Das Problem ist eben, dass der Friede   jetzt auch rechts ist. Also die, die   jetzt für Frieden sind, z.B. im   ukrainisch-russischen Konflikt, werden   ja gemeinnen als Putinfreunde   verstanden. Ja. Ja. Da gibt’s eine Herrn   Höcke und eine Beatrice Storch und eine   Alice Weidel, die wird vielleicht   Kanzlerin, dann gibt’s noch Herrn   Kopalla und wer ist jetzt eigentlich der   Flügel und wer nicht und wie hat sich   das entwickelt? Gehen Sie mit Amerika,   gibt’s ein emanzipiertes Europa? Wird   dieser Krieg aufhören? Was passiert mit   Israel und Iran, dass davon von ihrer   Partei eigentlich in den letzten Tagen,   Wochen nicht viel zu hören war? Und wenn   das so sein sollte und ich damit einen   Punkt habe, dann sind Sie ganz klar   keine Alternative für Deutschland,   sondern sie werden in dem Moment   Systempartei, so wie Sie es jetzt immer   von den anderen Parteien sagen.   Mm. Die Gefahren, die sie beschreiben,   sind real. Die Tendenz, dass man rechte   Parteien in dem Geiste, den sie   ausgebreitet haben, gleischalten möchte,   die gibt es. Dieses Gespräch zwischen   Björn Höcke und Ulrike Gerau ist mehr   als gelungen. Es zeigt eindrücklich,   dass wir seit Jahren gegeneinander   ausgespielt werden. Der Mythos von links   und rechts entspricht längst nicht mehr

 

  der Realität. Das Interview ist sehr   intellektuell und wer tiefer in die   Materie eintauchen möchte, dem kann ich   die volle Länge nur wärmstens empfehlen.   Aus den knapp 3 Stunden habe ich für   dich die Highlights zusammengefasst.   Versuche zu beschreiben, was macht eine   Gesellschaft, der die Begriffe verloren   gegangen sind.

 

 Das ist ja schon mal ein   Problem, vor allen Dingen im politischen   Raum. Sie sind jetzt rechts. Ja. Äh,   dann gibt’s noch ein linksgrün   versüfftes Milieu. Das ist ja so die   Redewendung, von der wir jetzt immer   hören. Äh dazu würde ich halt gerne   sagen, dass das, was man so im Gemeinden   linksgrün, versifft nennt, hat einfach   mit links nichts mehr zu tun.

 

 Und das   ist natürlich mein Problem. Wenn es   wenigstens was mit links zu tun hätte,   also mit klassischem Sozialismus, dann   könnte man noch sagen, hier steht eine   rechte gegen eine linke, aber linksgrün   versüft ist eine woke postmodernistische   Erfindung, die ich eben schon mal als   Ablenkungsgefecht einer   gesellschaftlichen Debatte definiert   habe. Und das ist eigentlich schade.

 

 Ja,   weil damit haben wir die Kategorien   unseres politischen Koordinatensystems   verloren. Das Problem ist eben, dass der   Friede jetzt auch rechts ist. Also die,   die jetzt für Frieden sind, z.B. im   ukrainisch-russischen Konflikt werden ja   gemeinnen als Putinfreunde verstanden.   Ja, diejenigen, die bei Gaza Israel   einfach für Frieden sind und sagen, das   kann nicht sein, was da passiert, äh   werden als was auch immer bezeichnet.

 

  Die haben zwei Zweil sogar als   Antisemiten. Das heißt, Frieden ist   jetzt eigentlich als Rechtsgetackt, die   Freiheit ist als Rechtsget. Das haben   wir im Coronadiskurs gesehen, dass auf   jen diejenigen, die die Bürgerrechte   verteidigt haben gegen einen   übergriffigen Staat wurden als   Rechtsget.

 

 Das heißt, wir haben   klassische politische Begriffe wie   Frieden und Freiheit an ein sogenanntes   rechtes Milieu verloren. Und wer die   verteidigt, ist deswegen rechts. Das   alles ist natürlich grober Humbug. Ja,   diese extremtisiert extremisierte Mitte   und das ist meine These in diesem Buch.   Er findet zwei Feinde, einen inneren   Feind und einen äußeren Feind.

 

 Der   äußere Feind ist Putin, ist gleich   Hitler und so weiter. Der innere Feind   ist die AfD, ist gleich rechts. Ja. Und   in dieser Erfindung der inneren und   äußeren Feinde wird dann der Tatbestand   eigentlich gemacht, dass man deswegen   eine autoritäre Schließung, also spricht   die einf Einschränkung von   Meinungskorridoren, Einschränkung von   Wissenschaftsfreiheit und so weiter.

