Die idyllische Vorstellung vom Landleben, von scheuen Bauern, die endlich die große Liebe finden, und von romantischen Scheunenfesten lockt jedes Jahr Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. „Bauer sucht Frau“ gilt als eines der herzlichsten Formate im deutschen Fernsehen. Doch die aktuelle 21. Staffel zeigt einmal mehr, dass der schöne Schein trügt, sobald die Kameras aus sind und die sozialen Netzwerke heißlaufen. Für die Kandidatinnen Selina und Michaela wurde das Abenteuer Hofwoche nicht nur zu einer emotionalen Achterbahnfahrt der Gefühle, sondern zu einem echten Albtraum. Statt Herzchen-Emojis und Glückwünschen schlug ihnen eine Welle aus purem Hass, Neid und sogar Morddrohungen entgegen. Nun brechen die Frauen ihr Schweigen und zeigen, dass sie sich nicht länger als Opfer sehen, sondern zum Gegenschlag ausholen.

Der Preis der Öffentlichkeit: Wenn aus Zuschauern Hater werden
Für die meisten Teilnehmerinnen von „Bauer sucht Frau“ ist es der erste Schritt in die Öffentlichkeit. Sie sind keine medienprofis, keine Influencer, die Shitstorms gewohnt sind. Es sind Frauen wie du und ich – eine Studentin, eine Soldatin – die einfach nur hofften, den Mann fürs Leben zu finden. Doch das Dating vor laufenden Kameras ist längst nicht die größte Herausforderung. Viel härter trifft es sie, wenn die Folgen ausgestrahlt werden und die Anonymität des Internets die niedrigsten Instinkte der Zuschauer weckt.
In diesem Jahr traf es besonders zwei Frauen hart: Selina, die um das Herz von Spargelbauer Friedrich kämpfte, und Michaela, die Hofdame von Rinderzüchter Thomas. Beide Frauen sind grundverschieden, doch eines verbindet sie nun auf schmerzhafte Weise: Sie wurden zur Zielscheibe massiver Cyber-Attacken.
Selina: „Ich war total sprachlos“
Selina hatte es nicht leicht. In der Hofwoche bei Bauer Friedrich musste sie mit ansehen, wie sich der Landwirt immer mehr zu ihrer Konkurrentin Laura hingezogen fühlte. Der Moment, als Friedrich sie nach Hause schickte, weil sein Herz für Laura schlug, war schon im TV schmerzhaft anzusehen. Doch was danach folgte, verletzte noch tiefer.
In einer offenen Instagram-Fragerunde gab Selina nun Einblicke in ihre Gefühlswelt. Auf die Frage, wie sie mit dem ganzen „Hate“ umgehe, antwortete sie entwaffnend ehrlich: „Ich muss sagen, mit dem Hate habe ich anfangs überhaupt nicht gerechnet.“ Man spürt förmlich die Naivität und Gutgläubigkeit, mit der sie in das Format gegangen war. „Gerade zu Beginn, als ich die ersten negativen Kommentare gelesen habe, war ich total sprachlos und sehr traurig.“
Es ist ein Phänomen unserer Zeit: Menschen, die wir nur aus zusammengeschnittenen TV-Minuten kennen, werden beurteilt, als wüsste man alles über ihren Charakter. Selina wurde kritisiert, ihre Tränen belächelt, ihre Art hinterfragt. Doch die junge Frau hat einen Weg gefunden, sich zu schützen. „Ich habe irgendwann entschieden, die Kommentare nicht mehr zu lesen, um mich nicht weiter davon runterziehen zu lassen“, erklärt sie. Ein kluger Schachzug, um die eigene psychische Gesundheit zu bewahren.
Sie besann sich auf das, was wirklich zählt: die Meinung ihres realen Umfelds. Freunde und Familie, die Menschen, die sie wirklich kennen, gaben ihr Rückhalt. „Genau von diesen Menschen war das Feedback bis zum Ende durchweg positiv und das sollte am Ende das Wichtigste sein“, resümiert Selina.
Unerwartete Allianz: Laura springt für Selina in die Bresche
Besonders bemerkenswert in dieser tristen Geschichte ist der Zusammenhalt unter den Frauen. Oft wird in solchen Formaten ein „Zickenkrieg“ inszeniert oder herbeigeschrieben. Doch Laura, die Frau, die am Ende Friedrichs Herz gewann (und damit ja eigentlich Selinas „Rivalin“ war), zeigt wahre Größe. Sie nutzt ihre Reichweite nicht, um ihren Triumph zu feiern, sondern um Selina zu verteidigen.
Auf Instagram fand Laura deutliche Worte für die Hater. Der Hass, der Selina entgegenschlage, habe „nichts mit berechtigter Kritik zu tun“, stellte sie klar. Für Laura ist die Sache eindeutig: Es ist schlichter Neid. „Nicht mehr und nicht weniger.“ Sie appelliert an die Community für mehr Respekt, Liebe und gegenseitigen Support. Eine Geste, die zeigt, dass die Verbindungen, die während der Dreharbeiten entstehen, oft tiefer gehen als der Wettbewerb um einen Mann.
