Sie erinnern sich an dieses Bild. Ein   kleines Mädchen mit einer merkwürdigen   Maske festgeklammert an die Hand des   King of Pop, Paris Jackson. Doch hinter   dieser Maske verbarg sich mehr als nur   ein Kind, das vor der Welt geschützt   werden sollte. Es verbag sich eine   Geschichte voller Geheimnisse, Schmerz   und Wahrheiten, die so tief vergraben   waren, dass selbst die treuesten Fans   sie nie ganz verstanden haben.

 

 Jahrelang   wurde spekuliert, jahrelang wurde   geflüstert und jetzt bestätigt Paris   Jackson, was wir immer geahnt, aber nie   mit Sicherheit wussten. Was verbirgt   sich hinter dem Lächeln dieser jungen   Frau? Warum trug sie diese Maske? Was   geschah wirklich nach Michael Jacksons   Tod? Und welche Geheimnisse trägt sie in   sich, die unsere Sicht auf den King of   Pop für immer verändern könnten? Im   Schatten von Michael Jacksons   schillernden Ruh war seine wichtigste   Rolle die eines hingebungsvollen Vaters.

 

  Für Paris war er nicht die Legende, die   Stadien füllte und die Musikwelt   revolutionierte. Er war einfach Dad, der   Mann, der ihr Frühstück machte, der sie   in den Schlafsang, der stundenlang mit   ihr über das Leben philosophierte.   Geboren am 3. April 1998 in der Spalling   Pain Medical Klinik in Beverly Hills   trat Paris Michael Katherine Jackson in   eine Welt ein, die niemals normal sein   würde.

 

 Schon bei ihrer Geburt warteten   Fotografen vor der Klinik begierig   darauf, das neueste Mitglied der   berühmtesten Familie der   Unterhaltungsbranche zu sehen. Ihr Name   war eine Homage an die Stadt Paris, wo   sie gezeugt wurde und ein Versprechen,   das Mikel seiner Schwester Latoer und   Kathy Hilton gegeben hatten. Sie hatten   vereinbart, dass wenn eine Tochter ihr   Leben bereichern würde, sie Paris   genannt werden sollte.

 

 Diese symbolische   Namenswahl spiegelte eine tiefe   familiäre Bindung wieder. Als mittleres   Kind zwischen ihrem älteren Bruder   Michael Joseph Jackson Jr., bekannt als   Prince und ihrem jüngeren Halbbruder,   der zunächst Blanket genannt wurde und   sich später in Biggy umbenannte, wuchs   sie hauptsächlich unter der Obhut ihres   Vaters auf.

 

 Ihre Mutter Deby Row, eine   ehemalige Krankenschwester, die Michael   Jackson geheiratet hatte, spielte in   ihrer Erziehung kaum eine Rolle. Nach   der Scheidung im Jahr 2000 erhielt   Michael das volle Sorgerecht und Paris   wuchs auf der legendären Neverland Ranch   auf, einem Ort, der für sie gleichzeitig   Wunderland und goldener Käfig werden   sollte.

 

 Michael Jackson war besessen   davon, seine Kinder zu schützen. Er   wusste aus eigener Erfahrung, was Rom   mit einem Kind machen konnte. Er hatte   seine eigene Kindheit verloren, geopfert   auf dem Altar des Erfolgs. Und so schwor   er sich, dass seine Kinder niemals   dasselbe erleiden würden. Paris erinnert   sich an einen Vater, der mit ihr kochte,   der ihr vorlß, der ihr die Welt   erklärte, ohne sie zu beschönigen.

 

  Michael sprach mit seinen Kindern über   Geschichte, über Ungerechtigkeit. Er   wollte nicht, dass sie in einer   rosaroten Blase aufwuchsen. Gleichzeitig   wollte er, dass sie eine Normalität   erlebten, die er selbst nie hatte. Er   brachte sie zu Chucky Cheese, zu Toys   Aras, ließ sie Junkfood Essen und Filme   schauen.

