Hallo und “Herzlich Willkommen” zu meinem neuen Video. Schön, dass ihr wieder alle mit dabei seid. Heute besuche ich die Festung Königstein. Sie gehört zu den ältesten Festungsanlagen in Europa und ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß dabei. Im Mittelalter gehörte der Königstein, welcher auf dem gleichnamigen Tafelberg liegt, zum Herrschaftsgebiet von König Wenzel I.
von Böhmen. Zur Verwaltung und zum Schutz des Landes ließen die böhmischen Könige Burgen errichten und besetzten diese mit Burggrafen. Das Gebiet grenzte an die Markgrafschaft Meissen und wurde von wichtigen Verkehrswegen durchzogen, der alten Salzstraße Prag – Pirna – Magdeburg, der großen Lausitzer Straße und der Elbe als Wasserstraße.
Dieser Landstrich hatte somit eine außerordentliche wirtschaftliche und strategische Bedeutung. Einen ersten Hinweis auf die Burggrafen und eine Burganlage auf dem Felsplateau gibt ein Dokument aus dem Jahr 1233. In einer Schenkungsurkunde König Wenzels I. von Böhmen für die Prager Domkirche wird neben dem Burggrafen von Dohna ein “Burggraf Gebhard vom Stein” als Zeuge erwähnt.
Der böhmische König Wenzel I. wurde zusammen mit Heinrich Raspe IV., Landgraf von Thüringen, im Jahr 1242 vom Kaiser Friedrich II. zum Vertreter für dessen minderjährigen Sohn Konrad IV. ernannt. So sollte ein drohender Krieg unter den rivalisierenden deutschen Fürsten verhindert werden. Friedrichs Großvater war Kaiser Barbarossa.
Man schrieb das Jahr 1241. Nach langem Hin und Her schickte sich König Wenzel I. an, den Grenzverlauf zwischen seinem Reich und dem Bistum Meissen mit seiner Unterschrift zu akzeptieren. Die Beurkundung erfolgte am 7. Mai. Er siegelte und stellte die “Oberlausitzer Grenzurkunde” aus, in der sich erstmals die vollständige Ortsbezeichnung “in lapide regis – auf dem Stein des Königs” findet.
Auf dem Siegel der Urkunde ist Wenzel I. dargestellt. Das “Tor-Ravelin” sperrt seit 1735 den Weg zur Festung. Vor dem eisernen Gittertor befindet sich ein Sperrkamm in der Art eines Spanischen Reiters, der vor den Durchgang gerollt werden konnte. Die Toranlage selbst wird auch als “Pforte” bezeichnet.
Hier stand zu Zeiten, als die Festung noch als solche aktiv war, immer ein Einzel- oder Doppelposten, der für Einlass begehrende Personen nur eine kleine Pforte und nie die großen Torflügel öffnete. Diese Anlage ist das zweite Sperrwerk, das die Festung schützte. Es wurde 1733 erbaut. Es besteht links und rechts vom Durchgang aus je einer halben Bastion und wird als “Grabenschere”
bezeichnet. Die treppenförmige Brustwehr auf der Grabenschere ist so schräg, dass die Verteidiger in den Innenhof schießen konnten. Vor der Grabenschere liegt der zweite Trockengraben der Festung. Der Durchgang war ursprünglich mit einer Zugbrücke, ab 1893 mit einer Wippbrücke gesichert. Den Schlussstein des Torbogens ziert das Haupt der “Medusa”, das steinerne Gesicht im Torbogen, das die Zunge rausstreckt. Diese Gestalt
aus der griechischen Mythologie hat Haar aus Schlangen und weit aufgerissene Augen. Wie die Sage erzählt, verwandelt sie jeden, der ihr in die Augen blickt, sofort zu Stein. Mit dieser Eigenschaft sollte die Medusa symbolisch Feinde abwehren. Auf dem Tor befindet sich als weiterer Schmuck das “kurfürstlich-sächsische, königlich-polnische Wappen”.
