Es war der 17. Oktober 1978 und Hamburg stand still. Nicht wegen eines Sturms, nicht wegen eines Streiks, sondern wegen zweier Männer, die an diesem Abend Geschichte schreiben würden. Peter Mafai und Udo Jürgens. Zwei Namen, die seit Jahren von der deutschen Presse gegeneinander ausgespielt wurden.
Der eine, der Rucker mit der rauen Stimme und den rebellischen Texten, der aus Rumänien stammte und Deutschland mit seiner Intensität erobert hatte. Der andere, der Gentleman des deutschen Schlagers, elegant, romantisch, zeitlos ein Österreicher, der mit seiner Klasse und seinem Scham Millionen Herzen gewonnen hatte.
Für die Medien war es eine perfekte Geschichte. Jung gegen alt, Rock gegen Schlager, Rebellion gegen Tradition. Aber für die beiden Männer selbst war es komplizierter. Sie hatten sich nur dreimal im Leben getroffen. Einmal bei einem Fernsehauftritt 1975, einmal bei einer Preisverleihung 1976 und einmal zufällig in einem Hotel in München.
Jedesmal waren die Gespräche höflich, aber kühl gewesen. Nicht aus Feindschaft, aus Unsicherheit, denn beide wussten, dass die Öffentlichkeit sie als Gegner sehen wollte. Die Idee für das gemeinsame Konzert kam von einem Journalisten. Hans Georg Mauer, Musikredakteur der Hamburger Morgenpost, hatte im August 1978 einen provokanten Artikel geschrieben.
Maffi und Jürgens, zwei deutsche Giganten, die sich aus dem Weg gehen. Warum haben sie Angst voreinander? Der Artikel löste eine Bälle von Lisa Briefen aus. Manche verteidigten Peter, manche Udo, aber viele fragten dasselbe. Warum treten sie nicht einfach zusammen auf? Der Promoter Michael Lehmann lass den Artikel und dachte, das ist es.
Er rief beide Managements an. Ein Konzert. Hamburg beide auf einer Bühne. Peters Manager zögerte. Peter macht keine Kompromisse. Udos Manager lachte. Udo teilt keine Bühne. Aber dann geschah etwas Unerwartetes. Peter rief persönlich zurück. Ich mache es. Drei Tage später rief auch Rudo zurück.
Wenn er es macht, mache ich es auch. Die Musikhalle Hamburg war bis auf den letzten Platz besetzt. 5000 Menschen drängten sich in den Saal, manche standen sogar in Gang. Die Karten waren innerhalb von 48 Stunden ausverkauft gewesen. Die Atmosphäre war elektrisch. Draußen vor der Halle hatten sich hunderte Fenster versammelt, die keine Karten bekommen hatten.
Reporter von fünf verschiedenen Zeitungen waren vor Ort. Sogar das Fernsehen war da ein Kamerateam von der ARD dokumentierte alles. Hinter der Bühne herrschte eine merkwürdige Stille. Peter stand in seiner Gaberobe, die Hände in den Taschen seiner schwarzen Lederjacke vergraben. Er trug Jeans, Stiefel und ein einfaches weißes T-Shirt.

Er rauchte nicht, aber er hätte es in diesem Moment gerne getan. Die Anspannung war spürbar. Seine Gitarre lehnte an der Wand. Eine schwarze Gibsen zerkratzt und abgenutzt von 1000 Konzerten. Sein Tourmanager Klaus klopfte an die Tür. 5 Minuten. Peter. Peter nickte, sagte aber nichts. Udo Jürgens saß in seiner eigenen Garderobe, drei Türen weiter vor einem Spiegel.
Er trug einen perfekt sitzenden dunkelblauen Anzug. Seine Haare waren makellos frisiert, aber seine Hände zitterten leicht, als er seine Manschettenknöpfe zuknöpfte. Sein Pianist Horst stand an der Tür. “Udo! Alles in Ordnung?” Udo lächelte, aber es war ein angespanntes Lächeln. Ja, ich bin nur neugierig. Neugierig? Ob wir das wirklich schaffen? Um 19:55 Uhr trafen sich Peter und Udo erste Mal hinter der Bühne.
Sie standen sich gegenüber, 2 m voneinander entfernt. Peter streckte seine Hand aus. Keine Spielchen heute Abend. “Nur Musik.” Udo ergriff seine Hand. Nur Musik. Um 20 Uhr öffneten sich die Vorhänge. Das Publikum explodierte. Peter begann. Er stand alleine auf der Bühne, seine Gitarre umgehängt. Das Scheinwerferlicht ließ sein Gesicht scharf und kantig aussehen.
Er spielte Weiszeit. Seine Stimme füllte den Saal mit einer Intensität, die jeden Zuhörer sofort in ihren Band zog. Die Menge sang mit, klatschte, lebte. Es war reine Energie. Dann trat Peter zurück. Das Licht wechselte zu Gold und Udo Jürgens betrat die Bühne. Er setzte sich ans Klavier, seine Finger glitten über die Tasten und er begann griechischer Wein zu spielen.