 

 Doch der Preis dieser Liebe war   hoch, sehr hoch. Am 25. Juni 2009, an   einem sonnigen Donnerstagnachmittag in   Los Angeles brach Paris Welt zusammen.   Michael Jackson, der unsterbliche King   of Pop, der Mann, der ihr alles   bedeutete, starb in seinem Haus an einem   Herzstillstand, verursacht durch eine   tödliche Kombination von Medikamenten,   die sein persönlicher Arzt Conrad Murray   verabreicht hatte.

 

 Paris war erst 11   Jahre alt. Ein Kind, das gerade erst   begonnen hatte zu verstehen, wer ihr   Vater wirklich war, welche Bedeutung er   für Millionen von Menschen hatte. Ein   Kind, das jetzt ins kalte Wasser des   Lebens geworfen wurde, ohne   Schwimmweste, ohne Rettungsring. Die   Nachricht verbreitete sich wie ein   Lauffeuer. Die Welt stand still.

 

 Fans   versammelten sich weinend vor dem UCLA   Medical Center von Neverland vor dem   Haus in Los Angeles. Doch während die   Welt um ihren Idol trauerte, trauerte   Paris um ihren Daddy, um den Mann, der   sie jeden Morgen weckte, der mit ihr   tanzte, der ihr beibrachte, die Magie in   den kleinen Dingen des Lebens zu sehen.

 

  Bei Michaels Trauerfeier im Staples   Center stand vor mehr als 20.000   Menschen im Publikum und Millionen von   Zuschauern weltweit. Tränen liefen über   ihr Gesicht, ihre Stimme zitterte und   mit einer Kraft, die niemand diesem   elfjährigen Mädchen zugetraut hätte,   sagte sie: “Seit ich geboren wurde, war   Daddy der beste Vater, den man sich   vorstellen kann.

 

 Und ich möchte nur   sagen, dass ich ihn so sehr liebe. Es   war ein Moment purer Verletzlichkeit,   der selbst die härtesten Herzen   berührte, aber es war auch der Beginn   eines Albtraums, der Paris fast das   Leben gekostet hätte. Ein Albtraum, aus   dem sie sich nur langsam, schmerzhaft   und mit vielen Rückschlägen befreien   würde.

 

 Nach Michaels Tod zogen Paris und   ihre Geschwister zu ihrer Großmutter   Katherine Jackson in das Haus in   Kalabas. Katherine, eine fromme Frau,   die selbst unter dem Verlust ihres   berühmtesten Sohnes litt, tat ihr   Bestes, um den Kindern Stabilität zu   geben. Doch das Leben ohne Michael war   für Paris unerträglich. Die Welt, die er   so sorgfältig um sie herum aufgebaut   hatte, existierte nicht mehr.

 

 Sie   versank in Depressionen, kämpfte mit   Angst zuuständen und begann sich selbst   zu verletzen. Sie ritzte sich mit   Rasierklingen in die Arme, ein   physischer Schmerz, der den emotionalen   Schmerz für Momente überdeckte. Sie   begann schwarze Kleidung zu tragen, zog   sich zurück, lächelte nur noch selten.   Ihre Brüder bemerkten die Veränderung,   wussten aber nicht, wie sie ihr helfen   sollten.

 

 Auch sie waren noch Kinder,   auch sie trauerten. Im Juni 2013, gerade   15 Jahre alt, unternahm Paris ihren   ersten öffentlich bekannten   Suizidversuch. Es war ein Mittwoch früh   am Morgen um 2 Uhr. Sie schlitzte sich   die Handgelenke auf und schluckte 20   Motrintabletten. Ein Familienmitglied   fand sie rechtzeitig und rief den   Notarzt.

 

 Sie wurde ins Krankenhaus   gebracht, wo die Ärzte ihr Leben retten   konnten. Doch es war nicht ihr erster   Versuch, wie sie später zugeben würde.   Es war nur der, der an die   Öffentlichkeit gelangte, der, bei dem   sie erwischt wurde. Es war Selbsthass,   erklärte Paris Jahre später in einem   Interview mit dem Rolling Stone. Stimme   brach dabei fast.

 

 Geringes   Selbstwertgefühl, das Gefühl, nichts   richtig machen zu können, nicht das   Gefühl zu haben, würdig zu sein,   weiterzuleben. Ich wollte einfach nur zu   meinem Dad. Die Naben an ihren Armen   trägt sie bis heute. Einige von ihnen   verdeckt durch kunstvolle Tattoos,   andere offensichtbar als Zeugnis ihres   Überlebenskampfes.

