Das Problem ist eben, dass der Friede jetzt auch rechts ist. Also die, die jetzt für Frieden sind, z.B. im ukrainisch-russischen Konflikt, werden ja gemeinnen als Putinfreunde verstanden. Ja. Ja. Da gibt’s eine Herrn Höcke und eine Beatrice Storch und eine Alice Weidel, die wird vielleicht Kanzlerin, dann gibt’s noch Herrn Kopalla und wer ist jetzt eigentlich der Flügel und wer nicht und wie hat sich das entwickelt? Gehen Sie mit Amerika, gibt’s ein emanzipiertes Europa? Wird dieser Krieg aufhören? Was passiert mit Israel und Iran, dass davon von ihrer Partei eigentlich in den letzten Tagen, Wochen nicht viel zu hören war? Und wenn das so sein sollte und ich damit einen Punkt habe, dann sind Sie ganz klar keine Alternative für Deutschland, sondern sie werden in dem Moment Systempartei, so wie Sie es jetzt immer von den anderen Parteien sagen. Mm. Die Gefahren, die sie beschreiben, sind real. Die Tendenz, dass man rechte Parteien in dem Geiste, den sie ausgebreitet haben, gleischalten möchte, die gibt es. Dieses Gespräch zwischen Björn Höcke und Ulrike Gerau ist mehr als gelungen. Es zeigt eindrücklich, dass wir seit Jahren gegeneinander ausgespielt werden. Der Mythos von links und rechts entspricht längst nicht mehr
der Realität. Das Interview ist sehr intellektuell und wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, dem kann ich die volle Länge nur wärmstens empfehlen. Aus den knapp 3 Stunden habe ich für dich die Highlights zusammengefasst. Versuche zu beschreiben, was macht eine Gesellschaft, der die Begriffe verloren gegangen sind.
Das ist ja schon mal ein Problem, vor allen Dingen im politischen Raum. Sie sind jetzt rechts. Ja. Äh, dann gibt’s noch ein linksgrün versüfftes Milieu. Das ist ja so die Redewendung, von der wir jetzt immer hören. Äh dazu würde ich halt gerne sagen, dass das, was man so im Gemeinden linksgrün, versifft nennt, hat einfach mit links nichts mehr zu tun.
Und das ist natürlich mein Problem. Wenn es wenigstens was mit links zu tun hätte, also mit klassischem Sozialismus, dann könnte man noch sagen, hier steht eine rechte gegen eine linke, aber linksgrün versüft ist eine woke postmodernistische Erfindung, die ich eben schon mal als Ablenkungsgefecht einer gesellschaftlichen Debatte definiert habe. Und das ist eigentlich schade.
Ja, weil damit haben wir die Kategorien unseres politischen Koordinatensystems verloren. Das Problem ist eben, dass der Friede jetzt auch rechts ist. Also die, die jetzt für Frieden sind, z.B. im ukrainisch-russischen Konflikt werden ja gemeinnen als Putinfreunde verstanden. Ja, diejenigen, die bei Gaza Israel einfach für Frieden sind und sagen, das kann nicht sein, was da passiert, äh werden als was auch immer bezeichnet.
Die haben zwei Zweil sogar als Antisemiten. Das heißt, Frieden ist jetzt eigentlich als Rechtsgetackt, die Freiheit ist als Rechtsget. Das haben wir im Coronadiskurs gesehen, dass auf jen diejenigen, die die Bürgerrechte verteidigt haben gegen einen übergriffigen Staat wurden als Rechtsget.
Das heißt, wir haben klassische politische Begriffe wie Frieden und Freiheit an ein sogenanntes rechtes Milieu verloren. Und wer die verteidigt, ist deswegen rechts. Das alles ist natürlich grober Humbug. Ja, diese extremtisiert extremisierte Mitte und das ist meine These in diesem Buch. Er findet zwei Feinde, einen inneren Feind und einen äußeren Feind.
Der äußere Feind ist Putin, ist gleich Hitler und so weiter. Der innere Feind ist die AfD, ist gleich rechts. Ja. Und in dieser Erfindung der inneren und äußeren Feinde wird dann der Tatbestand eigentlich gemacht, dass man deswegen eine autoritäre Schließung, also spricht die einf Einschränkung von Meinungskorridoren, Einschränkung von Wissenschaftsfreiheit und so weiter.