Von 1697 bis 1763 waren die sächsischen Kurfürsten Friedrich August I. und sein Sohn Friedrich August II. zugleich Könige in Polen. In der Mitte, relativ klein, ist das kursächsische Wappen dargestellt. Es beinhaltet in seiner rechten Hälfte, mit den Farben Schwarz und Gold und schräg darüber dem grünen Rautenkranz, das Hauswappen der Wettiner.
Der linke Teil zeigt die Farben Schwarz und Weiß mit darauf gekreuzten Kurschwertern, denn die sächsischen Landesherren hatten das Amt des Reichserzmarschalls inne. Das große Wappenschild zeigt je zweimal den polnischen Königsadler und – da Litauen und Polen eine Union bildeten – auch den litauischen Reiter. Das ganze Ensemble krönt die polnische Königskrone.
Eine Holzrampe überwindet den “Trockengraben” zum “Dunklen Aufgang”. Das Baumaterial gab den Verteidigern die Möglichkeit, die Rampe im Belagerungsfall schnell abzubrechen oder in Brand zu stecken. “Das steinerne Tor” stammt aus dem Barock. Der Schlussstein im Bogen trägt die Initialen AR für Augustus Rex, König August, und die polnische Königskrone.
Darüber sieht man das steinerne Relief Augusts des Starken. Es wurde 1910 von dem Dresdner Bildhauer Otto Panzner geschaffen. Die glatten Felsflächen neben dem Tor sind nicht natürlich. Die ursprünglich zerklüfteten Felswände des Königsteins wurden nach 1589 begradigt, damit sie keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr boten. Steinmetze schlugen die heute noch zu erkennenden Balkenfalze für Holzgerüste ein und arbeiteten sich so von unten nach oben.
Die Sächsische Schweiz gehörte damals zu Böhmen. Die böhmische Königsburg auf dem Königstein bestand im 14. Jahrhundert aus drei festen Gebäuden, der Kaiserburg, dem Berghaus in dem der Burggraf wohnte, und der Burgkapelle. Die Gebäude waren von einem Burggraben umgeben. Eine Brücke am Ende des Graben bildete den Zugang.

Die Schlucht zwischen den Gebäuden überbrückte ein einfacher Wehrgang. 1359 hielt sich Kaiser Karl IV., der auch König von Böhmen war, auf dem Königstein auf. Er ermahnte seine Nachfolger, den Königstein nie zu veräußern. Doch ständiger Geldmangel führte mehrfach zur Verpfändung der Anlage. Karl IV. zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters
und war einer der einflussreichsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Mit der “Goldenen Bulle” von 1356 hatte Karl der IV. das erste Reichsgrundgesetz geschaffen. Die Gesetze, die Karl IV. sammeln und zusammenfassen ließ, waren schon längst bestehende Rechte, die jetzt noch einmal niedergelegt wurden. Wichtig war vor allem der Satz, dass
der römisch-deutsche König als König der Römer zum Kaiser befördert werden soll. Das bedeutete, dass der Papst nicht mehr die Zustimmung zur Kaiserkrönung erteilen musste und der König durch die Wahl der Kurfürsten so schon Kaiser war. Die in der Goldenen Bulle niedergeschriebenen Bestimmungen galten bis zum Jahr 1806.
Durch die Goldene Bulle von 1356 garantierte Karl IV. sozusagen die Kurfürstenrechte und regelte die Königswahl. Er machte Böhmen zum geistigen Mittelpunkt des Reiches, der bedeutende Künstler und Humanisten anzog. 1348 gründete er die erste deutsche Universität. Die zur Festung gehörende Georgenburg wurde auf den Fundamenten der mittelalterlichen Kaiserburg errichtet.
An der Stelle des Berghauses befindet sich heut das Kommandantenhaus. Wie berichtet wird, liebte Karl IV. den Königstein wegen der ausgezeichneten Jagdmöglichkeiten. Auch der Bau einer Kapelle fällt in diese frühe Zeit. Ein Teil der in der späteren Garnisonskirche freigelegten Wandmalereien stammen aus der ersten Hälfte des 13.
