Ich habe das Wort, das Wort nie damit [musik] dafür gebraucht, irgendwelche Leute. Es gibt Menschen in diesem Land, die mehr sind als nur Gesichter im Fernsehen. Menschen, die zu einem Teil unserer eigenen Geschichte geworden sind, ohne dass wir sie jemals persönlich getroffen haben. Thomas Gottschalk war einer von ihnen.
Für Millionen Deutsche war sein Lachen nicht einfach nur [musik] Unterhaltung. Es war ein Gefühl von zu Hause. Es war Samstagabend mit der Familie, das vertraute Geräusch des Fernsehers, [musik] eine große Show und mittendrin dieser blonde Mann mit dem unverwechselbaren Humor, der selbst die peinlichsten Momente charmant machen konnte.
Man wuchs mit ihm auf, man alterte [musik] mit ihm und irgendwo ganz tief im Inneren blieb immer das Gefühl, dass er für [musik] immer da sein würde. Ein Mann mit unendlicher Energie, unendlichem Optimismus, unendlichem Leben. Doch am 30. November 2024, [musik] an einem gewöhnlichen Sonntag, der für viele Deutsche alles andere als gewöhnlich werden sollte, viel dieser Schutzpanzer.
Thomas Gotschalk machte öffentlich, was [musik] er monatelang vor der ganzen Welt verborgen hatte. Epiteloides Angiosalkum. Drei Worte, die für die meisten Menschen völlig unbekannt klingen. Drei Worte, die eine der seltensten und aggressivsten Krebsarten überhaupt beschreiben. Eine Diagnose, die selbsterfahrene Mediziner nur wenige Male in ihrem gesamten Berufsleben aussprechen müssen.
Ein Tumor, der sich laut Experten schnell ausbreitet, kaum auf Therapien reagiert und dessen Prognose [musik] oft härter ausfällt, als man überhaupt ertragen möchte. Und das erschütterndste daran, die Diagnose erhielt er bereits im Juli. Während Deutschland ihn weiterhin auf der Bühne lächeln sah, während die Menschen seine [musik] Witze lachten und seine Shows genossen, begann für ihn ein Kampf, der alles veränderte.
Ein Kampf, von dem niemand etwas ahnte. Thomas Gotschalk wurde 1950 in Bamberg geboren in einer Zeit, [musik] in der Unterhaltung etwas Seltenes beinahe kostbares war. Viele, die heute über 60 Jahre alt sind, erinnern sich noch genau daran, wie seine Stimme zum [musik] ersten Mal im Radio auftauchte. Eine Stimme, die sofort auffiel, warm, spielerisch, voller Energie und Leben.
Damals ahnte noch niemand, [musik] dass genau diese Stimme Jahrzehnte später zu einem Symbol deutscher Fernsehkultur werden würde, zu etwas, [musik] dass man nicht mehr aus dem kollektiven Gedächtnis dieses Landes wegdenken könnte. Sein Weg führte ihn über den bayerischen Rundfunk [musik] zu jenen Sendungen, die heute Teil unserer gemeinsamen Erinnerung geworden sind.
Gotchalk war nicht einfach nur ein Moderator, der Texte vorl und Gäste begrüßte. Er war der Gastgeber eines [musik] ganzen Landes. Für die Generation, die heute ihre Enkel hat, war er ein fester Bestandteil des eigenen Lebensrhythmus. Samstagabende waren Gottschalkabende, das vertraute Geräusch des Fernsehers, eine große Show, internationale Stars [musik] und mittendrin er mit seinem strahlenden Lächeln und dieser unglaublichen Fähigkeit selbst die [musik] peinlichsten Momente charmant und unterhaltsam zu machen. Der große Durchbruch kam, als er zu Wetten das wechselte. Eine Sendung, die wie kaum eine andere die Bundesrepublik prägte. Man erinnert sich an skorile Wetten, an große [musik] internationale Stars, an spontane Lacher, an Dinge, die im deutschen Fernsehen [musik] zuvor nie möglich gewesen waren. Und vor allem erinnert man sich an das Gefühl, dass dieser blonde Mann mit dem offenen Humor [musik] jeder Situation gewachsen war. Er wirkte unerschütterlich, als könnte ihn absolut nichts aus der Ruhe bringen, als wäre er aus einem anderen Holz geschnitzt [musik] als normale Menschen. Für so viele Zuschauer gehörte Gottchalk
zu jenen Gesichtern, die man ein Leben lang begleitet. Menschen, die man [musik] nicht persönlich kennt und dennoch vertraut findet, weil sie einfach immer da waren. Er war Teil [musik] jener Zeit, in der Fernsehen noch ein gemeinsamer Moment war, als man zusammen auf dem Sofa saß und lachte. Ohne Ablenkung, [musik] ohne zweite Bildschirme, ohne diese Hast, die heute alles zu bestimmen scheint.