Das müsste man alles hinnehmen zur Rettung, zur vermeintlichen Rettung der Demokratie. Das ist das, was ich Skizze zur geistigen Gegenwart der Zeit sehe. Und ähm insofern ist dieses Problem, dass wenn wir jetzt einen öffentlichen Diskurs haben, alle gegen Rechts und da ist ja Höcke sozusagen, darf ich das mal so sagen, das Schmuddelkind der Nation, ja? äh in insofern sind sie eine Projektionsfläche geworden für diesen Diskurs.
In meinen Augen, ich sage es noch mal, ist es ein Ablenkungsdiskurs davon, dass eine extrem extremisierte Mittel Mitte ihre sozusagen ihren Boden verloren hat, diese Feinderfindung machen muss, weil diese extremisierte Mitte braucht den Krieg zur Kapitalisierung ihrer liberalen Gesellschaft. Das ist der Zusammenhang. Ja, also die ganzen 800 Milliarden, mit denen der März jetzt regiert, mit Hilfe der Linken ins Amt geführt wurde, mit einem alten Bundestag, das muss ich ja nicht ausführen, das wissen Sie alles.
Äh, er hat natürlich den eigentlichen Punkt, dass es hier zwei Möglichkeiten gibt, den Kontinent Europa wirtschaftlich und sozial noch mal hochzubringen. Entweder mit einer Kriegswirtschaft, die haben wir jetzt praktisch beschlossen und oben drauf das Paket von Vonderlein noch mal 500 Milliarden oder wir würden, aber das ist ja komplett taboisiert, die Sanktion mit Russland abschaffen, die Pipelin wieder aufbauen, uns mit dem eurasischen Kontinent verbinden, zu China uns irgendwas anderes einfallen lassen, als dass China ein diktatorischer Rivale ist. Ja, also einen vernünftigen Diskurs machen über das aktuelle Zeitgeschehen, die Bricksstaaten und die Kräfteverhältnisse dieser Welt. Das alles lassen wir nicht zu und deswegen ist sozusagen das einzige, was uns bleibt, dass der Krieg jetzt praktisch zur Norm erklärt wird, ja, kriegstüchtig und so weiter und diese liberale Mitte über die Feinderfindung dadurch auf im Grunde erhofft, eine, ich sag mal, einen sozialwirtschaftlichen Aufstieg über Kriegswirtschaft äh hinzukriegen. Und deswegen müssen alle, die für Frieden sind und alle, die für Freiheit sind, müssen jetzt ehemals rechts bezeichnet werden. Das ist meine Analyse. Frau Got hat meiner Meinung nach absolut
recht. Am Ende des Tages geht es nur darum, uns abzulenken von den wirklich wichtigen Problemen, die hier gerade herrschen. Wir sollen keine Zeit mehr haben, selbst zu denken und eine eigene Meinung zu bilden. Stattdessen übernimmt der Staat diese Aufgabe für uns. Und leider fallen immer noch zu viele Menschen darauf herein.
Also Frau G hat zurecht gesagt, man hat mich zum Teufel der Projektionsfläche zur Projektionsfläche gemacht, zum Teufel der Nation gemacht. Was ist meine Aufgabe? Ich muss standhalten. Ich muss zeigen, dass es das Widerstand lohnt und das Widerstand berechtigt ist und wenn ich die Möglichkeit habe, wie hier und heute auch deutlich machen, dass ich was zu sagen habe und die Menschen in die Mündigkeit nehmen.
Ja, aufklären, aufklären, aufklären, aufklären. Saper Aude. Ich glaube, das ist auch ein Teil unseres Auftrags, den wir haben. Ansonsten ähm ganz viel richtige Analyse zu den wirtschaftlichen Hintergründen dieser äh dieser Konfrontationslage auch mit mit Russland. Wir haben einen Kapitalismus, der am Ende seines Lateins angekommen ist, der und da bin ich auch dankbar für Linke Kapitalismuskritik.
Da kommen wir vielleicht später noch zu, was kann ich von Linken lernen? Ja, Herrschaftskritik, Kapitalismuskritik. Da habe ich viel fruchtbare Lektüre in den letzten Jahren genießen dürfen. Hat mir viel hat mir die Augen geöffnet. Ähm und da ist äh ist liegt vieles am Aren. Ja. Mm. So ist die AfD eine Alternative.
