[musik]   Lassen Sie uns für einen Moment die   Augen schließen und zurückreisen. Zurück   in eine Zeit, in der die Welt langsam   wieder Farbe bekam. Die 50er und 60er   Jahre. In den deutschen Wohnzimmern   flimmerte der Fernseher und da war sie.   Doris Day mit ihrem blonden Haar, das   wie gesponnenes Gold leuchtete und einem   Lächeln, das so strahlend war, dass es   fast unwirklich schien.

 

 Sie war mehr als   nur ein Hollywood Star. Für eine   Generation, die den Krieg und die   Entbehrungen noch in den Knochen spürte,   war sie der Inbegriff der heilen Welt.   Sie war die Sauberfrau, die perfekte,   Verlobte, die lustige Nachbarin. Wenn   sie sang, dann schwang in ihrer Stimme   ein Versprechen mit. das Versprechen,   dass das Leben gut ist, dass die Liebe   immer siegt und dass egal was passiert,   die Zukunft uns gehören wird. Kera Sera.

 

  Aber was, wenn ich Ihnen sage, dass   dieses Bild eine der größten Illusionen   der Unterhaltungsgeschichte war? Was,   wenn die Frau, die uns lehrte   optimistisch zu sein, selbst am Rande   des Abgrunds stand, während die Kameras   liefen? Es gibt eine alte Weisheit im   Showbsiness. Je heller das   Scheinwerferlicht, desto dunkler sind   die Schatten, die es wirft.

 

 Und niemand,   absolut niemand, lebte in einem   dunkleren Schatten als Doris Day.   Willkommen zurück auf der verborgenen   Bühne. Heute widmen wir uns einem   Schicksal, das so unglaublich klingt,   dass man es für ein Drehbuch halten   könnte, wäre es nicht die bittere   Realität. Wir sprechen heute über das   späte Geständnis einer Legende.

 

  Kurz bevor Doris Day ihre Augen für   immer schloss, tat sie etwas   Unerwartetes. Sie brach ihr eisernes   Schweigen. Jahrzehntelang hatte sie die   Rolle der diskreten Dame gespielt. Doch   am Ende ihres Lebens wollte sie die   Wahrheit nicht mit ins Grab nehmen. Sie   hinterließ uns eine Art schwarze Liste.   Drei Namen, drei Männer, drei Verräter.

 

  Es waren keine Fremden, es waren die   Männer, die ihr am Nächsten standen.   Einer schwor ihr Liebe am Altar, der   andere verwaltete ihr Leben und der   Dritte sollte ihr Recht beschützen. Doch   stattdessen nahmen sie ihr alles, ihre   Jugend, ihre Sicherheit und ihr   Vertrauen in die Menschheit.   Warum entschied sich eine Frau, die von   Millionen verehrt wurde, ihre letzten   Jahre isoliert hinter hohen Mauern zu   verbringen? Nur in Gesellschaft von   Vierbeinern war es die Exzentrik eines   Stars. Nein, es war die bewusste   Entscheidung einer Frau, die gelernt   hatte, dass das wedelnde Schwanzwedeln   eines Hundes ehrlicher ist als jeder   Händedruck in Hollywood. Bevor wir   enthüllen, wie diese drei Männer ihr   Leben systematisch zerstörten, müssen   wir verstehen, woher Doris Day kam. Denn   ihr erster großer Schmerz begann nicht   in Hollywood, sondern auf einer   regnassen Straße, als einziger Knall   ihren Lebenstraum zerschmetterte.   Nur die wenigsten wissen heute noch,   dass Doris Day eigentlich niemals

 

  Sängerin werden wollte. Ihr Herz schlug   für den Tanz. Als junges Mädchen damals   noch bekannt als Doris Kappelhoff   träumte sie davon, über das Pakett zu   schweben, gefeiert als Prima Ballerina.   Sie trainierte hart, sie opferte ihre   Jugend für diesen Traum. Doch das   Schicksal ist ein grausamer   Drehbuchautor.

 

  Im Jahr 1937 saß sie in einem Auto   voller Hoffnung auf die Zukunft. Ein   Augenblick, ein Aufprall und alles war   vorbei. Ihr rechtes Bein war mehrfach   gebrochen. Die Ärzte sagten ihr, sie   würde vielleicht nie wieder richtig   laufen, geschweige denn tanzen können.   Stellen Sie sich die Verzweiflung eines   Teenagers vor, dessen einziger   Lebensinhalt plötzlich pulverisiert   wird.

