Der Streit zwischen Jan Bömermann und   Clownswelt ist gerade in aller Munde.   Man kommt kaum daran vorbei. Doch genau   darum soll es in diesem Video nicht   gehen, denn Böhmermann hat sich auch   schon bereits die Journalistin Julia Ruß   vorgenommen, um die es heute hier geht.   Für ihn und viele seiner   öffentlichrechtlichen Kollegen ist diese   Journalistin offenbar bereits zu rechts.

 

  Das zeigt sich auch deutlich in der   Maisbergersendung, über die wir heute   sprechen. Heißt das jetzt, die Union   soll diesen Beschluss aufheben, Frau   Ruer Meinung nach? Also, ich wäre stark   dagegen, weil letztendlich muss man sich   auch fragen, wann braucht man überhaupt   noch die Linken beim Abstimmen? Es geht   dann meistens um Verfassungsänderungen   und da muss man sich sowieso fragen, wie   oft will man die Verfassung überhaupt   noch anfassen? Also in Deutschland haben   wir so diese Tradition, dass wir alle   zwei Jahre die Verfassung ändern, was   andere Länder nie machen oder sehr sehr   selten. Und da muss man sich mal fragen,   welche kleinteiligen Regelungen man in   die Verfassung schreibt und ob man nicht   davon Abstand nimmt, anstatt dass man   versucht mit Parteien Politik zu machen,   die Verfassung zu ändern, die die am   besten hinter der Brandma bleiben und   damit damit meine ich auch die Linken.   Und warum sollte die Union nicht mit den   Linken etwas machen? Also z.B. Wir haben   jetzt letzte Woche gesehen, wie sich   Heidi Reichenek äh das neue Idol der   Linken geäußert hat, von wegen ähm sie   will ähm den Kapitalismus stürzen. Da   habe ich mich auch gefragt, das hört   sich aber stark nach Systemstutz an, was

 

  man was man sonst mit der AfD vorwirft,   dass die das äh vorhaben. Und da würde   ich schon mir erwünschen, dass man auf   der linken Seite genauso hinschaut, wo   die Radikalen sind, wenn man auf der   rechten Seite förmlich manchmal danach   sucht. Mhm. Okay. In Schwerter gerade   schon zitiert, die hat gesagt, es soll   ja aber eben es wird dazu kommen, dass   unsere Stimmen gebraucht werden.

 

 Das äh   hat sie so formuliert auch in den   kommenden politischen Entscheidungen der   Reform der Schuldenbremse. Etwa wird es   auf die Stimmen der Linken ankommen und   auch die CDU muss begreifen, dass sie an   uns nicht mehr vorbeikommt. Und Herr   Feldenkirchen, hat sie recht? Da hat sie   vollkommen recht.

 

 Also die Union macht   ja jetzt Woche für Woche einen Abgleich   mit der Realität und erkennt, dass die   Realität noch äh wichtiger ist als die   eigenen Beschlüsse von anderen dazu mal.   Also ich halte den Beschluss wirklich äh   vor den Erfahrungen, die man jetzt   gemacht hat, daran festzuhalten, hat was   infantiles.

 

 Sie brauchten die Linken, um   ähm äh äh um die Voraussetzung zu   schaffen für äh mehr Militär ähm für die   äh Investitionen in der Infrastruktur.   Sie werden sie brauchen, weil es ist mit   der SPD vereinbart, die Schuldenbremse   auch für den Bereich jenseits von   Militär zu reformieren. Es werden   Verfassungsschützer äh Richter äh   Verfassungsrichter benannt werden   müssen. Also weiter so.

 

 Sie müssen nicht   mit denen koaliieren. Aus den Gründen,   die Frau Ru gesagt hat, finde ich es   auch absolut richtig, da dass nicht als   Wunschpartner für künftige Koalition,   aber einen erwachsenen Umgang mit der   Linken macht sie längst und dann muss   sie auch die Rhetorik nur noch anpassen   an das was schon ma Frau Rust.

 

 Na ja,   ein erwachsener Umgang, wenn man das auf   der anderen Seite anwenden würde, würde   es ja bedeuten, niemand dürfte sich mehr   aufregen, wenn mit der AfD etwas   bestimmt, etwas abstimmt, weil so wie es   z.B. im Januar passiert ist, als mit   Stimmen der AfD. Ich würde die anders   als die Union nicht gern in einen Topf   werfen.

 

 Ja, aber genau das genau das ist   ja das Problem, dass man da ja bitte,   dass man da plötzlich mit zweierlei Maß   misst in meinen Augen und ich finde, da   muss man schon aufpassen, dass dass man   noch sieht, dass auf beiden Seiten   extreme mehr Positionen vorherrschen.   Also ich würde mit Blick auf die beiden   durchaus mit zweierlei Maß messen.

