Also für mich waren Echooverleihung immer was ganz ganz unangenehmes, weil man sich als Schlager äh interpret immer so ein bisschen blöd dabei vorkam. Es gibt Momente im Leben, in denen das Schweigen lauter spricht als 1000 Worte. Für Andrea Berg, Deutschlands erfolgreichste Schlagersängerin, war ein solcher Moment längst überfällig.
Jahrzehntelang fühlte sie Stadien, verkaufte über 16 Millionen Tonträger und baute ein Imperium auf, das weit über die Musik hinausgeht. Doch hinter den glitzernden Bühnen und den ausverkauften Turneen verbirgt sich eine Geschichte, die so komplex ist wie das Leben selbst. Eine Geschichte von Triumph und Tragödie, von bedingungsloser Hingabe und schmerzhaften Entscheidungen, was niemand erwartet hätte.
Mit 59 Jahren offenbart sich endlich, was sich hinter den Kulissen wirklich abspielte. Und die Wahrheit ist weitaus überraschender und kontroverser, als ihre Fans je ahnen konnten. Andrea Berg war nie als Superstar vorgesehen. Geboren 1966 in Krefeld stand nicht in der Wiege einer Musikerfamilie. Keine frühe Förderung, keine Eltern mit Branchenverbindungen.
Stattdessen der Alltag einer Krankenschwester. Sie arbeitete in der Onkologie und Intensivpflege, Bereiche, in denen Leben und Tod täglich aufeinander treffen. Hier zwischen sterbenden Patienten und der brutalen Realität schwerer Krankheiten formte sich etwas in ihr. Eine tiefe Empathie, ein Verständnis für menschliches Leid, das später ihre Musik prägen sollte.
Doch zunächst schien die Bühne unerreichbar. Anfang der 1990er Jahre wagte sie den Sprung. Ihr Debütalbum Du bist frei blieb weitgehend unbeachtet. Die Musikindustrie ist gnadenlos und für jemanden wie Andrea, der nicht dem typischen Popstar Bild entsprach, schien der Traum bereits vorbei, bevor er richtig begonnen hatte. Doch dann kam 1995.
Das Album Gefühle und der Hit, die Gefühle haben Schweigepflicht änderten alles. Plötzlich war da eine Stimme, die Millionen berührte. Nicht, weil sie perfekt war, sondern weil sie echt war. Andrea sang nicht über abstrakte Ideale, sondern über das Leben selbst, wie es die Menschen kannten.
Voller Höhen und Tiefen, voller Sehnsucht und Schmerz. Bis heute hat sie weltweit über 16 Millionen Tonträger verkauft. Ihr Best of Album hielt sich unglaubliche 346 Wochen in den deutschen Charts und erhielt 15 Goldauszeichnungen. Geschätzte Einnahmen allein aus diesem Album rund 2 Millionen Euro. Ihre Zusammenarbeit mit Produzent Dieter Bohlen, insbesondere bei allem wie Schwerelos und Atlantis katapultierte ihre Karriere auf ein neues kommerzielles Niveau.
Jedes Album seit machtlos erreichte Platz 1 in Deutschland oder Österreich. Doch wer Andrea Berg wirklich verstehen will, muss tiefer graben, denn der kommerzielle Erfolg ist nur die Oberfläche einer viel komplexeren Geschichte. Während andere Prominente in die Anonymität von Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München flüchten, entschied sich Andrea für das Gegenteil.
Kleinersbach, ein Dorf in Baden-Würtemberg mit gerade einmal 2000 Einwohnern. Ein Ort, den die meisten auf der Landkarte nicht finden würden. Doch genau hier baute sie etwas auf, das weit über ihre Musik hinausgeht. Im Zentrum steht das Hotel Sonnenhof. Ursprünglich ein bescheidener Familiengeführter Gasthof mit lokaler Kundschaft.
Was Andrea und ihr Ehemann Ulrich Ulliferber, ein erfahrener Hotellier und ehemaliger Sportmanager daraus machten, ist nicht weniger als ein wirtschaftliches Wunder. Heute verzeichnet das Hotel jährlich über 100.000 Übernachtungen und ist zum zentralen wirtschaftlichen Motor der gesamten Region geworden.