Das ist tatsächlich die Frage, die mich umtreibt und ich hoffe, Kerl Höcker kann sie beantworten. Also ähm ich ähm muss jetzt vielleicht mal ein kleine Schlaufe machen. Ähm wenn man aus als außen auf die AfD guckt, ist ja sowieso vieles nicht klar. Ja, da gibt’s eine Herrn Höcke und eine Beatrice Storch und eine Alice Weidel, die wird vielleicht Kanzlerin, dann gibt’s noch Herrn Kopalla und wer ist jetzt eigentlich der Flügel und wer nicht und wie hat sich das entwickelt? von äh äh Bert Luca angefangen von einer Partei, die als konservatives Establishment was gegen den Euro hatte, Jahre später was gegen Flüchtlinge hatte. Herr Gauland, auf einmal kommt Frau Weidel, dann gab’s den Essner Parteitag und so weiter. Das muss ich Ihnen glaube ich nicht erzählen. Ja, was ich aber glaube sagen zu können und das habe ich ja in dem Buch geschrieben, ist, dass wir gar nicht mal nur mit Blick auf die AfD, sondern in allen populistischen Parteien Europas, auch das Rassemblement National, Frau National, Rassemblement National, auch FPÖ und so weiter programmatische Wenden stattf also sehen können, ja, dass wir Parteien, die am Anfang, ich sag mal,
biosoziale Parteien waren, mit einer durchaus, Max Otte würde sagen, Marktordnungspolitik, also einer Politik, die das Soziale will, aber eben nur für Biodeutsche, ja, das kann man ja dann bewerten, äh eine Neoliberalisierung stattgefunden hat auch im Parteiprogramm und dass das Parteiprogramm übrigens nicht nur der AfD, auch der FPÖ, auch das Rassum Dems, sich in das verschoben hat, was man gemeinhin heute neoliberalisiert bezeichnen würde. Ja, also z.B.
also da sind natürlich dann im AfD Parteiprogramme so ein paar Goodies drin, äh äh Grundsteuer Freibetrag erhöhen und und für Kinder was drin. Das streite ich gar nicht ab, dass man sozusagen auch für die sogenannten unteren Schichten da so ein paar Bonbons drin hat. Ja, aber im Wesentlichen geht es ganz stark um keine Erbschaftssteuer äh im Prinzip Politik für eigentlich reiche, ja, also für äh äh äh z.B.
äh steuerliche Gleichchaltung, also Einkommenssteuer, alles wird es gibt nur noch ein Steuermodell und so weiter. So, was ich damit sagen will, ist ich kann die Frage, ob die AfD eine Alternative ist, nicht mehr beantworten. Ich hätte vor einigen Jahren hätte ich gesagt, 2012 hätte ich noch gesagt, Marine Le Pen, die AfD, die FPÖ ist eine Alternative.
Sie wollen im Grunde Frieden mit Russland, sie wollen vielleicht sogar Haus aus der NATO, sie sind gegen die EU, sie sind gegen den Euro. Also, sie wären, so ist die AfD auch angetreten, eine wirkliche sozusagen politische Alternative. Ja, eine ganz radikale Alternative. Jetzt stelle ich fest, dass der Marine Le Pen darf ja nicht antreten, dass der Schwiegersohn Bardella proamerikanisch ist, pro EU, pro Israel zum Anschlag, wie ich es aus französischen sozusagen äh Geschichte nie kenne.
Ich stelle fest, dass Alise Weidel die erste war, die bei 5% NATO äh den Finger gehoben hat und gesagt, wir sind dabei. Ich stelle fest, dass die AfD vom Friedenskurs, also es steht jetzt noch auch in diesem Positionspapier, wir brauchen Frieden mit der Ukraine und für Verhandlung, das steht da noch drin, aber die lauten Töne, dass man vielleicht äh äh äh äh tatsächlich eine andere Form des Friedens, eine andere Sicherheitsarchitektur möchte, äh das steht da alles nicht mehr drin.
Das heißt, ich habe den Eindruck, korrigieren Sie mich, dass die AfD sich Richtung Atlantisch verschiebt, ja, pro NATOlantisch, dass die Radikalität, mit der die EU angetreten ist, viel nachdenken, sie mit Herrn Kra in ihrem Gespräch, was machen wir ein Europa jenseits der EU, dass da auch nicht so viel drin steht, dann kommen da so Floskeln, Europa der Fahrkalender und irgendwie souverenne Nationalstaaten.