Die Atmosphäre veränderte sich augenblicklich. Aus der elektrischen Energie wurde eine warme melancholische Stimmung. Die Menschen wiegten sich, einige sangen leise mit, andere schlossen einfach die Augen. So ging es eine Stunde lang, abwechselnd, respektvoll, aber getrennt. Peter spielte So bist du.
Udo spielte Messicheri. Jeder hatte seine eigene Hälfte der Bühne. Jeder hatte seine eigene Welt. Bis zu dem Moment, der alles veränderte. Es war 21:15 Uhr. Peter hatte gerade den ersten Vers von es war Sommer begonnen, als eine Bewegung in der dritten Reihe seine Aufmerksamkeit erregte. Eine ältere Frau stand auf. Ihre Hände zitterten.
Sie hielt sich an der Stuhllehne vor ihr fest, als würde sie jeden Moment zusammenbrechen. Peter hörte auf zu singen. Die Band spielte noch ein paar Takte weiter, dann verstummte auch sie. Die gesamte Halle wurde still. 5000 Menschen drehten sich um. um zu sehen, was geschah. “Entschuldigung”, sagte die Frau mit zitternder Stimme.
“Ich ich muss etwas sagen.” Ein Mann neben ihr, vermutlich ihr Begleiter, versuchte sie zurück auf ihren Platz zu ziehen. “Margarete, bitte setz dich. Du machst dich lächerlich.” Aber die Frau schüttelte den Kopf. Nein, ich muss es sagen. Odo Jürgens, der bis dahin am Rand der Bühne gestanden hatte, trat näher an den Bühnenrand.
Was ist passiert, meine Dame? Peter legte sein Mikrofon ab und kam ebenfalls näher. Die Frau blickte zu beiden hoch. Tränen liefen über ihre Wangen. “Ich heiße Margarete Weber”, sagte sie. Ihre Stimme war dünn, aber klar genug, dass jeder sie hören konnte. Ich bin 78 Jahre alt und ich bin heute hier, weil weil meine Kinder nicht hier sein können.
Die Stille im Saal wurde noch tiefer. Mein Sohn hieß Thomas. Er liebte sie, Herr Mafai. Er hatte all ihre Platten. Er sagte immer: “Peter Mafai versteht, wie es ist, wenn man kämpfen muss.” Thomas starb vor 3 Jahren bei einem Autounfall. Er war 34 Jahre alt. Ihre Stimme brach, aber sie zwam sich weiter zu sprechen.
Meine Tochter hieß Anna. Sie liebte sie, Herr Jürgens. Sie ging zu all ihren Konzerten. Sie sagte: “Udo Jürgens macht die Welt schöner.” Anna starb letztes Jahr an Krebs. Sie war 29. Margarete wischte sich mit zitternden Händen die Tränen ab. Sie stritten sich immer. Thomas und Anna. Nicht böse, aber leidenschaftlich. Peter ist besser. Nein, Udo ist besser.
Ich sagte immer, warum nicht beide? Aber sie lachten nur. Sie blickte auf ihre Hände. Heute ist der 17. Oktober. Thomas Geburtstag. Und Anna wurde am 18. Oktober geboren. Als ich hörte, dass sie beide heute zusammen hier sind, dachte ich, dachte ich, dass vielleicht vielleicht meine Kinder auch zusammen sein können, auch wenn sie nicht mehr hier sind.
Ihre Knie gaben nach. Peter sprang von der Bühne. Udo folgte ihm sofort. Gemeinsam fingen sie Margarete auf, bevor sie fallen konnte. Das Publikum erhob sich. Niemand klatschte, niemand rief. Es war eine stille, respektvolle Geste. Peter und Udo führten Margarete vorsichtig zur Bühne. “Können Sie laufen?”, fragte Peter leise.
“Ja”, flüsterte Margarite. “Ich ich kann Sie halfen ihr die Stufen hinauf.” Margarete stand nun zwischen den beiden Männern, zitternd, weinend, aber aufrecht. Das Licht der Scheinwerfer fiel auf sie. Peter sah Udo an. Udo sah Peter an. Und in diesem Moment, ohne ein Wort zu sagen, verstanden sie beide, was zu tun war.
Frau Weber sagte Uto leise, aber sein Mikrofon nahm jedes Wort auf. Wie hießen ihre Kinder noch einmal? Thomas und Anna, flüsterte sie. Peter nickte langsam. Dann singen wir heute für Thomas und Anna. Was dann geschah, hatte niemand im Saal jemals zuvor erlebt. Udo ging zurück zum Klavier. Peter nahm seine Gitarre und zum ersten Mal an diesem Abend spielten sie nicht abwechselnd.
Sie spielten zusammen. Udo begann mit den sanften melancholischen Klängen von Messicheri, aber er spielte es langsamer, ruhiger, fast wie ein Wiegenlied. Seine Finger glitten über die Tasten wie Wasser über Steine. Peter stimmte mit seiner Gitarre ein, improvisierte eine Melodie, die sich wie ein zweites Herz in die Musik legte.