 

 Das   ist vielleicht Geschmackssache. Man   sieht ganz deutlich, wie der   Spiegeljournalist Markus Feldenkirchen   mit zweierlei Maßmisst. Bei der linken   drückt er ein Auge zu. Bei der AfD   hingegen nicht. Ihm scheint gar nicht   mehr bewusst zu sein, was er da   eigentlich von sich gibt. Aber was soll   man auch anderes erwarten von einem   Journalisten vom Spiegeln.

 

 Währenddessen   bleibt Frau Ru bemerkenswert neutral und   bringt es auf den Punkt. Wenn schon,   dann müsse man beide Seiten gleich   kritisch behandeln. Grünenchef Felix   Banaschak, der sagt, das ist ein blankes   Chaos. März hat im Wahlkampf auf eine   Rhetorik, die an Donald Trump erinnert   gesetzt und nun sei die Realität, die   Union in der Realität angekommen.

 

 Wie   sehen Sie es geliefert? Na ja, wenn sich   die Grünen beschweren, finde ich, dann   hat wahrscheinlich die Regierung oder in   dem Fall die Union einiges richtig   gemacht und das, was Angela Merkel ja   nie wollte, waren Zurückweisungen an der   Grenze und genau das passiert ja jetzt   seit das erste Mal seit 2015 und das ist   ja schon eine Asylwende.

 

 Also wir müssen   schauen wie sich das weiterentwickelt.   Deswegen ist es ja erst eine Woche,   seitdem die Regierung ähm jetzt im Amt   ist. Also finde ich schon, dass man da   auch ein bisschen mehr Zeit zu gestehen   kann. Aber es soll ja auch äh eine   Symbolwirkung sein nach außen, also,   dass die Migranten erst gar nicht mehr   kommen und auch nach innen, dass das   Zeichen da ist, wir wir machen was und   dass ähm auch eben gerade AfD-Wähler   wissen, ähm ja, es ist nicht nur die   AfD, die handeln will, sondern auch die   Union hat’s mittlerweile kapiert. Mhm.   Also geliefert   von dem Versprechen auf jeden Fall. Es   ist ja auch ein Bündel an Maßnahmen. Es   ist nicht nur die Zurückweisung an der   Grenze, es soll ja auch verstärkt   abgeschoben werden. Es gibt mehr sichere   äh Drittstaaten. Es gibt sowas wie   Familiennachzug wird zumindest   ausgesetzt, dass es Flüge aus   Afghanistan gibt. Für Leute, denen man   eigentlich Hilfe zugesagt hatte, wird   ausgesetzt. So, das alles soll den   Eindruck in die Welt raussenden. Es ist   schwerer hier reinzukommen. Wenn ihr   hier seid, geht’s euch auch schlechter   als denen, die früher waren. Das ist

 

  schon bewusst gewollt. Ich finde nur   trotzdem und bei Überlastung von   Kommunen, glaube ich, mit Blick darauf   muss man auch eine andere Antwort geben,   als das bisher getan wurde. Wir dürfen   nur als Bundesrepublik nicht unsere   Humanität verlieren. Und wenn ich jetzt   höre, dass in der vergangenen Woche ein   Flug, einen Charterflug aus Kenia nach   Deutschland vom neuen Innenminister ähm   quasi äh abgesetzt wurde, der   stattfinden sollte, darin sollten   hauptsächlich Frauen und Kinder aus dem   Sudan sein, wo es zurzeit furchtbare   Zustände gibt und da 200 Frauen und   Kindern Schutz und Überleben zu gewähr   zu gewährleisten, das sollte nach wie   vor unser Anspruch sein, unabhängig von   den Maßnahmen, die ansonsten getroffen   werden. Aber aber abschreckend   abschreckend wäre das auf jeden. Also,   wenn man sagt, es muss abschreckend   sein, das wäre definitiv abschreckend,   oder Frau Hos? Also, ich habe   Verständnis, wenn da jetzt wirklich nur

 

  Frauen und Kinder im Flieger säsen, dass   man die immer noch reinfliegen lässt und   dass man die aufnimmt. Äh, ich glaube,   wir haben vor allem ein Problem mit zu   vielen jungen Männern ähm, die über den   Asylw gekommen sind. Deswegen ähm ja,   finde ich auch, dass man da durchaus   noch überlegen kann.

 

 ähm gerade wenn es   aus Ländern kommt, die jetzt vielleicht   nicht ähm so oft bei uns angekommen sind   wie aus dem Sudan. Ähm ja und wir haben   natürlich auch bei den Zurückweisung an   den Grenzen gibt’s ja auch   Ausnahmeregelungen, also auch da   schwangere, vulnerable Personen, also   auch alte Menschen z.B. die werden   trotzdem noch, also die dürfen ihren   Asylantrag ja noch stellen.