Doch auch für einen Mann wie Thomas Gotchak blieb die Zeit nicht nicht stehen. Hinter dem Glanz der großen Karriere begann das Alter leise, aber völlig unaufhaltsam, seine [musik] Spuren zu hinterlassen. Kleine Anzeichen, die kaum jemandem auffiel. Ein kurzes Stolpern in der Moderation.
Ein Moment der [musik] Müdigkeit. Nichts, was wirklich Sorgen machte, doch genug, um später zu begreifen, dass dieses Kapitel nicht ewig dauern konnte. Als Thomas Gotchak in den 80er und 90er Jahren die [musik] große Bühne betrat, schien wirklich alles an ihm unerschöpflich. Seine Shows fühlten riesige Hallen. Seine Spontanität machte jeden einzelnen Abend unberechenbar und unterhaltsam.
Seine Fähigkeit internationale Superstars genauso [musik] mühelos zu begrüßen wie ganz normale Menschen von der Straße verlie ihm eine Aura, die in Deutschland absolut [musik] selten war. Für Millionen gehörte er zu einem Jahrzehnt des Aufbruchs, zu einer Bundesrepublik, die sich plötzlich moderner [musik] und leichter anfühlte.
Seine Stimme, sein Stil, sein unverwechselbarer Humor wurden zu einem festen [musik] Bestandteil der Alltagskultur. Doch die Glanzjahre eines Stars sind niemals nur Glanz. Hinter den Kameras, fern [musik] der großen Gesten und des Applauses tragen selbst die stärksten Persönlichkeiten Lasten, die absolut niemand sieht.
Gotschalk war dafür bekannt, [musik] kaum Pausen zu machen. Immer neue Shows, neue Moderationen, neue Auftritte. Es war ein Leben im ständigen Rhythmus [musik] des Applauses und dieser Rhythmus kennt kein Erbarmen, keine Gnade, keine Ruhe. Rückblickend spürt man heute, [musik] wie viel von seiner scheinbar unendlichen Energie in Wahrheit aus purer Disziplin entstand, aus diesem unbewugsamen Anspruch immer funktionieren [musik] zu müssen, völlig egal, wie voll der Kalender war oder wie erschöpft der Körper. Mit den Jahren veränderte sich der Medienbetrieb grundlegend. Die Sendungen wurden schneller, die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer kürzer und gleichzeitig rückten auch die Menschen [musik] auf der Bühne immer näher an die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit. Bei Gottschalkel das den meisten Menschen kaum auf. Er überspielte Müdigkeit mit Humor, Unsicherheiten mit Scham und wenn er einen Moment stockte, wirkte es einfach wie ein [musik] spontaner Witz. Wenn er langsamer sprach, schob man es auf sein Alter, nicht auf etwas Tieferes, nicht auf etwas Bedrohliches. [musik] Niemand stellte unangenehme
Fragen, denn niemand hielt es für nötig. Warum auch? Es war doch Thomas Gotchak, die Ikone, der Unverwundbare. Doch es gab Augenblicke, die im Rückblick eine völlig andere Bedeutung bekommen. Kleine Pausen, in denen er die Fassung zu suchen schien. Momente, in denen der Blick für einen winzigen Sekundenbruchteil leer wirkte, bevor das vertraute Lächeln zurückkehrte.
Es gab Auftritte, bei denen er nicht mehr ganz so leichtfüßig wirkte wie früher. Gelegentlich tauchten vereinzelte Kommentare [musik] auf, daß er bei Preisverleihungen oder Live Auftritten etwas verwirrt oder unkonzentriert gewesen sei. [musik] Damals deutete kaum jemand auf eine mögliche gesundheitliche Ursache hin.
