Es liegt nicht daran, dass die Menschen   nicht gut qualifiziert sind. Es liegt   nicht daran, dass die Unternehmen nicht   innovativ sind. Es ist tatsächlich ein   politisch gemachtes Schlamassel unter.   Und wenn man uns einerseits sagt, wir   müssen günstige Autos bauen und wir   wollen ja auch andere Märkte bedienen,   aber wir können das aus Deutschland   heraus immer weniger und deshalb sind   die Hausaufgaben zu allererst einmal   auch von uns selber zu tun, bevor wir   immer anderen Ländern vorstreiben, was   sie tun sollen.   Seit Gert Schröder haben sie 60% ihrer   Wähler verloren, sind weg.   Die SPD liefert derzeit ein Debakel nach   dem Nächsten. Von Talkshow zu Talkshow   wirkt die Partei orientierungslos.   Die Auftritte werden nicht besser,   sondern peinlicher. Dass sich das   inzwischen auch brutal in den   Wahlergebnissen niederschlägt,   überrascht kaum noch. Der jüngste   Tiefpunkt, Vizekanzler Lars Klingbeil   bei Ilner. Statt Führung zu zeigen,   wirkte er unsicher und schlecht   vorbereitet. Die Experten zerlegten ihn   regelrecht. ein Auftritt, der mehr   Schaden angerichtet hat, als ihm lieb   sein dürfte.

 

  Bei ähm so viel Unsicherheit, wie   kalkuliert da eigentlich noch ähm die   Autobranche? Wie kalkulieren, auf   welcher Basis kalkulieren die   Unternehmen?   Ich muss schon sagen, dass diese   außenpolitischen Unsicherheiten die   Spitze eines Eisberges mit der wir zur   Zeit zu kämpfen haben. Unter der   Wasseroberfläche, da liegt die mangel   Wettbewerbsfähigkeit des Standortes   Deutschlands. Wir produzieren hier z.B.

 

  um 30% im Schnitt Autos teurer als in   China. Das hat mit den auch im Vorspann   schon beschriebenen Themen zu tun.   Energiekosten, Bürokratiekosten,   Steuernabgaben umlanden. Da hat erstmal   Donald Trump, da hat China erstmal gar   nichts mit zu tun. Das müssen wir selber   in den Griff bekommen und hier gibt es   wirklich klaren Handlungsbedarf und mit   dieser wirtschaftlich auch dann   neuewonnen Stärke, dann werden wir auch   relevanter auch für einen amerikanischen   Präsidenten.

 

 Ähm, die Energiekosten sind   z.B. in den USA wesentlich günstiger als   sie hier sind und viele andere   Bedingungen auch. Und deshalb ist die   Gesamtfrage, wo werden Investitionen   stattfinden für uns jetzt eine ganz   entscheidende und da muss dringend   Vertrauen hin, dass dieser Standort   wieder wettbewerbsfähig wird, sonst   befürchte ich den massiven Verlust von   Arbeitsplätzen und das wird erhebliche   Konsequenzen haben.

 

  Die VDA Präsidentin Hildegard Müller hat   die Lage unmissverständlich beschrieben.   Nicht nur die Autobranche steckt tief in   der Krise. Inzwischen leiden zahlreiche   deutsche Unternehmen und ganze   Industriezweige massiv. Und was kommt   von Lars Klingball dazu? Der Hinweis auf   ein Minium von gerade einmal 1%.

 

  Das zweite ist, dass wir natürlich reden   müssen über die Frage, wie können wir   jetzt wirtschaftlich im Jahr 2026 den   Schalter umlegen? Wir haben jetzt   Wachstumszahlen, wir kommen zurück ins   Wachstum, aber sage ihn auch sehr klar,   das reicht mir nicht und deswegen werden   wir über Strukturreform, über weitere   Wachstumsimpulse die   Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland   stärken müssen.

 

  Wenn 1% Wachstum schon als Erfolg   verkauft werden muss, sagt das mehr über   die wirtschaftliche Lage aus, als jede   Beschönigung. Genau dafür kassierte   Klingbeil prompt die Quittung. Der   Wirtschaftswissenschaftler Felbermeier   stellte klar, dass ein solches Mini Plus   kaum Grund zum Feiern ist.   Ja und 1% ist viel zu wenig.

 

 Ein ersten   Schulden finanziert. Drittel dieses   dieses Wachstums sind allein   Kalendereffekte. Das langfristig   durchhaltbare Wachstum, das sogenete   Potenzialwachstum, das liegt zwischen   0,3 und 0,4 %. Das ist 1% ja schon fast   ein Boom. Also das ist offensichtlich   nicht ausreichend. Es liegt nicht daran,   dass die Menschen nicht gut qualifiziert   sind.

 

 Es liegt nicht daran, dass die   Unternehmen nicht innovativ sind. Es ist   tatsächlich ein politisch gemachtes   Schlamassel. Und deswegen ist auch   richtig, dass die Politik jetzt in die   Gänge kommen muss. Das ist nicht nur für   Deutschland selber wichtig, sondern es   ist Deutschland ist die größte   Volkswirtschaft in Europa.