 

 Über ein Jahr lang lag sie im   Bett, gefesselt an Schmerzen und   Langeweile. Doch genau in dieser   Dunkelheit, in der Stille ihres   Krankenzimmers begann sie das Radio als   ihren einzigen Freund zu betrachten. Sie   hörte die Stimme von Ella Fitzgerald.   Sie begann leise mitzusummen. Zuerst nur   für sich, dann immer mutiger. Sie   entdeckte, dass sie eine Gabe besaß,   eine Stimme, die direkt ins Herz traf.

 

  Sie dachte, der Unfall wäre die größte   Tragödie ihres Lebens gewesen, wie   falsch sie doch lag. Denn kaum war sie   genesen, trat der erste Mann in ihr   Leben, der auf ihrer Liste der   Unverzeihen landen sollte. Al Jordan,   ein Posaunist, ein Mann mit Charisma,   aber mit Augen, in denen ein dunkles   Feuer loderte.

 

 Doris war 17, unerfahren   und hungerte nach Liebe. Sie sah in ihm   den starken Beschützer. Sie heiratete   ihn in der Hoffnung auf ein Märchen.   Doch die Ehe wurde zum Horrorfilm.   Aljordanorden war nicht einfach nur   streng. Für Doris war er kein strenger,   sondern ein von krankhafter Eifersucht   getriebener Mann.

 

 Sein Verhalten wirkte   auf sie später geradezu psychopathisch.   Schon zwei Tage nach der Hochzeit zeigte   er sein wahres Gesicht. Er schlug sie,   wenn sie einen anderen Mann auch nur   ansah. Er kontrollierte jeden ihrer   Schritte. Doris war gefangen in einem   Netz aus Angst und Gewalt. Doch der   absolute Tiefpunkt, der Moment, der sich   für immer in ihr Gedächtnis brannte,   geschah, als sie das größte Glück einer   Frau erleben sollte. Sie war schwanger.

 

  Sie trug ihren Sohn Terry unter dem   Herzen, ein Kind, dass sie über alles   liebte, noch bevor es geboren war. Doch   L. Jordan freute sich nicht. In seinem   wahrnhaften Kopf war er überzeugt, das   Kind sei nicht von ihm. Eines Abends, in   einem Anfall von blindem Hass zog er   eine Waffe.

 

 Er richtete den kalten Lauf   der Pistole direkt auf ihren gewölbten   Babybauch. Er schrie sie an. Er drohte   abzudrücken. Er drohte das Leben in ihr   zu löschen.   Doris Day, die später die Welt mit ihrer   Fröhlichkeit anstecken sollte, zitterte   in diesem Moment um ihr Leben und das   ihres ungeborenen Sohnes. Irgendwie   durch ein Wunder oder durch pure   Willenskraft überlebte sie diese Nacht.

 

  Sie brachte den Mut auf, ihn zu   verlassen. Sie floh, um ihren Sohn zu   retten. Sie dachte, sie hätte den Teufel   hinter sich gelassen. Sie ahnte nicht,   dass der Teufel viele Gesichter hat. Und   das nächste Gesicht, das er tragen   sollte, war das eines charmanten   Managers in Hollywood.   Nach dem Albtraum ihrer ersten Ehe   schwor sich Doris Day vorsichtiger zu   sein. Sie wollte Sicherheit.

 

 Sie wollte   einen Mann, der sie auf Händen trägt und   nicht mit Fäusten schlägt. Und dann traf   sie Martin Melcher, Marti, wie alle ihn   nannten. Er war charmant, er war   eloquent und er gab ihr genau das, was   sie suchte. Eine starke Schulter zum   Anlehnen. Er wurde ihr Ehemann. Er   adoptierte ihren Sohn Terry und er   übernahm als Manager die volle Kontrolle   über ihre Karriere.

 

 Für die Außenwelt   waren sie das perfekte Paar, das   amerikanische Traumpaar, schlecht hin.   In den 50er und 60er Jahren erreichte   Doris Day den Olymp. Sie war der größte   Kassenmagnet der Welt. Filme wie   Bettgeflüster mit Rock Hzen machten sie   unsterblich. Sie verdiente Millionen.   Das Geld floss in Strömen und Marti   Marti kümmerte sich um alles.

