Mit 74 Jahren ist das Gesicht von Romina Power eine Landkarte tiefer Emotionen gezeichnet von einer Tragödie, die das grelle Licht der Bühne nie erhellen konnte. Dieses Gesicht, das einst an der Seite von Albano ein ganzes Jahrzehnt definierte, ist heute weit entfernt von dem strahlenden Lächeln, das Deutschland in den 80er Jahren verzauberte.
Der Klang von Felicita und Sharasan ist der Soundtrack einer unwiderbringlich verlorenen Era das ewige Symbol des Traumpaares des Italop. Sie verkauften Millionen Platten und füllten die größten Hallen Deutschlands. Sie waren das lebende Versprechen, dass die perfekte Liebe existiert. Doch um das Schweigen zu verstehen, dass Romina Power jetzt bricht, müssen wir weiter zurückblicken als bis zu Albano.
Wir müssen zurück in den Schatten, den ein anderer noch größerer Name auf ihr Leben warf. Der Name ihres Vaters, die Hollywood Legende Tyron Power. Romina wurde nicht einfach berühmt, sie wurde in den Ruhm hineingeboren. Als Tochter eines der größten Filmstars der Welt und der Schauspielerin Linda Christian war ihr Leben von Geburt an ein öffentliches Schauspiel.
Doch dieser goldene Käfig Hollywoods warzellos. Nach dem frühen Tod ihres Vaters wurde sie von ihrer Mutter durch die Welt gereicht. Ein Leben in Hotels, ohne Heimat, ohne Stabilität. Als sie Albano traf, war sie erst 15. Er war nicht nur ein Sänger, er war ihre Flucht. Dieser charismatische Mann aus dem einfachen traditionellen Süden Italiens bot ihr alles, was Hollywood ihr vorenthalten hatte.
Ein Gefühl von Familie, von Zugehörigkeit, von Wurzeln. Die Bilderbuchfamilie, die sie so verzweifelt aufbauten, war Rominas Versuch, das zu erschaffen, was ihr selbst verwrt worden war. In einer tragischen Ironie des Schicksals entkamenen Käfig Hollywoods nur. um sich mit Albano einen neuen zu bauen, den goldenen Käfig des Italop.
Jetzt im Alter von 74 Jahren blickt Romina Power auf beide Leben zurück, auf beide Käfige und es gibt Handlungen, die unverzeihlich bleiben. Der erste Name auf ihrer Liste ist kein einzelner Mensch, sondern das unersättliche System der Medien, das ihre Liebe erst zur Schau stellte und ihre Familie nach der Tragödie, nach der Scheidung im Jahr 1999 in einem öffentlichen Rosenkrieg brutal zerriss.
Der zweite Name ist jener, der einst gleichbedeutend mit ihrem eigenen war, Albano. Es geht nicht um die Trennung, sondern um eine einzige folgenschwere Unterschrift. Die juristische Handlung im Jahr 2014, die ihre seit 1993 vermisste Tochter Ilenia Carissi offiziell für Tod erklären ließ. Ein Akt, den Albano als notwendigen Abschluss sah, den Romina jedoch als den ultimativen Verrat empfindet.
Eine Handlung, die sie, die noch 2011 verzweifelt im deutschen Fernsehen bei Aktenzeichen XY nach ihrer Tochter suchte, niemals akzeptieren konnte und niemals vergeben wird. Um den Aufstieg von Albano und Romina Power zu verstehen, muss man das Deutschland der späten 70er und frühen 80er Jahre verstehen.
Es war ein Land, das, obwohl wirtschaftlich stark, emotional noch immer von den Schatten der Vergangenheit und der Realität der Teilung geprägt war. Der kalte Krieg war auf seinem Höhepunkt. Nachrichten über Aufrüstung und politische Spannungen dominierten den Alltag. Es herrschte eine tiefe kollektive Sehnsucht nach Unbeschwertheit, nach Sonne, nach einer Welt, in der die Liebe einfach war und das Glück ewig wehrte.