Darüber diskutieren wir dann auch noch mal kurz, um den Bogen nicht zu lang zu machen. Ich habe das Gefühl, dass die AfD und nicht nur sie programmatisch unterspült und entkernt werden und dass sie sich eigentlich gerade aufhübschen, ja, weg mit deutscher Leitkultur, weg mit Remigrationsbegriff da am letzten Wochenende aufhübschen, um im Grunde koalitionsfähig zu sein.
Und Sarah Wagenlicht hat ja vor ein paar Tagen gesagt, sie würde jetzt der CDU auch mal dringend raten, dass die CDU mit der AfD koaliert. Das scheint mir im Grunde sozusagen der Fahrplan zu sein. Und dann hieße der Fahrplan, dass in dem Moment, wo die AfD regiert, also blau, schwarz in diesem Fall, dass von der AfD nicht mehr viel, ich überspanne mein Argument bewusst ein bisschen Höke, dass von der AfD nicht mehr viel übrig bleibt als sie mit Amerika, gibt ein emanzipiertes Europa, wird dieser Krieg aufhören? Was passiert mit Israel und Iran, dass davon von ihrer Partei eigentlich in den letzten Tagen, Wochen nicht viel zu hören war. Und wenn das so sein sollte und ich damit einen Punkt habe, dann sind Sie ganz klar keine Alternative für Deutschland, sondern sie werden in dem Moment Systempartei, so wie sie es jetzt immer von den anderen Parteien sagen. Bevor ich dir die Antwort von Björn Höcke gebe, muss ich etwas erklären. Frau Gerot macht zurecht die Anspielung auf Amerika. Donald Trump steht eng mit Israel und dessen Regierung. Die USA unterstützen Israel seit Jahrzehnten und
tun gefühlt alles, was Israel will. Es wird sogar gemunkelt, dass Israel Einfluss auf Amerika hat. Wie gesagt, das sind nur Gerüchte. Wenn Trump eines Tages nicht mehr Präsident ist, soll sein Vize JD Vannehmen und auch er ist voll auf Israels Seite. Hinter Vans stehen seine Unterstützer wie Elon Musk, Peter Tiel und Tucker Karlsen, die ebenfalls Israel loyal gegenüber stehen.
Und hier kommt die AfD ins Spiel. Elon Musk soll die AfD und Frau Weidel durch gemeinsame Gespräche gepusht haben. Frau Weidel steht inzwischen auch Viktor Orban sehr nahe, der wie Elon Musk Israel treu ist. Frau Gerot wundert sich deshalb, wie unabhängig und frei die AfD an der Macht wirklich sein kann, denn wir wissen alle, Deutschland ist seit Jahren nicht wirklich frei.
Wie genau werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Die Frage bleibt: Ist es gut, wenn die AfD ähnlich wie Trump so Israel nah ist? Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht. Mir ist nur wichtig, dass es immer um Deutschland geht und wir uns aus allem anderen heraushalten sollten. Herr Höcke, das sind doch, ich will nicht sagen schwere Anschuldigung, aber eine eine Analyse ihrer Partei.
Wir müssen da auch noch über das Stichwort Melonisierung der Partei sprechen. Ähm, das wird oft verwendet in dem Zusammenhang mit der italienischen Ministerpräsidentin, ähm, dass sie auch ihre Versprechen in der Migrationspolitik oder in der Außenpolitik nicht eingehalten hat. Und die Frage geht an Herrn Höcke.
Und da will ich zunächst mal als Björn Höcker antworten. Wenn den Wien der Partei so wäre, wie sie gerade skizziert haben und wenn die Zukunft der AfD eine Melonisierte wäre, dann wäre das nicht mehr meine Partei und dafür bin ich nicht angetreten. Die Gefahren, die sie beschreiben, sind real.
Die Tendenz, dass man rechte Parteien in dem Geiste, den sie ausgebreitet haben, gleichchalten möchte, die gibt es. Seit Jahren und Jahrzehnten wird das versucht und mit großem Erfolg versucht. Ja, wir wollen Demokratie und zwar echte Demokratie und echte Volkssouveränität. Und ich sehe im ORMDK auch keine Tendenz in der AfD, die dieser Zielsetzung aufgeben würde.
Der Neoliberalismusvorwurf, den höre ich oft. Wir sind ein ein bunter Haufen als AfD. Aber ich glaube, im Augenblick ist es noch so, dass dieser bunter Haufen erstmal gelernt hat, miteinander zu arbeiten und auch diszipliniert aufzutreten, auch wenn es internen Unstimmigkeiten gibt und manche Frage gibt, die beantwortet werden muss.
