Je höher ich hinaufgehe, umso ungemütlicher wird das. Wir Menschen sind nicht dafür gemacht, in 8000 m Höhe herumzusteigen. Es ist kalt, verstummte selbst Reinhold Messner. Der Mann, der alle 8000er bezwungen hat, der jeden Berg der Welt kennt, fand zunächst keine Worte. Doch dann brach er sein Schweigen und was er sagte, erschütterte die gesamte Bergsteiger Community.
“Ich war erschüttert”, gestand die Legende des Alpinismus, doch seine Worte gingen weit über Trauer hinaus. Sie enthüllten eine Wahrheit über Laura Dalmeier, die niemand erwartet hatte. Eine Wahrheit über eine Frau, die nicht nur als Biathletin Geschichte schrieb, sondern auch als Bergsteigerin eine Größe erreichte, die selbst Messner zutiefst beeindruckte.
Heute hören Sie Messners vollständige, ungefilterte Gedanken über Laura Dahlmeiers letzten Weg. Worte, die zeigen, ihr Tod war nicht nur ein tragischer Unfall, sondern das Ende einer außergewöhnlichen Persönlichkeit, die das Bergsteigen verkörperte wie wenige andere. Am 28. Juli 2025 verstummte ein Herz, das sowohl für den Biathlon als auch für die Berge geschlagen hatte.
Laura Dalmeier, die Königin des deutschen Wintersports, verlor am Leila Peak in Pakistan ihr Leben, einem der schönsten und gefährlichsten Berge der Welt. Während die Nation um ihre ehemalige Spitzensportlerin trauerte, fand sich ein Mann wieder, der sie aus einer völlig anderen Perspektive kannte, Reinhold Messner.
Messner, der lebende Mythos des Bergsteigens, hatte Laura nie persönlich getroffen. Dennoch kannte er sie. durch ihre Taten am Berg, durch Gespräche mit anderen Bergsteigern, durch die Art, wie sie sich in den Bergen bewegte und als er vom Unfall erfuhr, war seine erste Reaktion nicht Überraschung, sondern tiefe Erschütterung.
“Ich war erschüttert schon gestern, als ich erfuhr, dass Frau Dahlmeier beim Abstieg verunglückt ist”, sagte er mit einer Stimme, die Jahrzehnte der Erfahrung in den Bergen widerspiegelte. Für Messner war dieser Verlust mehr als nur der Tod einer bekannten Sportlerin. Es war der Verlust einer Gleichgesinnten, einer Frau, die verstanden hatte, worum es beim wahren Bergsteigen geht.
Nach den Nachrichten Steinschlag war das Schlimmste zu befürchten, erklärte er. Diese wenigen Worte verrieten alles. Messner wusste sofort, dass Laura Dalmeiers Geschichte zu Ende war. Was viele nicht wussten, Laura Dalmeier war weit mehr als nur eine ehemalige Beathletin, die das Bergsteigen als Hobby entdeckt hatte.
In den Augen von Reinhold Messner war sie zu einer der respektabelsten Bergsteigerinnen ihrer Generation geworden. Sie war nicht nur eine der Königinnen des Biathlon. “Ich habe öfters die Rennen angeschaut”, erinnerte sich Messner. Sie war eine exzellente Bergsteigerin. Diese Einschätzung von Messner wiegt schwer.
Der Mann, der als erster alle 148000er ohne künstlichen Sauerstoff bestieg, gibt solche Komplimente nicht leichtfertig. Für ihn bedeutete Laura Dalmeiers Wandel vom Biathlon zum Bergsteigen weit mehr als einen Karrierewechsel. Es war eine Transformation. die er mit größtem Respekt verfolgt hatte. Das heißt, sie hat nach ihrer Skikarriere eine Tätigkeit angefangen, die sie ernst genommen hat, mit der sie sehr verbunden war, Begeisterung entwickelt hat, führte Messner aus.
In diesen Worten lag eine tiefe Wertschätzung für jemanden, der das Bergsteigen nicht als Spektakel oder Selbstdarstellung betrieb, sondern als Lebensphilosophie verinnerlicht hatte. Laura Dahlmeier hatte das geschafft, was vielen prominenten Neueinsteigern im Bergsteigen nicht gelingt, den Übergang von der Berühmtheit zur Bescheidenheit, vom Rampenlicht zur stillen Größe der Berge. Messner erkannte das sofort.