 

 Das   müsste man alles hinnehmen zur Rettung,   zur vermeintlichen Rettung der   Demokratie. Das ist das, was ich Skizze   zur geistigen Gegenwart der Zeit sehe.   Und ähm insofern ist dieses Problem,   dass wenn wir jetzt einen öffentlichen   Diskurs haben, alle gegen Rechts und da   ist ja Höcke sozusagen, darf ich das mal   so sagen, das Schmuddelkind der Nation,   ja? äh in insofern sind sie eine   Projektionsfläche geworden für diesen   Diskurs.

 

 In meinen Augen, ich sage es   noch mal, ist es ein Ablenkungsdiskurs   davon, dass eine extrem extremisierte   Mittel Mitte ihre sozusagen ihren Boden   verloren hat, diese Feinderfindung   machen muss, weil diese extremisierte   Mitte braucht den Krieg zur   Kapitalisierung ihrer liberalen   Gesellschaft. Das ist der Zusammenhang.   Ja, also die ganzen 800 Milliarden, mit   denen der März jetzt regiert, mit Hilfe   der Linken ins Amt geführt wurde, mit   einem alten Bundestag, das muss ich ja   nicht ausführen, das wissen Sie alles.

 

  Äh, er hat natürlich den eigentlichen   Punkt, dass es hier zwei Möglichkeiten   gibt, den Kontinent Europa   wirtschaftlich und sozial noch mal   hochzubringen. Entweder mit einer   Kriegswirtschaft, die haben wir jetzt   praktisch beschlossen und oben drauf das   Paket von Vonderlein noch mal 500   Milliarden oder wir würden, aber das ist   ja komplett taboisiert, die Sanktion mit   Russland abschaffen, die Pipelin wieder   aufbauen, uns mit dem eurasischen   Kontinent verbinden, zu China uns   irgendwas anderes einfallen lassen, als   dass China ein diktatorischer Rivale   ist. Ja, also einen vernünftigen Diskurs   machen über das aktuelle Zeitgeschehen,   die Bricksstaaten und die   Kräfteverhältnisse dieser Welt. Das   alles lassen wir nicht zu und deswegen   ist sozusagen das einzige, was uns   bleibt, dass der Krieg jetzt praktisch   zur Norm erklärt wird, ja, kriegstüchtig   und so weiter und diese liberale Mitte   über die Feinderfindung dadurch auf im   Grunde erhofft, eine, ich sag mal, einen   sozialwirtschaftlichen Aufstieg über   Kriegswirtschaft äh hinzukriegen. Und   deswegen müssen alle, die für Frieden   sind und alle, die für Freiheit sind,   müssen jetzt ehemals rechts bezeichnet   werden. Das ist meine Analyse.   Frau Got hat meiner Meinung nach absolut

 

  recht. Am Ende des Tages geht es nur   darum, uns abzulenken von den wirklich   wichtigen Problemen, die hier gerade   herrschen. Wir sollen keine Zeit mehr   haben, selbst zu denken und eine eigene   Meinung zu bilden. Stattdessen übernimmt   der Staat diese Aufgabe für uns. Und   leider fallen immer noch zu viele   Menschen darauf herein.

 

  Also Frau G hat zurecht gesagt, man hat   mich zum Teufel der Projektionsfläche   zur Projektionsfläche gemacht, zum   Teufel der Nation gemacht. Was ist meine   Aufgabe? Ich muss standhalten. Ich muss   zeigen, dass es das Widerstand lohnt und   das Widerstand berechtigt ist und wenn   ich die Möglichkeit habe, wie hier und   heute auch deutlich machen, dass ich was   zu sagen habe und die Menschen in die   Mündigkeit nehmen.

 

 Ja, aufklären,   aufklären, aufklären, aufklären. Saper   Aude. Ich glaube, das ist auch ein Teil   unseres Auftrags, den wir haben.   Ansonsten ähm ganz viel richtige Analyse   zu den wirtschaftlichen Hintergründen   dieser äh dieser Konfrontationslage auch   mit mit Russland. Wir haben einen   Kapitalismus, der am Ende seines Lateins   angekommen ist, der und da bin ich auch   dankbar für Linke Kapitalismuskritik.

 

 Da   kommen wir vielleicht später noch zu,   was kann ich von Linken lernen? Ja,   Herrschaftskritik, Kapitalismuskritik.   Da habe ich viel fruchtbare Lektüre in   den letzten Jahren genießen dürfen. Hat   mir viel hat mir die Augen geöffnet. Ähm   und da ist äh ist liegt vieles am Aren.   Ja. Mm.   So ist die AfD eine Alternative.

