Dass die SPD nach links gerückt ist, war   mir längst klar, spätestens als sich   Antier Lars Klingbeil offen dazu   bekannte, bei der Antifa gewesen zu   sein. Doch als nun auch noch der Usochef   der SPD, Philip Thürmer, das beim   Parteitag laut und deutlich von der   Bühne ruft, war für mich eines sofort   offensichtlich, warum diese Partei die   AfD verbieten will, denn kaum jemand   folgt diesem Linkskurs und die SPD   verliert dadurch immer mehr Wähler   direkt an die AfD.

 

 Am Ende meldet sich   ein Bürger aus dem Osten, lässt seinem   Frustfreien Lauf und spricht offen über   die aktuellen Zustände im Land. Deutlich   emotional und ohne Zurückhaltung.   Dafür nehme ich euch in die Pflicht. Da   sind wir auch dabei. Macht diese Partei   wieder zu der linken Volkspartei, die   dieses Land so dringend braucht.

 

 Danke,   liebe Genossinnen, Genossen und Glück   auf.   Wir haben aber ja gerade Philip Türmer   gehört, also diese ganz ganz klare   Positionierung nach links, die er   formuliert hat als Bundesvorsitzender   der USUS, halten Sie die für richtig für   die SPD, um me zu findesitzende Usos   ergriffen von sich selbst ganz links,   das wird immer so sein, das war völlig   in Ordnung.

 

 Ich glaube, das Problem bei   der SPD ist was anderes. Die haben sich   lebensweltlich kulturell entfernt von   den Leuten, die sie wählen sollen. Also,   ich gebe mal ein drastisches Beispiel.   In den Niederlanden haben die SPD der   Niederlande gerade mit den Grünen   fusioniert. Die machen jetzt eine Partei   auf. Ja.

 

 Und manchmal hat man bei der   SPD den Eindruck, das steht bei uns auch   bevor,   aber dann mit der Linkspartei.   Aber ich wollte gerade sagen, dann eher   mit der Linkspartei. Weil   Vorsicht, bedenken wir mal die   Kanzlerschaft von Olaf Scholz äh von   Cannabis. über Trans bis zur Werbeverbot   für Abtreibung alles Themen grün, grün   grün.

 

 SPD Parteit super, aber SPD Basis,   die sind gar nicht dagegen. Die sagen,   was macht ihr denn da? Womit beschäftigt   ihr euch denn? So und das steht   tatsächlich und da bin ich beim Kollegen   gar nicht im im im in Konkurrenz zur zu   einer scharfen Verteilungsfrage, ja,   aber die Milieös, die die SPD jetzt   verloren hat, Gelsenkirchen,   Kaiserslautern, Forzheim, die sind   wahrscheinlich sogar für höhere   superreichen Steuer.

 

 Aber das was die   erleben ist, wir haben eine Migration.   Ich erkenne meine Stadt nicht wieder.   Also die SPD muss diese Fragen anders   beantworten und ich glaube   interessanterweise, dass Klingbal es ja   verstanden hat, weil die Aufstellung,   die wir jetzt haben, wir lassen die CSU   an der Grenze machen. Also Dobrin darf   jetzt das tun, was Merkel Seehofer immer   verweigert hat und die SPD sagt: “Tue   es, wir wollen nur nicht drüber reden,   weil sie wollen, dass das Thema   weggeht.

 

” Also Klingbal hat es   verstanden. Ich glaube, wenn auf dem   Parteitag darüber abgestimmt worden   wäre, wäre es trotzdem verloren   gegangen. Der Mittelbau tickt anders als   die, die wählen sollen.   Mm. Das, was Sie gerade beschrieben   haben, hat übrigens auch Maximilian Weg   auf YouTube gefragt. Inwiefern ist die   SPD heute noch zeitgemäß? Ich habe den   Eindruck, dass viele ihrer Themen heute   auch von der linken und der Grünen   abgedeckt werden, teilweise radikaler,   aber ansonsten das sind die Positionen,   die Sie gerade von der Partei Spitze   beschrieben haben. Und Sie haben gesagt,   die Basis kann nicht unbedingt damit was   anfangen. Die sagen äh gut, dass ihr das   macht, aber meine Probleme liegen   eigentlich woanders. Das haben sie   gerade so als Thema beschrieben.   Alexander, was könnte denn Berbelbas   jetzt tatsächlich tun in Sachen   Bürgergeldreform? Wie wird sie da   möglicherweise auch noch das, was die   Ampelregierung quasi noch auf den Weg   gegeben hatte, verschärfen? Eigentlich   ist es im Koalitionsvertrag ja so   beschrieben.   Ja, lustigerweise wird sie ja auch   verbal was ändern, weil das ja unbenannt   werden soll und das ist also da ist die   Politik liegt tatsächlich in der