Es war die Sehnsucht nach einem Süden, der nicht politisch, sondern rein emotional war. In dieses Vakuum hinein trat das Duo nicht einfach als Sänger, sondern als lebendig gewordene Fantasie. Romina, die bildschöne, sanfte Tochter eines Hollywood Stars, die dem amerikanischen Glammer entflohen war und Albano, der charismatische Tenor mit der kraftvollen Stimme aus dem einfachen Süden Italiens.
Sie waren das perfekte Symbol. Sie verbanden die alte Welt Europas mit der neuen Welt Amerikas. Für Romina war dies der ultimative Bruch mit ihrer wurzellosen Hotelkindheit. Sie tauschte den komplexen gebrochenen Glammwoods gegen die scheinbar einfache, ehrliche Liebe eines italienischen Patriarchen.
Sie bauten nicht nur eine Karriere auf, sie bauten Rominas Traum einer perfekten Familie auf und Deutschland sah fasziniert dabei zu. Ihr internationaler Durchbruch kam 1981 mit Sharasan, einem Lied, das wie pures Sommerlicht klang. Doch es war das Jahr 1982, dass sie unsterblich machen sollte. Mit Felicita traten sie beim Sanremo Festival auf und obwohl sie nur den zweiten Platz belegten, eroberten sie Europa im Sturm.
In Deutschland wurde das Lied zu einer Hymne, einer kollektiven Beschwörung des Glücks. Es war nicht nur ein Hit, es war ein Gefühl. Felicita hielt sich unglaubliche 40 Wochen in den deutschen Charts und kletterte bis auf Platz 6. Es war der Startschuss für eine beispiellose Welle der Zuneigung. Die Deutschen sahen in ihnen nicht nur Künstler, sondern ein Idealbild.
Sie wurden zum Traumpaar des Italopop, ein Titel, der Segen und Fluch zugleich sein würde. Jede Geste, jedes Lächeln auf der Bühne schien ihre perfekte Harmonie zu bestätigen. Hits wie Tu Soltanto Tu, Ti Sarah und das unvergessliche Sempre, Sempre folgten und zementierten ihren Status. Ihre Fangemeinde in Deutschland war riesig und hing an jedem Wort.
Sie füllten die größten Hallen der Bundesrepublik von der Waldbühne in Berlin bis nach Dortmund. Ihre Präsenz im deutschen Fernsehen war allgegenwärtig. Sie waren Dauergäste in den großen Samstagabendshows. Sie brachten einen Hauch von Adriastrand und sorgenfreiem Leben in deutsche Wohnzimmer. Die Öffentlichkeit konsumierte nicht nur ihre Musik, sondern ihre gesamte Existenz.
Die Geburt ihrer Kinder Elenia, Yari, Christelle und Romina Junior wurde Teil der öffentlichen Erzählung. Sie waren die perfekte Bilderbuchfamilie, ein lebender Beweis dafür, dass das Glück, von dem sie sangen, real war. Dieser Status brachte ihnen immense Freude und unvorstellbaren Reichtum. Sie drehten sogar sieben Filme, die auf ihren Liedern basierten und schufen so ein eigenes filmisches Universum ihres Glücks.
Doch dieser Ruhm hatte einen immanenten Druck. Sie waren nicht mehr nur zwei Menschen, sie waren ein Produkt, ein Ideal, eine Marke. Der Druck, dieses markellose Bild des Traumpaares aufrecht zu erhalten, begann unsichtbare Risse in das Fundament ihres Glücks zu meißeln. Doch das goldene Bild des Traumpaares, das Deutschland so bereitwillig annahm, war in Wirklichkeit ein kunstvoll gefertigtes Gefängnis, dessen Gitterstäbe aus Plattenverträgen und öffentlichen Erwartungen bestanden.
Für Romina Power, die diese Partnerschaft als sehr junge Frau eingegangen war, sie war erst 15, als sie den 8 Jahre älteren Albano traf, bedeutete der Ruhm einen fast vollständigen Verlust der Autonomie. Sie war der Tyrannei des Hollywood Roms entkommen, nur um in eine neue subtilere Form der Kontrolle einzutreten.
Albano war nicht nur ihr Ehemann, er war nach traditionell italienischem Verständnis das unangefochtene Oberhaupt der Familie und damit auch das Oberhaupt der Firma Albano Andromina Power. Ihr Leben wurde durch unfaire Verträge diktiert, die sie nicht als Individuen, sondern als untrennbare Einheit behandelten.
