Es gibt Geschichten, die so [musik]   tragisch sind, dass man sie kaum glauben   möchte. Geschichten von Menschen, die in   den Herzen von Millionen lebten, aber   selbst ein gebrochenes Herz trugen.   Andrea Jürgens war eine solche   Geschichte. Als sie am 20. Juli [musik]   2017 starb, verlor Deutschland nicht nur   eine Musiklegende.

 

 Die Welt verlor Frau,   die nie aufhörte zu lieben, selbst als   die Liebe sie im Stich ließ. Doch was   geschah wirklich in ihren [musik]   letzten Jahren? Warum konnte ihr Körper   nicht mehr und welches Geheimnis nahm   sie mit ins Grab? Die Antworten auf   diese [musik] Fragen sind schmerzhafter,   als irgendjemand sich hätte vorstellen   können.

 

 Die Geschichte beginnt in einer   Zeit, [musik] die heute wie ein fernes   Märchen erscheint. Es war Silvester   1977,   als ein zehnjähriges Mädchen mit großen,   traurigen Augen vor der Kamera [musik]   stand und ein Lied sang, das eine ganze   Nation zum Weinen brachte. Und dabei   liebe ich euch beide. Die [musik] Worte   kamen aus dem Mund eines Kindes, doch   sie trugen die Last tausender   zerbrochener Familien.

 

 Andrea Jürgens   war in diesem Moment mehr als nur ein   talentiertes Mädchen. Sie war die Stimme   einer Generation, die zum ersten Mal   offen über Scheidung [musik] und   Trennungsschmerz sprechen durfte. Der   Produzent Jack White hatte etwas in ihr   gesehen, das andere nicht erkannten.   Nicht nur ein hübsches Gesicht oder eine   süße Stimme, sondern [musik] eine Seele,   die Emotionen transportieren konnte, die   weit über ihr Alter hinausgingen.

 

 In den   späten 70ern war Scheidung noch ein   Tabha [musik]   im deutschen Schlager. Man sank von   ewiger Liebe, von Treue bis zum Tod, von   Harmonie und Glück. Doch Andrea brach   mit dieser Tradition. Sie sang von der   Realität, von der Zerrissenheit, von der   Sehnsucht [musik] eines Kindes, das   beide Elternteile liebt, aber zwischen   ihnen gefangen ist.

 

 Dieser Mut, diese   Authentizität machte sie über Nacht zum   Star. Was dann folgte, war beispiellos.   Der kleine Star aus Wanne Eikel eroberte   Deutschland im Sturm und dabei liebe ich   euch beide kletterte auf Platz 4 der   deutschen Charts [musik] und plötzlich   war Andrea überall. Im März 1978 wurde   sie bei der ZF Hitpade [musik] mit   Dieter Thomas Hack zu Publikumsliebling   gewählt.

 

 Das Fernsehen konnte nicht   genug von ihr bekommen und das Publikum   auch nicht. Im Herbst desselben Jahres   folgten weitere Hits. Ich zeige dir mein   Paradies [musik] und Tina ist weg. Jeder   Song festigte ihren Status als den   ersten großen Kinderstar in Deutschland   seit Heintier. Doch Andrea war [musik]   anders als Heinti.

 

 Während er mit seiner   Unschuld und Reinheit die Herzen   eroberte, berührte Andrea die [musik]   Menschen mit ihrer emotionalen Tiefe.   Sie sang nicht einfach nur. Sie fühlte   und das Publikum fühlte mit ihr. Es war   als ob dieses kleine Mädchen bereits   mehr vom Leben verstanden hatte als   manch [musik] Erwachsener. Die Erfolge   überschlugen sich.

 

 1979   im Jahr des Kindes, wie die Uno es   ausgerufen hatte, kam der nächste   [musik] große Durchbruch, ein Herz für   Kinder. Der Song wurde zur Titelmelodie   der gleichnamigen Aktion der Bildzeitung   [musik]   und zementierte Andreas Ruf als   Deutschlands liebenswertester   Kinderstar. Kurz darauf folgte [musik]   eine Rose für dich und dann im Oktober   1979 geschah etwas, das selbst die   künsten Erwartungen übertraf.