Jahrhunderts und sind einzigartig im sächsisch-böhmischen Raum. Vermutlich gab sie der böhmische König selbst in Auftrag. Anfang des 15. Jahrhunderts war der Königstein immer wieder Schauplatz kriegerischer Ereignisse. Zwischen den böhmischen Königen und den Markgrafen von Meißen aus dem Geschlecht der Wettiner traten Spannungen auf.
Die einzige Eroberung des Königsteins erfolgte 1406 und steht im Zusammenhang mit der Dohnaischen Fehde. Damals standen sich der Burggraf Jeschke von Dohna, Hauptmann auf dem Königstein und Anhänger des böhmischen Königs Wenzel IV. und der Markgraf Wilhelm I. von Meißen als Feinde gegenüber. Die Auseinandersetzung begann auf einem Adelstanz in Dresden zwischen dem jungen Burggrafen Jeschke,
der aus einem alten deutschen Adelsgeschlecht stammte, das schon seit dem 10. Jahrhundert mit der Burggrafschaft Dohna belehnt war, und dem Ritter Rudolph von Körbitz, eines Lehnsherrn des Markgrafen Wilhelms I., dem Einäugigen. Nachdem Markgraf Wilhelm I. selbst die Belagerung der Burg Dohna angeordnet hatte, floh Jeschke mit den Gefolgsleuten auf seine sicherste Burg, den Königstein.
Von dort aus wollte sich Jeschke in Sicherheit bringen und suchte Schutz beim böhmischen König Sigismund, dem zweiten Sohn von Kaiser Karl IV. in Ungarn, der ihn aber unerwartet hinrichten lies. Bis zum Frühjahr 1406 hielten die zurückgebliebenen Gefolgsleute des Burggrafen auf dem Königstein stand.
Dann erst gingen der Besatzung die Vorräte aus und sie mussten kapitulieren. Damit wurde der Königstein nach vierjähriger Belagerung von den Truppen Wilhelms I. eingenommen und der Mark Meißen einverleibt. Der Königstein blieb nun im Besitz der Wettiner. Im Vertrag von Eger wurde dieser Zustand 1459 rechtlich fixiert.
Amtsleute und Burgvögte verwalteten nun die Burg unter wettinischer Herrschaft. Hinter diesem nur aus Holz bestehenden Tor beginnt der “Dunkle Aufgang”. Zu Beginn des Festungsbaus 1589 befand sich hier eine natürliche Felsspalte. Sie wurde zu einer Rampe ausgehauen und darüber dann das zweifach geknickte “Torhaus” errichtet.
So entstand bis 1591 unter Leitung von Paul Puchner die “Dunkle Appareille”. Die Schießscharten im Keller des Torhauses dienten der Verteidigung des Eingangs. Im rechten Flügel hatte der Kommandant seine Wohnung. Von hier aus konnte er jederzeit den Torbereich einsehen. Die Erdgeschossräume im Mitteltrakt wurden im 18.
Jahrhundert als Unterkunft für den Hof eingerichtet und danach lange Zeit als Kurfürstliche, später Königliche Zimmer bezeichnet. Auf dem Dachboden lagerten die Vorräte. Unter dem Torhaus führt die “Dunkle Appareille” weiter zum Festungsplateau. Direkt hinter dem Tor sieht man oben im im Gewölbe einen 50 cm breiten Spalt. Das ist die “Steinschmeiße”. Die Verteidiger konnten von dort Steine oder Handgranaten auf die Angreifer werfen, um ihnen das Eindringen in den Dunklen Aufgang zu erschweren.
Einige Meter weiter zeigt das Gewölbe eine zweite Öffnung, die “Pechnase”. Heißes Pech, Öl oder kochendes Wasser sollte den Feind erneut aufhalten. Die Felswände rechts und links weisen zwei ausgehauene “Falze” auf. In diese wurden im Kriegsfall Holzbalken eingeklemmt. So entstand eine Barrikade als weitere Sperre.
Einige Schritte weiter folgt das sechste Tor. Diesmal bestehen die Flügel vollständig aus Metall. Dahinter ist die Fallpalisade zu sehen. Das Jahr ihrer Erbauung – 1792 – ist auf der Rückseite erkennbar. Die Besonderheit dieses Sperrwerks lag darin, dass die mit Eisenspitzen besetzten Eichenholzpfähle auch einzeln zu bewegen waren.