Die Industrie, die Manager und Produzenten sahen nicht Romina, sie sahen die Hälfte eines Produkts. Dies bedeutete einen unerbittlichen Zeitplan. Es gab keine Trennung mehr zwischen dem Privatleben auf ihrem Anwesen in Chelino San Marco und der öffentlichen Persona. Jeder Aspekt ihres Lebens wurde dem Bild untergeordnet.
Die Industrie und die Medien verlangten ständig nach der Bilderbuchfamilie. Die Geburt ihrer Kinder wurde nicht nur als privates Glück gefeiert, sondern als Marketinginstrument genutzt, dass die Marke Albano Romina Power weiterstärkte und ihre Authentizität untermauerte. Es gab kein normales Leben. Es gab keine Zeit für eigene Bildung, keine Zeit für getrennte Freundschaften, keine Zeit für Romina, sich als eigenständige Frau zu entwickeln.
Sie war gefangen in einem Zyklus, in dem ihr persönliches Glück zur öffentlichen Währung geworden war. Der Druck, dieses markellose Bild aufrecht zu erhalten, war unerbittlich. Was passiert, wenn das Traumpaar, das von Felicita sinkt, hinter der Bühne voller Erschöpfung und Meinungsverschiedenheiten ist? Die Antwort war einfach, die Show muss weitergehen.
Die Industrie, die von ihrem Glück profitierte, bot keinen Schutz vor diesem Druck. Im Gegenteil, sie befeuerte ihn. Jede Abweichung vom perfekten Bild war ein Risiko für das Millionengeschäft. Während Deutschland in den 80er Jahren das strahlende Lächeln sah, erlebte Romina die Realität einer kontrollierten Existenz.
Die Beziehung zu Albano war nicht nur eine Ehe, sie war ein Geschäftsmodell mit ihm als Geschäftsführer. Die Spannungen, die sich über die Jahre aufbauten, die Meinungsverschiedenheiten über Karriere und Erziehung blieben verborgen. Albanos Wort hatte Gewicht, Rominas Wünsche waren oft zweitrangig. Sie war die ideale Partnerin, die sanfte Muse an der Seite des kraftvollen Tenors.
Dieses Ungleichgewicht, dieser Mangel an Autonomie und die ständige öffentliche Beobachtung hühlten sie langsam aus. Der Keim für den späteren bitteren Rosenkrieg wurde in diesen Jahren des scheinbar perfekten Glücks gesäht, als ihr Schweigen der Preis für den Ruhm war. Das Licht der 80er Jahre erlosch abrupt am 6. Januar 1994.
An diesem Tag verschwand ihre älteste Tochter Elenia Caris im Alter von nur 23 Jahren spurlos in New Orleans, Louisiana. Die Stadt, bekannt für ihre Musik und ihre Mystik, wurde zum Schauplatz einer Tragödie, die das Leben der Familie für immer verändern sollte. Was als die Suche einer besorgten Familie begann, verwandelte sich schnell in einen globalen Mediensturm.
Die Tragödie der Familie Carisi wurde zum öffentlichen Schauspiel. Jedes Detail, jede Spekulation über Elenias Zustand wurde von der Presse ausgeschlachtet. Das Traumpaar, dessen Image auf perfektem Glück aufgebaut war, hielt dieser Belastung nicht stand. Die Öffentlichkeit sah nun fasziniert und entsetzt zu, wie die perfekte Fassade zerbrach.
Doch dies war kein zufälliges Verschwinden. Schnell kristallisierte sich eine Schlüsselfigur heraus, ein Mann, der zum Zentrum des Konflikts zwischen Romina und Albano werden sollte. Sein Name war Alexander Massakela, ein älterer charismatischer Straßenmusiker aus New Orleans. Elenia war vor ihrem Verschwinden völlig in seinen Bann gezogen.
Albano sah in Massakella den Teufel in Person. Er war überzeugt, dass dieser Mann seine Tochter in die Drogenszene der Stadt gezogen und ihr Gehirn gewaschen hatte. Albano erinnerte sich an einen Vorfall, bei dem Ilenia wegen Marihuana Besitzes verhaftet worden war und er gab Massakela die Schuld.