 

 Das   Weihnachtsalbum Weihnachten mit Andrea   Jürgens wurde veröffentlicht und   verkaufte sich [musik] innerhalb von nur   dre Monaten über eineinhalb Millionen   mal. Eineinhalb Millionen. Diese Zahl   ist heute schwer zu begreifen [musik] in   einer Zeit, in der Musikverkäufe digital   und fragmentiert sind.

 

 Doch damals   bedeutete es, dass jede 80. Person in   Deutschland dieses Album kaufte. Es war   das bestufte Weihnachtsalbum [musik]   seiner Zeit und übertraf Legenden wie   James Last, Heinier, Royal Black und   sogar Elvis Presley. Das Album erhielt   mehrfach Gold und Doppelplatin und   Andrea Jürgens, gerade 12 Jahre alt,   stand im Genesbuch der Rekorde.

 

 Sie   hatte einen Gipfel erreicht, den die   meisten Künstler ihr ganzes Leben lang   vergeblich anstreben. Doch wie es so oft   im Leben geschieht, der höchste Gipfel   ist auch der Punkt, von dem aus es nur   noch berg abgehen kann. Nicht sofort   nicht dramatisch, aber aber langsam,   fast unmerklich begann Andreas [musik]   Stern zu verblassen.

 

 Die 80er Jahre   brachten weiterhin Erfolge, doch sie   waren kleiner, [musik] bescheidener.   Andrea wuchs heran und mit ihr wuchs   auch die Herausforderung relevant zu   bleiben. Das Publikum, das [musik] sie   als süßes Mädchen geliebt hatte, musste   nun akzeptieren, dass sie eine junge   Frau wurde. 1981 [musik]   veröffentlichte sie das Volksmusikalbum   Andrea Jürgens singt die schönsten   deutschen Volkslieder.

 

 Es zeigte ihre   Vielseitigkeit, [musik] doch es war kein   Mega Erfolg. Singles wie Mama Lorine und   Japanese Boy hielten sie in den Charts,   aber die Zeiten der Millionenverkäufe   waren vorbei. 1983 [musik]   kam Manual Goodbye, 1984   Player Blanca. Beide ursprünglich von   Audrey Lenders auf Englisch [musik]   gesungen und von Jack White für Andrea   ins Deutsche adaptiert.

 

 Die Musik war   schön, die Stimme war stark, doch   irgendetwas fehlte. Vielleicht war es   die Unschuld, die Magie der frühen   Jahre, die nicht mehr zurückzuholen war.   Ihre Alben. [musik] Solange ein Mädchen   träumen kann und weil wir uns Lieben,   erreichten nicht mehr die Schardspitzen   ihrer Vorgänger.

 

 In der zweiten Hälfte   der 80er Jahre erschienen keine neuen   Studioalben mehr. [musik] Andrea blieb   aktiv, veröffentlichte Singles wie Co Co   Amore und eine Best of Kompilation im   Jahr [musik] 1987.   Doch die goldenen Jahre schienen vorbei.   Doch Andrea gab nicht auf. Sie konnte   nicht aufgeben. Musik war nicht nur ihr   Beruf, es war ihr Leben, ihre Identität,   ihre Daseinsberechtigung.

 

 Anfang der   90er Jahre kam ein neue Studioalbum   Küsse der Nacht und Liebe. 1993   veröffentlichte sie: “Ich kriege nie   genug von dir mit einem Cover von Guten   Morgen Sonnenschein wieder ursprünglich   von Audrey Lenders. Diese Kontinuität,   diese Beständigkeit war bewundernswert.   [musik]   Während andere Kinderstars in   Vergessenheit gerieten oder an ihrem   Ruhm zerbrachen, kämpfte Andrea weiter.