 

  Nach diesem Vorfall wurde Paris in eine   therapeutische Schule in Uta geschickt.   Zunächst schien die Schule zu helfen.   Doch im Oktober 2020 nach Paris Hiltons   Dokumentarfilm über Missbrauch in   ähnlichen Einrichtungen. Offenbarte   Paris die erschütternde Wahrheit. Auch   sie war dort misshandelt worden.

 

 Die   Einrichtung, die ihr helfen sollte,   fügte ihr zusätzliches Trauma zu. und   hinterließ sie mit posttraumatischer   Belastungsstörung, Albträumen und   Vertrauensproblemen, die bis heute   andauern. Die Art, wie Michael seine   Kinder erzog, war für Außenstehende   immer ein Rätsel. Warum die Masken?   Warum das Homeschooling, warum diese   extreme Isolation? Die Medien   spekulierten wild.

 

 Einige nannten es   Kindesmissbrauch, andere hielten es für   reine Exzentrik eines Superstars. Paris   versteht heute, dass ihr Vater nur eines   wollte, sie schützen. Michael hatte aus   eigener Erfahrung gelernt, wie brutal   die Öffentlichkeit sein konnte. Er war   als Kind von seinem Vater Joseph   geschlagen, ausgebeutet und seiner   Kindheit beraubt worden.

 

 Er hatte sein   ganzes Leben unter dem gnadenlosen Blick   der Weltöffentlichkeit verbracht, war   beschuldigt, verspottet und verurteilt   worden, bevor irgendein Prozess   stattgefunden hatte. Also ließ er sie   Masken tragen, wenn sie das Haus   verließen. Nicht um sie zu demütigen   oder zu verstecken, sondern um ihnen ein   Stück Privatsphäre zu geben.

 

 Ein Stück   Normalität in einem Leben, das alles   andere als normal war. Paris erinnert   sich, dass sie die Masken manchmal   hasste, sich komisch fühlte, angestart   wurde. Doch heute versteht sie, ich   schätze nicht länger jeden Moment in der   Öffentlichkeit fotografiert zu werden.   Ich denke, er war wirklich ein Genie,   wenn es darum ging, uns vor der Welt zu   schützen.

 

 Die Neverland Ranch, das   weitläufige Anwesen mit 2700 Hektar Land   im Santa Ines Valley, war für Paris ein   Paradies und ein Gefängnis zugleich. Auf   der einen Seite gab es Fahrgeschäfte,   einen privaten Zoo mit Elefanten,   Giraffen und Orangutans, ein Kino, einen   eigenen Vergnügungspark. Es war ein Ort,   an dem die Fantasie keine Grenzen   kannte.

 

 Auf der anderen Seite gab es   strenge Regeln. Michael, der selbst nie   eine richtige Kindheit hatte, war   paradoxerweise ein strenger Vater. Paris   und ihre Geschwister durften die   Fahrgeschäfte nicht nach Belieben   benutzen. Sie mussten jeden Tag zur   Schule gehen, wenn auch zu Hause bei   privaten Lehrern. Sie mussten gute Noten   haben, sich gut benehmen, ihre   Hausaufgaben machen, respektvoll sein.

 

  Nur dann durften sie am Wochenende Spaß   haben, ins Kino gehen, Zeit mit den   Tieren verbringen. Michelle war ein   strenger, aber liebevoller Vater. Er   kochte für seine Kinder, sprach mit   ihnen über tiefgründige Themen, lehrte   sie Werte wie Demut und Mitgefühl. Paris   erinnert sich an sein berühmtes   gebratenes Hähnchen, das er stolz als   das Beste der Welt bezeichnete.

 

 Er war   besessen von Bildung und gab Paris einen   cleveren Anreiz. Für jedes fünfte Buch,   das sie las, bekam sie fünf Spielzeuge.   Doch hinter dieser Fassade der   Normalität lauerte immer die Dunkelheit.   Michael kämpfte mit Depressionen, mit   Schmerzmitteln, mit dem Druck, die Ikone   zu sein, die die Welt in ihm sah.

