Sie ist eines der vertrautesten Gesichter der deutschen Fernsehlandschaft, eine Frau, die wir zu kennen glauben, weil sie uns seit Jahrzehnten in unseren Wohnzimmern besucht. Mariele Millowitsch, die schlagfertige Kölner Kommissarin „Marie Brand“ oder die resolute Schwester Nikola, strahlt eine Bodenständigkeit aus, die selten geworden ist im glitzernden Showgeschäft. Doch hinter der Fassade der taffen TV-Heldin und dem berühmten Nachnamen verbirgt sich eine Frau, die ihre ganz eigenen Kämpfe austrägt und einen Lebensentwurf verteidigt, der noch immer viele überrascht. Es ist die Geschichte einer bewussten Entscheidung für das Alleinsein und einer tiefen, fast unheimlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit, die ihr bis in die Träume folgte.

Das Erbe einer Dynastie und der eigene Weg
Geboren am 23. November 1955 in Köln, wurde Mariele das Schauspiel-Gen quasi in die Wiege gelegt. Als jüngstes Kind von Gerda und dem legendären Volksschauspieler Willy Millowitsch wuchs sie in einer Welt auf, in der die Grenzen zwischen Bühne und Wohnzimmer oft fließend waren. Die Millowitsch-Dynastie ist in Köln heilig, ein Name, der Verpflichtung und Privileg zugleich bedeutet. Während ihre Tante Lucy und ihr Bruder Peter die Tradition des familieneigenen Theaters fortführten, suchte und fand Mariele ihre eigene Nische im Fernsehen.
Mit Serien wie „girl friends – Freundschaft mit Herz“ und der Comedy-Serie „Nikola“ spielte sie sich in die Herzen eines Millionenpublikums. Seit 2008 ist sie als Marie Brand nicht mehr aus dem ZDF wegzudenken. Doch der Ruhm hat sie nie abheben lassen. Vielleicht, weil sie von klein auf gelernt hat, dass Applaus flüchtig ist und das wahre Leben jenseits des Scheinwerferlichts stattfindet.
Wenn die Rolle zur Realität wird: Der Albtraum Krebs
Es gibt Rollen, die legt man nach Drehschluss wie ein Kostüm ab, und es gibt solche, die sich wie ein dunkler Schatten auf die Seele legen. Für Mariele Millowitsch war die Darstellung einer Krebspatientin im Film „Mama geht nicht mehr“ (2016) eine solche Grenzerfahrung. Obwohl sie selbst, zum großen Glück, nie von der Krankheit betroffen war, ging ihr das Schicksal ihrer Figur so nah, dass es sie bis in den Schlaf verfolgte.
In einem bewegenden Interview offenbarte sie, wie sehr sie das Thema monatelang beschäftigte. „Ich habe tatsächlich von Krankheit geträumt“, gestand sie. Es waren die klassischen Albträume, in denen man wegrennen will, aber feststeckt – eine Metapher für die Hilflosigkeit, die eine Krebsdiagnose oft mit sich bringt. Diese psychische Belastung zeigt, mit welcher emotionalen Tiefe sich die Schauspielerin in ihre Arbeit stürzt. Sie spielt nicht nur; sie fühlt.
Die Angst war dabei nicht abstrakt. In ihrem privaten Umfeld musste Mariele mehrfach miterleben, was Krebs bedeutet und was eine Chemotherapie aus einem Menschen machen kann. „Ich weiß, was Chemo auslöst“, sagte sie ernst. Diese Erlebnisse haben sie demütig gemacht. Auf die Frage, wie sie selbst reagieren würde, antwortet sie mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit, die keine falschen Heldenposen kennt: „Ich kann nicht sagen, wie ich reagieren würde.“ Es hänge von so vielen Faktoren ab – der Größe des Tumors, den Heilungschancen. Diese differenzierte Sichtweise zeugt von einer Frau, die sich keine Illusionen macht und dem Leben mit großem Respekt begegnet.