 

  Semantik, weil das Bürgergeld hatte ja   von Begriffe ein Fuß im bedingungslosen   Grundeinkommen und das ist wirklich ein   Phänomen, dass die SPD eine   Sozialleistung macht und die Leute   freuen sich nicht, sondern die Leute   sind empört darüber und ich glaube das   ist das gleiche wie mit dem Mindestlohne   umgekehrt.

 

 Der Mindestlohn war so   populär für SPD-Wähler, weil das was wir   gerade besprochen haben, jemand der   arbeiten geht, muss eine Familie   ernähren können. Das ist in weiten   Teilen der Gesellschaft Konsens, aber   dass der, der arbeitet mehr haben muss   als der, der nicht arbeitet, ist auch   Konsens. Und das Bürgergeld hat es   materiell gar nicht so in Frage   gestellt, aber es wirkte so.

 

 Ja, und das   war tödlich für die SPD. Die SPD   verabschiedet sich immer weiter davon,   eine Volkspartei zu sein, denn die   meisten Menschen in Deutschland sind   eben nicht links, sondern eher   konservativ, wenn nicht sogar rechts.   Das zeigt sich ganz deutlich an den   Bundestagswahlen und dem Wahlverhalten.   Auch die Grafik spricht eine klare   Sprache.

 

 Die SPD hat die meisten Wähler   an CDU und AfD verloren. Na ja, nach dem   neuesten Stand würde ich heute die CDU   auch zu links zählen, aber das gerne in   einem anderen Video. Ich hoffe, wir   schaffen trotzdem noch Herrn Michael   Mitchke aus Hannover. Kurz zum Ende   unserer Sendung noch. Hallo, bitte Ihre   Frage.   Ja, schönen guten Tag.

 

 Ich hätte eine   Frage an den Herrn Alexander und zwar   würde ich gerne wissen, wie er das   einschätzt, dass jetzt auf dem SPD   Parteitag beschlossen wurde einstimmig   von den Delegierten, dass ähm ja, dass   AfD Verbutzverfahren praktisch ähm ja in   Gang gesetzt wird. Also es entsteht eine   Arbeitsgruppe, die jetzt Materialien   sammelt,   ja, also mit dem Ziel dann die AfD   verbieten zu lassen.

 

 Wie wie schätzen   Sie das ein?   Ich glaube nicht, dass die Politik dahin   findet. Also, das müsste ja die   Bundesregierung betreiben und das wä ein   langwieriges Verfahren. Das würde viele   Jahre dauern. In dieser Zeit würde das   der AfD helfen nach meiner Einschätzung.   Und ich glaube nicht, dass dieser Weg   gegangen wird.

 

 Ich glaube, dass das so   ein bestimmte Wunsch der Partei das   Delegierten sich da mal auszudrücken,   aber das wird nicht material Realität.   Das kann ich mir nicht vorstellen.   Ich glaube kaum, dass ein Verbot der AfD   wirklich Realität wird. Das ist doch vor   allem eins. Ablenkung, ein Versuch vom   eigenen politischen Versagen abzulenken.

  Nun ruft jemand aus dem Osten an und   fühlt sich in die DDRZit zurückversetzt.   Ähm, so, ich gehe jetzt zu Sven Müller   nach Leipzig. Hallo Herr Müller und was   möchten Sie von uns wissen?   Ja, Grüße in die Runde. Vielen Dank auch   an die zwei, drei Vorredner vor mir.   Also, ich muss ganz ehrlich sagen, hier   wird immer groß geschrieben, SPD,   sozialdemokratisch, wir leben ja   angeblich in dem Wohlstand.