 

  Sie trat in Fernsehshows [musik] auf,   tue durch Deutschland, blieb in Kontakt   mit ihren Fans. 1996 [musik] nahm sie:   “Wir greifen nach den Sternen zusammen   mit dem Knockheim Quintet auf. Es war   eine Zusammenarbeit, [musik]   die zeigte, dass sie bereit war, neue   Wege zu gehen, sich anzupassen, zu   experimentieren.

 

 Ihr Album Wenn ich   glücklich bin aus demselben Jahr enthelt   sogar eine deutsche Version von Madonnas   YouL Se betitelt “Du wirst sehen.”   Andrea Jürgens coverte Madonna, eine   mutige, fast provokante Entscheidung für   eine Schlagersängerin. Es zeigte ihren   Willen, sich nicht in eine Schublade   stecken zu lassen, sondern als   vielseitige Künstlerin wahrgenommen zu   werden.

 

 Im Jahr 2002 feierte Andrea ihr   25-jähriges Bühnenjubiläum. Ein   Vierteljahrhundert im Musikgeschäft.   Eine Leistung, die Respekt verdient.   [musik]   Das Jubiläumsalbum Dankeschön zum   25-jährigen Bühnenjubiläum war ein   Rückblick auf eine beeindruckende   Karriere. Im neuen Jahrhundert wagte sie   einen mutigen Schritt. Sie wechselte   ihre Plattenfirma von BMG zu Koch   Records.

 

 Ihr erstes Studioalbum unter   dem neuen Label Lust aufs Leben erschien   [musik] 2005. Alfons Weindorf übernahm   als Produzent, was das Ende einer Era   markierte. Jack [musik] White und Peter   Wagner, die ihre Alben während der   BMGahre produziert hatten, waren nicht   mehr an Bord. 2006 wurden Andreas frühe   Alben von White Records in einer   speziellen CD-Eition neu veröffentlicht.

 

  Diese Sammlung ermöglichte einer neuen   Generation von Zuhörern ihre frühen   Werke zu entdecken und bot langjährigen   Fans einen nostalgischen Rückblick auf   den Beginn [musik] ihrer Karriere. Es   war als ob die Musikindustrie   anerkannte, dass Andrea Jürgens ein   wichtiger [musik] Teil der deutschen   Musikgeschichte war.

 

 Ein Erbe, das   bewahrt werden musste. Doch während ihre   Karriere weiterging, begann ihr   persönliches Leben auseinander zufallen.   [musik] Hinter den Kulissen, wen ab der   Scheinwerfer und des Applauses war   Andrea Jürgens einsam. [musik] Schon als   Teenager hatte sie sich anders gefühlt   als ihre Altersgenossen.

 

 Während andere   Mädchen von Popstars und Schullliebe   träumten, [musik]   stand sie auf der Bühne und sang vor   Tausenden von Menschen. Ihr Leben war   nicht normal und das prägte auch ihre   Beziehungen. Mit nur 15 Jahren verliebte   sie sich in Ralf Stiller, einen Optiker,   der 30 Jahre alt war, doppelt so alt wie   sie.

 

 Für einen Moment lasst uns das   sacken lassen. Ein 15-jähriges Mädchen   und ein 30-jähriger Mann. Heute würde so   etwas sofort kritische Blicke auf sich   ziehen, doch damals [musik] in den   frühenzern wurde es anders gesehen.   Andrea selbst erklärte es später in   [musik] einem Interview. Wahrscheinlich   lag es an meinem Beruf, dass ich immer   viel mit Erwachsenen zu tun hatte und   dass ich mich in sie verliebte.

 

 Mein   Produzent oder die Sekretärin. Ich   [musik] fand sie alle toll. Es waren   immer ältere Männer. Sie war ein Kind,   das in einer erwachsenen Welt lebte und   so suchte sie auch Liebe in dieser Welt.   [musik]   Ralf Stiller schien die Antwort zu sein.   Er war etabliert, reif, jemand zu dem   sie aufschauen konnte.