 

 Er sagte   ihr immer wieder: “Liebling, du bist die   Künstlerin. Ich bin der Geschäftsmann.   Zerbricht dir nicht deinen schönen Kopf   über Zahlen. Vertrau mir einfach.” Und   das tat sie. Sie vertraute ihm   bedingungslos. Sie unterschrieb jedes   Papier, dass er ihr vorlegte, oft ohne   es auch nur zu lesen.

 

 Warum sollte sie   auch zweifeln? Er war ihr Ehemann. Er   war der Vater ihres Kindes.   17 Jahre lang lebte sie in diesem   Glauben. 17 Jahre, in denen sie   arbeitete wie ein Pferd, Film um Film   drehte, Plattenaufnahmen, Interviews   gab. Sie dachte, sie baue ein Vermögen   für ihren Lebensabend auf. Doch im Jahr   1968   platzte die Seifenblase mit einem   ohrenbetäubenden Knall.

 

 Martin Melcher   starb plötzlich an einem Herzleiden.   Doris war am Boden zerstört. Sie   trauerte um den Mann, den sie liebte.   Doch noch während ihre Tränen   trockneten, entdeckte sie eine Wahrheit,   die schlimmer war als der Tod.   Als sie den Tresor öffnete, fand sie   nichts. Absolute Lehre. Ihr gesamtes   Vermögen, geschätzte 20 Millionen   Dollar, was heute einer dreistelligen   Millionensumme entsprechen würde, war   spurlos verschwunden.

 

 Aber es war noch   schlimmer. Sie war nicht nur pleite, sie   war hochverschuldet, sie schuldete dem   Finanzamt eine halbe Million Dollar an   Steuern. Wie war das möglich?   Hier betritt der dritte Name auf ihrer   schwarzen Liste die Bühne, Jerome   Rosental. Er war nicht nur der Anwalt   der Familie, er war der Teufel im Anzug.

 

  Zusammen mit Martin Melcher hatte er   Doris Days Geld systematisch veruntreut.   Sie hatten in Geisterhotels investiert,   in Ölquellen, die es nicht gab und in   dubiose Geschäfte, die nur dazu dienten,   ihre eigenen Taschen zu füllen. Rosental   hatte sie ausgenommen wie eine   Weihnachtsganz und ihr eigener Ehemann   hatte ihm die Tür aufgehalten.

 

  Doch die Demütigung war noch nicht   vorbei. Inmitten dieses finanziellen   Ruins, während sie noch den Schock   verarbeitete, erfuhr Doris von einem   letzten bitteren Verrat ihres toten   Mannes. Er hatte sie verkauft. Ohne ihr   Wissen hatte Mart kurz vor seinem Tod   einen Vertrag für eine Fernsehserie   unterschrieben. Die Doris Day Show.

 

  Doris hasste das Fernsehen. Sie wollte   keine Serie machen, aber sie hatte keine   Wahl. Der Vertrag war bindend und der   Vorschuss war längst ausgegeben.   Stellen Sie sich diese Ironie vor. Die   Frau, die gerade herausgefunden hatte,   dass ihr ganzes Leben eine Lüge war,   musste vor die Kameras treten und 5   Jahre lang die glückliche, unbeschwerte   Mutter spielen.

 

 Sie musste lächeln, um   die Schulden abzuarbeiten, die ihr toter   Mann ihr hinterlassen hatte. Jeden Tag   ging sie ans Set, innerlich tot,   äußerlich strahlend. Sie war keine   Künstlerin mehr. Sie war eine Sklavin   ihres eigenen Ruhms geworden. Ein   Produkt, das gemolken wurde, bis nichts   mehr übrig war. In diesen dunklen   Stunden am Set der Doris Day Show starb   die naive Doris Kappelhof endgültig und   aus ihrer Asche erhob sich eine Frau,   die bereit war zurückzuschlagen.

 

  Doris Day stand vor den Trümmern ihrer   Existenz, doch in genau diesen Trümmern   fand sie etwas wieder, dass sie fast   vergessen hatte, ihren Kampfgeist. Sie   war nicht mehr das verängstigte Mädchen,   das sich vor Al Jordan versteckte. Und   sie war auch nicht mehr die gehorsame   Ehefrau, die Blindlingsverträge   unterschrieb.

