Ja, das war jade ich. Ich schrieb mehr   Lieder damals, als ich produktiver war,   aber ich bin kein Songschreiber, der die   ganze Zeit aktiv ist, sondern äh ich   schreibe gelegentlich ein Lied. Als ich   die Szene jetzt machen sollte, wollte   ich trotzdem ein Lied schreiben, denn   die Zeit, die ich freihabe, verbringe   ich gerne mit meinen Kindern und   Enkelkindern und meinen Hunden.

 

 Es gibt   Geschichten, die Jahrzehnte verborgen   bleiben, weil der Schmerz zu groß ist,   um ihn mit der Welt zu   teilen. Magneta Felzkook, die blonde   Stimme von   Abchwiegen bis   jetzt. Mit 75 Jahren bricht sie ihr   Schweigen über ein Kapitel, das ihr   Leben wie ein Schatten begleitete. Ihre   Scheidung von Björn   Olveus.

 

 Was für viele Fans lediglich ein   Ende einer Liebesgeschichte bedeutete,   war für Agneta ein seelischer Tiefpunkt,   aus dem der Song “The winner Takes It   All” geboren wurde. Ein Lied, das mehr   war als Musik. Es war ein stiller   Schrei, ein musikalisches Tagebuch,   geschrieben im Moment tiefster   Verletzung. Erst jetzt gibt sie zu. Ich   habe damals nicht einfach nur gesungen,   ich habe geweint.

 

  Ihr Geständnis lässt den Welthit in   einem neuen Licht erscheinen. Nicht als   fiktion zweier Songwriter, sondern als   eine brutale Wahrheit über Verlust,   Stolz und das Gefühl, komplett leer   zurückzubleiben. Die Geschichte von   Agneta und Björn war zu Beginn der 70er   Jahre fast zu schön, um wahr zu sein.

 

  Zwei junge Musiker, vereint durch die   Liebe zur Musik und zueinander,   erschufen gemeinsam mit Anni Fried und   Benny eine der erfolgreichsten Bands   aller Zeiten. Doch hinter dem Glanz der   Bühnen lag eine intime Realität. Zwei   Menschen, die versuchten, ihre Beziehung   gegen den Sog des Ruhms zu verteidigen.

 

  Agneta beschreibt heute, wie schwer es   war zwischen Interviews, Tourneen und   Studioaufnahmen Momente der Nähe zu   finden. Anfangs war ihre Verbindung ein   unschlagbares Team, musikalisch und   emotional. Doch mit dem weltweiten   Erfolg von Aba wuchs nicht nur der   Druck, sondern auch die Distanz zwischen   ihnen.

 

 Die Liebesgeschichte, die so   zentral für Abbas Aufstieg war, wurde   leise von den Anforderungen des Ruhums   zerrieben. Was viele unterschätzen, Ruhm   ist kein Geschenk, er ist eine Prüfung.   Während Björn immer mehr in der   Öffentlichkeit aufging, Interviews   genoss und als Songwriter brillierte,   zog sich Agneta innerlich zurück.

 

 Der   Trubel, die grellen Scheinwerfer, die   ständige Beobachtung. All das setzte ihr   psychisch zu. Heute spricht sie von   Angstzuständen, die sie lähmten, von   Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern,   weil sie kaum Zeit mit ihnen verbringen   konnte. Sie fühlte sich fremd gesteuert,   ausgeliefert, verlor die Kontrolle über   das eigene Leben und je mehr sie sich   nach Ruhe sehnte, desto mehr entglitt   ihr die Realität.

 

  Björn hingegen schien aufzugehen in   diesem Leben, was die Entfremdung   zwischen den beiden weiter   beschleunigte. Was als gemeinsame Reise   begonnen hatte, endete in emotionaler   Einsamkeit. Als 1978 die Trennung kam   und zwei Jahre später die Scheidung, war   es für die Öffentlichkeit ein Drama mit   musikalischer Begleitung.

 

 Für Agneta   aber war es der Beginn eines seelischen   Abstiegs. Der Verlust war nicht nur   privater Natur, er war existentiell.   Agneta verfiel in tiefe Depressionen.   Die Bühne, einst Ort der Freude, wurde   zur Bedrohung. Sie zog sich immer mehr   zurück. Miet Kameras, verweigerte   Auftritte, Flo regelrecht aus der   Öffentlichkeit.

 

 In Interviews dieser   Zeit wirkte sie verloren, gehetzt, als   kämpfte sie darum überhaupt noch gesehen   zu werden. Nicht als Star. sondern als   Mensch. Der Rückzug war ihre einzige   Überlebensstrategie. Und während aber   langsam auf ihr Ende zusteuerte,   versuchte Agneta zu heilen, allein mit   Musik als einzigem Trost.

 Doch das Leben   meinte es weiterhin nicht gut mit ihr.   Der Selbstmord ihrer Mutter riss ein   weiteres Loch in ihre Seele. Kurz darauf   starb auch ihr Vater. Die einst so   lebendige Agneta, die das Strahlen der   70er verkörperte, wurde still, fast   unsichtbar. Als hätte sie genug Schmerz   für ein ganzes Leben durchlitten, kamen   dann auch noch gescheiterte Beziehungen   dazu, darunter eine, die sich als   toxisch und gefährlich entpuppte.