 

 [musik] Trotz des   erheblichen Altersunterschieds   behauptete Andrea, dass dies keine   unmittelbaren Probleme verursachte. 1988   heirateten sie im Standesamt   Recklinghausen. [musik]   Andrea war 21, Ralph 38. Es sollte die   große Liebe sein, die Liebe fürs Leben.   Doch 6 [musik] Jahre später, 1994 folgte   die Scheidung.

 

 Im Rückblick auf diese   Zeit gab Andrea in einem Gespräch mit   Uwe Hübner offen zu. Ich wünschte, ich   hätte nie geheiratet. Diese Worte sind   voller Schmerz und [musik] Bedauern. Die   Ehe, die einst so vielversprechend   begann, hatte sich als Fehler   herausgestellt. Doch Andrea war nicht   der [musik] Typ, der Aufgab oder sich in   Selbstmitleid verlor.

 

 Sie suchte weiter   nach Liebe, nach Geborgenheit, nach   jemandem, der sie verstand. Nach ihrer   ersten Ehe fand sich Andrea in einer   weiteren [musik] Beziehung mit einem   erheblichen Altersunterschied wieder.   Ihr zweiter Partner, Erhard Große, war   12 Jahre älter als sie. Andrea [musik]   hatte sich immer zu älteren Männern   hingezogen gefühlt und glaubte, dass sie   einen Mann benötigte, zu dem sie   aufschauen konnte.

 

 “Ich brauche einen   Mann, zu dem man aufschauen kann.   [musik] Ich stehe einfach auf ältere   Männer”, gestand sie. Erhard schien   perfekt zu sein. Er wurde nicht nur ihr   Partner, sondern auch ihr Manager.   [musik] Er kümmerte sich um sie,   unterstützte ihre Karriere, war an ihrer   Seite. Die Beziehung dauerte 14 Jahre,   [musik]   länger als ihre Ehe mit Ralf Stiller.

 

 Es   schien als hätte Andrea endlich die   Stabilität [musik] gefunden, nach der   sie sich so lange gesehnt hatte. Doch   das Schicksal hatte [musik] andere   Pläne. Eines Tages veränderte sich   alles. Erhard verliebte sich in eine   andere Frau. Es geschah im Tennisclub.   Eine jüngere Frau, eine Polin mit roten   Haaren, [musik] sehr feminin, sehr   attraktiv.

 

 Erhard konnte nicht   widerstehen. Die Anziehung war stärker   als die Loyalität, stärker als die 14   [musik] Jahre, die er mit Andrea   verbracht hatte. Er verließ sie. Für   Andrea brach eine Welt zusammen. Sie war   völlig erschöpft, erinnerte sich ein   enger Freund [musik] später. Die   Trennung kam nicht nur unerwartet, sie   war ein Schock, ein Verrat, ein   Dolchstoß mitten ins Herz.

 

 Andrea hatte,   er hat über [musik] alles geliebt. Er   war nicht nur ihr Partner, sondern auch   ihr Anker, ihre Stütze in einer Welt,   die oft hart und unbarmherzig war. Und   nun war er weg, einfach [musik] so für   eine andere Frau. Doch Andrea konnte   nicht loslassen. Sie war emotional zu   verletzlich, um die Verbindung zu   [musik] RH zu kappen.

 

 Trotz des   Schmerzes, den er ihr bereitet hatte,   blieb ihre Liebe zu ihm immens. Sie   hoffte, [musik] dass es nur eine Phase   war, dass er zurückkommen würde, dass   sie wieder zusammen sein könnten. Wann   immer [musik] Ehrhard ihr im Haushalt   half, klammerte sich Andrea an die   Hoffnung auf eine Versöhnung. Sie   träumte davon, dass er dauerhaft [musik]   zu ihr zurückkehren würde, dass sie die   Beziehung wiederbeben könnten.