Ganz oben, oberhalb des Fallgatters, sieht sich beidseitig unter dem Gewölbe der “Dunklen Appareille” der “Caponnierengang” entlang. Dieser Verteidigungsgang für Schützen hat zahlreiche angeschrägte Schießscharten und bildet zugleich das Untergeschoss des “Neuen Zeughauses”. Am Ende der Dunklen Appareille steht die “Wagenwinde”.

Eine erste, noch hölzerne Winde ist bereits 1779, die heutige aus Metall 1877 aufgestellt worden. Mit ihr wurden Wagen und Geschütze heraufgezogen. Allein mit Pferden war die große Steigung nicht zu bewältigen. Am Ausgang befand sich bis 1851 das siebente Festungstor. Nach dem Torbogen führt die Helle Appareille nun direkt bis auf das Plateau.
Im Juli 1516 legte Herzog Georg der Bärtige von Sachsen auf dem Königstein den Grundstein für ein Kloster. Noch im selben Jahr zogen 12 Mönche ein. Der Orden war für seine Gelehrsamkeit und seine Humanität bekannt. Der Zugang des Klosters führte über den Herzogsweg. In den Fels gehauene Stufen zwischen Hempels Eck und Horn erinnern noch heute daran.
Hinter der heutigen Festungsmauer führt der Weg zu einer kleinen Pforte, durch die man auf das Plateau gelangte. Die sogenannte “Klosterpforte” wurde vor mehr als 100 Jahren tief unter den Kasematten wiederentdeckt. Als Klosterkirche diente den Mönchen die alte romanische Burgkapelle. Die zur Festung gehörende Garnisonskirche wurde auf den Fundamenten der mittelalterlichen Pfalzkapelle errichtet. Nach und nach breitete
sich der Geist der Reformation aus und das Kloster bestand nur kurze Zeit. Die Mönche wanderten ab und 1524 wurde das Kloster aufgelöst. Ein Forstbeamter verwaltete bis 1539, dem Todesjahr Herzog Georgs, den Königstein. Mit dem vermehrten Aufkommen von Feuerwaffen im 15. und 16. Jahrhundert boten Burgen keinen sicheren Schutz mehr.
Es begann die Zeit der Festungen, die mit ihrer veränderten Bauart deutlich schwerer zu bezwingen waren. Da der Königstein als Stützpunkt nahe der böhmischen Grenze strategisch weiterhin wichtig war, spielte schon Kurfürst August von Sachsen mit dem Gedanken, den Tafelberg zu einer Festung auszubauen.
Der Kurfürst beauftragte in den 1560er Jahren den italienischen Festungsbaumeister Pietro Ferrabosco damit, zu überprüfen, ob der Königstein für den Ausbau zur Festung geeignet sei.
News
Mit 81 Jahren verrät Albano Carisi ENDLICH sein größtes Geheimnis!
Heute tauchen wir ein in eine der bewegendsten Liebesgeschichten der Musikwelt. Mit 81 Jahren hat Albano …
Terence Hill ist jetzt über 86 Jahre alt – wie er lebt, ist traurig
Terence Hill, ein Name, der bei Millionen von Menschen weltweit sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert….
Romina Power bricht ihr Schweigen: ‘Das war nie meine Entscheidung
non è stato ancora provato nulla e io ho la sensazione dentro di me che lei sia …
Mit 77 Jahren gab Arnold Schwarzenegger endlich zu, was wir alle befürchtet hatten
Ich will sagen, das Beste ist, wenn man gesunden Geist hat und ein gesunden Körper. Arnold Schwarzeneggers…
Mit 70 Jahren gibt Dieter Bohlen endlich zu, womit niemand gerechnet hat
Es gibt Momente im Leben, in denen selbst die stärksten unter uns ihre Masken fallen [musik] lassen…
Die WAHRHEIT über die Ehe von Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanović
Es gibt Momente im Leben, in denen die Fassade perfekten Glücks in sich zusammenfällt und die Welt…
End of content
No more pages to load