Wir sind professioneller geworden, aber wir verstehen unsere unterschiedlichen Herkünft mittlerweile auch als Chance wirkliche Volkspartei zu werden. Ja, Alice Weidel hat er diesen, sie war ja bekanntermaßen paar Jahr bei Goldman Sex und das wird er immer zum Vorwurf gemacht und damit wird sie dann immer diese Schublade neoliberal eingeortet.
Aber wir haben ganz viele Menschen, die aus anderen Professionen kommen. Ich selbst viele Jahre Lehrer. Es gibt Unternehmer, Mittelständler, Meister, Handwerksmeister bei uns. Es gibt Arbeiterangestellte bei uns. Wir sind eine wirkliche Volkspartei. Die NATO, die mittlerweile ein Militärbnis, ein Offensivbündnis zur Durchsetzung von Macht und Geldinteressen ist, irgendwann der Vergangenheit angehören zu lassen, indem Deutschland selbst eine militärische strategische Autonomie erwirkt. Die Zielsetzung muss sein, Europa als eigenständigen Pol in einer multipolaren Weltordnung zu etablieren und zu erhalten. Die Zielsetzung ist sein an Kooperationsmodus mit Russland herbeizuführen. Russland ist kein Feind Deutschlands. Russland könnte ein natürlicher Partner Deutschlands sein. Und die Zielsetzung müsste sein, ja, die europäische Identität, zu der wir vielleicht noch kommen, äh zu erhalten. Das bedeutet eben eine Identität zu erkennen, die das Ich mit dem Wir versöhnt und keinen radikalen Individualismus hervorgebracht hat, sondern ein Gemeinschaftssinn hervorgebracht hat, der aber dem Einzel natürlich auch immer die Möglichkeit zur Selbstentwicklung gegeben hat. Ich finde es gut, dass Björn Höcke offen darauf eingeht und nicht bestreitet,
dass die AfD aktuell noch nicht infiltriert ist. Ich hoffe sehr, dass es auch niemals dazu kommen wird. Solange Menschen, also Patrioten wie Herr Höcke, in der Partei sind und bleiben, sehe ich die Chancen dafür als sehr hoch. Gleichzeitig gefällt mir, dass Frau Gerau kritisch bleibt und weiter nachhakt.
Ein großes Lob aber auch an Höcke, der sich diesem Dialog stellt. Nur so können wir Wähler wirklich erkennen, wer die AfD wirklich ist und was sie vorhat. Denn noch einen Lügenkanzler wie März können wir uns nicht leisten. Überzeugt sie das, was Herr Höcke hier jetzt vorgetragen? Nein, es überzeugt mich nicht. Eigentliche Film ist und der eigentliche Film, Herr Höcke, ich bin jetzt wirklich mal provokant, dass wir uns ein bisschen fetzen.
Ja, ist doch, dass hier eine Partei offenbar aufgestellt wird oder sich aufstellt, die sich der lieber libertären Versuchung nicht entzieht. Ja, äh Elen Musk, ä Alise Weide, die Partei ist Libertär. Können wir ja noch mal drüber reden. Und das, was jetzt passiert, analytisch gesprochen ist doch, dass wir sozusagen eine, wie Sie auch immer das nennen, ja, sie wollen hier einen eine neopfodale Struktur und so weiter wollen sie eigentlich bekämpfen und ich würde behaupten, das Gegenteil passiert.
Das heißt, die AfD bildet sich für mich heraus, wie übrigens die Trumpisten in den USA, als eine Partei, wo eine, nennen wir es mal internationale Oligarchie einen bestimmten populistischen Impuls sozusagen instrumentalisiert. Ja, und das passiert über äh äh genau sozusagen die Aufstellung der Partei über die Geschichte der AfD, um es mal ein bisschen plastisch zu machen, sie fangen an als Antieuropartei, übrigens Marine Le Pen auch und die FPÖ und so weiter vor 10 Jahren.
Damit kriegen sie ein Teil des konservativen Spektrums. Das waren damals Konrad Adam und Stabatti und Olaf Fenkel und so weiter. Dann fliegen die alle raus, aber dann haben wir schon mal sozusagen ein konservatives Milieu mit einem Anti-Eurodiskurs und so weiter eingefangen. Ja, dann kommt die Flüchtlingskrise und sie bekommen ein unteres Segment der Gesellschaft.