 

 Das ist   tatsächlich die Frage, die mich umtreibt   und ich hoffe, Kerl Höcker kann sie   beantworten. Also ähm ich ähm muss jetzt   vielleicht mal ein kleine Schlaufe   machen. Ähm wenn man aus als außen auf   die AfD guckt, ist ja sowieso vieles   nicht klar. Ja, da gibt’s eine Herrn   Höcke und eine Beatrice Storch und eine   Alice Weidel, die wird vielleicht   Kanzlerin, dann gibt’s noch Herrn   Kopalla und wer ist jetzt eigentlich der   Flügel und wer nicht und wie hat sich   das entwickelt? von äh äh Bert Luca   angefangen von einer Partei, die als   konservatives Establishment was gegen   den Euro hatte, Jahre später was gegen   Flüchtlinge hatte. Herr Gauland, auf   einmal kommt Frau Weidel, dann gab’s den   Essner Parteitag und so weiter. Das muss   ich Ihnen glaube ich nicht erzählen. Ja,   was ich aber glaube sagen zu können und   das habe ich ja in dem Buch geschrieben,   ist, dass wir gar nicht mal nur mit   Blick auf die AfD, sondern in allen   populistischen Parteien Europas, auch   das Rassemblement National, Frau   National, Rassemblement National, auch   FPÖ und so weiter programmatische Wenden   stattf also sehen können, ja, dass wir   Parteien, die am Anfang, ich sag mal,

 

  biosoziale Parteien waren, mit einer   durchaus, Max Otte würde sagen,   Marktordnungspolitik, also einer   Politik, die das Soziale will, aber eben   nur für Biodeutsche, ja, das kann man ja   dann bewerten, äh eine   Neoliberalisierung stattgefunden hat   auch im Parteiprogramm und dass das   Parteiprogramm übrigens nicht nur der   AfD, auch der FPÖ, auch das Rassum Dems,   sich in das verschoben hat, was man   gemeinhin heute neoliberalisiert   bezeichnen würde. Ja, also z.B.

 

 also da   sind natürlich dann im AfD   Parteiprogramme so ein paar Goodies   drin, äh äh Grundsteuer Freibetrag   erhöhen und und für Kinder was drin. Das   streite ich gar nicht ab, dass man   sozusagen auch für die sogenannten   unteren Schichten da so ein paar Bonbons   drin hat. Ja, aber im Wesentlichen geht   es ganz stark um keine Erbschaftssteuer   äh im Prinzip Politik für eigentlich   reiche, ja, also für äh äh äh z.B.

 

 äh   steuerliche Gleichchaltung, also   Einkommenssteuer, alles wird es gibt nur   noch ein Steuermodell und so weiter. So,   was ich damit sagen will, ist ich kann   die Frage, ob die AfD eine Alternative   ist, nicht mehr beantworten. Ich hätte   vor einigen Jahren hätte ich gesagt,   2012 hätte ich noch gesagt, Marine Le   Pen, die AfD, die FPÖ ist eine   Alternative.

 

 Sie wollen im Grunde   Frieden mit Russland, sie wollen   vielleicht sogar Haus aus der NATO, sie   sind gegen die EU, sie sind gegen den   Euro. Also, sie wären, so ist die AfD   auch angetreten, eine wirkliche   sozusagen politische Alternative. Ja,   eine ganz radikale Alternative. Jetzt   stelle ich fest, dass der Marine Le Pen   darf ja nicht antreten, dass der   Schwiegersohn Bardella proamerikanisch   ist, pro EU, pro Israel zum Anschlag,   wie ich es aus französischen sozusagen   äh Geschichte nie kenne.

 

 Ich stelle   fest, dass Alise Weidel die erste war,   die bei 5% NATO äh den Finger gehoben   hat und gesagt, wir sind dabei. Ich   stelle fest, dass die AfD vom   Friedenskurs, also es steht jetzt noch   auch in diesem Positionspapier, wir   brauchen Frieden mit der Ukraine und für   Verhandlung, das steht da noch drin,   aber die lauten Töne, dass man   vielleicht äh äh äh äh tatsächlich eine   andere Form des Friedens, eine andere   Sicherheitsarchitektur möchte, äh das   steht da alles nicht mehr drin.

 

 Das   heißt, ich habe den Eindruck,   korrigieren Sie mich, dass die AfD sich   Richtung Atlantisch verschiebt, ja, pro   NATOlantisch, dass die Radikalität, mit   der die EU angetreten ist, viel   nachdenken, sie mit Herrn Kra in ihrem   Gespräch, was machen wir ein Europa   jenseits der EU, dass da auch nicht so   viel drin steht, dann kommen da so   Floskeln, Europa der Fahrkalender und   irgendwie souverenne Nationalstaaten.