Es war eine stille Veränderung, so leise, dass sie völlig unterging im Lärm des Showgeschäfts [musik] im endlosen Rauschen der Unterhaltungsindustrie. Niemand konnte wissen, dass zu dieser Zeit bereits ein ungebetener Schatten in seinem Inneren wuchs. Ein [musik] Schatten, der nach und nach die Energie raubte, ohne eine sichtbare Spur zu hinterlassen.
Ein Schatten, der irgendwann nicht mehr zu ignorieren war, egal wie sehr man es versuchte. Im Juli 2024 fällt der Satz, der ein Leben in zwei völlig unterschiedliche Hälften teilt. Thomas Gotschalk erhält eine Diagnose, die so unglaublich selten ist, dass selbsterfahrene Onkologen sie kaum jemals in ihrer gesamten Karriere aussprechen müssen.
Epitheloides Angiosakom. Ein Krebs, [musik] der aus den Zellen der Blutgefäße entsteht, erschreckend schnell wächst, früh Metastasen bildet und kaum auf herkömmliche Therapien [musik] reagiert. Ein Gegner, den man sich nicht vorstellen kann, bis er plötzlich da ist. Real, bedrohlich, tödlich. Für viele Patienten kommt er wie ein lautloser Dieb in der Nacht, der bereits alles berührt [musik] hat, bevor man ihn überhaupt bemerkt.
Die Ärzte erklären ihm die nackten Fakten mit einer Klarheit, die absolut [musik] keinen Raum für Beschönigungen lässt. Operationen, Bestrahlung, starke Medikamente, die den Körper an seine Grenzen bringen. Doch das wirklich entscheidende Wort lautet Prognose. Und diese Prognose ist, wie sein behandelnder Experte später in aller Deutlichkeit sagt, äußerst schlecht.
Bei dieser speziellen [musik] Erkrankung gehe es in den meisten Fällen nicht um Heilung, sondern oft nur darum, Zeit zu gewinnen. [musik] Kostbare Zeit, eine Wahrheit, die selbst ein Mann wie Thomas Gotschalk kaum fassen kann, kaum verarbeiten kann. Ein Leben lang vertraute er auf seine Energie, [musik] auf seinen Humor, auf diese unglaubliche Fähigkeit, jede noch so schwierige Situation [musik] zu meistern.
Doch diesmal bestimmt nicht er die Regel. Diesmal ist er nicht der Moderator, der die Show lenkt. Kurz nach der Diagnose folgt die erste [musik] Operation und sie ist deutlich schwerer als viele Menschen ahnen. Der Tumor sitzt an einem Ort, der tief in den Alltag eingreift in die [musik] elementarsten Funktionen des menschlichen Körpers.
Teile des Hnleiters müssen entfernt werden. Ebenso ein Teil der Blase, [musik] ein medizinischer Eingriff, der nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental tiefe Spuren hinterlässt. Man gewöhnt sich an vieles im Leben, aber nicht [musik] daran, dass plötzlich grundlegende Funktionen des eigenen Körpers bedroht sind, dass Dinge, die man ein Leben [musik] lang als selbstverständlich hingenommen hat, plötzlich nicht mehr funktionieren.
Seine Frau [musik] Karina beschreibt später mit leiser Stimme, wie sehr ihn dieser erste Eingriff erschüttert hat, wie verloren er danach wirkte. [musik] Und doch lächelt er weiter vor der Kamera, vor dem Publikum, vor der ganzen Nation, so als hätte sich überhaupt nichts verändert.
Doch die Ärzte wissen es besser. [musik] Sie wissen, dass ein Angosakum selten vollständig entfernt werden kann. Die winzigen Tochtergeschwülste, die mikroskopisch kleinen Metastasen, [musik] die im ganzen Körper lauern können, machen diese Krankheit so unberechenbar, so heimtückisch, so gefährlich. Und genau das zeigt sich [musik] bei der zweiten Operation.
Was die Chirurgen finden, ist mehr als ursprünglich erwartet. befallenes Gewebe, das tiefer reicht, als die ersten Bilder gezeigt [musik] hatten. Krebszellen, die sich ausgebreitet haben, während die Welt draußen noch nichts ahnte, während Deutschland weiterhin seine Shows genoss. [musik] Für Gottschalk bedeutet diese Nachricht einen Einschnitt, der selbst ihn, den ewigen Optimisten, [musik] den Mann mit dem unerschütterlichen Lächeln ins Wanken bringt.