Sie hat nicht nur gut geklettert und sie ist nicht nur gut gestiegen, sie kannte sich auch aus, geschichtlich den Hintergründen und hat, wie ich jetzt inzwischen erfahren habe, die Werte des traditionellen Bergsteigens völlig verinnerlicht. Diese Worte enthüllen etwas entscheidendes über Laura Dalmeiers Charakter.
Sie war keine Abenteuertouristin, die den Thrill suchte. Sie war eine Frau, die die Philosophie des Bergsteigens durchdrungen und zu ihrer eigenen gemacht hatte. Sie verstand, dass wahres Bergsteigen nicht nur körperliche Herausforderungen bedeutet, sondern auch geistige reife und emotionale Tiefe erfordert.
Der vielleicht beeindruckendste Beweis für Laura Dahlmeiers bergsteigerische Reife war ein Dokument, das erst nach ihrem Tod vollständig gewürdigt wurde. Ihr letzter Wille. Messner erfuhr davon und war tief bewegt, die Tatsache ein Schriftstück zu hinterlassen, in dem steht, dass man nicht leben riskieren soll, sollte sie einmal am Berg verunglücken, heißt, dass sie wusste, was sie tat, wie gefährlich das Ganze ist.
Diese Verfügung Laura Dahlmeiers zeugte von einer Weitsicht und einem Verantwortungsbewusstsein, das selbsterfahrene Bergsteiger selten besitzen. Sie hatte nicht nur an sich gedacht, sondern an all jene, die versucht sein könnten, sie zu retten. “Das ist keine romantische Haltung”, betonte Messner, “sondern das ist wirklich die Erkenntnis, dass es passieren kann, dass die Natur größer ist als wir.
” In einer Zeit, in der viele Bergsteige auf mediale Aufmerksamkeit und spektakuläre Rettungsaktionen setzen, hatte Laura Dalmeier eine andere Wahl getroffen. Sie hatte verstanden, dass wahre Größe im Bergsteigen auch bedeutet, die Konsequenzen des eigenen Handels vollständig zu akzeptieren. Nesser sah darin den Beweis für ihre außergewöhnliche Persönlichkeit.
Die Art, wie Laura Dalmeier ihre Bergtouren wählte, verriet ebenfalls ihre bergsteigerische Klasse. Messner hob besonders hervor. Sie hat nicht die berühmten großen Berge bestiegen auf irgendwelchen präparierten Pisten mit jeder Menge Technologie und Hilfe, sondern sie hat kleinere, schwierige, schöne Berge bestiegen.
Diese Entscheidung zeigte ihre Authentizität. Sie suchte nicht den Ruhm der großen Namen, sondern die reine Herausforderung und Schönheit des Bergsteigens. Der Leila Peak, an dem Laura ihr Leben verlor, war ein perfektes Beispiel für ihre Bergauswahl. Leila gehört zu den schönsten Bergen der Welt”, erklärte Messner mit der Autorität eines Mannes, der die Berge der Welt wie kein anderer kennt.
Doch Schönheit und Gefahr gehen in den Bergen oft Hand in Hand und das wusste auch Laura Dalmeier. Es ist ein sehr anspruchsvoller Gipfel, weil er steil ist und glatte Eiswände hat, die meistens mit Schnee oder Eis bedeckt sind, beschrieb Messner den Berg, der zu Laura Dahlmeiers letzter Ruhest werden sollte.
Die Herausforderungen des Laila Peak waren genau das, was eine Bergsteigerin wie Laura suchte, technische Schwierigkeit gepart mit natürlicher Schönheit. Doch 2025 war ein besonderes Jahr in der Region. Messner erkannte sofort die klimatischen Faktoren, die zu der Tragödie beigetragen haben könnten. Heuer offensichtlich weniger, weil es im Juni sehr trocken war.
Das hat vielleicht auch beigetragen, dass mehr Steine gefallen sind. Diese nüchterne Analyse zeigte Messners Erfahrung. Er verstand die komplexen Zusammenhänge zwischen Wetter, Klima und Bergsicherheit. Doch der Klimawandel, ein Thema, das Messner seit Jahren beschäftigt, spielte möglicherweise eine entscheidende Rolle in Laura Dahlmeiers Schicksal.