 

  Der Mann, mit dem sie eine Zeit langiert   war, wurde später als Stalker bekannt.   Für Agneta bedeutete das nicht nur   seelische Belastung, sondern Angst um   Leib und Leben. Dieser obsessive Fan   Gert van der Graf überschritt alle   Grenzen. Er tauchte immer wieder in   ihrer Nähe auf, belagerte sie,   belästigte sie.

 

 Die Polizei musste   eingreifen. Letztlich erwirkte man ein   dauerhaftes Einreiseverbot für ihn. Doch   das Gefühl nicht mehr sicher zu sein   blieb. Diese Episode war ein weiteres   Mosaikstück in der Geschichte einer   Frau, die einfach nur Ruhe suchte und   dafür mit Angst bezahlen musste. Ihre   ohnehin fragile Beziehung zur   Öffentlichkeit zerbrach vollends.

 

 Ihre   Rückzüge wurden länger, ihre Interviews   seltener. Die Musik verstummte, ebenso   wie ihre Stimme in der Welt. Stattdessen   fand sie auf der schwedischen Insel   Ekerö einen Ort, an dem sie atmen   konnte. Dort lebt sie bis heute. Umgeben   von Natur, Tieren, der Stille,   Meditation, Spaziergänge, Familie.

 

 Das   wurde ihre Welt. Viele Jahre lang   verzichtete sie auf die Musik wie auf   eine alte Wunde, die man nicht mehr   berühren will. Sie war noch da, tief   vergraben, aber nicht mehr Teil ihres   Alltags. Agneta wurde zur Legende im   Rückzug. eine Frau, die dem lauten Leben   den Rücken gekehrt hat, um endlich   Frieden zu finden.

 

 Und dann ganz   unerwartet meldete sie sich zurück   2004 mit dem Album Mine Coloring Book,   eine Sammlung emotionaler Coverversion,   ganz reduziert, ganz nah und 2013 dann   mit dem schlicht betitelten Album   A. Es war ein Statement. Agneta war   zurück, nicht als Popikone, sondern als   gereifte Künstlerin, die nicht mehr   gefallen wollte, sondern erzählen.

 

 Die   Lieder waren nachdenklich,   melancholisch, fast wie Briefe an ein   früheres Ich. Ihre Stimme klang nicht   mehr jugendlich, aber sie hatte Tiefe,   Verletzlichkeit und Kraft. Die Welt   hörte genau hin und erkannte, diese Frau   hat nie aufgehört, Musik zu   fühlen. The winner takes it all. Bleibt   dabei ihr vielleicht inster Song.

 

 Über   die Jahre wurde er zur Hymne unzähliger   Trennungen, aber nur wenige wußten, dass   er auf einer echten bitteren Geschichte   basiert. Heute, da Agneta erstmals   öffentlich über die Zeit der Scheidung   spricht, wird deutlich: “Jede Zeile,   jede Note ist echt. Kein Songwriter   Konstrukt, sondern vertonte Trauer.

 

 Ihre   Stimme darin ist keine Performance. Sie   ist ein Echo ihres gebrochenen Herzens.   Und gerade deshalb hat dieser Song die   Kraft, Menschen bis heute zu   berühren. 2022 schließlich kam das, was   niemand mehr erwartet hatte, aber kehrte   zurück nicht in Persona, sondern digital   mit der Konzertreihe Voyage.

 

 Für viele   Fans ein emotionales Ereignis, nicht nur   wegen der Musik, sondern weil es wirkte,   als würden sich alte Wunden endlich   schließen. Magneta, Björn, Benny und   Anni Fried standen wieder vereint auf   der Bühne, wenn auch nur als Avatare.   Aber hinter diesem Projekt stand echte   Versöhnung, echter Wille zur Erinnerung.

 

  Für Agneta war es vielleicht das letzte   Kapitel einer langen Geschichte, nicht   voller Glanz, sondern voller   Menschlichkeit. Und genau deshalb lohnt   es sich noch tiefer einzutauchen. Die   Geschichte von Aber ist mehr als   Popgeschichte. Sie ist ein Spiegel   menschlicher Höhen und Tiefen. Wenn du   wissen willst, was nach diesem   bewegenden Comeback noch folgte, sieh   dir auch das nächste Video an.

 

 bis aber   das sind vier Buchstaben, die   Musikgeschichte geschrieben haben. Die   Band formierte sich   1972 in Schweden, als sich die beiden   Paare Agneta Felk und Björn Ulveus sowie   Anni Fried Lüngstadt und Benny Anderson   nicht nur privat, sondern auch   musikalisch verbanden. Was als nationale   Pophoffnung begann, explodierte   1974 beim Eurovision Song Contest, als   sie mit Waterlou den Wettbewerb gewann   und damit den Grundstein für eine   beispiellose Weltkarriere legten.

 Von da   an folgte ein Hit dem Nächsten. Mama   Mia, Dancing Queen, Fernando, Take a   Chance on me. Lieder, die ganze   Generationen prägten. Doch während die   Welt zu ihrer Musik tanzte, zerbrachen   im Hintergrund langsam die privaten   Beziehungen. Erst trennten sich Agneta   und Björn, später auch Benny und   Friedera.

 

 Trotzdem machten sie weiter,   professionell, diszipliniert,   erfolgreich. Als sie sich 1982 offiziell   trennten, hinterließen sie ein   musikalisches Erbe, das bis heute   nachhalt. Ihre Lieder wurden zu   Musicals, zu Filmen, zu einem festen   Teil der Popkultur. Aber war nie nur   eine Band, sie waren ein Phänomen, ein   Lebensgefühl, das bis heute Generationen   miteinander verbindet.