 

 Nach   seinem Tod wurde diese Last   unerträglich. Paris war nicht mehr dann   nur ein Kind, das seinen Vater verloren   hatte. Sie war die Tochter von Michael   Jackson, ein Objekt der öffentlichen   Neugier, eine Zielscheibe für Paparazzi.   Jeder Schritt wurde beobachtet, jede   Entscheidung hinterfragt.

 

 Paris kämpfte   nicht nur mit dem Verlust ihres Vaters,   sondern auch mit der Frage, wer sie   selbst war. Sie experimentierte mit   Drogen, verletzte sich selbst, suchte   verzweifelt nach einem Ausweg. Die   Paparazzi verfolgten sie auf Schritt und   Tritt und Paris entwickelte eine   posttraumatische Belastungsstörung. Sie   hört bis heute manchmal das Klicken von   Kameras, auch wenn keine da sind.

 

 Doch   trotz all dieser Dunkelheit fand Paris   auch Licht. Musik wurde ihr   Rettungsanker. Im Jahr 2018 gründete sie   mit Musiker Gabriel Glenn ein Duo namens   The Soundflowers. Es war das erste Mal,   dass Paris ihre eigene künstlerische   Stimme fand, abseits des überwältigenden   Erbes ihres Vaters.

 

 2020 veröffentlichte   sie ihr Debütalbum Wilted, ein zutiefst   persönliches Werk über Verlust, Schmerz   und Heilung. “Mein Vater wird mich immer   beeinflussen, bewusst und unbewusst”,   sagte sie. Seine Kreativität, seine   Leidenschaft, das ist ein Teil von mir.   Neben ihrer Musikkarriere arbeitete   Paris auch als Model und Schauspielerin.

 

  Sie unterschrieb Verträge mit EMG   Models, lief über die Laufstege von   Chanel und Mcino. Aber egal, was sie   tat, sie konnte dem Schatten ihres   Vaters nicht entkommen. “Meine größte   Angst ist es nur als Michael Jacksons   Tochter erkannt zu werden,” gestand sie.   Es ist ein Kampf, den sie bis heute   führt.

 

 Der Kampf, ihre eigene Identität   zu finden, während sie das Erbe ihres   Vaters ehrt. Paris Weg zur Heilung war   lang und steinig. In einem Interview mit   Willow Smith im Jahr 2020 sprach Paris   offen über ihre Suizidversuche.   Es gab Zeiten, in denen ich es bereut   habe und Zeiten, in denen ich nicht   bereut habe, dass es nicht funktioniert   hat, sagte sie.

 

 Aber mehrere mehrere   Jahre später kann ich sagen, dass ich   wirklich dankbar bin. Die Dinge sind   besser geworden. Paris fand Heilung   durch Therapie, durch Musik, durch   Selbstliebe. Ich habe zum ersten Mal in   meinem Leben Selbstliebe erfahren. Es   war dieser wirklich intensive Moment   zwischen mir, mir selbst und dem   Spiegel. Einfach viel Dankbarkeit.

 

 Doch   Paris Leben war nicht nur von   persönlichen Kämpfen geprägt. Sie musste   sich auch mit der komplizierten und   oftmals toxischen Dynamik der Jackson   Familie auseinandersetzen. Im Juli 2012,   nur dre Jahre nach Michaels Tod, kam es   zu einem der explosivsten Momente in der   Familiengeschichte,   der sogenannte Granny Gate Vorfall, der   die Risse in der Jackson Familie für   alle sichtbar machte.

 

 Katherine Jackson,   Paris Großmutter und gesetzliche Form   und verschwand plötzlich einfach weg.   Ihre Handynummer funktionierte nicht   mehr. Niemand wusste, wo sie war. Paris   und ihre Brüder waren verzweifelt,   verängstigt. Sie kannten ihre Großmutter   als jemanden, der immer erreichbar war,   der immer für sie da war.

 

 Paris, damals   erst 14 Jahre alt, wandte sich an   Twitter. “Ich rufe TJ an”, twitterte sie   bezogen auf ihren Cousin TJ Jackson.   “Aber ich möchte wirklich mit meiner   Großmutter sprechen.” Die Tweets wurden   verzweifelter. Sie bat die   Öffentlichkeit um Hilfe, ihre Großmutter   zu finden. Was Paris nicht wusste,   Katherine war bei ihrer Tochter Rabby in   Tson, Arizona.