Für Albano war das Bild klar. Seine Tochter war drogenabhängig, verwirrt und ist wahrscheinlich im Mississippi ertrunken. Möglicherweise unter dem Einfluss von Massakeller oder den Drogen, die er ihr gab. Für Romina war die Situation unerträglicher. Sie weigerte sich dieses Urteil anzunehmen. Für sie war Massakella nicht nur ein schlechter Einfluss, er war der Schlüssel.
War er der letzte, der sie lebend sah, hatte er sie entführt? Wusste er, wo sie war? Diese fundamentale Spaltung im Umgang mit der Trauer war das Ende. Albano suchte nach einem Abschluss. Romina suchte nach Antworten und nach ihrer Tochter. Der Schmerz und die verzweifelte Ungewissheit wurden zu einem Keil, der die Ehe unwiderruflich spaltete.
Die Tragödie noch düsterer zu machen, erinnerte sich Albano später an eine schreckliche mystische Begegnung kurz vor Ilenias Verschwinden in New Orleans. Ein Mann, der bei einem Umzug den Tod verkörperte, Luuke im Personal Valamorte, habe auf ihn gezeigt und unheilvoll gerufen: “Ich kriege dich!” Ein dunkles Omen, das sich auf die schrecklichste Weise zu bewahrheiten schien.

5 Jahre lang kämpften sie mit den Geistern von New Orleans, bis 1999 die offizielle Scheidung kam. Es war das Ende des größten Traumpaares, das Deutschland je auf seinen Bühnen gesehen hatte. Für Romina war es nicht nur das Ende ihrer Ehe, es war der Beginn einer tiefen Isolation, gefangen in einer Hoffnung, die niemand mehr mit ihr teilen wollte.
Der Moment, in dem Romina Power ihr Schweigen bricht, ist kein einzelner lauter Ausbruch bei einer Pressekonferenz. Es ist ein stiller, aber unerbittlicher Prozess der Rückeroberung ihrer eigenen Erzählung, der sich über Jahre hinwegzieht. Nach der Scheidung 1999 zog sich Romina zurück, verließ Italien und lebte in den USA.
Sie entkam, dem Land und der Industrie, die sie definiert hatten. Doch das Schweigen über Ilenia war ohrenbetäubend. Während Albano in Italien blieb und versuchte ein neues Leben aufzubauen, kämpfte Romina allein mit ihrer unerschütterlichen Hoffnung. Ihr erster mutiger Schritt zurück ins Licht war kein Lied, sondern ein Hilferuf, der sich direkt an ihre treuesten Fans richtete.
Im Jahr 2011, 17 Jahre nach Ülenias Verschwinden, tat sie etwas Unvorstellbares. Sie trat im deutschen Fernsehen auf in der seriösen Kriminalsung Aktenzeichen X Müppelst ungelöst des ZDF. Dort saß sie nicht als Poppikone, sondern als gealterte Mutter, die Fotos ihrer Tochter zeigte und das deutsche Volk um Hinweise bat.
Es war ein schockierender Moment der Verletzlichkeit und eine öffentliche Kriegserklärung an das Vergessen. Sie signalisierte der Welt und vor allem Albano, dass sie niemals aufgeben würde. Und dann nur zwei Jahre später im Jahr 2013 geschah das unfassbare. Albano und Romina Power kündigten ihre Wiedervereinigung auf der Bühne an.
Zunächst für einen Konzert in Moskau. Die Welt war fassungslos. Warum? Warum sollte eine Frau, die noch immer verzweifelt nach ihrem Kind suchte, freiwillig mit dem Mann auf die Bühne zurückkehren, der den Glauben längst verloren hatte? War es das Geld? War es Nostalgie? Oder war es etwas viel komplexeres? Dies war Rominas wahrer Machtmoment.
Sie kehrte nicht als die untergeordnete Ehefrau zurück, die sie in den 80ern gewesen war. Sie kehrte als Romina Power zurück als gleichberechtigte Partnerin. Dieser Akt zwang Albano ihr in die Augen zu sehen und die Lieder ihres gemeinsamen Glücks zu singen, während die Tragödie, die er zu begraben versuchte, unausgesprochen zwischen ihnen stand.