 

 Das ist auch   für die komplette Europäische Union von   zentraler Bedeutung. Ich würde da gerne   etwas Grundsätzliches zu sagen, weil ich   glaube in der Tat und da bin ich mir ja   einig mit dem Bundeskanzler und das ist   die Aufgabe noch mal für 2026. Wir   müssen bei ein paar sehr wichtigen   Themen die Knoten durchschlagen, was das   wirtschaftliche Wachstum angeht.

 

  Trotzdem erlebe ich, dass die deutsche   Debatte immer so läuft, dass wir unser   eigenes Land komplett im Grund und Boden   reden und das kann ich nicht   akzeptieren. Wir sind die drittgrößte   Volkswirtschaft. Wir haben Fähigkeiten   bei Innovation, bei Bildung, bei   Forschung. Wir haben hochqualifizierte   Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 

 Wir   sind eine stabile Demokratie und ein   funktionierender Rechtsstaat. Und damit   sind wir ein sehr interessanter Raum für   Investoren. Es gibt viele, die ein   großes Interesse haben, aber ich sage ja   auch viele der Maßnahmen, die wir auf   den Weg gebracht haben, sind erst seit   1.

 

 Januar 2026 überhaupt wirksam und ein   bisschen Zeit braucht man auch, bis   Dinge passieren.   Vor der Wahl heißt es immer: “Wählt uns,   mit uns wird alles besser.” Kaum ist man   im Amt, heißt es plötzlich, wir brauchen   mehr Zeit, immer das gleiche Drehbuch   und dann wird es noch dreister. Statt   Lösungen zu präsentieren, stellt Lars   Klingball die Autokrise so da, als sei   die Misere womöglich selbst verschuldet.

 

  Damit verschiebt er die Verantwortung:   weg von der Politik, hin zur Industrie.   Hat eigentlich die deutsche   Automobilindustrie genug auf Innovation   gesetzt oder zu viel am Status Quo   festgehalten die letzten Jahre und da   auch dazu beigetragen, dass wir   wirtschaftlich nicht so vorangekommen   sind, wie wir vorankommen können.

 

  Brauchen wir natürlich noch eine Antwort   und Frau Müller schüttelt auch schon die   ganze Zeit den Kopf. kann werde ich auch   geben. Also, erst einmal ist glaube ich   niemand frei von Fehlern. Ich äh wenn   ich allerdings die Zahlen sehe der   Produkte, dann sprechen sie eine andere   Sprache.

 

 Sieben von 10 Elektroautos   kommen von deutschen Herstellern. 40%   der Autos, die in Deutschland produziert   werden, sind Elektroautos. Wir sind   stark auf Exportmärken. Was stark ist,   ist in der Tat, das haben auch sie   gesagt die Fähigkeiten dieser Menschen,   dieses Landes, auch der Unternehmen, die   Investitionen, aber sie finden immer   weniger in Deutschland statt.

 

 Wenn 80%   meiner Mitglieder sagen, sie müsse   Investitionen hier zurückhalten oder   verlagern, weil das Thema   Wettbewerbsfähigkeit nicht gegeben ist,   dann finde ich, dass auch in der Politik   jetzt nicht mehr nur geredet, sondern   gehandelt werden sollte. Es ist   versprochen worden Bürokratie zu   reduzieren. Etwas anderes ist der Fall.

 

  Mario Dragi hat für Europa und für   Deutschland insgesamt ermittelt, es muss   es was tun. In den letzten Jahren sind   13 000 neue Rechtsakte dazu gekommen.   150 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung,   die die Bürokratie kostet äh in   Deutschland. Wir würden übrigens, wenn   wir in Deutschland wie die Dänen   Verwaltung digitalisieren würden, rund   100 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung   haben.

 

 Ich habe die Energiekosten   erwähnt. Wir haben beim Thema   Elektromobilität z.B. eine hohe Relevanz   beim Thema Energie. Energiekosten   übrigens bis hin zum Strompreis, den die   Menschen fürs Laden haben, wenn das drei   bis fünf mal so hoch ist vor Men ich   muss halt einfach schon, wir müssen dann   auch über die Faktenlage sprechen und   sehen, was zu tun ist.

 Die Steuern sind   am oberen Ende des OECD-Schnitts. Es   wird investiert, deshalb habe ich ja   eben die Investitionszahlen gesagt, wir   würden das auch gerne hier tun, aber es   ist halt wettbewerbsfähig nicht möglich.   Und wenn man uns einerseits sagt, wir   müssen günstige Autos bauen und wir   wollen ja auch andere Märkte bedienen,   aber wir können das aus Deutschland   heraus immer weniger und deshalb sind   die Hausaufgaben zu allererst einmal   auch von uns selber zu tun, bevor wir   immer anderen Ländern vorschreiben, was   sie tun sollen.   Die   während man anderen Ländern gern   vorschreibt, was sie zu tun haben,   ignoriert man die eigenen Baustellen.   Deutschlands Energiepreise gehören zu   den höchsten weltweit und steigen   weiter. Kein Wunder, dass viele Menschen   beim E-Auto zögern oder ganz verzichten.   In der Diskussion wurde Klingball   deutlich in die Schranken gewiesen. Ob   er die Botschaft verstanden hat, bleibt   offen. Und ein Punkt, über den viel zu   selten gesprochen wird: Vollzeit lohnt   sich für viele, kaum noch. Wer mehr   arbeitet, bekommt oft unverhältnismäßig   viel abgezogen. Das frustriert und   schwächt am Ende genau die   Leistungsträger, die das Land dringend   braucht.