 

 Sie war eine Frau, die   nichts mehr zu verlieren hatte und das   machte sie gefährlich. Sie traf eine   Entscheidung, die Hollywood   erschütterte. Sie verklagte Jerome   Rosental.   Es war ein Kampf David gegen Goliat.   Rosental war ein gewiefter Anwalt,   vernetzt und skrupellos, der das   Justizsystem wie seine Westentasche   kannte.

 

 Er versuchte alles, um den   Prozess in die Länge zu ziehen, um Doris   mürbe zu machen, um sie finanziell   endgültig auszubluten. Aber Doris wich   keinen Zentimeter zurück. Tag für Tag,   Jahr für Jahr saß sie im Gerichtssal,   hörte sich die Details an, wie sie   betrogen worden war und blickte dem Mann   ins Auge, der ihr Leben ruiniert hatte.

 

  Nach einem zermürbenden Rechtsstreit,   der sich über Jahre hinzog, fiel endlich   das Urteil und es war vernichtend für   Rosental. Der Richter sprach Doris Day   Schadensersatz in Höhe von über 22   Millionen Dollar zu. Das war einer der   höchsten Beträge, die bis dahin in einem   Zivilprozess in Kalifornien zugesprochen   wurden.

 

 Der Richter nannte Rosentals   Verhalten einen Fall von beispielloser G   Untreue. Zwar sollte Doris den Großteil   dieses Geldes nie wirklich sehen, da   Rosental es längst beiseite geschafft   hatte oder Bankrott anmeldete. Aber der   moralische Sieg war unbezahlbar. Sie   hatte der Welt bewiesen, dass sie im   Recht war.   Doch Doris wusste, dass ein Urteil im   Gerichtssaal nicht ausreichte, um ihre   Seele zu heilen.

 

 Sie musste noch einen   weiteren Kampf gewinnen, den Kampf um   ihre eigene Geschichte. Jahrzehntelang   hatten die Medien und die Studios ein   Bild von ihr gezeichnet, das so glatt   und sauber war, dass es sie erstickte.   die ewige Jungfrau, die Frau ohne   Sorgen. Doris hasste dieses Image. Sie   nannte es einmal das Albatros um ihren   Hals.

 

  Also tat sie etwas, das für einen Star   ihres Kalibers damals undenkbar war. Sie   schrieb eine Autobiografie mit dem Titel   “er O Story,” Ihre eigene Geschichte und   dieses Buch war ein Erdbeben. Sie riss   die pastellfarbenen Vorhänge beiseite   und ließ das Publikum in die dunklen   Abgründe blicken.

 

 Sie schrieb über den   Alkohol, die Einsamkeit und die Gewalt.   Vor allem aber nutzte sie dieses Buch,   um ihre schwarze Liste öffentlich zu   machen. Sie nannte die Namen derer,   denen sie nie verzeihen würde, laut und   deutlich. Sie klagte Al Jordan an, der   ihr fast das Leben nahm. Sie klagte   Martin Melcher an, der sie wie eine   Melku behandelte.

 

 Und sie klagte Jerome   Rosental an, der sie best.l. Es war ein   Akt der ultimativen Befreiung. Sie sagte   der Welt: “Seht her, das bin ich. Ich   bin nicht das Mädchen von nebenan. Ich   bin eine Überlebende. Ich bin gefallen,   ich wurde getreten, aber ich bin wieder   aufgestanden.   Mit diesem Buch zerstörte sie bewusst   ihr Image, um sich selbst zu retten.

 

 Sie   wollte nicht mehr geliebt werden für   eine Lüge. Sie wollte respektiert werden   für die Wahrheit. Und nachdem sie diese   Wahrheit ausgesprochen hatte, war sie   bereit für den letzten Akt ihres Lebens.   Einen Akt, den viele als Flucht   missverstanden, der aber in Wahrheit   ihre größte Unabhängigkeitserklärung   war.

 

  Nachdem die Wahrheit ausgesprochen und   die Schlachten geschlagen waren, tat   Doris Day etwas, das vielleicht ihre   mutigste Handlung war. Sie packte ihre   Koffer und verließ Los Angeles. Sie   verließ die Stadt der Engel, die für sie   zur Stadt der Dämonen geworden war. Sie   zog sich in das malerische   Küstenstädtchen Karmel zurück, weit weg   von den roten Teppichen, den   Blitzlichtgewittern und den falschen   Umarmungen der Filmindustrie.