Steinschlag gibt es immer an Felsbergen und der Steinschlag ist etwas vom gefährlichsten, weil man dem nicht ausweichen kann, weil man ihn nicht voraussehen kann, erklärte er die grundsätzliche Gefahr. Doch dann fügte er hinzu, aber durch die globale Erwärmung schwindet der Permafrost und damit wird Steinschlag häufiger und das ist gerade an steilen schwierigen Wänden das Problem.
Diese Worte offenbarten eine bittere Wahrheit. Laura Dahlmeier war nicht nur Opfer eines tragischen Unfalls geworden, sondern möglicherweise auch der veränderten Bedingungen in den Bergen, die der Klimawandel mit sich bringt. Die Berge, die sie liebte, waren gefährlicher geworden, nicht durch menschliches Versagen, sondern durch globale Veränderungen, die außerhalb jeder Kontrolle lagen.
Dennoch hatte Laura Dahlmeier diese Risiken bewusst in Kauf genommen. Damit musste sie rechnen. Sie hat offensichtlich auch damit gerechnet, stellte Messner fest. Diese Einschätzung zeugte nicht von Leichtsinn Laura Dalmeiers, sondern von ihrer realistischen Einschätzung der Gefahren. Sie war keine naive Abenteuerin, sondern eine Frau, die bewusst Risiken einging, weil sie das Bergsteigen über alles liebte.
Messners Respekt für Laura Dalmeiers Haltung war in jedem Wort spürbar. Also lasst mich am Berg. Das ist keine romantische Haltung, sondern das ist wirklich die Erkenntnis, dass es passieren kann, dass die Natur größer ist als wir, dass die Natur im großen und ganzen keine Fehler macht, sondern wir machen die Fehler, weil wir da hinaufgehen.
Diese Philosophie, die Anerkennung der eigenen Verwundbarkeit gegenüber der Natur verband Laura Dahlmeier mit den größten Bergsteigern der Geschichte. Sie hatte verstanden, was viele moderne Abenteurer vergessen. Das wahres Bergsteigen bedeutet, sich der Natur zu unterwerfen. nicht sie zu besiegen.
Sie hat es aber getan mit großer Begeisterung und sie folgt damit der ganzen Kette traditioneller Bergsteiger. Die Bergsteigerinnen natürlich auch, die immer versucht haben, obwohl es gefährlich ist, nicht umzukommen dabei. Aber es auch zu wagen würdigte Messner ihre Motivation. In diesen Worten lag die höchste Anerkennung, die ein Bergsteiger einem anderen geben kann.
Die Anerkennung als Gleichgesinnte. Messner sah in Laura Dalmeier eine Vertreterin einer aussterbenden Art von Bergsteigern. Heute ist es ja so, dass das Bergsteigen sich mächtig verändert hat. Das Felsklettern ist mehr oder weniger zum Sport geworden, klagte er. Die Entwicklung hin zum Hallenklettern, zu klimatisierten Räumen, wo man nicht runterfallen kann, mit künstlichen Griffen, künstlichen Tritten, betrachtete er mit gemischten Gefühlen.
Nicht, dass Messner den modernen Klettersport ablehnte. Er erkannte seine Berechtigung als großartigen Sport, der olympisch messbar und weltweit betrieben wird. Doch er sah auch, was dadurch verloren ging. Das Klettern an den großen Wänden in der Natur bei Kälte, bei Schnee, bei brüchigem Fels, das wird kaum noch gemacht.
Laura Dahlmeer war für Messner eine der seltenen Ausnahmen. Dahl Meierer war eine von den wenigen, die noch beim traditionellen Berg steigen geblieben sind, weil das die stärksten Erlebnisse schenkt, weil wir wirklich die Verantwortung spüren. In einer Zeit der Sicherheit und Kontrolle hatte sie den Weg der Ungewissheit und des Risikos gewählt.
Nicht aus Leichtsinn, sondern aus der tiefen Erkenntnis heraus, dass nur dort die wahren Erfahrungen zu finden sind. Obwohl wir wissen, es ist den Angehörigen kaum zumutbar, sind wir so begeistert und kriegen eine Menge an Energie. Wenn wir uns in unsere Projekte, die ja in unseren Köpfen entstehen und die wir dann umsetzen, hineinlegen, erklärte Messner die paradoxe Motivation der traditionellen Bergsteiger.