 

  Darüber diskutieren wir dann auch noch   mal kurz, um den Bogen nicht zu lang zu   machen. Ich habe das Gefühl, dass die   AfD und nicht nur sie programmatisch   unterspült und entkernt werden und dass   sie sich eigentlich gerade aufhübschen,   ja, weg mit deutscher Leitkultur, weg   mit Remigrationsbegriff da am letzten   Wochenende aufhübschen, um im Grunde   koalitionsfähig zu sein.

 

 Und Sarah   Wagenlicht hat ja vor ein paar Tagen   gesagt, sie würde jetzt der CDU auch mal   dringend raten, dass die CDU mit der AfD   koaliert. Das scheint mir im Grunde   sozusagen der Fahrplan zu sein. Und dann   hieße der Fahrplan, dass in dem Moment,   wo die AfD regiert, also blau, schwarz   in diesem Fall, dass von der AfD nicht   mehr viel, ich überspanne mein Argument   bewusst ein bisschen Höke, dass von der   AfD nicht mehr viel übrig bleibt als sie   mit Amerika, gibt ein emanzipiertes   Europa, wird dieser Krieg aufhören? Was   passiert mit Israel und Iran, dass davon   von ihrer Partei eigentlich in den   letzten Tagen, Wochen nicht viel zu   hören war. Und wenn das so sein sollte   und ich damit einen Punkt habe, dann   sind Sie ganz klar keine Alternative für   Deutschland, sondern sie werden in dem   Moment Systempartei, so wie sie es jetzt   immer von den anderen Parteien sagen.   Bevor ich dir die Antwort von Björn   Höcke gebe, muss ich etwas erklären.   Frau Gerot macht zurecht die Anspielung   auf Amerika. Donald Trump steht eng mit   Israel und dessen Regierung. Die USA   unterstützen Israel seit Jahrzehnten und

 

  tun gefühlt alles, was Israel will. Es   wird sogar gemunkelt, dass Israel   Einfluss auf Amerika hat. Wie gesagt,   das sind nur Gerüchte. Wenn Trump eines   Tages nicht mehr Präsident ist, soll   sein Vize JD Vannehmen und auch er ist   voll auf Israels Seite. Hinter Vans   stehen seine Unterstützer wie Elon Musk,   Peter Tiel und Tucker Karlsen, die   ebenfalls Israel loyal gegenüber stehen.

 

  Und hier kommt die AfD ins Spiel. Elon   Musk soll die AfD und Frau Weidel durch   gemeinsame Gespräche gepusht haben. Frau   Weidel steht inzwischen auch Viktor   Orban sehr nahe, der wie Elon Musk   Israel treu ist. Frau Gerot wundert sich   deshalb, wie unabhängig und frei die AfD   an der Macht wirklich sein kann, denn   wir wissen alle, Deutschland ist seit   Jahren nicht wirklich frei.

 

 Wie genau   werden wir wahrscheinlich nie erfahren.   Die Frage bleibt: Ist es gut, wenn die   AfD ähnlich wie Trump so Israel nah ist?   Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht.   Mir ist nur wichtig, dass es immer um   Deutschland geht und wir uns aus allem   anderen heraushalten sollten.   Herr Höcke, das sind doch, ich will   nicht sagen schwere Anschuldigung, aber   eine eine Analyse ihrer Partei.

 

 Wir   müssen da auch noch über das Stichwort   Melonisierung der Partei sprechen. Ähm,   das wird oft verwendet in dem   Zusammenhang mit der italienischen   Ministerpräsidentin, ähm, dass sie auch   ihre Versprechen in der   Migrationspolitik oder in der   Außenpolitik nicht eingehalten hat. Und   die Frage geht an Herrn Höcke.

 

  Und da will ich zunächst mal als Björn   Höcker antworten. Wenn den Wien der   Partei so wäre, wie sie gerade skizziert   haben und wenn die Zukunft der AfD eine   Melonisierte wäre, dann wäre das nicht   mehr meine Partei und dafür bin ich   nicht angetreten. Die Gefahren, die sie   beschreiben, sind real.

 

 Die Tendenz,   dass man rechte Parteien in dem Geiste,   den sie ausgebreitet haben,   gleichchalten möchte, die gibt es. Seit   Jahren und Jahrzehnten wird das versucht   und mit großem Erfolg versucht. Ja, wir   wollen Demokratie und zwar echte   Demokratie und echte Volkssouveränität.   Und ich sehe im ORMDK auch keine Tendenz   in der AfD, die dieser Zielsetzung   aufgeben würde.

 

 Der   Neoliberalismusvorwurf, den höre ich   oft. Wir sind ein ein bunter Haufen als   AfD. Aber ich glaube, im Augenblick ist   es noch so, dass dieser bunter Haufen   erstmal gelernt hat, miteinander zu   arbeiten und auch diszipliniert   aufzutreten, auch wenn es internen   Unstimmigkeiten gibt und manche Frage   gibt, die beantwortet werden muss.