Nach der zweiten Operation beginnen die starken Schmerzmittel, die schweren Opioide, die den Körper beruhigen sollen, aber gleichzeitig den Geist völlig verwirren. Er beschreibt es später [musik] mit einem Bild, das vielen Menschen im Gedächtnis bleiben wird. Sein Kopf fühle sich an, als würde er sich ununterbrochen in [musik] einer Waschmaschine drehen.
Ein Gefühl von totalem Kontrollverlust, dass er kaum ertragen kann, dass ihn fast mehr quält als die körperlichen Schmerzen. Und es ist genau dieses Gefühl, dass der Öffentlichkeit zum allerersten Mal wirklich auffällt. [musik] Bei der Bambi Verleihung wirkt er plötzlich fahig durcheinander, als hätte er den roten Faden völlig [musik] verloren.
Die Kommentare in den sozialen Medien und in der Presse folgen erschreckend schnell. Man spekuliert offen über Demenz, [musik] über Altersschwäche, über schlichte Müdigkeit. Niemand, wirklich niemand, denkt auch nur im Ansatz an eine aggressive Krebserkrankung. Niemand [musik] ahnt, dass er nur wenige Stunden zuvor starke Medikamente genommen hat, damit er überhaupt auftreten kann, damit er auf dieser Bühne stehen kann.
[musik] Die Wochen danach verbringt er in einer seltsamen Mischung aus verzweifelter Hoffnung und perfekter Fassade. Er arbeitet unbeirrt weiter, führt Gespräche, plant Termine, als wäre alles beim Alten. [musik] Er will sich nicht zurückziehen, nicht kampflos aufgeben, nicht solange er noch irgendwie stehen kann, nicht solange er noch sprechen kann.
Es ist eine Art stiller Trotz, [musik] eine leise Rebellion gegen einen Feind, der absolut keine Regeln kennt, keine Fairness, [musik] kein Erbarmen. Seine Frau Karina erzählt später in Interviews, dass es Abende gab, an denen er kaum noch stehen konnte, aber vor der Kamera in Sekundenschnelle wieder zu jenem Mann wurde, den alle kannten und liebten.
[musik] Die eiserne Routine, die er sich über Jahrzehnte hinweg erarbeitet hatte, trug ihn weiter, auch wenn der Körper längst widersprach, [musik] längst aufgeben wollte. Doch irgendwann kommt unweigerlich der Moment, an dem selbst Thomas Gotchark weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Die Metastasen, [musik] die ständigen Schmerzen, die zermürbende Ungewissheit und vor allem das quälende Wissen, dass die Öffentlichkeit etwas sehen möchte, [musik] dass er einfach nicht mehr zeigen kann.
Bei der Romi Verleihung Ende November ist dieser Punkt endgültig erreicht. Er steht auf der Bühne und spürt, wie alles verschwimmt, wie die Worte nicht mehr kommen wollen, wie die Kontrolle [musik] endgültig entgleitet. Seine Frau Karina sitzt im Publikum, sieht die Verwirrung in seinen Augen, hört die gehässigen Kommentare um sie herum und möchte am liebsten aufspringen und schreien: “Nein, es geht uns nicht gut. Vor allem Thomas geht es nicht gut.
Er ist schwer krank.” Doch sie schweigt, hält die Fassade aufrecht, so wie er es gewollt hat, so wie sie es versprochen hat. Tränen [musik] laufen ihr über das Gesicht, während die Menschen um sie herum über ihren Mann urteilen, ihn verspotten, seine Würde in Frage stellen.
Es ist die Hölle für sie, wie sie später sagt, eine Hölle, die niemand sehen kann, niemand [musik] verstehen kann. Nach diesem Auftritt trifft Thomas Gotschalk eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die er monatelang vor sich hergeschoben hat, immer [musik] wieder vertagt hat, weil er hoffte, es würde vielleicht doch noch besser werden.
Er sagt die Worte, die alles verändern werden. Es sei Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen. Und mit diesem [musik] einen Satz bricht die Stille, die er so lange mit aller Kraft festgehalten hat. Als Thomas Gotchark am 30. November 2024 seine Diagnose öffentlich macht, hört Deutschland für einen langen Moment aufzuatmen.