 

  Viele Kritiker nannten sie damals eine   Einsiedlerin. Sie spekulierten, Doris   Day sei verrückt geworden oder   verbittert. Doch sie verstanden nicht,   was sie tat. Sie flüchtete nicht vor dem   Leben, sie flüchtete vor der Lüge. In   Carmel fand sie endlich das, was ihr   kein Oscar und kein Nummer 1 Hit jemals   geben konnte. bedingungslosen Frieden.

 

  Sie widmete den Rest ihres langen Lebens   den einzigen Wesen auf diesem Planeten,   die das Wort Verrat nicht kennen, den   Tieren. Sie gründete Stiftungen, rettete   Hunde und Katzen und pflegte sie gesund.   Es gibt ein Zitat, das ihr oft   zugeschrieben wird und dass ihre   Philosophie perfekt zusammenfasst.

 Je   mehr ich über Menschen lerne, desto mehr   liebe ich meinen Hund. Das war für sie   kein Scherz. Es war die bittere Bilanz   eines Lebens, in dem die Menschen, die   sie am meisten liebte, ihr am meisten   weh getan hatten. Ein Hund hat sie nie   wegen ihres Geldes geliebt. Ein Hund hat   sie nie betrogen.

 

 Ein Hund hat nie eine   Waffe auf sie gerichtet.   Selbst als Hollywood versuchte sie   zurückzuholen, blieb sie standhaft. Sie   lehnte Ehrenpreise ab, wenn diese   bedeuteten, dass sie wieder in die Arena   des Showbsiness treten musste. Sie   wollte nicht mehr Teil dieser   Maschinerie sein. Sie wollte einfach nur   Doris sein, Kara, wie ihre Freunde sie   nannten.

 

 Eine Frau, die im Garten   arbeitet und ihre Hunde füttert.   Doris Day verließ diese Welt im Jahr   2019 im gesegneten Alter von 97 Jahren   und bis zu ihrem letzten Atemzug blieb   sie sich treu. Es gab keine tränenreiche   Versöhnung am Sterbebett. Sie heuchelte   keine Vergebung für die Männer, die ihr   Leben zerstört hatten.

 

 Die Namen Al   Jordan, Martin Melcher und Jerome   Rosentel blieben auf ihrer inneren   schwarzen Liste. Sie nahm ihren Zorn   nicht mit ins Grab, aber sie ließ ihre   Gerechtigkeit auch nicht zurück. Sie   zeigte uns, dass Vergebung keine Pflicht   ist, besonders dann nicht, wenn die Reue   der Täter fehlt.   Was bleibt also von Doris Day? Wenn Sie   das nächste Maler Ser hören, denken Sie   nicht nur an die strahlende Blondine im   Technikoler Film.

 

 Denken Sie an die   Frau, die durch die Hölle ging und   trotzdem aufrecht stehen blieb. Denken   Sie an die Überlebende, die sich   weigerte, ein Opfer zu bleiben. Ihre   größte Rolle war nicht die in einem   Film. Ihre größte Rolle war ihr eigenes   Leben. Sie hat uns gelehrt, dass man   alles verlieren kann, das Geld, den   Ruhm, die Illusionen und dass man   trotzdem gewinnen kann, solange man sich   selbst nicht verliert.

 

  Doris Day hat ihren Frieden gefunden,   nicht im Applaus der Massen, sondern in   der Stille und der Treue. Und vielleicht   ist das das einzige Happy End, das im   wahren Leben wirklich zählt.   Vielen Dank, dass Sie uns heute auf   dieser emotionalen Reise begleitet   haben. Geschichten wie die von Doris Day   erinnern uns daran, dass hinter jeder   glänzenden Fassade ein Mensch mit echten   Wunden steckt.

 

 Wenn Sie mehr solcher   wahren tiefgründigen Geschichten hören   möchten, dann laden wir Sie herzlich   ein, Teil unserer Gemeinschaft zu   werden. Abonnieren Sie die verborgene   Bühne, aktivieren Sie die Glocke und   schreiben Sie uns gerne in die   Kommentare, welche Legende wir als   nächstes beleuchten sollen. Bis zum   nächsten Mal, wenn wir wieder den   Vorhang lüften.