 

 Doch   Erhard verließ sie [musik] immer wieder   für seine neue Freundin. Jedes Mal, wenn   er ging, zerstörte er ein Stück mehr von   Andreas Seele. Sie rief ihre Freundin   schluchzend an. [musik] “Er ist weg, er   ist weg”, erzählte die Freundin später.   Für eine Künstlersseele wie die von   Andrea war dies ein verherender Schlag.

 

  Die emotionale Achterbahnfahrt wurde   [musik] unerträglich. Es wird vermutet,   dass sie in eine tiefe Depression fiel.   ein Zustand, der von ihren Kollegen nach   ihrem Tod bestätigt wurde. Andrea   Jürgens, die Frau, [musik] die Millionen   mit ihrer Musik berührt hatte, war   selbst innerlich zerbrochen und während   ihr Herz blutete, begann auch ihr Körper   zu versagen.

 

 [musik] In den letzten   Jahren ihres Lebens erlebte Andrea eine   Reihe verherender persönlicher Verluste.   2010 starb ihr Vater Heinz im [musik]   Alter von 76 Jahren. Er war nicht nur   ihr Vater gewesen, sondern auch ihr   Manager, ihre Stütze, jemand, der immer   für sie da war. Dre Jahre später, 2013   verlor sie ihren Bruder Ralf.

 Er wurde   nur 58 [musik] Jahre alt. Der Verlust   eines Geschwisters ist immer   schmerzhaft. Doch für Andrea, die   bereits so viel durchgemacht hatte, war   es ein weiterer Schlag, den sie kaum   verkraften konnte. Und dann 2016 starb   ihre Mutter Margraret im Alter von 88   Jahren. Andrea hatte ihre Mutter auf   Opferungsvoll bis zu ihrem Tod gepflegt.

 

  Sie war da. Tag für Tag, Nacht für   Nacht, gab alles, was sie hatte. Doch   als ihre Mutter starb, war Andrea   allein. Ihr Vater war tot, ihr Bruder   war tot, ihre [musik] Mutter war tot.   Sie hatte keine Kinder, keine eigene   Familie. Erhard war nicht mehr da an   ihrer Seite. Sie war allein in dieser   Welt und die Last der Einsamkeit war   erdrückend.

 

 Doch Andrea war eine   Kämpferin. Trotz allem, was sie   durchgemacht hatte, beschloss sie ein   letztes Mal zurückzukommen. Im März 2016   veröffentlichte sie ihr neues Album   Millionen von Sternen. Es war ein   mutiges Statement, ein Zeichen dafür,   dass sie nicht aufgegeben hatte, dass   sie immer noch da war, dass ihre Stimme   immer noch gehört werden wollte.

 

 Und das   Album [musik] war ein Erfolg. Es   erreichte Platz 10 der deutschen Charts,   die beste Platzierung seit Jahren. Die   Singles Millionen [musik] von Sternen,   das reicht für mehr als eine Nacht. und   Dejavu zeigten, dass Andrea immer noch   das Talent hatte, mit ihrem Publikum zu   kommunizieren.

 

 Ihre treuen Fans [musik]   waren begeistert. Sie war zurück und   sich lang besser denn je. Im Herbst 2016   begann Andrea ihre Tournee. Doch schon   bald bemerkte sie, dass etwas nicht   stimmte. Sie kämpfte mit   gesundheitlichen Problemen, fühlte sich   schwach, erschöpft, nicht wie sie   selbst. Ihr Körper [musik] sendete   Warnsignale, doch Andrea ignorierte sie.

 

  Sie wollte weitermachen, musste   weitermachen. Die Musik war alles, was   ihr geblieben war. Doch im Frühjahr 2017   verschlechterte sich [musik] ihr Zustand   dramatisch. Sie musste sich im   Krankenhaus behandeln lassen. Die Ärzte   waren [musik] besorgt, doch Andrea   kämpfte weiter. Sie wollte nicht   aufgeben, nicht jetzt, nicht nach allem,   was sie durchgemacht hatte.