Die gehässigen Kommentare verstummen augenblicklich. Die böswilligen Spekulationen [musik] über Demenz und Senilität verschwinden wie vom Geisterhand. Stattdessen entsteht eine gewaltige Welle der Anteilnahme, die eindrucksvoll zeigt, wie tief er in diesem Land wirklich verwurzelt [musik] ist, wie sehr er zu einem Teil der deutschen Seele geworden ist.
Menschen, die ihn jahrelang kritisiert hatten, [musik] schämen sich plötzlich für ihre Worte. Medien, die seinen Auftritt bei der Romig Gala genüßlich zerrissen hatten, ziehen ihre Artikel still und leise zurück. Doch die medizinische Diagnose bleibt brutal, völlig egal, wie viele Millionen Menschen jetzt hinter ihm stehen und für ihn beten.
Epitheloides Angiosalkom, ein medizinischer Fachbegriff, der sich einfach nicht schön reden lässt, [musik] egal wie sehr man es versucht. Ein Wort, das seit jenem schicksalhaften Tag im Juli sein gesamtes Leben bestimmt. Jeden Gedanken, jeden Plan, jede Hoffnung. Im Interview [musik] mit der Bildzeitung spricht er offen über seine Erkrankung, über die beiden schweren Operationen, über die 33 Bestrahlungen, die wie eine [musik] endlose Tortur waren.
“Mein Krebs gilt leider als besonders aggressiv”, sagt er mit einer Ehrlichkeit, die schmerzt. Karina ergänzt: “Ich darf den Gedanken gar nicht zulassen, [musik] wie schlecht die Heilungschancen bei dieser Krebsform wirklich sind, sonst würde ich verrückt werden.” Die zweijahres Überlebensrate bei fortgeschrittenem [musik] Epithiden Angiosarkom liegt bei gerade einmal 13%.
13%. Eine Zahl, [musik] die kaum Raum für Optimismus lässt. Als Thomas Gotchark seine Diagnose öffentlich machte, veränderte sich etwas Grundlegendes im Blick der Menschen auf ihn. Die Person, die jahrzehntelang als völlig unerschütterlich galt als jemand, der jede Bühne mit spielerischer Leichtigkeit beherrschte, stand plötzlich nackt und ohne schützende [musik] Maske da.

Und gerade diese schonungslose Offenheit, diese mutige Ehrlichkeit machte ihn vielen Menschen noch viel näher, noch menschlicher. Man sah nicht mehr dann nur den perfekten [musik] Entertainer, den unfehlbaren Showmaster, die unerreichbare Fernsehlegende. Man sah den Menschen dahinter, einen Mann aus Fleisch und Blut, der kämpft, [musik] der zweifelt, der hofft und der Angst hat.
Viele Menschen, die mit ihm aufgewachsen sind, die [musik] ihre gesamte Jugend und ihr erwachsenen Leben mit ihm geteilt haben, spürten plötzlich eine völlig neue Form der Verbundenheit. [musik] Seine Geschichte erinnerte sie an etwas, dass man im hektischen Alltag so leicht vergißt, daß selbst diejenigen, die uns ein ganzes Leben lang treu begleitet haben, verletzlich sind, dass die großen strahlenden Gesichter des Fernsehens, die scheinbar immer da waren und immer da [musik] sein werden, ihre eigenen dunklen Schatten tragen. Und das wahrer Mut manchmal nicht in großen heroischen Gesten liegt, sondern in dem einfachen, [musik] aber unglaublich schwierigen Moment, in dem man die Wahrheit ausspricht, auch wenn diese Wahrheit schmerzt. Die Reaktionen aus dem [musik] ganzen Land zeigten eindrucksvoll, wie tief seine Spuren in der deutschen Gesellschaft wirklich reichen. Unzählige Menschen erzählten in sozialen Medien, wie sie als kleine Kinder mit ihren Eltern und Großeltern vor dem Fernseher saßen, wie seine warme [musik] Stimme ein fester Teil ihres Wochenendes war, wie er zu ihrer Familie gehörte, ohne jemals physisch anwesend zu sein. Andere erinnerten sich an unvergessliche
[musik] Interviews, an spontane Witze, an magische Momente, die heute Teil ihrer eigenen Lebensbiografie sind, Teil ihrer eigenen Geschichte. Sein öffentliches Geständnis [musik] war für so viele Menschen nicht nur ein Schock, nicht nur eine traurige Nachricht, sondern auch ein tiefer [musik] Augenblick der Dankbarkeit.