Laut regionalen Tourismusverbänden generiert allein dieser Betrieb geschätzte 12 Millionen Euro pro Jahr für das Umland durch direkte und indirekte Ausgaben. 12 Millionen Euro für ein verschlafenes Dorf, das zuvor kaum jemand kannte. Zusammen erweiterten Andrea und Uli das Anwesen um mehrere Unterkunftskategorien, drei Restaurants, großzügige Wellnessbereiche, einen Weinberg und diverse Veranstaltungsflächen.
Die Zimmerpreise beginnen bei etwa 82 € pro Nacht für Einzelzimmer und reichen bis zu 242 € für luxuriöse Turmsuiteten. Diese Premium Suiten bieten private Saunen, Balkone mit Panoramablick auf die schwäbischen Weinberge und bis zu 100 Quadr Wohnfläche. Doch die wohlambitionierteste Erweiterung ist es Dörfle, ein Boutiquechalet, das zwischen 2012 und 2015 entstand. Auf rund 20.
000 m² verteilen sich 15 individuell gestaltete Schale und zwei Apartments. Und hier wird es wirklich bemerkenswert. Andrea beschränkte sich nicht darauf, Baupläne abzunicken. Sie nähte über 500 Vorhänge von Hand. Sie strickte abends vor dem Fernseher dutzende Lampenschirme selbst.
Jedes Chalet bietet ein eigenes Design und Erlebnis. Manche verfügen über romantische Badewannen aus Weinfässern, andere über private Kamine, Außensaunen oder sogar beheizte Naturpuls. Das ist nicht das Werk einer distanzierten Geschäftsfrau, die Mitarbeiter anweist. Das ist die Handschrift einer Frau, die jeden Zentimeter ihres Imperiums mit eigenen Händen geformt hat.
Die Preise beginnen bei etwa 150 € pro Person. erstaunlich moderat für Unterkünfte, die mit exklusiven Alpen Resorts konkurrieren können. Diese Strategie ermöglichte es ihr, eine breite Kundschaft aufzubauen, ohne ihre Identität als Künstlerin des Volkes zu verlieren. Doch was macht Andrea wirklich besonders? Sie ist präsent.
Wenn sie nicht auf Tour ist, verbringt sie tatsächlich Zeit im Sonnenhof. Sie begrüßt langjährige Gäste, hilft beim Blumenschmuck oder spaziert mit den Alpakas über das Gelände. Teil eines Tierbestands von 78 Tieren, darunter Ponys, Ziegen, Schweine, Katzen, Hunde, Enten und sogar Schildkröten. Der Sonnenhof ist kein Nebenprojekt.
Er ist eine lebendige Verlängerung ihrer Musik und ihrer Werte. Ein Ort an dem Wärme, Vertrautheit und ein tiefes Gefühl von Zugehörigkeit nicht nur verkauft, sondern tatsächlich gelebt werden. Im Jahr 2025 hob Andrea Berg das Touren auf ein völlig neues Niveau. Keine ständigen Hotelheckins mehr, keine chaotischen Nächte in fremden Betten.
Stattdessen investierte sie in einen vollständig maßgeschneiderten Luxusreisebus. Mit 14 m Länge und 26 Tonnen Gewicht ist dieser Nightliner eher eine fallende Villa als ein gewöhnlicher Turbus. Er verfügt über eine voll ausgestattete Küche, klimatisierte Schlafzimmer, private Duschen, riesige Fernseher, Surround Sound und sogar einen Weinühlschrank.
“Est wie ein Kreuzfahrtschiff nur ohne Wasser.” Scherzte Andrea in einem Interview mit der Bild. Mit an Bord sind ihr Ehemann Ulli und ihr langjähriger Freund und kreativer Partner DJ Bobo, mit dem sie das Tourerlebnis 2025 gemeinsam entwickelte. Keine nächtlichen Checkins um 3 Uhr morgens mehr, keine Toilettenstops am Straßenrand.
Das ist maximale Lebensqualität, sagte sie. Und ganz typisch für Andrea, der Luxus dient nicht dem Protzen, sondern dem Komfort, der Funktionalität und der Familie. Im Jahr 2025 wird Andreas Vermögen auf rund 30 Millionen Euro geschätzt und platziert sie damit knapp hinter Roland Kaiser in der deutschen Schlagerelite.
Doch die wahre Stärke ihres Reichtums liegt nicht allein in der Zahl, sondern darin, wie er aufgebaut wurde. Während viele Künstler fast ausschließlich von Musikverkäufen oder Tourneen leben, hat Andrea ein vielfältiges Ökosystem geschaffen. Ihre Millionen stammen nicht nur aus über 16 Millionen verkauften Tonträgern oder zahllosen ausverkauften Touren, sondern auch aus einem florierenden Hotel und einer sorgfältig aufgebauten Marke.