 

 Wir   sind professioneller geworden, aber wir   verstehen unsere unterschiedlichen   Herkünft mittlerweile auch als Chance   wirkliche Volkspartei zu werden. Ja,   Alice Weidel hat er diesen, sie war ja   bekanntermaßen paar Jahr bei Goldman Sex   und das wird er immer zum Vorwurf   gemacht und damit wird sie dann immer   diese Schublade neoliberal eingeortet.

 

  Aber wir haben ganz viele Menschen, die   aus anderen Professionen kommen. Ich   selbst viele Jahre Lehrer. Es gibt   Unternehmer, Mittelständler, Meister,   Handwerksmeister bei uns. Es gibt   Arbeiterangestellte bei uns. Wir sind   eine wirkliche Volkspartei. Die NATO,   die mittlerweile ein Militärbnis, ein   Offensivbündnis zur Durchsetzung von   Macht und Geldinteressen ist, irgendwann   der Vergangenheit angehören zu lassen,   indem Deutschland selbst eine   militärische strategische Autonomie   erwirkt. Die Zielsetzung muss sein,   Europa als eigenständigen Pol in einer   multipolaren Weltordnung zu etablieren   und zu erhalten. Die Zielsetzung ist   sein an Kooperationsmodus mit Russland   herbeizuführen. Russland ist kein Feind   Deutschlands. Russland könnte ein   natürlicher Partner Deutschlands sein.   Und die Zielsetzung müsste sein, ja, die   europäische Identität, zu der wir   vielleicht noch kommen, äh zu erhalten.   Das bedeutet eben eine Identität zu   erkennen, die das Ich mit dem Wir   versöhnt und keinen radikalen   Individualismus hervorgebracht hat,   sondern ein Gemeinschaftssinn   hervorgebracht hat, der aber dem Einzel   natürlich auch immer die Möglichkeit zur   Selbstentwicklung gegeben hat.   Ich finde es gut, dass Björn Höcke offen   darauf eingeht und nicht bestreitet,

 

  dass die AfD aktuell noch nicht   infiltriert ist. Ich hoffe sehr, dass es   auch niemals dazu kommen wird. Solange   Menschen, also Patrioten wie Herr Höcke,   in der Partei sind und bleiben, sehe ich   die Chancen dafür als sehr hoch.   Gleichzeitig gefällt mir, dass Frau   Gerau kritisch bleibt und weiter   nachhakt.

 

 Ein großes Lob aber auch an   Höcke, der sich diesem Dialog stellt.   Nur so können wir Wähler wirklich   erkennen, wer die AfD wirklich ist und   was sie vorhat. Denn noch einen   Lügenkanzler wie März können wir uns   nicht leisten.   Überzeugt sie das, was Herr Höcke hier   jetzt vorgetragen?   Nein, es überzeugt mich nicht.   Eigentliche Film ist und der eigentliche   Film, Herr Höcke, ich bin jetzt wirklich   mal provokant, dass wir uns ein bisschen   fetzen.

 

 Ja, ist doch, dass hier eine   Partei offenbar aufgestellt wird oder   sich aufstellt, die sich der lieber   libertären Versuchung nicht entzieht.   Ja, äh Elen Musk, ä Alise Weide, die   Partei ist Libertär. Können wir ja noch   mal drüber reden. Und das, was jetzt   passiert, analytisch gesprochen ist   doch, dass wir sozusagen eine, wie Sie   auch immer das nennen, ja, sie wollen   hier einen eine neopfodale Struktur und   so weiter wollen sie eigentlich   bekämpfen und ich würde behaupten, das   Gegenteil passiert.

 

 Das heißt, die AfD   bildet sich für mich heraus, wie   übrigens die Trumpisten in den USA, als   eine Partei, wo eine, nennen wir es mal   internationale Oligarchie einen   bestimmten populistischen Impuls   sozusagen instrumentalisiert. Ja, und   das passiert über äh äh genau sozusagen   die Aufstellung der Partei über die   Geschichte der AfD, um es mal ein   bisschen plastisch zu machen, sie fangen   an als Antieuropartei, übrigens Marine   Le Pen auch und die FPÖ und so weiter   vor 10 Jahren.

 

 Damit kriegen sie ein   Teil des konservativen Spektrums. Das   waren damals Konrad Adam und Stabatti   und Olaf Fenkel und so weiter. Dann   fliegen die alle raus, aber dann haben   wir schon mal sozusagen ein   konservatives Milieu mit einem   Anti-Eurodiskurs und so weiter   eingefangen. Ja, dann kommt die   Flüchtlingskrise und sie bekommen ein   unteres Segment der Gesellschaft.

