In der glitzernden Welt der Beatles-Mythologie werden John Lennon und Paul McCartney oft als die unzertrennlichen Genies dargestellt, während George Harrison als der „Quiet Beatle“ im Hintergrund blieb. Doch hinter Harrisons ruhiger Fassade brodelte jahrzehntelang eine stille Verbitterung, die bis zu seinem Tod im Jahr 2001 nie ganz erlosch. Die Geschichte seiner Beziehung zu Paul McCartney ist eine tragische Odyssee von brüderlicher Bewunderung, die in tiefen Groll und künstlerische Frustration umschlug. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich in seiner eigenen Band unsichtbar fühlte und dessen Schmerz über die Bevormundung durch seinen „großen Bruder“ bis zum Schluss tiefe Narben hinterließ.
Alles begann so hoffnungsvoll in einem Schulbus in Liverpool, wo der 15-jährige George durch Pauls Vermittlung bei den Quarrymen vorspielte. Für den jungen Harrison war Paul ein magnetisches Vorbild, ein Mentor, dem er blind folgte. Doch mit dem kometenhaften Aufstieg der Beatles änderte sich die Dynamik. Während Lennon und McCartney als Songwriting-Duo die Welt beherrschten, wurde Georges wachsende kreative Stimme systematisch unterdrückt. Im Studio wurde er oft wie ein bloßer Begleitmusiker behandelt. Seine Songideen wurden beiseite geschoben, und Paul McCartney begann, George bis ins kleinste Detail vorzuschreiben, wie er seine Gitarre zu spielen habe. Diese ständige Bevormundung fraß sich tief in Harrisons Selbstbewusstsein.

Die Spannungen erreichten während der Aufnahmen zu „Sergeant Pepper“ und später beim „White Album“ ihren Siedepunkt. George fühlte sich zunehmend an den Rand gedrängt. Ein besonders schmerzhafter Moment ereignete sich bei der Arbeit am legendären „Something“. Obwohl Frank Sinatra es später als das größte Liebeslied aller Zeiten bezeichnen sollte, missachtete McCartney Georges ausdrückliche Wünsche für das Arrangement und drückte dem Song seinen eigenen, dominanten Stempel auf. Für Harrison war dies kein bloßes musikalisches Detail; es war ein Zeichen von Respektlosigkeit gegenüber seiner künstlerischen Identität.
Der endgültige Bruch kündigte sich während der „Let It Be“-Sessions im Januar 1969 an. Die Kameras hielten jenen berüchtigten Wortwechsel fest, in dem ein sichtlich resignierter George zu Paul sagte: „Ich spiele, was immer du willst, oder ich spiele überhaupt nicht.“ Es war der Moment, in dem die weiße Fahne der Erschöpfung gehisst wurde. Kurz darauf verließ George die Band für zwei Wochen. Auch wenn er zurückkehrte, war das Band der Kameradschaft unwiderruflich zerrissen. Nach der Trennung der Beatles im Jahr 1970 entlud sich Harrisons aufgestauter Groll in seinen Solowerken. Lieder wie „Wah-Wah“ oder „Sue Me, Sue You Blues“ waren bittere Abrechnungen mit der Atmosphäre der Unterdrückung und den juristischen Schlachten, die Paul provoziert hatte.

In Interviews der 1970er Jahre war Harrison von einer müden Ehrlichkeit geprägt. Er gestand unverblümt, dass Paul ihn als Gitarristen „ruiniert“ habe, indem er ihm jegliches Selbstvertrauen raubte. Er konnte sich eine Zusammenarbeit mit John Lennon vorstellen, doch mit Paul war für ihn jede musikalische Basis zerstört. Während George bei den „Traveling Wilburys“ in den 80er Jahren endlich die brüderliche Anerkennung fand, die er sich immer gewünscht hatte, blieb das Verhältnis zu McCartney kühl und distanziert. Selbst beim „Anthology“-Projekt in den 90ern kehrten die alten Muster von Dominanz und Augenrollen zurück.
Die letzten Jahre von George Harrison waren von seinem Kampf gegen den Krebs geprägt. In dieser Zeit des Rückzugs wurde er noch stiller, doch sein scharfer Witz blieb. Auf die Frage, ob Paul ihn immer noch nerve, antwortete er philosophisch ausweichend, ohne die alten Fehler zu leugnen. Erst kurz vor seinem Tod im November 2001 kam es zu einem letzten, stillen Treffen in New York. Paul McCartney beschrieb es als traumhaften Moment der Versöhnung, in dem sie sich wie Brüder an den Händen hielten. Doch Beobachter fragen sich bis heute: War diese späte Annäherung genug, um Jahrzehnte der Bitterkeit wegzuwischen?

George Harrisons Vermächtnis ist das eines begnadeten Künstlers, der erst nach dem Ende der Beatles seine volle Pracht entfalten konnte. Doch seine Geschichte mit Paul McCartney bleibt eine mahnende Erinnerung daran, wie zerstörerisch Dominanz in einer kreativen Partnerschaft sein kann. Er verzieh seinem „Bruder“ vielleicht am Ende als Mensch, doch der künstlerische Schmerz, den McCartney ihm zugefügt hatte, begleitete ihn bis in sein Grab. Harrison starb mit den Worten „Liebt einander“, doch sein Leben war gezeichnet von der Schwierigkeit, diese Liebe auch gegenüber jenem Mann aufrechtzuerhalten, der ihn einst in die Welt der Musik eingeführt und ihn dann fast darin erdrückt hatte.
News
Mit 81 Jahren verrät Albano Carisi ENDLICH sein größtes Geheimnis!
Heute tauchen wir ein in eine der bewegendsten Liebesgeschichten der Musikwelt. Mit 81 Jahren hat Albano …
Terence Hill ist jetzt über 86 Jahre alt – wie er lebt, ist traurig
Terence Hill, ein Name, der bei Millionen von Menschen weltweit sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert….
Romina Power bricht ihr Schweigen: ‘Das war nie meine Entscheidung
non è stato ancora provato nulla e io ho la sensazione dentro di me che lei sia …
Mit 77 Jahren gab Arnold Schwarzenegger endlich zu, was wir alle befürchtet hatten
Ich will sagen, das Beste ist, wenn man gesunden Geist hat und ein gesunden Körper. Arnold Schwarzeneggers…
Mit 70 Jahren gibt Dieter Bohlen endlich zu, womit niemand gerechnet hat
Es gibt Momente im Leben, in denen selbst die stärksten unter uns ihre Masken fallen [musik] lassen…
Die WAHRHEIT über die Ehe von Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanović
Es gibt Momente im Leben, in denen die Fassade perfekten Glücks in sich zusammenfällt und die Welt…
End of content
No more pages to load






