Deutschland steht an einer historischen Wegscheide, doch der Weg, der derzeit eingeschlagen wird, führt laut Expertenmeinungen und alarmierenden Wirtschaftszahlen direkt in den Abgrund. Was wir momentan erleben, ist weit mehr als eine gewöhnliche Rezession oder ein vorübergehender zyklischer Abschwung. Es handelt sich um einen systemischen Bruch, eine schleichende Lawine, die im Begriff ist, das industrielle Herz und das soziale Gefüge der Bundesrepublik unter sich zu begraben. Während die politische Führung in Berlin und Brüssel unter der Federführung von Akteuren wie Friedrich Merz und Ursula von der Leyen weiterhin von “Transformation” und “Strukturwandel” spricht, sieht die Realität in den Werkshallen und Privathaushalten weitaus düsterer aus.

Der Ernst der Lage lässt sich an einem einfachen, aber beängstigenden Indikator ablesen: der Kauflaune der Deutschen. Kurz vor dem Weihnachtsfest, eigentlich die Zeit des Konsums und der Lebensfreude, herrscht eine beispiellose Zurückhaltung. Die Menschen halten ihr Geld nicht aus Geiz zusammen, sondern aus einer tief sitzenden, rational begründeten Angst vor der Zukunft. In den Familien wird offen darüber diskutiert, auf Geschenke zu verzichten, um Rücklagen für die kommenden harten Jahre zu bilden. Dieses Gefühl der Unsicherheit ist kein irrationales Phänomen, sondern das direkte Ergebnis einer Politik, die den Standort Deutschland systematisch unattraktiv macht.

Ein besonders schmerzhaftes Symbol für diesen Niedergang ist das Schicksal der Papierfabrik Feldmühle. Ein Unternehmen, das zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise überstanden hat, muss nun kapitulieren. Nicht etwa, weil die Produkte schlecht oder die Mitarbeiter unfähig wären, sondern weil die politischen Rahmenbedingungen – allen voran die explodierenden Energiekosten und die erdrückende Bürokratie – eine wettbewerbsfähige Produktion unmöglich machen. Trotz massiver Investitionen in Effizienz und alternative Energien reicht es am Ende nicht mehr. Wenn traditionsreiche Industriekerne wegbrechen, folgt eine Kettenreaktion, die den gesamten Mittelstand, vom Bäcker bis zum Handwerker, mit in die Tiefe reißt.

Kritiker werfen der aktuellen Politik vor, dass diese Deindustrialisierung kein Versehen, sondern politisch gewollt sei. Die Klimaagenda wird mit einer Vehemenz vorangetrieben, die ökonomische Realitäten schlichtweg ignoriert. Deutschland hat sich von seinem Fundament – der bezahlbaren und verlässlichen Energie – verabschiedet. Erst wurde die Kernkraft abgeschaltet, dann die Kohle verteufelt und schließlich Gas politisiert. Das Ergebnis ist ein Land, das im internationalen Wettbewerb chancenlos zurückbleibt. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, verteilt der Staat Subventionen – ein Umverteilungszirkus, bei dem den Bürgern erst das Geld aus der Tasche gezogen wird, um es dann ineffizient als “Rettungsschirm” wieder zu verteilen.

Eine deutsche Flagge weht vor einem Gebäude Foto – Kostenloses Bild zum  Thema Stadt auf Unsplash

Besonders perfide wirkt dabei die Rolle der Medien und der politischen Rhetorik. Wer berechtigte Kritik an den wirtschaftlichen Auswirkungen der grünen Transformation äußert, wird oft als rückständig oder unsolidarisch diffamiert. Experten, die vor den Folgen der Überregulierung warnen, finden in den öffentlich-rechtlichen Talkshows kaum Gehör, während Ideologen dort ein Dauerabo besitzen und von Schrumpfung und Verzicht predigen. Diese Entkoppelung der Elite von der Lebenswirklichkeit der arbeitenden Bevölkerung führt zu einer gefährlichen Polarisierung der Gesellschaft.

Doch die Kosten dieser Politik tragen nicht die Entscheider in den klimatisierten Büros von Brüssel oder Berlin. Es sind die Kommunen, die vor dem finanziellen Kollaps stehen, weil Gewerbesteuereinnahmen wegbrechen. Es sind die jungen Fachkräfte und Unternehmer, die das Land in Richtung Schweiz, Amerika oder Dubai verlassen, weil sie hier keine Zukunftsperspektive mehr sehen. Zurück bleibt eine Gesellschaft mit explodierenden Sozialausgaben und einer schwindenden produktiven Basis. Die Restrukturierungskosten der Unternehmen summierten sich allein seit Anfang des vergangenen Jahres auf über 16 Milliarden Euro – Kapital, das für Innovationen fehlt und stattdessen in Abfindungen und Vorruhestandsprogramme fließt.

Schlag vor den Kopf": Deutsche Presse geht mit Merz hart ins Gericht -  FOCUS online

Friedrich Merz, der sich gerne als staatsmännischer Retter inszeniert, wird in diesem Zusammenhang scharf kritisiert. Seine Forderungen nach noch mehr Schulden und seine Vorwürfe gegenüber Unternehmern, sie würden zu wenig investieren, wirken wie blanker Hohn angesichts der Rahmenbedingungen, die seine eigene politische Klasse geschaffen hat. Es wird bemängelt, dass Symbolpolitik und Außenwirkung über die Innenverantwortung gestellt werden, während die wirtschaftliche Hütte lichterloh brennt.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wann wird der Widerstand groß genug, um diesen Kurs zu stoppen? Experten warnen, dass das Fenster für eine Kurskorrektur immer kleiner wird. Ein Land, das sich selbst die industrielle Basis entzieht, verliert langfristig seine soziale Stabilität und seine individuelle Freiheit. Die Abhängigkeit von großen internationalen Finanzakteuren wie BlackRock und multinationalen Konzernen wächst, während der unabhängige Mittelstand vernichtet wird. Es ist ein schleichender Prozess, der Deutschland in eine Krise führt, aus der es möglicherweise keinen einfachen Ausweg mehr gibt. Die Zeit der passiven Akzeptanz müsse vorbei sein, fordern immer mehr Stimmen – es gelte, die politische Elite wieder zur Verantwortung zu ziehen, bevor die Lawine alles unter sich begraben hat.