Sie zwang ihn sich öffentlich an Ylenia zu erinnern, an die Bilderbuchfamilie, die er auflösen wollte. Der ultimative Verrat, der ihre Liste des Nichtvergebens zementierte, geschah erst danach. Im Jahr 2014, kurz nach dieser Wiedervereinigung, setzte Albano seinen Willen juristisch durch. Er beantragte beim Gericht in Brindisi die offizielle Todeserklärung für Ylenia Carisi. Das war der Dolchstoß.
Sie standen wieder gemeinsam auf der Bühne, ein Akt, der wie Versöhnung aussah. Doch hinter den Kulissen löschte er ihre Tochter juristisch aus. Ihre Entscheidung trotzdem weiter mit ihm auf Tour zu gehen, auch in Deutschland ist der komplexeste Teil ihrer Geschichte. Sie tut es nicht, obwohl sie ihm nicht vergibt.
Sie tut es, weil sie es als ihre Bühne nutzt. Sie steht dort als lebende Mahnung an ihn und die Welt, dass ihre Wahrheit, die Wahrheit der hoffenden Mutter nicht ausgelöscht werden kann. Die Geschichte von Romina Power ist nicht nur die Chronik eines gefallenen Popidols. Es ist eine universelle Parabel über den unvorstellbaren Preis des Ruhms und die Art und Weise, wie eine Industrie und ihr Publikum die Menschlichkeit hinter dem Produkt konsumieren.
Ihre Reise begann nicht erst mit Albano, sie begann im Schatten Hollywoods als Tochter einer Legende auf der Suche nach einer Stabilität, die der Ruhm ihr von Geburt an verwehrt hatte. Sie floh vor einem goldenen Käfig nur um in den Nächsten zu geraten. Was wäre geschehen, wenn die Industrie, die sie zum Traumpaarisierte, sie in ihrer dunkelsten Stunde als Menschen und nicht als Schlagzeile behandelt hätte? Sind wir als Publikum, das die perfekte Bilderbuchfamilie forderte, mitschuldig an dem Druck, der sie letztlich zerbrach. Ihre Geschichte steht stellvertretend für so viele, deren private Tragödien zu öffentlichem Eigentum wurden. Doch die tiefste Reflexion ihrer Geschichte liegt in der unglaublichen, fast unerträglichen Komplexität ihrer Wiedervereinigung. Wie kann eine Frau, die 2011 verzweifelt im deutschen Fernsehen bei Aktenzeichen XY nach ihrer Tochter sucht, auf einer Bühne stehen und Felicitar singen neben dem Mann, der
nur kurz darauf 2014 dieselbe Tochter juristisch für Tod erklären lässt. Die Antwort ist keine einfache. Es ist vielleicht der ultimative Akt der Selbstbehauptung. Es ist ihr Weg zu sagen, du kannst unsere Tochter vor dem Gesetz für Tod erklären, aber ich werde dich zwingen, auf dieser Bühne zu stehen vor Millionen von Menschen und so zu tun, als wäre das Glück, dass sie uns gab, noch immer real.
Es ist ein psychologisches Duell, das unter der Oberfläche jedes gemeinsamen Konzerts schwält. Romina Powers Weigerung zu vergeben ist mehr als nur Starsinn. Es ist der verzweifelte Kampf einer Mutter, um das Recht, ihre eigene Trauer zu definieren und die Hoffnung, gegen jede Wahrscheinlichkeit zu verteidigen.
Ihre Geschichte zwingt uns hinzusehen, was passiert, wenn die Lichter der Bühne ausgehen. Sind wir bereit zuzuhören, auch wenn die Wahrheit unbequem ist und nicht mehr dem süßen Klang von Felicita entspricht. Heute hören wir zu, um die Widerstandsfähigkeit zu verstehen, die nötig ist, um die eigene Stimme in einem Sturm aus Erwartungen und Urteilen zu behalten.
Wie Romina Power vielleicht sagen würde, sie nahmen mir meinen Vater, sie nahmen mir meine Autonomie und sie versuchten mir die Erinnerung an meine Tochter zu nehmen, aber sie können mir nicht meine Hoffnung nehmen. Meine Stimme auf dieser Bühne ist meine Hoffnung.
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