Diese Worte offenbarten das Dilemma jedes echten Bergsteigers, das Wissen um die Belastung für die Liebsten und dennoch die Unfähigkeit auf das zu verzichten, was das Leben lebenswert macht. Laura Dahlmeier hatte dieses Dilemma gelöst, indem sie Verantwortung übernahm, nicht nur für sich, sondern auch für andere.

Ihre Verfügung, im Todesfall nicht geborgen zu werden, war der Beweis für ihre vollständige Übernahme dieser Verantwortung. Messners Philosophie des Bergsteigens spiegelte sich in seinen Worten über das grundsätzliche Risiko wieder. Risiko bleibt, weil der Mensch ein Mensch ist. Und das ist ja genau das, was wir erfahren.
Wie menschlich, wie anfällig, wie klein, wie schwach. wie fehlerhaft wir sind. Diese Demut vor der eigenen Begrenztheit war es, was Laura Dahlmeier mit den größten Bergsteigern teilte. Wir Bergsteiger sind alle sehr bescheiden und der Natur gegenüber anerkennend in diesem Fall, dass wir sagen, die Natur macht keine Fehler.
Fehler machen wir, führte Messner aus. Diese Haltung, die Bereitschaft, die eigene Verantwortung zu übernehmen und nicht der Natur die Schuld zu geben, zeichnete wahre Bergsteiger aus. Laura Dahlmeer hatte diese Haltung verinnerlicht. Weil wir eben Fehler machen, indem wir überhaupt da schon hinaufgehen, nehmen wir ein Restrisiko an, erklärte Messner die Grundlage des traditionellen Bergsteigens.
Dieses Restrisiko war der Preis für die intensivsten Erfahrungen, die das Leben zu bieten hat. Die weltweite Gemeinschaft der traditionellen Bergsteiger von der Messner Sprach war klein geworden. Die Szene, die es natürlich gibt, eine weltweite Szene von Leuten, die im schwierigen Gelände, im traditionellen Gelände klettern oder steigen.
Laura Dahlmeier war ein geschätzter Teil dieser Gemeinschaft gewesen. Dieses Restrisiko erkennen wir an, sind aber bemüht, den einen Fehler nicht zu machen. Aber es gibt keinen einzigen Bergsteiger, der nie einen Fehler gemacht hat, räumte Messner ehrlich ein. Diese Ehrlichkeit war charakteristisch für seine Haltung.
Keine Heldenverklärung, sondern nüchterne Anerkennung der menschlichen Begrenztheit. Einige haben Glück gehabt und sind trotzdem davon gekommen. Andere haben nicht so viel Glück gehabt und sind ums Leben gekommen, sagte Messner über das Schicksal der Bergsteiger. In diesen Worten lag keine Bitterkeit, sondern Akzeptanz, die Akzeptanz dessen, was Laura Dahlmeier selbst so vollständig verstanden hatte.
Messners abschließende Worte über die verstorbenen Bergsteiger waren von tiefem Respekt geprägt, aber die verstorbenen Bergsteiger sind keine Helden. Sie sind auch nicht die besseren oder schlechteren, sondern sie waren am falschen Moment am falschen Platz. Diese Worte befreiten Laura Dahlmeier von jeder Heldenverklärung und machten sie zu dem, was sie war, einem Menschen, der das Leben in vollen Zügen gelebt hatte.
Sie war an einem Platz, wo sich hoch oben Steine gelöst haben, von denen sie gar nichts wissen konnte, und die prasselten oder sausten auf sie herunter, beschrieb messner Nüchtern Laura Dalmeiers letzten Moment. Keine Schuld, kein Versagen, nur das unberechenbare Schicksal der Berge. Seine letzten Worte über Laura Dalmeier fassten alles zusammen, was er für sie empfand.
Ich habe Mitleid, Mitgefühl mit den Angehörigen und einen unendlich großen Respekt vor Laura Dahlmeier. In dieser Formulierung lag die höchste Ehre, die ein Bergsteiger einem anderen erweisen kann, nicht Mitleid für sie, sondern Respekt für das, was sie war und getan hatte. Laura Dalmeiers Geschichte, wie Reinhold Messner sie erzählte, war mehr als die Biografie einer verunglückten Sportlerin.