Die bewusste Entscheidung: Glücklich ohne Mann und Kind
Während sie im Beruf oft Mütter oder Partnerinnen spielt, hat Mariele Millowitsch privat einen ganz anderen Weg eingeschlagen – und sie könnte damit nicht glücklicher sein. Das Thema Kinder hat sie für sich längst pragmatisch abgehakt. „Als ich 40 wurde, dachte ich: Die Tür ist zu. Dann ist sie halt zu“, erklärte sie 2021 im Interview mit der „Bunte“. Kein Bedauern, keine Bitterkeit. Stattdessen freut sie sich über ihre Rolle als Tante und Patentante, in der sie, wie sie selbstironisch anmerkt, „recht gute Bewertungen“ erhält.
Noch konsequenter ist ihre Haltung zu Männern. Seit der Trennung von dem Anwalt Alexander Isadi im Jahr 2009, mit dem sie acht Jahre liiert war, geht Mariele als Single durchs Leben. Die damalige Trennung verlief friedlich, man wohnte sogar noch eine Weile im selben Haus, aber in getrennten Wohnungen. Doch danach war für sie klar: Das Kapitel Partnerschaft ist beendet. Oder zumindest hat es keine Priorität mehr.
„Es ist gut, wie es ist. Ich lebe sehr gern allein“, beteuert sie immer wieder. In einer Gesellschaft, die das Paar-Sein oft als einzigen Weg zum Glück propagiert, ist ihre Haltung ein starkes Statement für die Unabhängigkeit. Heiraten? Kam für sie ohnehin nie wirklich in Frage. „Hätte ich unbedingt heiraten wollen, wäre es sicher passiert, aber es hat eben nie hundertprozentig gepasst.“
Einsamkeit als Luxus, nicht als Last
Viele Menschen fürchten das Alleinsein, Mariele Millowitsch zelebriert es. Ihr fehlt nichts, kein Mann, keine ständige Gesellschaft. Sie beschreibt ihren Zustand als „sehr friedlich und fröhlich“. Wenn sie sich doch einmal einsam fühlen sollte, weiß sie genau, wen sie anrufen kann. Ihr soziales Netz aus Geschwistern und engen Freunden ist stabil und trägt sie.
Statt auf rote Teppiche oder Partys zieht es sie in ihrer Freizeit lieber auf das Sofa, allein, mit einem guten Buch. Diese Ruhe ist ihre Kraftquelle. Es ist ein selbstbestimmtes Leben, frei von Kompromissen, die eine Partnerschaft zwangsläufig mit sich bringt.
Natürlich gibt es da noch Walter Sittler. Mit ihrem Schauspielkollegen, der schon in „girl friends“ und „Nikola“ an ihrer Seite war, verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Seit 2023 reisen sie für gemeinsame Lesungen quer durch Deutschland. Doch wer hier auf eine späte Romanze hofft, wird enttäuscht. Die beiden sind ein eingespieltes Team, beruflich und freundschaftlich, mehr nicht. Und genau das scheint das Geheimnis von Mariele Millowitschs Zufriedenheit zu sein: Sie definiert ihre Beziehungen selbst, jenseits von Klischees und Erwartungen.

Fazit: Eine Frau im Reinen mit sich selbst
Mariele Millowitsch ist ein Vorbild, nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als moderne Frau, die zu ihren Entscheidungen steht. Die Schatten der Krebs-Rolle haben gezeigt, wie verletzlich das Leben ist, und vielleicht genießt sie genau deshalb ihre Freiheit so intensiv. Sie braucht keinen Mann, um komplett zu sein, und keine Kinder, um Spuren zu hinterlassen. Ihre Ehrlichkeit, ihre Kunst und ihre unerschütterliche Unabhängigkeit sind Vermächtnis genug. Sie hat den Frieden gefunden, den viele ein Leben lang suchen – allein, aber niemals einsam.
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