Von Kochbüchern über Wein bis hin zu Lizenzgeschäften und exklusiven Auftritten. Jeder Bereich ihrer Karriere stärkt den nächsten. Es gibt keine Privatjets oder vergoldeten Autos. Ihr Ansatz ist anders. Bodenständig, durchdacht und persönlich. Sie investiert ihren Erfolg in Erlebnisse, die Verbindung schaffen für ihre Fans, ihre Gäste und die Gemeinschaft, die sie die sie um sich herum aufgebaut hat.
Andrea Berg lebt weder in einem Marmorpalast noch hinter verschlossenen Toren einer prominenten Siedlung. Ihr Hauptwohnsitz befindet sich direkt auf dem Gelände des Hotelkomplexes Sonnenhof in Kleinerspach, wo sie mit 12 Familienmitgliedern aus vier Generationen in einem großzügigen, aber unprätentiösen Familienhaus zusammenlebt.
Das ist keine symbolische Geste oder medienwirksame Anekdote, sondern eine dauerhafte, vollständig integrierte Lebensform, die sowohl ihre persönlichen Werte als auch ihre öffentliche Identität prägt. Ihr Haus gleicht einem modernisierten Bauernhaus und ist auf Komfort und Tradition ausgelegt, nicht auf Brunk. Zum Haushalt gehören Andrea, ihr Ehemann Ulrich Ferber, ihre Tochter Lena Marie sowie ihre betagte Mutter Helga, die sich nach einer schweren Erkrankung im Jahr erholte und heute in einer oberen Wohneinheit des Haupthauses lebt. Auf demselben Grundstück wohnen außerdem Mitglieder von Ulis Familie und enge Verwandte, die den Hotel und Landwirtschaftsbetrieb unterstützen. Die Gemeinschaft funktioniert eher wie eine große Lebensgemeinschaft als wie ein typischer Prominenten Haushalt mit gemeinsamen Mahlzeiten, geteilten Aufgaben und einem Alltag, der vom miteinander der Generationen geprägt ist. In einem Interview mit der neuen Post im Jahr 2023 sprach Andrea Stolz über dieses ungewöhnliche Modell: “Wir
sind immer z Menschen aus vier Generationen, die zusammenleben. Das ist nicht stressig, das ist ein Geschenk. Jeder Tag ist wie Muttertag.” Sie betonte, wie wichtig es für sie sei, ihre Mutter jeden Morgen sehen zu können, ihr frische Blumen zu bringen und Kontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu bewahren.
In einer Welt, die oft zu schnell vergisst. Es gibt gemeinsame Gartenflächen, Tiergehege direkt neben dem Haus und einen unmittelbaren Zugang zu Hotel und Wellnessbereichen, wodurch die Grenze zwischen Privatleben und Öffentlichkeit ständig neu ausgehandelt wird. Lena Marie inzwischen Anfang 20 hilft in verschiedenen Bereichen des Familienunternehmens mit und ist häufig im Austausch mit Gästen oder bei lokalen Initiativen zu sehen.
Andrea selbst kauft ganz selbstverständlich beim Metzger oder im Supermarkt um die Ecke ein, plaudert mit den Dorfbewohnern und ist vollständig im Alltag des Dorfes verankert. Diese tief verwurzelte Familiendynamik prägt nicht nur ihren Lebensstil, sondern auch die emotionale Authentizität ihrer Musik.
Wenn sie über Herzschmerz oder Stärke sinkt, geschieht das aus eigener Erfahrung, der Pflege ihrer kranken Mutter, der Erziehung ihrer Tochter als alleinerziehende Mutter, bevor sie eine dauerhafte Partnerschaft fand und im Umgang mit Rum, während sie ihre Privatsphäre und ihre Familie schützt. Diese gelebte Ehrlichkeit erklärt die tiefe emotionale Bindung zwischen Andrea und ihren Fans.
Sie hören ihre Lieder nicht nur, sie glauben ihr. Doch nicht alle Kapitel in Andreas Karriere waren von Auszeichnungen und stehenden Oen geprägt. Einer der schmerzhaftesten und umstrittensten Vorfälle ereignete sich 2014 bei einem Open Air Konzert, als ein pyrotechnischer Effekt fehlzündete. Ein 64-jähriger Fan namens Brian Hicks, ein britischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Düsseldorf, wurde von einem glühenden Ascheteil am Auge getroffen.