 

 Ja,   weil gegen die Flüchtlinge, also die   Bankenkrise, das hat ja Lisan Müller   nicht so interessiert, weil die das auch   nicht durchschaut hat, was da alles   gelaufen ist. So, auf einmal haben wir   eine Partei, in der sie ein oberes   Milieu haben, die Konservativen, die   gegen den Euro reagiert haben und ein   unteres Milieu von Leuten, die gegen die   Flüchtlinge reagieren.

 

 Jedenfalls das,   was passiert ist, ist, dass wir jetzt   einen oberen Teil einer Partei haben,   ja, und einen unteren Teil der Partei.   Und damit kann die Partei auf zwei   Beinen hüpfen. Mit nur AntIEuro ist   nichts vorangegangen. Mit Anturo und   Antimigration konnte die Partei   sozusagen laufen. Das gilt für alle   populistischen Parteien.

 

 Und mein   Problem, wenn Sie jetzt sagen Leidkultur   und diese Remigrationswirter, dann sind   das auch so Abwehrgefechte, weil das was   eigentlich passiert, ist tatsächlich die   Frage an Sie zurück, wie stark ist der   libertäre Flügel? Gucken Sie auf das,   was die AfD gemacht hat. Ich sag noch   mal, Sie machen jetzt mit bei NATO   Hälfte des Bundesetats für äh 5 % ist ja   die Hälfte des Bundesets.

 

 Es gibt keine   klare Stellungnahme aus ihrer Partei zu   Israel Iran. Sie sind bei den Trumpisten   sozusagen mit im Bett. Trump hat   gestern, war es gestern oder vorgestern,   es ist im Wall Street Journal gesendet   worden,   wir zeichnen heute am 8. Juli auf zum   Kontext. Ja, die 13 CEOs vom   Gafferkomplex eingeladen.

 

 Peter war   dabei, Stephen Bennet war dabei und so   weiter und hat diesen Leuten im Grunde   klipp und klar gesagt, ich gebe euch   freie Hand, ihr dürft auf die Daten   zugreifen über das Pentagon von den   amerikanischen Bürgern und so weiter.   Das heißt, was sich mir am Horizont   abbildet, ist eine große Tendenz, nicht   nur bei der AfD, sondern auch in   Amerika, eine große Tendenz eines   autoritären Kapitalismus.

 

 Das heißt, es   geht im Grunde um die Abschaffung und   die Befreiung des Staates bei den   sogenannten Libertären. Es geht um einen   radikalen Egoismus, eine radikale   Autonomie. Das alles wird verschleiert   natürlich mit der Coronadebatte. Oh, der   übergriffige Staat. Um das nur mal zu   sagen, ich war auch bei Corona gegen den   übergriffigen Staat.

 

 Ich möchte aber   nicht, dass die Coronadebatte als   Trittbrettargument genommen wird, um   jetzt Kräften sozusagen das Zuckerbrot   zu geben, die im Grunde gegen eine für   eine Abschaffung des Staates sind. Und   diese Tendenz, die haben wir in den USA.   Auch in den USA gibt es zwei Strömungen   zwischen denen, die jetzt Datecrafting   machen wollen.

 

 Ja, also der aktuelle   Finanzminister Bensen Wessungs ähm und   den Peter Tinflügel und so weiter. Und   das äh alles ist ein libertäres   Gedankengut, Curtis Jawin und so weiter,   das weit in die AfD hineinrutscht und   diese Leute sagen ganz klar Abschaffung   der Demokratie. Demokratie ist mit   radikaler Freiheit nicht vereinbar.

 

 Ihr   Parteiprogramm finde ich hat Ansätze   davon und insofern, ich mach es jetzt   bewusst charmant mit Lächeln, ja, habe   ich fast Sorge dafür, dass die AfD zum   Trittbrettfahrer oder aber auch zum   Rattenfänger von Hameln wird, ja, indem   einem Volk, der Volk ist ja ihr Begriff,   ein bisschen Sand in die Augen gestreut   wird, wir wollen jetzt äh radikale   Demokratie, Abstimmung und so weiter und   dass das aber nur ein Oberflächensand   ist für eine Agenda, die dahinter steht.

 

  Und diese Agenda ist tatsächlich eine   antifreiheitliche Agenda, eine   protaschistische Agenda, wenn man   Faschismus liest, als ein Fall des   Kapitalismus in ein autoritär libertäre   Struktur. Und da weiß ich, ich kann mich   wirklich nicht orientieren, ob Alice   Weidel das bewusst macht, ob sie solche   Begriffe bewusst setzt.

 

 Wo ist die   wieder? Sie haben ja gerade gesagt, sie   währen sich eigentlich innerhalb der AfD   gegen diese Strömung und wenn sie es   kanalisieren können, dann kann ich nur   sagen, dann sind Sie eine Alternative   und dann werden sie gebraucht. Wenn sie   das nicht kanalisieren können, dann   wären sie ähäh sowieso eine Gefahr, aber   dann würden sie im Grunde Verrat an dem   betreiben, für was sie mal angetreten   sind.