 

 Aber es hatte ihr niemand   gesagt. Mehrere von Michaels   Geschwistern, darunter Janet Randy und   Germain Jackson, hatten Katherine   angeblich überzeugt mit ihnen nach   Arizona zu gehen, um sich von dem Stress   zu erholen. Doch die Kinder wurden im   Dunkeln gelassen, fühlten sich verlassen   und verraten. Die Spannung eskalierte am   23.

 

 Juli, als mehrere Jackson   Geschwister, darunter Janet, Randy,   Rabby und Jmain, vor das Haus in   Kalabasas kamen. Sie wollten die Kinder   angeblich nach Arizona bringen, um   Katherine zu sehen. Was dann geschah,   wurde von den Überwachungskameras des   Hauses aufgezeichnet und ging später   viral. Janet Jackson wurde dabei   gefilmt, wie sie versuchte Paris das   Handy aus der Hand zu nehmen.

 

 Paris   weigerte sich, schrie, wehrte sich.   Prince kam dazu, versuchte seine   Schwester zu schützen. Es kam zu einem   heftigen Streit, zu Geschrei, zu   Handgreiflichkeiten. Die Bilder   schockierten die Welt. Die perfekte   Jackson Familie, die immer nach außen   Einigkeit demonstriert hatte, zeigte ihr   wahres zerstrittenes Gesicht.

 Die   Beziehung zwischen Paris und ihren   Tanten und Onkeln zerbrach an diesem   Tag. Im Kern ging es bei diesem Konflikt   um Geld. Immer ging es um Geld. Einige   von Michaels Geschwistern behaupteten,   sein Testament sei gefälscht. Sie   argumentierten, dass Michael unmöglich   bei klarem Verstand gewesen sein könnte,   als er sie aus seinem Testament   ausschloss.

 

 Sie wollten Zugang zu seinem   Nachlass, der trotz Michaels Schulden   bei seinem Tod mittlerweile Hunderte von   Millionen Dollar eingebracht hatte. Aber   Michael hatte in seinem letzten Willen,   der am 7. im Juli 2002 unterschrieben   wurde, klar festgelegt. 40% seines   Vermögens gingen an seine Mutter   Katherine.

 

 40% sollten gleichmäßig unter   seinen drei Kindern aufgeteilt werden   und 20% waren für verschiedene   Wohltätigkeitsorganisationen   bestimmt, die sich um Kinder kümmern.   Seine Geschwister, seine Brüder und   Schwestern, die ihn sein ganzes Leben   begleitet hatten, gingen völlig leer   aus. Kein Cent, kein Anteil, nichts. Die   Geschichte von Michael Jacksons Nachlass   ist eine der bemerkenswertesten   finanziellen Wendungen der modernen   Geschichte. Als Michael am 25.

 

 Juni 2009   starb, war er technisch gesehen mit über   500 Millionen Dollar verschuldet. Seine   Anwälte sprachen von einem finanziellen   Disaster. Die Bank of America hatte   bereits Kredite über 250 Millionen   Dollar ausstehen, gesichert durch   Michaels Anteil am Sony Musikkatalog.   Weitere Schulden liefen mit extrem hohen   Zinsen.

 

 Neverland war bereits   zwangsversteigert worden, musste nur   durch einen last minute Deal gerettet   werden. Es sah so aus, als hätte der   King of Pop sein Vermögen vollständig   verspielt. Kritiker spotteten bereits,   dass von seinem Vermächtnis nur Schulden   übrig bleiben würden. Doch die   Nachlassverwalter John Branker und John   McClein, beide langjährige Vertraute von   Michael, vollbrachten ein finanzielles   Wunder.

 

 Sie begannen Michaels   Vermögenswerte strategisch zu verkaufen   und zu vermarkten. Im Jahr 2016   verkauften sie Michaels 50% Anteil am   Sony Musikkatalog, der viele der größten   Hits der Beatles umfasste, für 750   Millionen Dollar. Es war einer der   größten Musikrechte Deals in der   Geschichte. Im Februar 2024 verkauften   sie einen weiteren 50% Anteil an   Michaels eigenen Musikkatalog, der Songs   wie Thriller, Billy Jean und Beit   enthält für 600 Millionen Dollar an Sony   Music.