Michaela: Morddrohungen gegen die Soldatin
Während Selina vor allem mit fiesen Kommentaren und Spott zu kämpfen hatte, nahm der Hass gegen Michaela eine Dimension an, die strafrechtlich relevant ist. Michaela, die als Zeitsoldatin eigentlich ein dickes Fell haben sollte, wurde mit einer Bösartigkeit konfrontiert, die fassungslos macht.
Sie konnte sich bei Bauer Thomas zwar gegen ihre Konkurrentin durchsetzen, doch den Zuschauern passte offenbar vieles nicht. Mal war sie ihnen „zu laut“, mal redete sie „ohne Punkt und Komma“, und dann waren da noch die absurden Diskussionen um ihre Brille. Doch dabei blieb es nicht. In ihrer Instagram-Story teilte Michaela schockierende Einblicke in ihre Direktnachrichten.
„Manche würden behaupten, sie wollen nur ins TV, andere sind überzeugt, dass sie es eh nicht ernst meine“, berichtet sie. Doch dann wird es dunkel: „Aber auch vor Beleidigungen und sogar Morddrohungen schrecken einige User nicht zurück.“
Morddrohungen wegen einer Unterhaltungssendung? Das Überschreiten dieser Grenze ist leider kein Einzelfall mehr, aber Michaela lässt sich das nicht gefallen. Hier kommt die Kämpferin in ihr zum Vorschein. Statt sich zurückzuziehen, geht sie in die Offensive – und zwar mit den Mitteln des Rechtsstaats.

„Die Morddrohung ist ermittelt“ – Michaela schlägt zurück
Michaela hat sich dazu entschlossen, knallhart durchzugreifen. Ihre Ansage an die Hater ist unmissverständlich: „Jede Beleidigung wird in ein nettes Foto verpackt und geht zum Anwalt.“ Ein wichtiger Schritt, denn viele Internet-Trolle wähnen sich in falscher Sicherheit. Der Irrglaube, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, wird für einige nun teure Konsequenzen haben.
Besonders dramatisch ist ihre direkte Botschaft an eine spezifische Person, die ihr wohl nach dem Leben trachtete oder ihr Gewalt androhte. Mit einer fast schon beängstigenden Ruhe verkündet sie: „Die Morddrohung ist ermittelt und du wirst die Tage besucht.“ Ein Satz, der Gänsehaut verursacht – und hoffentlich abschreckende Wirkung auf alle anderen hat, die glauben, sie könnten ungestraft Hass verbreiten.
Ein Appell an die Menschlichkeit
Die Ereignisse rund um die 21. Staffel von „Bauer sucht Frau“ werfen ein grelles Schlaglicht auf den Zustand unserer Diskussionskultur. Michaela appelliert eindringlich an die Zuschauer, die Entscheidungen der Bauern zu akzeptieren. Auch wenn man selbst vor dem Fernseher sitzt und denkt: „Die passt doch gar nicht zu ihm!“, rechtfertigt das niemals Hass oder Bedrohungen. Es sind die Entscheidungen von Thomas und Friedrich, wen sie lieben wollen – nicht die der Facebook-Kommentatoren.
Selina drückt es in ihrem Statement vielleicht am treffendsten aus: „Man darf wirklich nicht vergessen, was so etwas mit einem Menschen machen kann.“ Hinter jedem Account, hinter jedem pixeligen Fernsehbild steckt ein Mensch mit Gefühlen, Ängsten und einer Familie. „Es ist so wichtig, nicht über Menschen zu urteilen, die man nicht kennt und immer empathisch und respektvoll zu bleiben.“
Fazit: Das bittere Nachspiel einer Liebessuche
Was bleibt, ist ein bitterer Beigeschmack. Die Bauern Thomas und Friedrich suchten das Glück, und auch wenn es für Michaela und Thomas am Ende nicht für die Ewigkeit reichte (sie sind inzwischen getrennt und Michaela hat in Felix eine neue Liebe gefunden), so haben sie doch eine faire Chance verdient. Dass diese Chance von einer toxischen Online-Community vergiftet wird, ist tragisch.
Die Reaktion der Kandidatinnen – Selinas Rückzug zum Selbstschutz und Michaelas juristischer Gegenangriff – sind notwendige Maßnahmen in einer Welt, in der der digitale Anstand verloren gegangen scheint. Es bleibt zu hoffen, dass die Anzeigen Erfolg haben und die „Besuche“ der Polizei bei den Verfassern von Morddrohungen Wirkung zeigen. Denn am Ende des Tages ist „Bauer sucht Frau“ nur eine TV-Show – aber die psychischen Wunden, die durch Cybermobbing entstehen, sind real und schmerzen noch lange, nachdem die Kameras ausgeschaltet sind.
Vielleicht sollten wir uns alle, bevor wir das nächste Mal einen schnellen, bösen Kommentar tippen, an Selinas Worte erinnern: Bleibt empathisch. Denn niemand hat es verdient, für die Suche nach Liebe mit Hass bestraft zu werden.
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