 

 Ja, das das meine ich und ich   meine das noch mal ohne Vorwurf an Sie   persönlich. Wohin die Reise in Amerika   mit all den Teagmilliardären gehen wird,   weiß niemand so genau. Doch in   Deutschland wollen wir Unabhängigkeit.   Wir wollen als Volk wieder mehr Einfluss   haben und dass unsere Stimme gehört   wird.

 

 Ich nehme Björn Höcke ab, dass er   mit sich im Reinen ist und das können   heute nur sehr wenige Politiker von sich   behaupten. Vielleicht ist genau das der   Grund, warum die Appstein Fils bis heute   so streng unter Verschluss gehalten   werden.   Also noch mal, wir wir schichten das   jetzt ab. der Blick auf die Partei und   der Blick auf meine Person und ich   persönlich muss mich nicht verteidigen,   weil ich mit mir hundertprozentig im   Reinen bin.

  Ich hab ich mein sozial ich habe mein   sozialpolitisches Profil äh denke ich   sehr deutlich nach außen getragen in den   letzten Jahren. Ansonsten noch mal die   Gefahren, die sie skizziert haben, sind   da.   Zwei Punkte, die ich da machen will.   Erstens, die Gefahren werden dann zu   einer wirklichen Bedrohung für eine neue   Partei, wenn das Führungspersonal nicht   Elite in dem Sinne ist, wie ich Elite   verstehe, prinzipientreu und vorbildhaft   unterwegs zu sein.

 

 Also, sagen mal diese   Generation der gecasteten Politiker, ob   das ein Sebastian Kurz in in Österreich   ist, ob das ein Macron in Frankreich   ist, ob das jetzt ein Bandella in   Frankreich ist, ob das ein Trudor in   Kanada ist, wir wissen aus welchen   Strukturen diese Harren entstarben. Wir   wissen aus welchen Strukturen eine   Annalen Berburg kommt.

 

  Die sind tatsächlich eine Gefahr für die   Demokratie und auch vor allen Dingen für   jede Partei, die sich mit solchen   Führungspersonen dann schmückt und von   solchen Führungspersonen auch leiten   lässt. Noch mal, ich kann meinen   Parteifreunden nicht hinter die Stirn   gucken und die Versuche wird es geben   und gibt es die AfD unter Kontrolle zu   kriegen.

 

 Und ich weiß nicht, wie weit   der Idealismus der einzelnen   Protagonisten, die für diese AfD   Stilbildend sind, Programm   Programmbildend sind und Ethos bildend   sind, wirklich reicht. Das weiß ich   nicht. Ich kann nur von mir ausgehen und   kann ihn von meinen Erfahrung mit den   Kollegen berichten. Wobei ich nicht   alles berichten kann vor laufen der   Kamera, weil das Vertrauen in der   Politik ist das am schwersten zu   generierende Kapital und muss pfleglich   behandelt werden bzw.

 

 wenn irgendwie   möglich aufgebaut werden. Noch sehe ich   die AfD auf Kurs. Ja, der zweite Punkt,   den ich machen will, ist ähm das   Gespräch mit Musk. Das ist Alice Weidel   oft vorgehalten worden, ja, auch im   Nachgang, auch durchaus von Teilen der   Basis und so weiter. Und der Versprecher   an Anführungszeichen liberal und   libertär, das sind ja zwei Begriffe, die   im Englischen nicht so gut zu   differenzieren sind.

 

 Ich bin kein Native   Speaker, aber sie sprechen ja fließend   Englisch Vorgeruch. Vielleicht können   Sie das noch mal aufklären noch mal. Wir   haben auch Liberale in der Partei und es   ist auch gut so, dass wir die haben,   weil sie auch uns reflektieren, mich   reflektieren. Ja. Ähm, aber wir sind   keine Liberal und schon keine libertäre   Partei.

 

 Und bitte, und das ist ganz   wichtig zu beachten, mit Blick auf die   Demokratie in Deutschland, den Zustand   der Demokratie in Deutschland und auf   die Hexenjagd, die gegenüber der AfD und   den Protagonisten der AfD veranstaltet   wird. Es ist ja kein Rechtsstaat mehr,   in dem wir leben. Es ist keine   funktionierende Demokratie mehr, in der   wir leben.

 

 Opposition ist ja gar nicht   mehr wirklich möglich. Vielleicht kommen   wir zu diesem Thema noch, könnte da weit   so ausführen.   Ist natürlich auch der psychische Druck,   den man als AfD Vertreter aushalten muss   und über ein Jahrzehnt schon aushält, so   enorm, dass der eine oder andere   vielleicht dann doch die Sehnsucht hat,   die aus einem bürgerlichen Leben kommt.

