Es sind Nachrichten, die ganz Deutschland den Atem stocken lassen. Thomas Gottschalk, der Mann, der uns über Jahrzehnte mit seiner Leichtigkeit, seinem Witz und seinen bunten Anzügen unterhalten hat, ist dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen. Während die Öffentlichkeit in den letzten Wochen über vermeintlich verwirrte Auftritte und holprige Moderationen tuschelte, spielte sich hinter den Kulissen des Show-Giganten ein Drama ab, das an Emotionalität und Ernsthaftigkeit kaum zu überbieten ist. Es ist die Geschichte eines Mannes, der nicht wahrhaben wollte, wie krank er ist – und einer Frau, deren Hartnäckigkeit ihm wohl das Leben gerettet hat.

Der entscheidende Moment: „So kannte ich ihn nicht“
Es begann schleichend, fast unbemerkt. Thomas Gottschalk, der ewige Optimist, wurde stiller. Seine sonst so vitale Ausstrahlung wich einer besorgniserregenden Blässe. Er bewegte sich weniger, zog sich zurück. Für seine Ehefrau Karina Mroß (63) waren das Alarmzeichen, die sie nicht ignorieren konnte. „Er wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht“, berichtete sie sichtlich bewegt gegenüber der Presse.
Doch wie reagierte der 75-Jährige? Mit einer Haltung, die vielen Partnerinnen nur allzu bekannt vorkommen dürfte: Verdrängung. „Typisch Mann, er wollte natürlich nicht zum Arzt gehen“, erinnert sich Karina. Doch sie ließ nicht locker. Sie bohrte nach, beobachtete ihn genau und traf schließlich eine Entscheidung, die alles verändern sollte. Sie wartete nicht auf seine Zustimmung, sondern vereinbarte eigenmächtig einen Termin im Münchner Klinikum rechts der Isar bei Professor Jürgen Gschwend. „Ich habe Thomas direkt zu Professor Gschwend in die Praxis geschoben und er ist auch brav mitgegangen“, erzählt sie heute. Ein Glücksfall, wie sich herausstellen sollte.
Die Schock-Diagnose: Ein Wettlauf gegen die Zeit
Die Untersuchungsergebnisse waren niederschmetternd. Die Ärzte entdeckten ein sogenanntes epitheloides Angiosarkom – einen extrem seltenen und hochaggressiven bösartigen Tumor, der von den Blutgefäßzellen ausgeht. Der Krebs hatte sich im Bereich der Blase und der Harnleiter festgesetzt. „Wir nehmen an, dass die Heilung erreicht wurde“, sagt Professor Gschwend heute vorsichtig optimistisch, doch der Weg dahin war ein Martyrium.
Es musste alles ganz schnell gehen. Innerhalb von nur vier Tagen lag Deutschlands größte Show-Ikone zweimal auf dem Operationstisch. Insgesamt 13 Stunden lang operierten die Ärzte, um das wuchernde Gewebe zu entfernen. Ein medizinischer Marathon für den 75-Jährigen. „Mein Gott, ich weiß gar nicht, ob Thomas heute noch am Leben wäre“, gesteht Karina Mroß rückblickend. Wären sie nur ein halbes Jahr später zum Arzt gegangen, hätte der Krebs vermutlich schon unheilbar gestreut. Karinas Intuition und ihre Unnachgiebigkeit waren der Schlüssel zum Überleben.

Die Hölle hinter der Fassade
Was diese Geschichte so besonders tragisch macht, ist der Kontrast zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der privaten Realität. In den Wochen nach der Diagnose und den schweren Eingriffen trat Gottschalk weiterhin öffentlich auf, etwa bei der Bambi-Verleihung oder der Romy-Gala. Doch die Zuschauer sahen einen veränderten Thomas: Er wirkte fahrig, verhaspelte sich, schien nicht ganz bei der Sache. Die sozialen Medien waren voll von Häme und Kritik. „Er hat seinen Zenit überschritten“, unkten die einen. „Peinlich“, schrieben die anderen.
Für Karina Mroß war diese Zeit „die Hölle“. Sie saß im Publikum, hörte das Getuschel, las die vernichtenden Kommentare – und musste schweigen. Sie wusste, dass ihr Mann unter dem Einfluss starker Schmerzmittel stand. Opiate, die notwendig waren, um die Qualen der nachfolgenden 33 Bestrahlungen zu lindern, die aber auch seinen Geist vernebelten. „Mit diesen Tabletten fühle ich mich, als würde ich mit meinem Kopf in einer Waschmaschine stecken“, beschrieb Gottschalk selbst seinen Zustand. Dass er sich in diesem Zustand überhaupt auf eine Bühne schleppte, zeugt von seinem tief verwurzelten Pflichtbewusstsein (“Alte Schule”), erscheint nun aber in einem völlig neuen, fast heldenhaften, wenn auch riskanten Licht. „Am liebsten hätte ich jeden angeschrien: Nein, es geht uns nicht gut. Vor allem Thomas geht es nicht gut. Er ist schwer krank“, so Karina über ihre Ohnmacht in diesen Momenten.
Ein Abschied mit Gänsehaut-Faktor
Die Enthüllung der Krankheit rückt nun ein Ereignis in den Fokus, das eigentlich als fröhlicher Abschied geplant war. Am kommenden Samstag wird Thomas Gottschalk in der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert“ seinen endgültigen Abschied von der großen Showbühne feiern. An der Seite seiner langjährigen Weggefährten Günther Jauch und Barbara Schöneberger will er noch einmal das Bad in der Menge genießen.
Doch es wird keine normale Sendung werden. Es ist der ausdrückliche Wunsch des Entertainers, diesen Abend zu erleben, nicht um zu arbeiten, sondern um zu feiern, dass er noch da ist. „Er ist noch da und das ist alles andere als selbstverständlich“, betont seine Frau. RTL hat angekündigt, dass Gottschalk „alles präsentiert bekommt“ und nicht schwer moderieren muss. Es wird eine Party für das Leben, für die Freundschaft und für einen Mann, der sich nicht unterkriegen lässt.
Wenn Thomas Gottschalk am Samstagabend in die Kameras winkt, werden Millionen Zuschauer diesmal nicht auf kleine Versprecher achten. Sie werden einen Kämpfer sehen. Und an seiner Seite eine Frau, die bewiesen hat, dass Liebe manchmal auch bedeutet, den anderen zu seinem Glück – und zum Arzt – zu zwingen. Es ist ein Happy End, das noch vor wenigen Monaten alles andere als sicher war. Thomas Gottschalk ist zurück, vielleicht etwas leiser, vielleicht etwas verletzlicher, aber lebendiger als je zuvor.
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