Dankbarkeit dafür, dass er ihnen über so viele Jahrzehnte hinweg so unglaublich viel gegeben [musik] hatte. So viel Freude, so viel Lachen, so viele kostbare gemeinsame Momente und dennoch bleibt eine bittere unausweichliche Gewissheit bestehen. Die Krankheit lässt sich nicht wegmoderieren, nicht wegdiskutieren, nicht mit Humor besiegen.
Sie ist da, real und bedrohlich. Sie bestimmt seinen Alltag. [musik] jeden einzelnen Tag. Sie fordert eine Kraft, die selbst Thomas Gotchark nicht unendlich besitzt, so sehr er es sich auch wünschen [musik] mag. Aber die Art und Weise, wie er mit dieser Krankheit umgeht, wie er sie beim Namen nennt, ohne sie unnötig zu dramatisieren, [musik] zeigt etwas über sein wahres Vermächtnis.
Es ist nicht nur die beispiellose Karriere, die er hinterlässt, nicht nur die unzähligen [musik] Shows und Auftritte. Es ist die Haltung, die Offenheit, die tiefe Menschlichkeit, die er auch in seinem schwersten Moment bewahrt. Wenn man heute an diesem Punkt [musik] seiner Geschichte auf Thomas Gotschalk schaut, dann sieht man nicht mehr nur den Mann, der eine ganze Era deutscher Fernsehgeschichte geprägt hat.
Man sieht jemanden, der uns auf die sanfteste [musik] und gleichzeitig schmerzhafteste Weise daran erinnert, dass unsere Zeit [musik] auf dieser Erde kostbar und begrenzt ist, dass selbst die hellsten, strahlendsten Lichter nicht ewig brennen können, so sehr wir uns das auch [musik] wünschen.
Und dass der wahre Wert eines Lebens eben nicht nur in seinem äußeren Glanz liegt, nicht nur in den Erfolgen [musik] und Preisen, sondern in der Ehrlichkeit und Würde, mit der man seinen allerschwersten Momenten begegnet. Thomas Gotchak hat [musik] angekündigt, dass er sich die nächsten sechs Monate ausschließlich seiner Genesung widmen wird.
Kommendes Wochenende, so hatte er es [musik] geplant, will er bei RTL in der Show, denn sie wissen nicht, was passiert ein letztes Mal auf der großen Samstagabendbühne [musik] stehen und sich dann zurückziehen. Ein Abschied, der unter völlig anderen Vorzeichen steht als ursprünglich gedacht.
Kein triumphales [musik] Finale einer Legende, sondern der stille Rückzug eines Mannes, der um sein Leben kämpft. Doch typisch für Thomas Gottschalk bleibt er trotz allem optimistisch, plant sogar schon sein Comeback. “Ich mache den Laden hier nicht ganz dicht”, schreibt [musik] er auf Instagram. “Ich plane wie mein Freund der Terminator, I’ll be back.

Ob er diesen vielleicht größten Kampf seines Lebens gewinnen kann, ob die Medizin noch ein Wunder bereith hält, ob seine unerschütterliche Lebensfreude ihm tatsächlich die Kraft geben kann, diese Krankheit zu besiegen. Das weiß niemand, auch er selbst nicht.” Doch eines steht [musik] fest.
Thomas Gotchak hat Deutschland mehr geschenkt als nur Unterhaltung. Er hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, authentisch zu bleiben, auch wenn die Welt von [musik] einem erwartet, perfekt zu sein. Er hat uns gelehrt, dass wahre Größe darin liegt, verletzlich [musik] sein zu dürfen. Und er hat uns daran erinnert, dass hinter jeder strahlenden Fassade ein Mensch steht mit Ängsten, Zweifeln und dem verzweifelten Wunsch geliebt und verstanden zu werden.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, welchen Weg sein Schicksal nehmen wird. Doch unabhängig davon [musik] hat Thomas Gotchalk bereits sein wichtigstes Vermächtnis hinterlassen. Die Erinnerung an einen Mann, der ein ganzes Land [musik] zum Lachen brachte und uns am Ende lehrte, wie man mit Würde und Ehrlichkeit dem Schwersten begegnet, was das Leben zu bieten hat. M.
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