Seine Akkorde waren warm, weich unterstützend. Und dann sangen sie: “Nicht nur einer, beide.” Peter mit seiner rauen, erdigen Stimme, die Schmerz und Stärke zugleich trug. Udo mit seiner klaren, eleganten Stimme die Trost und Schönheit versprach. Zwei völlig verschiedene Welten, die sich in einem einzigen Lied vereinten.

Margarete stand zwischen ihnen, die Augen geschlossen, die Hände gefaltet vor der Brust. Ihre Lippen bewegten sich lautlos. Es sah aus, als würde sie mit jemandem sprechen, den nur sie sehen konnte. Das Publikum weinte. Nicht ein paar Menschen, alle. 5000 Menschen saßen in der Musikhalle Hamburg und weinten still.
Väter, die ihre Kinder feste an sich drückten. Mütter, die an ihre eigenen Verluste dachten. Junge Menschen, die zum ersten Mal verstanden, was Musik wirklich bedeuten konnte. Ein Mann in der zehnten Reihe, ein 45-jähriger Ingenieur namens Werner, hatte seit dem Tod seiner Frau vor zwei Jahren nicht mehr geweint.
Heute Abend weinte er. Eine Frau in der ersten Reihe, eine Lehrerin namens Christal, hatte ihren Bruder im Krieg verloren. Sie hielt ein Foto von ihm in ihrer Handtasche. Heute Abend holte sie es heraus und drückte es an ihre Brust. Als das Lied endete, blieb es still. Niemand klatschte. Es war als hätte der Saal kollektiv den Atem angehalten.
Peter legte seinen Arm um Margaret Schultern. Frau Weber”, sagte er leise, “Ihre Kinder haben sie sehr geliebt. Das spürt man in jedem Wort, das sie gesagt haben.” Udo trat näher und nahm ihre Hand. “Und sie streiten sich nicht mehr”, sagte er mit einem sanften Lächeln. “Heute Abend haben sie zusammen gelacht. Dessen bin ich mir sicher.
” Margarete schluchzte, aber es war kein Schluchzen der Verzweiflung. Es war Erleichterung. “Danke”, flüsterte sie. Danke, dass Sie hier sind. Danke, dass Sie zusammen sind. Meine Kinder, sie würden sich so freuen. Peter und Udo begleiteten Margarete zurück zu ihrem Platz. Der Mann, der vorher versucht hatte, sie zurückzuhalten, stand jetzt auf und umarnte sie fest.
Es tut mir leid, Margarite. Du hattest recht. Als Peter und Udo wieder auf der Bühne standen, sahen sie sich an. Keine Worte waren nötig. Peter streckte seine Hand aus. Udo ergriff sie. Und dann passierte etwas, das niemand erwartet hatte. Sie umarmten sich fest lange und das Publikum stand auf und applaudierte. Nicht für die Musik, für die Menschlichkeit.
Das Konzert ging noch eine Stunde weiter, aber jetzt spielten Peter und Uto nicht mehr getrennt. Sie blieben zusammen auf der Bühne. Sie improvisierten, mischten ihre Songs, lachten, machten Fehler und korrigierten sich gegenseitig. Es war chaotisch, es war unperfekt, es war wunderschön. Nach dem Konzert gegen Mitternacht fuhren Peter und Udo gemeinsam zu Margaretes Wohnung.
Sie hatte sie eingeladen und beide hatten ohne Zögern zugesagt. Es war eine kleine ordentliche Wohnung in Altona in dritten Stock eines alten Becksteingebäudes. An den Wänden hingen Fotos. Ein junger Mann mit dunklen Haaren und einem breiten Lächeln neben ihm ein Peter Mafferpuster aus dem Jahr 1975. Ein junges Mädchen mit blonden Locken und strahlenden Augen in ihrem Zimmer.
Ein geranntes Bild von Udo Jürgens bei einem Konzert. Margarete machte. Die drei saßen bis 3 Uhr morgens zusammen und sprachen nicht über Musik, über Kinder, über Verlust, über das Leben. Margarete erzählte Geschichten von Thomas und Anna. Peter erzählte von seiner eigenen Kindheit in Rumänien. Udo sprach über seinen Vater, den er früh verloren hatte.
Als sie gingen, umarmte Margarete beide. Sie haben mir heute meine Kinder zurückgegeben, sagte sie. Drei Monate später, im Januar 1979 starb Margaretewebe im Schlaf. Friedlich ohne Schmerzen. Zu ihrer Beerdigung kamen über 200 Menschen und zwei davon trugen schwarze Anzüge und standen Seite an Seite am Grab.
Peter Mafai und Udo Jürgens, sie sangen kein Lied. Sie liegten Rosen auf den Sarg. Weiße Rosen für Anna, rote Rosen für Thomas. Die Geschichte dieser Nacht verbreitete sich in ganz Deutschland. Zeitungen schrieben: Zwei Rivalen, eine Mutter, ein Moment, der Deutschland veränderte. Aber Peter und Udo nannten sich danach nie wieder Rivalen.
Sie nannten sich Freunde. Und jedes Jahr am 17. Oktober riefen sie sich an, um sich an Margarete zu erinnern, an Thomas und Anna und daran, dass Musik keine Grenzen kennt, nur Herzen. M.
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