Die Verletzung, die laut Berichten langfristige Beschwerden verursachte, warf sofort Fragen zur Sicherheit bei Andreas Live Shows auf. Brian Hicks war kein gewöhnlicher Fan. Er liebte deutschen Schlager, insbesondere Andrea Berg. Er reiste extra aus dem Rheinland nach Kleinersbach, um sie beim traditionellen Heimspielkonzert zu erleben.
Als Mitternacht das Feuerwerk den Himmel erleuchtete, schaute er nach oben, um das Spektakel zu bewundern. Plötzlich spürte er einen scharfen, heißen Gegenstand in seinem linken Auge. Erst versuchte er ihn herauszureiben, doch dann ging er zu einer Krankenschwester des Roten Kreuzes, die ihm das Auge auswusch und beiläufig erwähnte, dass am Vorabend ein ähnlicher Vorfall passiert sei.
X war daraufhin eine Woche lang krank geschrieben. Er erlt Verbrennungen am Auge. Zum Glück keine bleibenden Schäden, aber Schmerzen und vorübergehende Einschränkungen. Zunächst sprach das Amtsgericht Bnang Hicks 2000 € Schmerzensgeld zu. Ein Betrag, den viele Beobachter bereits als gering empfanden, angesichts der Verletzung und der Tatsache, dass ein zahlender Kunde bei einer professionellen Veranstaltung zu Schaden gekommen war.
Doch der Fall nahm eine überraschende Wendung, als die Andrea Berg TE and Promotion GmbH verantwortlich für die Organisation ihrer Konzerte Berufung einlegte. Die Begründung, es sei nicht eindeutig festgestellt worden, dass die Verletzung tatsächlich vom Feuerwerk herrührre. In zweiter Instanz vor dem Landgericht Stuttgart wurde die Summe auf 1127,50 Cent reduziert, weniger als der Preis für ein VIP Wochenende im Sonnenhof.
Noch schlimmer, der verletzte Fan wurde dazu verpflichtet, seine eigenen Anwaltskosten sowie die Hälfte der Gerichtskosten zu tragen. Da Higsschutzversicherung hatte, bedeutete dies für ihn einen erheblichen finanziellen Verlust, der sich im vierstelligen Bereich bewegte. Die Vorsitzende Richterin Regemann sagte damals: “Wir können nicht sagen, was abgeschossen wurde, billiges chinesisches Zeug oder gute Qualität.
Wir glauben Ihnen, dass ihnen etwas ins Auge geflogen ist, aber wir wissen nicht, was es war.” Sie empfahl sich gütlich zu einigen, da ein Sachverständigen Gutachten auch ein Risiko für den Kläger bergen würde. Am Ende akzeptierte Brian Hicks zähne knirschend den Vergleich. Nicht weil er ihn für angemessen hielt, sondern weil er keine Energie mehr hatte weiterzukämpfen.
Sein Anwalt Jens Persierte: “Im menschlicher Hinsicht finde ich es zum Fremdsdchimmen, dass Andrea Berg meinen Mandanten eine Konzertkarte für 35 € als wieder Gutmachung angeboten hat, nachdem Herr Hicks tausende Euro in der deutschen Justiz verbrannt und fast das linke Auge verloren hat. Die öffentliche Meinung war gespalten.
Viele treue Fans stellten sich hinter Andrea und verwiesen auf die Komplexität großer Veranstaltungsproduktionen sowie auf die rechtliche Trennung zwischen Künstlerinn und Veranstalter. Andere hingegen, darunter Medienkritiker und Teile des Allinen Konzertpublikums zeigten sich enttäuscht. Sie stellten in Frage, wie jemand, der für warmherzige Texte und emotionale Nähe zu seinen Fans bekannt ist, eine derart geringe Entschädigung ohne öffentliche Anerkennung oder Entschuldigung zulassen konnte. Es war ein Moment, in dem sorgfältig aufgebaute Bild der Künstlerin des Volkes mit der kalten Maschinerie unternehmerischer Haftung zu kollidieren schien. Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte dadurch, dass Andrea selbst später bei einem ähnlichen pürotechnischen Unfall verletzt wurde. Bei einem anderen Tourstopp berichten zufolge im Rahmen einer späteren Arenaproduktion fing ihr Bühnenoutfit während des Auftritts Feuer. Sie erlitt dabei Verbrennungen am Oberschenkel und an der Hüfte. Im Gegensatz zum Fall Higs wurden Andreas Verletzungen breit in der Presse thematisiert und sie sprach offen
darüber in Interviews. “Die Narben gehören jetzt zu mir”, sagte sie damals, “aber ich denke darüber nach, sie mit einem Drachenattoo zu überdecken, etwas Starkes.” Diese Aussage für viele inspirierend brachte jedoch die frühere Fanverletzung erneut ins Gespräch. Warum wurde ihr eigenes Leid mit Mitgefühl und Öffentlichkeit behandelt, während das Leiden eines Fans stillschweigend vor Gericht abgehandelt wurde? Andrea schwiegallend zu dem juristischen Ausgang des Falls Hicks.