 

 Also wir   sind jetzt nicht inhuman geworden, aber   wir wissen, wer die größte Gruppe ist   und das sind jetzt die nicht gerade   hilfsbedürftigen würde ich sagen, jungen   Männer, die es halt trotzdem aufgrund   ihrer Stärke am meisten nach Deutschland   schaffen, hoffe ich. Herr Feldenkirchen   kann sich einreihen hinter Merkel,   Göring Eckert, Berbock und wie sie alle   heißen.

 Seit Jahrzehnten wird uns   erzählt, es sind Frauen und Kinder. Doch   die Realität sieht oft anders aus.   Sorry, aber das ist genau dieses   Märchen, das manche im Ausland glauben,   als würden in Deutschland Neigschuhe an   den Bäumen wachsen. Wir sind nicht dumm,   Herr Feldenkirchen, und vor allem, wir   können nicht der ganzen Welt helfen.

 

  Wann begreifen sie das endlich? Warum   sorgen wir nicht erst einmal hier für   Ordnung, einmal durchatmen und uns um   die Menschen kümmern, die bereits da   sind? Seit Jahren erleben wir   Massenmigration. Im Berliner Flughafen   leben Geflüchtete unter   menschenunwürdigen Bedingungen, teils in   Zelten, teils in Containern.

 

 Warum? Weil   die Kapazitäten längst nicht mehr   ausreichen. Wäre es nicht klüger, erst   dafür zu sorgen, dass Integration   gelingt, bevor wir über neue   Aufnahmeprogramme sprechen, dass   Stattfeste wieder sicher stattfinden   können, dass wir endlich weniger Steuern   zahlen, weil das Geld hier gebraucht   wird für Bildung, Infrastruktur,   Sicherheit.

 

 Der führte Bürgermeister hat   es kürzlich in einer Migrationssendung   ganz offen gesagt. Viele Menschen kommen   direkt nach ihrer Ankunft in die   Obdachlosigkeit und trotzdem machen wir   einfach weiter wie bisher. Es wird Zeit,   dass wir ehrlich über diese Probleme   sprechen und Prioritäten setzen. Wer   Europa insgesamt als demokratisches, als   Rechtsstaat, also wie wir es kennen und   lieben erhalten will, der kann die   jetzige Situation nicht einfach   belassen.

 

 Es war aus meiner Sicht   vielleicht in der Not irgendwo   nachvollziehbar, aber richtig einfach   alles zu öffnen war es nicht. Meine   Sozialamtsleiterin meldet mir, dass   jedes Monat etwa ein Familiennachzug   nach FT kommt. Es klingt ja nicht   schlimm. Wie ist die Realität? Da ist   ein Mann da in einer WG, der darf jetzt   auch eine Änderung aus der Märkelzeit   ohne Einkommen, ohne Nachweis der   Wohnung seine Familie nachziehen.

 

 Das   sind im Regelfall 7 bis 10 Leute. Für   die hat er natürlich ke Wohnung. Die   waren obdachlos. Die kommen direkt in   die Obdachlosigkeit noch FT und wir   schicken es dann ins Obdachlosenheim.   Wir tun die Kinderleid mit das ist ein   unerträgliches System des   Familiennachzugs. Ich habe da im   Ministerium nachgefragt.

 

 Da hieß es dann   ist es Europarecht, dann ist da auch   Europarecht falsch. Wir holen bewusst   Menschen in die Obdachlosigkeit. Hätte   ein AfD-Pitiker auf diese Missstände   hingewiesen, so deutlich und   realitätsnah, wie es nun mal ist, dann   wäre das vermutlich schon wieder ein   Fall für den Verfassungsschutz gewesen.   Denn heute gilt leider oft, die Wahrheit   auszusprechen, den Finger in die Wunde   zu legen, ist politisch heikel.

 

 Aber mal   ganz ehrlich, ich verstehe beide Seiten.   Es hilft den Menschen in Deutschland   nicht, wenn ihre Steuergelder dauerhaft   Menschen finanzieren, die nie gearbeitet   und nichts zur Wirtschaft beigetragen   haben. Und es hilft den Geflüchteten   auch nicht, wenn sie jahrelang in Zelten   oder Containern leben, ohne Perspektive,   ohne Integration, ohne echte Teilhabe.

 

  Am Ende stellt sich die Frage, wer   gewinnt bei dieser Art von Politik   überhaupt? Sicher nicht die Bürger,   sicher nicht die Geflüchteten,   vielleicht, aber auch nur vielleicht   gewisse Organisationen, die an dieser   Dauerkrise mitverdienen. Follow the   money, wie man so schön sagt. Aber eins   ist klar, so wie es läuft, hilft es   niemanden.