Geld regiert die Welt – so lautet ein altes Sprichwort. Doch für Christina Onassis war Geld nicht die Lösung, sondern oft der Kern ihrer tiefsten Einsamkeit. Die Erbin des griechischen Reederei-Imperiums hätte sich alles kaufen können, was das Herz begehrt, doch die wahre Erfüllung blieb ihr ein Leben lang verwehrt. Am 11. Dezember wäre sie 75 Jahre alt geworden, ein Meilenstein, den sie nie erreichen durfte. Ihr viel zu früher Tod im Alter von nur 37 Jahren markierte den traurigen Höhepunkt einer Familiengeschichte, die oft als „der Onassis-Fluch“ bezeichnet wurde.

Christina Onassis wurde in eine Welt des unvorstellbaren Luxus hineingeboren. Als Tochter des legendären Reeders Aristoteles Onassis und seiner ersten Frau Tina Livanos wuchs sie zwischen Privatjets, Luxusyachten und den exklusivsten Villen der Welt auf. Doch was nach außen wie ein Märchen wirkte, war im Inneren von tiefen Rissen geprägt. Ihr Vater war ein Mann von unbändiger Machtgier und oft abwesend, während die Ehe ihrer Eltern schließlich an Affären und dem enormen öffentlichen Druck zerbrach. Christina suchte schon früh nach der Anerkennung und Zuneigung, die ihr in ihrem häuslichen Umfeld oft fehlte.

Das Leben der Christina Onassis war eine ständige Suche nach Liebe, die sie in vier Ehen zu finden hoffte. Doch jede Verbindung endete in einer schmerzhaften Enttäuschung. Ihre erste Ehe mit Joseph Bolker, einem deutlich älteren Immobilienmakler, hielt kaum neun Monate und wurde vor allem durch den Widerstand ihres Vaters sabotiert. Auch ihre weiteren Ehen mit Alexander Andreadis, Sergej Kausow und schließlich Thierry Roussel brachten nicht das ersehnte Familienglück. Besonders die Verbindung zu Roussel war geprägt von Betrug und Unsicherheit, was Christinas emotionales Gleichgewicht weiter erschütterte.

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Neben den privaten Enttäuschungen wurde Christina von einer beispiellosen Serie von Schicksalsschlägen heimgesucht, die sie fast in den Wahnsinn trieben. Innerhalb von nur 24 Monaten verlor sie fast ihre gesamte Kernfamilie. Ihr geliebter Bruder Alexander starb 1973 bei einem Flugzeugabsturz – ein Verlust, von dem sich die Familie nie erholte. Nur ein Jahr später nahm sich ihre Mutter Tina das Leben, und schließlich verstarb 1975 ihr Vater Aristoteles Onassis. Plötzlich war die junge Frau alleinige Herrscherin über ein Milliardenimperium, doch der Preis dafür war die totale Isolation.

Der enorme Reichtum wurde für Christina zur Last. Sie fühlte sich oft nur auf ihr Vermögen reduziert und hatte das Gefühl, dass Menschen sich ihr nur aus Eigennutz näherten. Diese ständige Angst vor Ausbeutung führte dazu, dass sie sich immer mehr zurückzog und mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Ihr Gewicht schwankte extrem, und sie litt unter schweren Depressionen sowie Schlafstörungen. Der Luxus, der sie umgab, konnte die Leere in ihrem Herzen nicht füllen. Die Welt sah die glitzernde Fassade, aber Christina spürte nur den kalten Wind der Einsamkeit.

Christina Onassis – Wikipedia tiếng Việt

Inmitten all dieser Dunkelheit gab es jedoch einen Lichtblick: ihre Tochter Athina, die aus der Ehe mit Thierry Roussel hervorging. Athina war Christinas ganzer Stolz und ihre einzige Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft. Doch das Schicksal schlug erneut unbarmherzig zu. Am 19. November 1988 wurde Christina Onassis leblos in der Badewanne eines Landhauses in der Nähe von Buenos Aires gefunden. Die Todesursache: ein Herzinfarkt, vermutlich begünstigt durch jahrelangen Medikamentenmissbrauch und die enorme psychische Belastung. Sie starb mit nur 37 Jahren, fast so, als hätte ihr Körper der Last ihres Lebens nicht mehr standhalten können.

Athina blieb als Dreijährige zurück, genau wie ihre Mutter einst – als Alleinerbin eines Vermögens, das Fluch und Segen zugleich war. Heute lebt die passionierte Reiterin nach der Scheidung ihrer ersten Ehe zurückgezogen in Belgien. Sie hat sich weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen, vielleicht um dem tragischen Pfad ihrer Mutter zu entgehen. Die Geschichte von Christina Onassis bleibt ein Mahnmal dafür, dass Milliarden keine Garantie für Glück sind und dass die tragischsten Geschichten oft hinter den glänzendsten Türen geschrieben werden. Ihr Erbe lebt in ihrer Tochter weiter, doch die Narben der Onassis-Dynastie werden wohl nie ganz verheilen.

Athina Onassis: Die Tragödien ihrer milliardenschweren Familien-Dynastie |  GALA.de