Sie äußerte sich weder mit einer öffentlichen Entschuldigung, noch sprach sie über die Erfahrung des Fans, sondern distanzierte sich von den rechtlichen Vorgängen, die von ihrer Tourfirma geführt wurden. Für eine Künstlerin, die für emotionale Offenheit gefeiert wird, fiel dieses Schweigen besonders auf.
Es machte die Spannung sichtbar, die zwischen persönlicher Authentizität und den Anforderungen eines groß angelegten Showbsiness entsteht. Gleichzeitig erinnerte es daran, daß selbst Menschen mit dem wärmsten Ruf nicht vor den nüchternen Notwendigkeiten geschützt sind, eine Marke, ein Unternehmen und ein Multimillionen Euro Imperium zu sichern.
Brian Hicks sagte später: “Ich bin nach wie vor ein großer Fan der Künstlerin. Allerdings weiß ich nach all dem juristischen Schlamassel nicht mehr, ob ich da noch hingehen will. Die Enttäuschung in diesen Worten spricht Bände über die menschlichen Kosten hinter den Kulissen des Glamors. Vor ihrer Musikkarriere arbeitete Andrea in der Palliativpflege.

Diese Vergangenheit hat sie nie losgelassen. Sie unterstützt Hospiz in ganz Deutschland und spendete großzügig an Krebstationen und Kinderhilfswerke. Während der Pandemie wandelte sie einen Flügel ihres Hotels in Notfallbetten um, eine Geste, die weit über PR hinausging. Auch für den Tierschutz nutzt sie ihre Bekanntheit.
Sie adoptiert streunende Hunde und hilft ihnen über ihr Hotel neue Zuhause zu vermitteln. Ihre Liebe zu Tieren ist so bekannt, dass ihr Ehemann einmal scherzte. Ich dachte, wir eröffnen ein Hotel. Jetzt ist es ein Zoo. Im Jahr 2025 leben 78 Tiere auf dem Sonnenhof. von Alpakas und Eseln über Katzen Schweine und Ziegen bis hin zu Schildkröten.
Diese Tiere sind nicht Dekoration, sondern Teil eines lebendigen Ökosystems, das Andrea mit derselben Hingabe pflegt wie ihre Musik. An den sanften Hängen rund um Kleinersbach gelegen sind die Weinberge zu einem wachsenden Bestandteil der Marke Bergfärber geworden. In den vergangenen 10 Jahren entwickelte die Familie eine Boutik Weinlinie mit Rot und Weißweinen, die bewusst das Terro Süddeutschlands widerspiegeln.
Die Weine werden unter dem Label Sonnenhof abgefüllt und ausschließlich im Hotel eigenen Shop sowie bei ausgewählten Veranstaltungen verkauft. Sie begleiten saisonale Menüs im Restaurant, sind Teil kulinarischer Events wie Weinproben oder Wein und Musik Wochenenden und gelten als beliebte Souvenirs für Fans und Gäste.
Andrea ist dabei weit mehr als nur ein Aushängeschild. Sie beteiligt sich regelmäßig an der Weinlese, wirkt an Branding und Flaschendesign mit und war an der Entwicklung thematischer CWs beteiligt, die nach ihren Alben oder die Albi oder Liedzeilen benannt sind. Die Etiketten tragen oft ihre Unterschrift oder eine Textzeile aus einem Song und machen jede Flasche zu einem Erinnerungsstück.