 

  Ich möchte wieder Normalität, das ist   menschlich und dass man dann   aussehändliche Verbündete sucht. Ja, und   das was was V auf der Münchener   Sicherheitskonferenz gesagt hat, was der   Vizepräsident Amerikas gesagt hat, was   Ruby gesagt hat, was was Trump indirekt   gesagt hat, obwohl er sich jetzt AfD   noch nicht offiziell geäußert hat, das   sind doch Worte, die uns gut tun und die   auch dem Establishment in Deutschland   anzeigen.

 

 Leute, wir haben euch auf dem   Schirm, das ist eine legitime   demokratische Oppositionpartei und ähm   wir würden das als Tabubruch empfinden,   wenn hier wirklich mit einem Verbot oder   sonst was vorgegangen wird, dass wir das   auch mal ähm dass wir das auch in   Anführungszeichen mal gerne hören, dass   das auch eine psychische Entlastung   bringt für alle die, die in den   Parlamenten dieser Republik wie die   Paria behandelt werden und zwar seit   über 10 Jahren.

 

 Seit über 10 Jahren bin   ich in diesem Geschäft in   Anführungszeichen. Ja, linke   Abgeordnete, SPD Abgeordete, die spucken   vor einem aus. Die normalen ahnbländigen   Manieren gelten gegenüber Abgeordneten   der AfD nicht mehr. Ich will jetzt gar   nicht auf die ganzen Diskriminierung in   den Parlament zu sprechen kommen, die   wir erfahren müssen, obwohl wir   Vertreter von Wählern sind, die nicht   Wähler zweiter Klasse sind, sondern   genauso Wähler erster Klasse wie die   Wähler der Altparteien.

 

 Ja, das macht ja   auch etwas und das möchte ich bitte,   dass Sie das in Rechnung stellen und als   psychologische Komponente auch   einspeichen.   Wie bewerten Sie das Vorgehen in Ost?   Bewerten Sie auch das ähm restriktive   Vorgehen gegen Universitäten und was   sagen Sie eigentlich zu diesem Vorwurf,   den ich auch immer wieder höre, dass die   AfD im Kern eine zionistische Partei   sei, Herr Höcker?   Also, ich habe aus strategischen   Erwegung heraus mich und vor 10 Jahren   für den landespolitischen Weg   entschieden, weil ich der festen   überzeugen bin, dass politische   Veränderungen in einem föderalen System   wie der Bundik Deutschland über die   Länder erfolgen. Deswegen bin ich kein   Bundespolitiker.   Deswegen habe ich das Privileg, mich   nicht mal über bundespolitische Themen   äußern zu müssen, wie wohl ich es   natürlich manchmal meine sozialen   Netzwerke auch tue. bin der Meinung und   ich will das an der Stelle gar nicht   weiter ausführen,   dass der Angriff Israels auf den Iran   ein Fehler war und nicht mit dem   Kriegsvölkerrecht mit der UNKin Einklang   zu bringen ist. Ich halte die Strategie

 

  Netaniaus für falsch.   Mir scheint es so, dass er das Konzept   Groß Israel umsetzen möchte, um   sicherlich auch die berechtigten   Sicherheitsinteressen Israels zu   verfestigen und abzusichern. Ob da ob er   damit Erfolg haben wird, wage ich zu   bezweifeln. Ich sag ja zum Existenzrecht   Israels.

 

 Ich sage aber auch als   deutscher Politiker,   dass wir als AfD einen deutschen   Standpunkt zu formulieren haben und dass   manchmal in solchen internationalen   Konfliktlagen kein auswältiger   Standpunkt der richtige Standpunkt ist.   Für mich ist das sehr deutlich. Sein   Satz: “Deshalb ist der Landes und nicht   Bundespolitiker” zeigt, dass man als   Bundespolitiker oft noch leichter   bestechlich oder besser kontrollierbar   ist oder aber auch vom eigentlichen Weg   abkommt, da man nur noch die ganzen   Vorzüge und Privilegien sieht. Solche   Gespräche zwischen intellektuellen   Persönlichkeiten wie Frau Gerau und   Politikern sollten meiner Meinung nach   viel öfter stattfinden. Genau deshalb   teile ich einige Standpunkte von Björn   Höcke. Er ist der einzige bzw. einer der   wenigen, der Deutschland immer an erste   Stelle setzt und sich ansonsten   heraushalten will. Dieser klare   Standpunkt fehlt mir aktuell in der AfD.

 

  Deutschland zuerst und nichts anderes.   So sollten es auch die anderen Länder   machen, sich um ihre eigenen   Angelegenheiten kümmern.