 

 Doch im Juli   2017 kam das Ende. Am 17. Juli brach   Andrea zu Hause zusammen. Sie wurde   sofort ins [musik] Krankenhaus gebracht   und die Diagnose war erschütternd.   Akutes Nierenversagen. Beide Nieren   hatten versagt. Ihr Körper konnte nicht   mehr. Andrea fiel ins Koma [musik] undre   3 Tage später am 20.

 

 Juli 2017 starb sie   im Alter von nur 50 Jahren. Er hat   Große, der Mann, der sie verlassen   hatte, war an ihrer Seite. Ich saß an   ihrem Bett, streichelte ihr Gesicht und   hielt ihre Hand. Dann hörte ihr Herz   aufzuschlagen, erzählte er später der   Bunten. Es war ein Moment von tragischer   Ironie.

 

 Der Mann, der ihr Herz gebrochen   hatte, hielt ihre [musik] Hand, als ihr   Herz zum letzten Mal schlug. Nach   Andreas Tod blieben viele Fragen offen.   Was genau hatte zum Versagen ihrer   Nieren geführt? War es [musik] eine   Krankheit, eine unbehandelte Infektion?   Oder hatte der emotionale Stress, die   Depression, die Jahre des Leidens ihren   Körper so geschwächt, dass er einfach   aufgab? Ärzte und Freunde spekulierten,   doch niemand wusste es mit Sicherheit.

 

  [musik] Manche glaubten, dass Schwäche   und Kummer ihren Lebensmut gebrochen   hatten, wie ihr bester Freund Heinz   Schnitzler der [musik] Bild sagte.   Andrea war völlig erschöpft, nicht nur   körperlich, sondern auch emotional. Die   Beerdigung von Andrea Jürgens fand im   engsten Familienkreis in Recklinghausen   [musik] statt.

 

 Doch was dort geschah,   schockierte diejenigen, die Andrea nahe   standen. Erhard Große, [musik] der Mann,   der sie verlassen und ihr Herz gebrochen   hatte, erschien nicht allein zur   Beerdigung. Er brachte seine neue   Freundin mit. Die Polin mit den roten   Haaren, die Frau, für die er Andrea   verlassen hatte, [musik] stand neben   ihm, als Andreas Sag in die Erde gesenkt   wurde.

 

 Pietätlos und demütigend, [musik]   so beschrieb es ein enger Freund   Andreas. Es war ein letzter Akt der   Respektlosigkeit, ein Schlag ins Gesicht   [musik] einer Frau, die nicht mehr da   war, um sich zu wehren. Andrea Jürgens   starb mit einem gebrochenen Herzen und   dieser letzte Akt fügte der tiefen   Traurigkeit über ihren Tod eine weitere   Ebene der Ungerechtigkeit hinzu, doch   die Demütigungen [musik] hörten nicht   auf.

 

 Nach Andreas Tod tauchte plötzlich   ein angeblicher Halbbruder aus der   Dunkelheit auf. Er behauptete, das   Ergebnis einer Affäre zwischen Andreas   Vater Heinz und der Schwester ihrer   Mutter Margret [musik] zu sein. Mit   dieser Behauptung beanspruchte er Rechte   an Andreas Besitztümmern und nahm   Gegenstände aus ihrem Haus. Ich war   berechtigt, [musik] dies zu tun, da ich   der einzige Verwandte ersten Grades bin   und Andrea wollte es so, erklärte er   gegenüber der [musik] Bild, doch seine   Geschichte zerfiel bald.

 

 Das Amtsgericht   in Recklinghausen ordnete einen DNA-Test   an und das Ergebnis war eindeutig. Der   Mann war [musik] nicht mit Andrea   Jürgens verwandt. Es stellte sich   heraus, dass er ein Betrüger war mit   einer [musik] Vorgeschichte von   Verurteilungen wegen Betrugs. Dieser   Skandal fügte dem bereits [musik]   tragischen Umfeld von Andreas Tod   weitere Ebene der Unruhe hinzu.