 

 Hinzu kamen Einnahmen aus dem SK   Dolay Shows Michael Jackson und Immortal   aus Filmen wie This is It aus ständigen   Merchandise Verkäufen und   Streamingeinnahmen. Heute wird der Wert   des Michael Jackson Estate auf etwa 2   Milliarden Dollar geschätzt. Die   Schulden sind alle abbezahlt. Das Estate   generiert jährlich etwa 100 Millionen   Dollar an Einnahmen.

 

 Paris geschätztes   Nettovermögen liegt derzeit bei etwa 150   Millionen Dollar. Sie hat bisher etwa 65   Millionen Dollar in direkten Zahlungen   und Leistungen vom Estate erhalten, dass   ihre Ausbildung, ihren Lebensunterhalt,   medizinische Versorgung und vieles mehr   abdeckte. Doch trotz dieser enormen   Summen hat Paris das Gefühl, dass etwas   nicht stimmt.

 

 Im Juli 2025 reichte sie   eine Klage gegen die Nachlassverwalter   ein. Sie beschuldigte sie sogenannte   Premiumzahlungen für nicht   protokollierte Anwaltsarbeit zu   verlangen und das Geld des Estate   verschwenderisch auszugeben. Die   Nachlassverwalter währen sich wehement   gegen diese Vorwürfe. In ihren   Gegenakten legten sie detailliert da,   wie viel Geld Paris selbst vom Estate   erhalten und ausgegeben hat.

 

 Im Jahr   2021 erhielt Paris über 3 Millionen   Dollar mehr als ihre beiden Brüder   zusammen. Die Implikation war klar.   Schau dir an, wie viel Geld du selbst   ausgibst, bevor du uns kritisierst. Doch   für Paris geht es nicht nur um Geld, es   geht um Kontrolle, um Transparenz, um   das Gefühl, dass das Erbe ihres Vaters   respektiert wird.

 

 Sie fühlt sich   entmündigt, behandelt wie ein Kind,   obwohl sie mittlerweile eine erwachsene   Frau ist. Interessanterweise gab es just   zu dieser Zeit Anzeichen für eine   Versöhnung mit ihrer Tante Janet. Im   Februar   wurden Paris und Jannet bei der Paris   Fashion Week zusammengesehen. Sie   umarmten sich, posierten für Fotos,   lächelten.

 

 Die Medien sprachen von einer   rührenden Familienversöhnung. Doch   Insider vermuten, dass der wahre Grund   weniger sentimentaler Natur sein könnte.   Janet Jackson, die ebenfalls seit Jahren   mit den Nachlassverwaltern im Konflikt   steht und ihren Anteil am Erbe fordert,   könnte in Paris eine Verbündete gefunden   haben.

 

 Der Feind meiner Feinde ist mein   Freund, wie das Sprichwort sagt. Die   Jacksons mögen zerstritten sein, aber   wenn es um Geld geht, finden sie   manchmal doch zusammen. Paris   Bemühungen, das Vermächtnis ihres Vaters   zu ehren, gehen über finanzielle Fragen   hinaus. Im Jahr 2018 nahm sie zusammen   mit ihrem Bruder Prinz einen humanitären   Preis von der Elizabeth Taylor Aids   Foundation entgegen.

 

 Im Februar 2022   besuchten sie gemeinsam die Broadway   Premiere des Musicals MJ the Musical.   Prince schrieb auf Instagram: “Es war   eine Ehre, das Erbe meines Vaters zu   feiern. Das Team hat mit Leidenschaft   daran gearbeitet, Michaels Musik am   Leben zu erhalten. Paris hat auch ihren   eigenen Weg gefunden, jenseits des   Schattens ihres Vaters zu leben.

 

 Sie ist   offen über ihre Sexualität. Im Jahr 2018   bestätigte sie, dass sie sich bereits   mit 14 als Bisexuell geautet hatte. “Ich   habe seit ich acht war Mädchen toll   gefunden”, schrieb sie. “Ich schäme mich   nicht dafür.” In ihrer Dokumentarserie   anfiltert sprach sie ausführlicher über   ihre Identität.