Es war das Portrait einer außergewöhnlichen Frau, die in zwei völlig verschiedenen Welten Spitzenleistungen erbracht hatte, vom Biathlon Parcours zu den Eiswänden des Caracorum. Sie hatte beide Welten mit derselben Hingabe, derselben Professionalität und derselben Bescheidenheit gemeistert. Messners Worte offenbarten eine Laura Dalmeier, die weit über ihre öffentliche Wahrnehmung hinausgewachsen war.
Sie war nicht nur die Biathletin gewesen, die Deutschland begeistert hatte, sondern auch die Bergsteigerin, die selbst Reinhold Messner beeindruckt hatte. In einer Zeit, in der das Bergsteigen zunehmend kommerzialisiert und technisiert wird, hatte sie den ursprünglichen Geist dieser Aktivität bewahrt und gelebt.
Ihre Verfügung, im Todesfall am Berg zu bleiben, war mehr als nur ein praktisches Testament. Es war ein philosophisches Statement. Sie hatte verstanden, dass wahres Bergsteigen bedeutet, die vollen Konsequenzen des eigenen Handels zu tragen. Diese Haltung machte sie zu einer würdigen Nachfolgerin der großen Bergsteigertraditionen, die Messner selbst verkörperte.
Der Klimawandel, der möglicherweise zu häufigerem Steinschlag am Leila Peak beigetragen hatte, symbolisierte die Herausforderungen, denen sich moderne Bergsteiger gegenüber sehen. Laura Dalmeier war nicht nur Opfer eines Unfalls geworden, sondern möglicherweise auch der veränderten Bedingungen, die globale Veränderungen mit sich bringen.

Dennoch hatte sie ihre Leidenschaft nicht aufgegeben, ein Zeichen für ihre ungebrochene Verbindung zu den Bergen. Messners Analyse des modernen Bergsteigens, das sich vom traditionellen Alpinismus entfernt hatte, verlie Laura Dalmeiers Entscheidungen zusätzliche Bedeutung. In einer Zeit der Sicherheit und Kontrolle hatte sie den Weg der Unsicherheit und des Risikos gewählt.
Nicht aus Unwissen, sondern aus der tiefen Überzeugung heraus, dass nur dort die authentischsten Erfahrungen zu finden sind. Die weltweite Gemeinschaft der traditionellen Bergsteiger, von der Messner sprach, hatte in Laura Dalmeier eine würdige Vertreterin verloren. Sie hatte bewiesen, dass man auch als Quereinsteiger die tiefsten Wahrheiten des Bergsteigens verstehen und leben kann.
Ihre Transformation vom Spitzensport zum traditionellen Alpinismus war vollständig gewesen. Eine Wandlung, die selbst Messner respektierte. Am Ende blieb Reinhold Messners unendlich großer Respekt vor Laura Dalmeier. Worte, die schwerer wiegen als jede Medaille oder Auszeichnung. Sie kamen von einem Mann, der die Berge der Welt wie kein anderer kannte und der in Laura eine Gleichgesinnte erkannt hatte.
Eine Frau, die das Bergsteigen nicht nur betrieben, sondern gelebt hatte. Laura Dahlmeiers Vermächtnis besteht nicht nur in ihren sportlichen Erfolgen oder ihren bergsteigerischen Leistungen. Es liegt in der Art, wie sie beide Welten gemeistert hat, mit Demut vor der Natur, Respekt vor den Risiken und der Bereitschaft, die vollen Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu tragen.
In Reinhold Messners Worten wird sie nicht als Heldin verklärt, sondern als das gewürdigt, was sie war. Ein Mensch, der das Leben in seiner intensivsten Form gesucht und gefunden hatte. Ihre Geschichte zeigt uns, dass wahre Größe nicht darin liegt, Risiken zu vermeiden, sondern sie bewusst und verantwortungsvoll einzugehen.
Laura Dahlmeier hatte verstanden, was viele nie lernen, dass die wertvollsten Erfahrungen oft dort warten, wo die Sicherheit aufhört. Sie starb, wo sie leben wollte, in den Bergen, die sie über alles liebte.
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