 

 Jack   White, der Mann der [musik] Andrea einst   entdeckt und zu einem Star gemacht   hatte, war erschüttert von ihrem Tod.   “Das ist einfach furchtbar”, sagte er   mit wehmütiger Stimme in einem Interview   mit der Bild. “Es bringt mir das Herz,   dass Andrea uns in [musik] so jungem   Alter für immer verlassen hat.

 

 Es ist   einfach furchtbar. Mit 77 Jahren   reflektierte White über die   tiefgreifende Wirkung ihres Todes.   Natürlich spielt jetzt ein Film in   meinem Kopf, denn ich habe sie [musik]   von Anfang an durch ihre Karriere   verfolgt”, teilte er mit. Er erinnerte   sich [musik] daran, wie er Andrea   entdeckt hatte, als sie gerade 9 Jahre   alt war.

 

 Nach 10 Sekunden Gesang [musik]   habe ich sie unterschrieben entgegen der   Meinung von Kollegen, die dachten, dass   es nach Heintier nie wieder einen   Kinderstar [musik] in Deutschland geben   würde”, sagte er stolz. Doch nun stand   Jack White vor der schwierigen Aufgabe,   sich mit dem Verlust von Andrea [musik]   Jürgens auseinanderzusetzen, einem   Talent, das er gefördert und gesehen   hatte, wie es zu einem Superstar   heranwuchs.

 

 Ihr Tod [musik] war nicht   nur ein persönlicher Verlust für White,   sondern auch ein bedeutender Moment der   Trauer für die Popmusikgemeinschaft.   Andrea Jürgens wird [musik] weiterhin   von ihren treuen Fans liebevoll   erinnert. Ihre Facebookseite mit über 65   000 Abonnenten bleibt [musik] ein   Zeugnis der Freude, die sie vielen durch   ihre Musik brachte.

 

 Fans besuchen   regelmäßig die Seite, um ihr Erbe zu   feiern und ihre Erinnerung lebendig zu   halten. Die Geschichte von Andrea   Jürgens ist eine Geschichte von Triumph   und Tragödie, von Höhenfügen [musik] und   Tiefen Stürzen von Liebe und Verrat. Sie   war ein Kinderstar, der die Herzen einer   Nation [musik] eroberte, eine Frau, die   nie aufhörte zu kämpfen, selbst als das   Leben ihr alles nahm, [musik] was sie   liebte.

 

 Ihr Tod war ein großer Verlust   für die Musikwelt und hinterließ ein   Erbe von herzlichen Auftritten und einem   reichen Musikkatalog, der weiterhin   Zuhörer inspiriert und bewegt. Doch wenn   wir an Andrea Jürgens denken, sollten   wir nicht nur an die Sängerin denken,   sondern an den Menschen. An das kleine   Mädchen, das mit 10 Jahren eine ganze   Nation zum Weinen brachte.

 

 An die junge   Frau, die sich in die falschen Männer   verliebte und ihr Herz immer wieder   brechen ließ. An die Kämpferin, die   trotz aller Schicksalsschläge nie   aufgab. [musik] an die einsame Seele,   die im Kreise ihrer Lieben starb, aber   nie die Liebe fand, die sie verdient   hätte. Andrea Jürgens Leben war nicht   perfekt und ihr Ende war [musik] nicht   gerecht.

 Doch ihr Erbe lebt weiter in   ihrer Musik, in den Erinnerungen ihrer   Fans, in den Tränen, die immer noch   fließen, wenn und dabei liebe ich euch   [musik] beide erklingt. Sie ist   gegangen, aber sie ist nicht vergessen.   Und solange es Menschen gibt, die ihre   Lieder hören [musik] und ihr Andenken   ehren, wird Andrea Jürgens niemals   wirklich tot sein.

 

 Millionen von Sternen   [musik] leuchteten für sie und einer   dieser Sterne ist sie selbst geworden,   für immer am Himmel der deutschen   Musikgeschichte.