 

 Für Paris geht es nicht   um Labels. Es geht darum Menschen zu   lieben, unabhängig vom Geschlecht. Paris   identifiziert sich auch als   multirassisch. Ihr Vater legte großen   Wert darauf, dass seine Kinder ihr   afroamerikanisches Erbe umarmten. Als im   Mai 2020 George Floyd getötet wurde,   schloss sich Paris den Black Lives   Matter Protesten an.

 

 Sie postete ein   Foto mit einem Schild: Peace, love,   Justice. Für Paris ist Aktivismus eine   Möglichkeit, die Werte zu leben, die ihr   Vater ihr beigebracht hat. Sie ist auch   Botschafterin der Elisabeth Taylor Aids   Foundation. Sie nutzt ihre Plattform, um   auf Themen aufmerksam zu machen, die ihr   wichtig sind.

 

 Paris hat in den letzten   Jahren gelernt mit dem Druck umzugehen,   der mit ihrem Namen einhergeht. Sie hat   gelernt, dass sie nicht perfekt sein   muss, dass es in Ordnung ist,   verletzlich zu sein. In Interviews   spricht sie offen über ihre Kämpfe, aber   auch über die Hoffnung über die Momente   der Freude.

 

 “Es hat eine wirklich lange   Zeit gedauert, um zu diesem Punkt zu   gelangen”, sagte sie, “aber ich kann   sagen, dass ich dankbar bin. Die Dinge   sind besser geworden.” Paris hat   gelernt, dass Heilung kein Ziel ist,   sondern ein Prozess. Es ist etwas, woran   sie jeden Tag arbeiten muss. Die   Geschichte von Paris Jackson ist eine   Geschichte von Verlust, Schmerz und   Wiedergeburt.

 

 Es ist die Geschichte   eines Mädchens, das alles verlor und   lernen musste, sich selbst wieder   aufzubauen. Es ist die Geschichte einer   jungen Frau, die im Schatten der größten   Musiklegende aufwuchs und verzweifelt   versucht, ihren eigenen Weg zu finden.   Aber es ist auch eine Geschichte von   Hoffnung, denn trotz all Dunkelheit hat   Paris überlebt.

 

 Sie hat gekämpft, sie   hat gelitten, aber sie hat nie   aufgegeben. Sie trägt die Narben ihrer   Vergangenheit, aber sie lässt sich nicht   von ihnen definieren. Heute mehr als 15   Jahre nach dem Tod ihres Vaters trägt   Paris immer noch das Jade Armband, das   ihr Vater zum Zeitpunkt seines Todes   trug.

 

 Es ist ihr kostbar Besitz, eine   greifbare Verbindung zu dem Mann, der   ihr alles bedeutete. Sie sagt, dass es   immer noch seinen Duft trägt, dass sie   seine Präsenz spürt, wenn sie es   berührt. Für Paris ist dieses einfache   Armband mehr als nur Schmuck. Es ist ein   Symbol ihrer Liebe, ihrer Verbindung,   ihres Schmerzes und ihrer Hoffnung.

 

 Es   erinnert sie daran, dass ihr Vater immer   bei ihr ist, auch wenn er physisch nicht   mehr da ist. Es erinnert sie daran, dass   die Liebe, die er ihr gegeben hat, nie   sterben wird.   Paris Jackson hat der Welt gezeigt, was   wir immer vermutet haben, dass hinter   der Maske ein Mensch steckt. Ein Mensch   mit Schmerz, mit Träumen, mit Ängsten   und Hoffnungen.

 

 Ein Mensch, der genauso   verletzlich ist wie alle. Sie hat uns   gezeigt, dass Ruhm und Reichtum nicht   vor Leid schützen, dass auch die Kinder   von Legenden bluten, weinen und kämpfen   müssen. Aber sie hat uns auch gezeigt,   dass es möglich ist, aus der Dunkelheit   ins Licht zu treten, dass es möglich   ist, sich selbst zu finden, auch wenn   die ganze Welt auf einen schaut.

 

 Paris   Jackson bestätigt endlich, was wir schon   immer vermutet haben, dass sie nicht nur   die Tochter des King of Pop ist, sie ist   Paris und das ist mehr als genug. M.