Die beliebte ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“ ist seit Jahren ein Garant für spannende Unterhaltung, messerscharfe Analysen und das sympathische Geplänkel zwischen Moderator Alexander Bommes und der sogenannten Quiz-Elite Deutschlands. Doch in der letzten Folge vor der wohlverdienten Winterpause, die am 11. Dezember 2025 ausgestrahlt wurde, erlebten die Zuschauer einen Moment, der so gar nicht in das sonst so harmonische Bild der Sendung passen wollte. Was als feierlicher Abschluss einer erfolgreichen Staffel geplant war, entwickelte sich vor laufenden Kameras zu einer spürbaren Zerreißprobe der Nerven.
Eigentlich begann alles sehr besinnlich. Die Jägerin des Abends, Annegret Schenkel, nutzte die Gelegenheit der letzten Sendung des Jahres, um warme Worte an das gesamte Team, die Zuschauer und ausdrücklich auch an Alexander Bommes zu richten. Sie betonte, wie angenehm die Zusammenarbeit über die vergangenen Monate gewesen sei und wie sehr sie die Atmosphäre im Studio schätze. Es wirkte wie ein runder, fast schon feierlicher Jahresabschluss. Doch wer „Gefragt – Gejagt“ kennt, weiß, dass die Stimmung in diesem Format innerhalb von Sekunden umschlagen kann – meist durch den sportlichen Ehrgeiz der Kandidaten, diesmal jedoch durch eine fundamentale Meinungsverschiedenheit zwischen Jägerin und Moderator.

Der Stein des Anstoßes war eine Frage aus dem Bereich des internationalen Geheimdienst-Wissens. Das Team wollte wissen, welchen Decknamen der US-Geheimdienst für den britischen Monarchen König Charles III. verwendet. Es standen wie üblich drei Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Doch anstatt wie gewohnt zügig einzuloggen, stutzte Annegret Schenkel. Die Jägerin, die für ihre präzise Arbeitsweise bekannt ist, begann die Fragestellung zu hinterfragen. Sie störte sich insbesondere an der Übersetzung der Begriffe ins Deutsche. Für sie war unklar, ob es sich um direkte Übersetzungen englischer Begriffe handelte und warum diese überhaupt eingedeutscht worden waren. Was zunächst wie eine fachliche Randnotiz wirkte, weitete sich schnell zu einer Grundsatzdiskussion aus.
Alexander Bommes, der die Sendung seit über einem Jahrzehnt mit einer Mischung aus Charme und Autorität leitet, versuchte zunächst sachlich zu erklären, dass es bei der Show Standard sei, Begriffe für das deutsche Publikum zu übersetzen. Doch Schenkel ließ nicht locker. Sie blieb skeptisch, bohrte nach und kritisierte die mangelnde Eindeutigkeit der Antwortoptionen. In diesem Augenblick passierte etwas, das man bei dem sonst so souveränen Bommes selten sieht: Er wirkte sichtlich genervt. Die Souveränität wich einer direkten Konfrontation.
Mit einem Satz, der die Spannung im Studio fast greifbar machte, unterbrach Bommes die Jägerin. Er wies sie darauf hin, dass dies die letzte Sendung sei, die sechste Stunde des Aufzeichnungstages hinter ihnen liege und er sich frage, ob sie jetzt wirklich noch eine Grundsatzdiskussion über die Redaktionsarbeit beginnen wolle. Für einen Moment herrschte absolute Stille im Studio. Das sonst so spielerische Necken zwischen den beiden war einer echten, menschlichen Gereiztheit gewichen. Die Zuschauer vor den Bildschirmen spürten sofort, dass hier nicht mehr gescherzt wurde – hier prallten nach einem langen Jahr purer Ehrgeiz und Erschöpfung aufeinander.
Die Situation wurde nicht unbedingt dadurch entspannt, dass sich Annegret Schenkels Zweifel am Ende als unbegründet für ihr eigenes Spiel herausstellten: Ihre gewählte Antwort war falsch. Trotz des vorangegangenen Wortgefechts bewiesen beide Profis jedoch Größe. Nachdem die erste Anspannung verflogen war, kehrte eine gewisse Professionalität zurück, und die Sendung konnte zu einem versöhnlichen Ende geführt werden.
In den sozialen Netzwerken löste dieser Zwischenfall sofort eine Welle von Reaktionen aus. Viele Fans der Show zeigten Verständnis für beide Seiten. Es sei nur menschlich, dass nach einer so intensiven Staffel die Nerven blank liegen könnten, hieß es in zahlreichen Kommentaren auf Plattformen wie Facebook und X. Viele lobten Alexander Bommes für seine Direktheit, während andere Annegret Schenkel für ihren unbedingten Willen zur Korrektheit verteidigten. Einigkeit herrschte vor allem in einem Punkt: Die Sendepause von „Gefragt – Gejagt“ solle bitte nicht zu lange dauern, denn gerade solche authentischen Momente machen den Reiz der Show aus.
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Dieser Eklat verdeutlicht einmal mehr, unter welchem Druck die Beteiligten bei einer solchen Produktion stehen. Wenn Konzentration, Müdigkeit am Ende eines langen Drehtages und der enorme Wissensanspruch aufeinandertreffen, fliegen eben manchmal die Funken. Es zeigt aber auch, dass „Gefragt – Gejagt“ keine sterile Quiz-Maschine ist, sondern ein Format, in dem echte Charaktere mit echten Emotionen arbeiten.
Wann genau Alexander Bommes und seine Jäger-Elite mit einer neuen Staffel auf den Bildschirm zurückkehren, steht aktuell noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass dieser denkwürdige Moment aus dem Staffelfinale 2025 noch lange Gesprächsstoff bieten wird. Er bleibt als ein seltener Blick hinter die Kulissen der Professionalität in Erinnerung – ein Moment, in dem die Masken fielen und für kurze Zeit der Mensch hinter dem Moderator und der Jägerin sichtbar wurde.
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