 

  Ich rufe aus Sachsen an, muss ich sagen,   aus der Region Leipzig. Ich war vor 36   Jahren auf der Straße, muss ich sagen.   Angeblich haben wir eine deutsche   Einheit. Nein, haben wir nicht. bis in   der Bundesrepublik Deutschland noch   Artikel Tralala beigetreten und die   Verhältnisse, die wir jetzt haben, muss   ich sagen, mit einer Tafeln, mit   Flaschensammlern, mit Rentner, die noch   nebenbei in der Rente arbeiten gehen   müssen, kenne ich, muss ich sagen, äh   von vor 89 nicht so und es spielt alles   die Politik heutzutage von der SPD alles   der Region blau zu. Anfangsbuchstabe A   müssen wir nicht weiter drüber reden und   ich frage mich wie das hier in 10, 15   Jahren mal aussehen wird, weil wir am   Osten mussten uns verändern und die   Verhältnisse, die wir jetzt haben,   wollten wir durchf die Leipziger   Montagsdemos eigentlich nicht und ich   frage mich, was kann man dagegen tun?   Einen Mindestlohn muss da eigentlich   dafür da sein, damit ich meine Bände   genießen kann und nicht noch nebenbei X   Nebenjobs habe. Das ist mir ein bisschen   unser frage mich, was sagen die   teilnehmenden Redakteure jetzt? äh die

 

  bei ihnen sitzen. Dazu wird sich hier in   5 Jahren was ändern, denn das spielt   alles der blauen Partei zu, selbst mit   der Zeitung, die jetzt hier verboten   werden sollte. Alles nur Propaganda. Ich   fühle mich in DDRZiten versetzt, muss   ich sagen. Propaganda der böse böse   Westen und Carl W von Schnitzel, der   schwarze Kanal.

 

 Einige werden es   vielleicht kennen. So schlecht war es zu   Ostzeiten bei Weiten nicht, was wir   jetzt hatten, was wir jetzt haben, was   kann man dagegen tun, was soll sich   ändern?   die Runde. Herr Müller auch danke für   diese durchaus emotionale Teilhabe hier   an der Sendung und Herr Tretb   angekündigt darf jetzt antworten, bitte.

 

  Ja, vielen Dank. Ähm, also erstmal liebe   Grüße meine Heimatstadt äh an der   Stelle, aber ich glaube, dass die ähm   also völlig vielfältig, erstens muss man   sagen,   die Situation in der DDR, wenn man sich   es einmal noch mal vergegenwärtigt,   natürlich ist es so, vielleicht gab’s   keine Flaschensammler oder man hat sie   nicht gesehen, vielleicht gab es keine   Armut oder man hat sie nicht gesehen.

 

  Also ich halte es für eine völlige   Verklärung dessen, was in der DDR   passiert ist, wenn man jetzt so tut und   wie sie auch gerade beschrieben haben,   das sei jetzt schlimmer als zu DDRZiten.   Zu DDRZiten sahen die Städte anders aus.   Es war eine andere Infrastruktur und sie   hätten im Fernsehen so eine Wortmeldung   nie von sich geben können.

 

  Der Tagesspiegeljournalist hat das Ganze   in meinen Augen wieder mal schön   geredet. Statt wirklich zuzuhören, wurde   relativiert, besonders bitter. Der   Anrufer aus dem Osten kam am Ende nicht   einmal mehr richtig zu Wort, was   wirklich schade ist. Ich bin mir sicher,   er hätte noch gesagt, alles fängt   irgendwann mal an, genauso wie es in der   DDR auch irgendwann angefangen hat.

 

 Doch   leider konnten wir diese Antwort nicht   mehr hören, denn diese Moderatorin hat   im Gegensatz zu ihren Kollegen jeden   Anrufer sofort abgewirkt, sobald die   Frage gestellt war. M.