Ja, weil gegen die Flüchtlinge, also die Bankenkrise, das hat ja Lisan Müller nicht so interessiert, weil die das auch nicht durchschaut hat, was da alles gelaufen ist. So, auf einmal haben wir eine Partei, in der sie ein oberes Milieu haben, die Konservativen, die gegen den Euro reagiert haben und ein unteres Milieu von Leuten, die gegen die Flüchtlinge reagieren.
Jedenfalls das, was passiert ist, ist, dass wir jetzt einen oberen Teil einer Partei haben, ja, und einen unteren Teil der Partei. Und damit kann die Partei auf zwei Beinen hüpfen. Mit nur AntIEuro ist nichts vorangegangen. Mit Anturo und Antimigration konnte die Partei sozusagen laufen. Das gilt für alle populistischen Parteien.
Und mein Problem, wenn Sie jetzt sagen Leidkultur und diese Remigrationswirter, dann sind das auch so Abwehrgefechte, weil das was eigentlich passiert, ist tatsächlich die Frage an Sie zurück, wie stark ist der libertäre Flügel? Gucken Sie auf das, was die AfD gemacht hat. Ich sag noch mal, Sie machen jetzt mit bei NATO Hälfte des Bundesetats für äh 5 % ist ja die Hälfte des Bundesets.
Es gibt keine klare Stellungnahme aus ihrer Partei zu Israel Iran. Sie sind bei den Trumpisten sozusagen mit im Bett. Trump hat gestern, war es gestern oder vorgestern, es ist im Wall Street Journal gesendet worden, wir zeichnen heute am 8. Juli auf zum Kontext. Ja, die 13 CEOs vom Gafferkomplex eingeladen.
Peter war dabei, Stephen Bennet war dabei und so weiter und hat diesen Leuten im Grunde klipp und klar gesagt, ich gebe euch freie Hand, ihr dürft auf die Daten zugreifen über das Pentagon von den amerikanischen Bürgern und so weiter. Das heißt, was sich mir am Horizont abbildet, ist eine große Tendenz, nicht nur bei der AfD, sondern auch in Amerika, eine große Tendenz eines autoritären Kapitalismus.
Das heißt, es geht im Grunde um die Abschaffung und die Befreiung des Staates bei den sogenannten Libertären. Es geht um einen radikalen Egoismus, eine radikale Autonomie. Das alles wird verschleiert natürlich mit der Coronadebatte. Oh, der übergriffige Staat. Um das nur mal zu sagen, ich war auch bei Corona gegen den übergriffigen Staat.
Ich möchte aber nicht, dass die Coronadebatte als Trittbrettargument genommen wird, um jetzt Kräften sozusagen das Zuckerbrot zu geben, die im Grunde gegen eine für eine Abschaffung des Staates sind. Und diese Tendenz, die haben wir in den USA. Auch in den USA gibt es zwei Strömungen zwischen denen, die jetzt Datecrafting machen wollen.
Ja, also der aktuelle Finanzminister Bensen Wessungs ähm und den Peter Tinflügel und so weiter. Und das äh alles ist ein libertäres Gedankengut, Curtis Jawin und so weiter, das weit in die AfD hineinrutscht und diese Leute sagen ganz klar Abschaffung der Demokratie. Demokratie ist mit radikaler Freiheit nicht vereinbar.
Ihr Parteiprogramm finde ich hat Ansätze davon und insofern, ich mach es jetzt bewusst charmant mit Lächeln, ja, habe ich fast Sorge dafür, dass die AfD zum Trittbrettfahrer oder aber auch zum Rattenfänger von Hameln wird, ja, indem einem Volk, der Volk ist ja ihr Begriff, ein bisschen Sand in die Augen gestreut wird, wir wollen jetzt äh radikale Demokratie, Abstimmung und so weiter und dass das aber nur ein Oberflächensand ist für eine Agenda, die dahinter steht.
Und diese Agenda ist tatsächlich eine antifreiheitliche Agenda, eine protaschistische Agenda, wenn man Faschismus liest, als ein Fall des Kapitalismus in ein autoritär libertäre Struktur. Und da weiß ich, ich kann mich wirklich nicht orientieren, ob Alice Weidel das bewusst macht, ob sie solche Begriffe bewusst setzt.