 

  Wenn wir jetzt auf das Thema Teilzeit   schauen, die Teilzeit ist insbesondere,   finde ich, für Familienpflegezeiten   gedacht, für die Pflege von Angehörigen,   also Kindererziehung, Pflege von   Angehörigen und so weiter. Wir haben   mittlerweile aber rund 27%   äh Menschen, die ohne Sachgrund in   Anführungszeichen in Teilzeit gehen.

 

 Und   da muss man sich ja fragen, warum ist   das so? setzen wir richtige Anreize. Ein   kleines Beispiel, wenn Sie in München   5000 € verdienen mit einem Vollzeitjob,   Sie reduzieren ihre Arbeitszeit und   kommen dann noch durch die 10 Stunden   Reduzierung auf 3000 €. Dann haben sie   am Ende netto durch Aufstockung über   Wohngeld über andere Sozialleistung   genauso viel als wenn sie vorzeit   arbeiten.

 

 Dass die Menschen da überlegen   ihre Arbeitszeit zu reduzieren, ist   vollkommen klar. oder wir haben ein   europäisches Urteil, das jetzt sagt,   Überstunden müssen auch bei   Teilzeitangestellten ab der ersten   Überstunde bezahlt werden. Wenn Sie   heute 30 Stunden arbeiten, Überstunden   machen, bekommen Sie die mit Überstunden   Zuschlägen.

 

 Es lohnt sich also gar nicht   in 40 Stunden Arbeit zu bleiben oder   anderes mehr.   Einige ziehen die Konsequenz und   reduzieren legal auf Teilzeit. Andere   arbeiten offiziell vollzeit, melden sich   aber häufiger krank. Am Ende wird auch   hier weniger gearbeitet. So oder so,   seit Jahrzehnten setzt die SPD aus Sicht   vieler die falschen Anreize.

 

 Für viele   Bürger wirkt es als habe die Partei den   Draht zur Lebensrealität verloren. Kein   Wunder also, dass die Wahlergebnisse   Jahr für Jahr weiter bröckeln. Und genau   das hielt Markus Lanz SPD   Generalsekretär Tim Klüssendorf in der   Sendung deutlich vor. Ungeschönt und   direkt.

 

 Getreu nach dem Motto: “Hört auf   alles schön zu reden.”   Das Ergebnis bei der Bundestagswahl   waren 16,4%.   Das täuscht darüber hinweg, dass sie in   der Fläche auch keine Volkspartei mehr   sind. In Sachs in Thüringen, Martin   Machz hat viel aus Deutschland   Berichterstattung gemacht, sind es   gerade noch mal 8%. Im aktuellen   Bundestag sitzen zwei SPD Abgeordnete   aus Thüringen und drei aus Sachsen.

 

  Ja,   das war’s.   Seit Gert Schröder haben sie 60% ihrer   Wähler verloren, sind weg.   Da kann man noch nicht sagen, wir   brauchen mal ein bisschen bessere Laune.   die F beide sagten äh wenn die SPD nicht   bald versteht, dass sie ihre an ihrer   Klientel vorbeiarbeitet, dass die Leute,   für die sie früher mal da waren, ähäh   sich von der SPD abgewendet haben, das   ausgerechnet die Arbeiter, die äh   wirklich super normallos, die Leute für   dieses Ruhrgebiet äh eigentlich steht,   für die NRW eigentlich steht, wenn die   einfach sagen, das ist nicht mehr unsere   Partei, dann muss man sich doch   irgendwann mal fragen, ob man sich   vielleicht in den letzten 10 Jahren   einfach größeren teils falschen Themen   gewidmet hat. Und das ähm äh wundert   mich, aber da   am 8. März sind Landtagswahlen in   Baden-Würtemberg. Aktuell steht die SPD   je nach Institut bei rund 9%. Zum   Vergleich 2006 holte sie dort noch etwa   25%.   Dieser Absturz ist massiv und für viele

 

  wirkt er wie eine echte Blamage.   Innerhalb von 20 Jahren mehr als die   Hälfte der Wähler zu verlieren, ist kein   kleiner Dämpfer mehr, sondern ein   deutliches Warnsignal. Die Frage ist,   warum gelingt es der SPD nicht mehr an   frühere Stärke anzuknüpfen? Wie siehst   du das? Schreib es gern in die   Kommentare und wir hören uns im nächsten   Video. Danke und alles Gute.

 

 Mit Work   Life Balance und vier Tagewo Woche lässt   sich der Wohlstand unseres Landes, den   wir heute haben, in Zukunft nicht   erhalten.