So verbindet sie ihre musikalische Identität mit regionalem Stolz und einer persönlichen Lifestyle Marke. Es kommt nicht selten vor, dass Andrea an einem ruhigen Nachmittag unangekündigt im Weinsshop auftaucht, Fans begrüßt oder sogar selbst ein Glas einschenkt. Ebenso spontan nimmt sie gelegentlich eine der drei Bühnen des Hotels in Beschlag, darunter die Open Air Gartenbühne oder die rustikale Barhalle, vor allem an Sommerwochenenden bei Familienfesten oder privaten Veranstaltungen.
Diese Auftritte sind weder geplant noch beworben. Sie entstehen aus dem Moment heraus und verstärken das Gefühl, dass Gäste nicht einfach ein Ressort besuchen, sondern Andreas ganz persönliche Welt betreten. Dieses immersive Erlebnis hat den Sonnenhof für viele Fans zu einer Art Pilgerstätte gemacht, insbesondere für internationale Anhänger.
Ein Beispiel wurde unter ihren Fans legendär. Ein begeisterter Fan aus Australien sagte einmal persönlich zu Andrea: “Ich bin nicht 100 Kilometer gefahren, um Obama zu sehen. Ich bin nicht in die Innenstadt gegangen, als die Beatles dort waren. Aber ich bin 16 000 km geflogen, nur um dich zu sehen.” Die Geschichte verbreitete sich rasch in Fahnkreisen und wurde von Andrea selbst in Interviews erzählt.
Ein Beweis für die außergewöhnliche Loyalität, die sie inspiriert. Es zeigt, was sie aufgebaut hat. Nicht nur Ruhm, sondern ein echtes Reiseziel. einen Ort, an dem Menschen sich zu Hause fühlen, ohne jemals dort gelebt zu haben. Andrea Bergs Leben im Jahr 2025 beweist, dass Erfolg nicht zwangsläufig exzess bedeuten muss.
Mit einem geschätzten Vermögen von 30 Millionen Euro könnte sie überall leben und alles tun. Doch sie entscheidet sich für Kleinasbach, ihre Tiere, ihre Familie und die Fans, die sie dorthin gebracht haben. Ihr Imperium basiert nicht auf Luxus, um des Luxuswillen, sondern auf Wärme, Nähe und harter Arbeit, die selten Schlagzeilen macht.
Und doch gibt es Momente, die zeigen, dass auch Andrea Berg nicht perfekt ist. Der Fall Brian Hicks bleibt ein dunkler Fleck auf einer ansonsten bemerkenswerten Karriere. Es ist die Erinnerung daran, dass hinter jedem Imperium, egal wie warmherzig erscheint, auch kalte Geschäftsentscheidungen entstehen.
Vielleicht ist das die Lektion, die Andreas Geschichte uns lehrt, dass wahre Größe nicht darin liegt, niemals zu stolpern, sondern darin, trotz der Stolpersteine weiterzumachen und immer wieder zu versuchen, das Richtige zu tun, auch wenn es nicht immer gelingt. Heute mit 59 Jahren steht Andrea Berg an einem Punkt, an dem viele ihrer Zeitgenossen längst den Rückzug angetreten haben.
Doch sie zeigt keine Anzeichen, langsamer zu werden. Ihr Luxusturbus rollt weiter durch Deutschland. Ihr Hotel floriert, ihre Weinberge tragen Früchte und ihre Stimme erfüllt weiterhin die Herzen von Millionen. Die Narben, die sie trägt, sowohl die sichtbaren von ihrem eigenen Pyrounfall, als auch die unsichtbaren aus den Kontroversen, die ihren Weg begleiteten, machen sie nicht schwächer, sie machen sie menschlicher.

Und vielleicht ist das der wahre Grund, warum ihre Fans ihr so treu bleiben. Nicht weil sie makellos ist, sondern weil sie echt ist. Weil sie zeigt, dass man ein Imperium aufbauen kann, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren, weil sie beweist, dass Erfolg und Bodenständigkeit kein Widerspruch sein müssen.
Die Geschichte von Andrea Berg ist noch nicht zu Ende und das ist vielleicht das Schönste daran, dass trotz allem, was war, trotz der Triumphe und der Tragödien, trotz der Höhen und der Schatten, eine Frau weiterhin singt, weiterhin kämpft und weiterhin lebt auf ihre ganz eigene unnachamliche Art. Das Dorf Kleinersbach wird niemals mehr dasselbe sein und die deutsche Schlagermusik auch nicht. Yeah.
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