Wo ist die wieder? Sie haben ja gerade gesagt, sie währen sich eigentlich innerhalb der AfD gegen diese Strömung und wenn sie es kanalisieren können, dann kann ich nur sagen, dann sind Sie eine Alternative und dann werden sie gebraucht. Wenn sie das nicht kanalisieren können, dann wären sie ähäh sowieso eine Gefahr, aber dann würden sie im Grunde Verrat an dem betreiben, für was sie mal angetreten sind.
Ja, das das meine ich und ich meine das noch mal ohne Vorwurf an Sie persönlich. Wohin die Reise in Amerika mit all den Teagmilliardären gehen wird, weiß niemand so genau. Doch in Deutschland wollen wir Unabhängigkeit. Wir wollen als Volk wieder mehr Einfluss haben und dass unsere Stimme gehört wird.
Ich nehme Björn Höcke ab, dass er mit sich im Reinen ist und das können heute nur sehr wenige Politiker von sich behaupten. Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Appstein Fils bis heute so streng unter Verschluss gehalten werden. Also noch mal, wir wir schichten das jetzt ab. der Blick auf die Partei und der Blick auf meine Person und ich persönlich muss mich nicht verteidigen, weil ich mit mir hundertprozentig im Reinen bin.

Ich hab ich mein sozial ich habe mein sozialpolitisches Profil äh denke ich sehr deutlich nach außen getragen in den letzten Jahren. Ansonsten noch mal die Gefahren, die sie skizziert haben, sind da. Zwei Punkte, die ich da machen will. Erstens, die Gefahren werden dann zu einer wirklichen Bedrohung für eine neue Partei, wenn das Führungspersonal nicht Elite in dem Sinne ist, wie ich Elite verstehe, prinzipientreu und vorbildhaft unterwegs zu sein.
Also, sagen mal diese Generation der gecasteten Politiker, ob das ein Sebastian Kurz in in Österreich ist, ob das ein Macron in Frankreich ist, ob das jetzt ein Bandella in Frankreich ist, ob das ein Trudor in Kanada ist, wir wissen aus welchen Strukturen diese Harren entstarben. Wir wissen aus welchen Strukturen eine Annalen Berburg kommt.
Die sind tatsächlich eine Gefahr für die Demokratie und auch vor allen Dingen für jede Partei, die sich mit solchen Führungspersonen dann schmückt und von solchen Führungspersonen auch leiten lässt. Noch mal, ich kann meinen Parteifreunden nicht hinter die Stirn gucken und die Versuche wird es geben und gibt es die AfD unter Kontrolle zu kriegen.
Und ich weiß nicht, wie weit der Idealismus der einzelnen Protagonisten, die für diese AfD Stilbildend sind, Programm Programmbildend sind und Ethos bildend sind, wirklich reicht. Das weiß ich nicht. Ich kann nur von mir ausgehen und kann ihn von meinen Erfahrung mit den Kollegen berichten. Wobei ich nicht alles berichten kann vor laufen der Kamera, weil das Vertrauen in der Politik ist das am schwersten zu generierende Kapital und muss pfleglich behandelt werden bzw.
wenn irgendwie möglich aufgebaut werden. Noch sehe ich die AfD auf Kurs. Ja, der zweite Punkt, den ich machen will, ist ähm das Gespräch mit Musk. Das ist Alice Weidel oft vorgehalten worden, ja, auch im Nachgang, auch durchaus von Teilen der Basis und so weiter. Und der Versprecher an Anführungszeichen liberal und libertär, das sind ja zwei Begriffe, die im Englischen nicht so gut zu differenzieren sind.
Ich bin kein Native Speaker, aber sie sprechen ja fließend Englisch Vorgeruch. Vielleicht können Sie das noch mal aufklären noch mal. Wir haben auch Liberale in der Partei und es ist auch gut so, dass wir die haben, weil sie auch uns reflektieren, mich reflektieren. Ja. Ähm, aber wir sind keine Liberal und schon keine libertäre Partei.
Und bitte, und das ist ganz wichtig zu beachten, mit Blick auf die Demokratie in Deutschland, den Zustand der Demokratie in Deutschland und auf die Hexenjagd, die gegenüber der AfD und den Protagonisten der AfD veranstaltet wird. Es ist ja kein Rechtsstaat mehr, in dem wir leben. Es ist keine funktionierende Demokratie mehr, in der wir leben.
Opposition ist ja gar nicht mehr wirklich möglich. Vielleicht kommen wir zu diesem Thema noch, könnte da weit so ausführen. Ist natürlich auch der psychische Druck, den man als AfD Vertreter aushalten muss und über ein Jahrzehnt schon aushält, so enorm, dass der eine oder andere vielleicht dann doch die Sehnsucht hat, die aus einem bürgerlichen Leben kommt.
