dem   Film jeweils eine Doppelrolle. Die   Geschichte von Sebastiano Coimbra de La   Coronia Azevedo, Antonio Coimbra de La   Coronila Ievedo unden Doppelgängern   Elliot Van und Greg Wonder treten wir in   Brasilien.   Die Miami Cops aus dem Jahr   1985 war dann das Ende einer Era.

 

  16 Jahre nach unserem ersten gemeinsamen   Auftritt entschieden wir, dass es nun an   der Zeit war, sich weiter zu entwickeln   und uns anderen Projekten zu widmen.   Doch   1994 kamen sie noch einmal zusammen. 9   Jahre später, im Jahr   1994, entschieden wir dann aber doch   noch einmal vor der Kamera   zusammenzukommen.

 

 Der Film hieß Die   Troublemaker und war vor allem auch eine   Familienangelegenheit.   Giuseppe Pedesoli, der Boot, war einer   der Produzenten, während mein Sohn Jess   das Drehbuch schrieb und auch in einer   kleinen Rolle als Telegraphist im Film   erschien. Mit diesem Film endete unsere   gemeinsame Karriere jedoch endgültig.   1990 zerbrach Terence Hills Welt.

 

 Sein   adoptierter Sohn Ross, gerade 16 Jahre   alt, starb bei einem Autounfall in   Stockbridge, Massachusetts. Ross hatte   bereits in Filmen wie Don Camillo und   Renegade mitgespielt und schien eine   vielversprechende Karriere vor sich zu   haben. Der Verlust stürzte Terence in   eine tiefe Depression, die Jahre   andauern sollte.

 

 Während der 90er Jahre   durchlebte Hill eine lange Phase der   Depression, ausgelöst durch diesen   tragischen Verlust. In einem Interview   von 2001 mit Familia Christiana sprach   Hill offen über den Tod seines Sohnes   und reflektierte über die Stille und   Trauer, die auf die Tragödie folgten. Er   schrieb seinem Glauben und seine Arbeit   zu, ihm geholfen zu haben, mit dem   immensen Schmerz fertig zu werden.

 

 Trotz   seiner Trauer kehrte Hill schließlich   zur Arbeit zurück. Im Jahr 2000 nahm   Terence eine neue Rolle für Ray an,   einen Schritt vom Himmel, wo er Pietro   spielte, den Leiter der Forstwache in   Südtirol. Anders als seine Rolle als Don   Matteo beschäftigte sich Pietro mit   Kriminalfällen, jedoch mit einer anderen   Persönlichkeit.

 

 Der wahre Durchbruch im   Fernsehen kam mit Don Mattho, der   Geschichte eines Priesters, der   Kriminalfälle löst.   21 Jahre lang von 2000   bis verkörperte er Don Mattho in 259   Episoden über 13 Staffeln. Die erste   Episode der zehnten Staffel lockte eine   Rekordzahl von   967 000 Zuschauern an. Als B Spencer im   Juni 2016 starb, verlor Terence nicht   nur seinen langjährigen Filmpartner,   sondern auch einen der besten Freunde   seines Lebens.

 

  Mit Bad zusammen zu sein war immer ein   Vergnügen”, sagte er nach Spenzers Tod.   “Ich bin sicher, dass seine ersten   Worte, wenn wir uns wiedersehen, sein   werden. Wir haben nie einen einzigen   Streit gehabt.” Bad und ich denken   gleich über unsere schicksalhafte   Begegnung. Es war wirklich ein Segen für   uns beide.

 

 Sren Terence Hill, seine   jahrzehntelange Partnerschaft zusammen.   Heute lebt Terence Hill, zurückgezogen   in Umbrien, Italien. Seine Geschichte   lehrt uns, dass hinter jedem Lächeln oft   Schmerz verborgen liegt und dass wahre   Größe darin besteht, anderen Freude zu   schenken, auch wenn das eigene Herz   gebrochen ist.   Persönlich überraschen mich die   Geschichten und Fakten rund um das Duo   But Spencer und Terence Hill noch heute,   reflektierte er in seinen eigenen   Worten.

 

 Die Erkenntnis, dass wir nicht   nur Entertainer auf dem Bildschirm,   sondern auch ein Teil des Lebens so   vieler Menschen sind, ist etwas, das   mich sehr   berührt. Das war die Geschichte von   Terence Hill, eines Mannes, der als   traumatisiertes Kriegskind begann und zu   einer der größten Legenden des Kinos   wurde.

 Seine Geschichte lehrt uns, dass   Freundschaft, Humor und Menschlichkeit   die stärksten Kräfte der Welt sind. Was   denkst du über Terence Hills   bemerkenswerte Lebensreise? Schreib es   in die Kommentare. Vergiss nicht, den   Kanal zu abonnieren und die Glocke zu   aktivieren, um keine weiteren   faszinierenden Lebensgeschichten zu   verpassen. Bis zum nächsten Mal.