Ich möchte wieder Normalität, das ist menschlich und dass man dann aussehändliche Verbündete sucht. Ja, und das was was V auf der Münchener Sicherheitskonferenz gesagt hat, was der Vizepräsident Amerikas gesagt hat, was Ruby gesagt hat, was was Trump indirekt gesagt hat, obwohl er sich jetzt AfD noch nicht offiziell geäußert hat, das sind doch Worte, die uns gut tun und die auch dem Establishment in Deutschland anzeigen.
Leute, wir haben euch auf dem Schirm, das ist eine legitime demokratische Oppositionpartei und ähm wir würden das als Tabubruch empfinden, wenn hier wirklich mit einem Verbot oder sonst was vorgegangen wird, dass wir das auch mal ähm dass wir das auch in Anführungszeichen mal gerne hören, dass das auch eine psychische Entlastung bringt für alle die, die in den Parlamenten dieser Republik wie die Paria behandelt werden und zwar seit über 10 Jahren.
Seit über 10 Jahren bin ich in diesem Geschäft in Anführungszeichen. Ja, linke Abgeordnete, SPD Abgeordete, die spucken vor einem aus. Die normalen ahnbländigen Manieren gelten gegenüber Abgeordneten der AfD nicht mehr. Ich will jetzt gar nicht auf die ganzen Diskriminierung in den Parlament zu sprechen kommen, die wir erfahren müssen, obwohl wir Vertreter von Wählern sind, die nicht Wähler zweiter Klasse sind, sondern genauso Wähler erster Klasse wie die Wähler der Altparteien.
Ja, das macht ja auch etwas und das möchte ich bitte, dass Sie das in Rechnung stellen und als psychologische Komponente auch einspeichen. Wie bewerten Sie das Vorgehen in Ost? Bewerten Sie auch das ähm restriktive Vorgehen gegen Universitäten und was sagen Sie eigentlich zu diesem Vorwurf, den ich auch immer wieder höre, dass die AfD im Kern eine zionistische Partei sei, Herr Höcker? Also, ich habe aus strategischen Erwegung heraus mich und vor 10 Jahren für den landespolitischen Weg entschieden, weil ich der festen überzeugen bin, dass politische Veränderungen in einem föderalen System wie der Bundik Deutschland über die Länder erfolgen. Deswegen bin ich kein Bundespolitiker. Deswegen habe ich das Privileg, mich nicht mal über bundespolitische Themen äußern zu müssen, wie wohl ich es natürlich manchmal meine sozialen Netzwerke auch tue. bin der Meinung und ich will das an der Stelle gar nicht weiter ausführen, dass der Angriff Israels auf den Iran ein Fehler war und nicht mit dem Kriegsvölkerrecht mit der UNKin Einklang zu bringen ist. Ich halte die Strategie
Netaniaus für falsch. Mir scheint es so, dass er das Konzept Groß Israel umsetzen möchte, um sicherlich auch die berechtigten Sicherheitsinteressen Israels zu verfestigen und abzusichern. Ob da ob er damit Erfolg haben wird, wage ich zu bezweifeln. Ich sag ja zum Existenzrecht Israels.
Ich sage aber auch als deutscher Politiker, dass wir als AfD einen deutschen Standpunkt zu formulieren haben und dass manchmal in solchen internationalen Konfliktlagen kein auswältiger Standpunkt der richtige Standpunkt ist. Für mich ist das sehr deutlich. Sein Satz: “Deshalb ist der Landes und nicht Bundespolitiker” zeigt, dass man als Bundespolitiker oft noch leichter bestechlich oder besser kontrollierbar ist oder aber auch vom eigentlichen Weg abkommt, da man nur noch die ganzen Vorzüge und Privilegien sieht. Solche Gespräche zwischen intellektuellen Persönlichkeiten wie Frau Gerau und Politikern sollten meiner Meinung nach viel öfter stattfinden. Genau deshalb teile ich einige Standpunkte von Björn Höcke. Er ist der einzige bzw. einer der wenigen, der Deutschland immer an erste Stelle setzt und sich ansonsten heraushalten will. Dieser klare Standpunkt fehlt mir aktuell in der AfD.
Deutschland zuerst und nichts anderes. So sollten es auch die anderen Länder machen, sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern.
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