Es war still geworden um ihn. Sehr still. Wo einst lautes Lachen, tobender Applaus und die grellen Scheinwerfer der großen TV-Studios seinen Alltag bestimmten, herrschte in den letzten zwölf Monaten gähnende Leere. Doch nun, pünktlich zur besinnlichen Weihnachtszeit im Dezember 2025, ist er wieder da. Luke Mockridge (36), einer der wohl polarisierendsten Komiker Deutschlands, hat sich zurückgemeldet – nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit leisen, fast schon demütigen Tönen, die man von dem einstigen Überflieger so kaum kannte.
Sein erstes Lebenszeichen nach der selbstverordneten Verbannung setzte er dort, wo alles begann: auf der Bühne. Doch statt in einer riesigen Arena vor zehntausenden Fans stand er in der intimen Atmosphäre des Düsseldorfer Weihnachtscircus in der Manege. Ein symbolträchtiger Ort für jemanden, der sein Leben als einen Drahtseilakt zwischen genialer Comedy und moralischen Abgründen erlebt hat.

Die Flucht in die Einsamkeit: Warum Kanada?
„Für mich war es mal schön, ein Jahr lang die Welt zu sehen, mich zu sehen und vor allen Dingen mal die Fresse zu halten“, gesteht Mockridge im Gespräch mit der „BILD“-Zeitung. Ein Satz, der sitzt. Er wirkt nicht einstudiert, nicht von PR-Beratern glattgebügelt. Er klingt nach einer Erkenntnis, die reifen musste.
Nach dem gewaltigen Eklat im September 2024, als er sich in einem Podcast über Athleten der Paralympischen Spiele lustig machte und damit einen Sturm der Entrüstung auslöste, zog Mockridge die Reißleine. Die Öffentlichkeit wollte ihn nicht mehr sehen, Fernsehsender strichen seine Shows, Tour-Termine platzten. Deutschland war für den Comedian, der einst als „Everybody’s Darling“ galt, zu einem heißen Pflaster geworden.
Seine Reaktion? Flucht. Aber nicht irgendwohin, sondern zu seinen Wurzeln. Mockridge, der die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, zog sich in das Heimatland seines Vaters zurück. Dort, in den weiten Wäldern Nordamerikas, suchte er das, was ihm im hektischen Showgeschäft abhandengekommen war: Ruhe und sich selbst.
„Dann haben wir in Kanada in einer Blockhütte am See gesessen, und da war alles andere weit weg“, beschreibt er diese Zeit. Statt roter Teppiche gab es Wanderschuhe, statt Applaus das Rauschen der Bäume. Er verbrachte seine Tage mit Schwimmen, Laufen und dem einfachen Leben in der Natur. Es war eine Art Detox-Kur für die Seele, eine Zwangspause, die, wie er heute sagt, bitter nötig war.
Der Test: Kann ich das noch?
Doch ganz ohne die Bühne ging es dann doch nicht. In der Anonymität der kanadischen Großstädte Toronto und Montreal wagte er ein Experiment. Er trat in kleinen Comedy-Clubs auf – auf Englisch. Niemand kannte ihn dort als den „Skandal-Comedian“ aus Deutschland. Niemand wusste von den Vorwürfen, den Shitstorms, den Schlagzeilen.
„Ich wollte schauen, ob ich nach dieser Auszeit noch Lust auf meinen Job habe“, erklärt der 36-Jährige. Es war ein Test unter Laborbedingungen: Funktioniert der Humor von Luke Mockridge auch ohne den Promi-Bonus? Funktioniert er, wenn man nur das Mikrofon und das Publikum hat, ohne den Ballast der Vergangenheit? Offenbar lautete die Antwort „Ja“. Diese Auftritte gaben ihm das Selbstvertrauen zurück, das er in Deutschland verloren hatte. Er habe sich „neu in den Job verliebt“, sagt er heute.

Rückblick auf den tiefen Fall: „Ich habe Scheiße gebaut“
Um zu verstehen, warum diese Rückkehr so brisant ist, muss man den Blick zurückwerfen. Der September 2024 markierte den vorläufigen Tiefpunkt einer Karriere, die schon vorher Risse bekommen hatte. Sein Witz über Paralympics-Schwimmer – „Es gibt Menschen ohne Beine und Arme, die wirft man in ein Becken – und wer als Letzter ertrinkt, der hat halt gewonnen“ – war für viele mehr als nur geschmacklos. Er war menschenverachtend.
Die Konsequenzen waren brutal, aber folgerichtig. Sat.1 stoppte seine neue Show, die Öffentlichkeit wandte sich ab. Es war nicht der erste Skandal. Bereits Jahre zuvor standen schwere Vorwürfe einer Ex-Freundin im Raum, es ging um sexualisierte Gewalt. Zwar wurde das Verfahren eingestellt, da Aussage gegen Aussage stand, doch der Makel blieb.
Im Frühjahr 2024 hatte Mockridge gegenüber dem „Stern“ bereits eine ungewöhnlich offene Beichte abgelegt. Er räumte ein, eine fast „sportliche Motivation“ gehabt zu haben, Frauen aufzureißen. Sein damaliges Fazit über sich selbst: „Ich war ein Arschloch und das tut mir leid.“ Diese Sätze hallen bis heute nach. Sie zeigen einen Mann, der sich seiner Fehler bewusst zu sein scheint, der aber auch immer wieder mit seiner impulsiven Art aneckt.
„Ich habe viele Jahre gesendet und dabei auch Scheiße gebaut“, fasst er es jetzt zusammen. Die Erkenntnis, dass er für sein Handeln Verantwortung übernehmen muss, scheint in der kanadischen Einsamkeit gewachsen zu sein. Er sei deshalb „ganz bewusst eine Zeit lang mal leise gewesen“. Eine Stille, die lauter dröhnte als jeder Witz.

Der Neuanfang: Ohne Plan, aber mit „Bock“
Und nun? Wie sieht er aus, der neue Luke Mockridge? Wer beim Comeback in Düsseldorf eine ausgefeilte PR-Kampagne erwartet hatte, wurde enttäuscht – oder positiv überrascht, je nach Sichtweise. „Ich mache jetzt nur noch, worauf ich Bock habe – ohne großen Plan oder PR-Strategie“, kündigt er an.
Das klingt trotzig, aber auch befreiend. Es wirkt, als habe er sich von dem Zwang gelöst, es allen recht machen zu wollen. Der Auftritt im Zirkuszelt war klein, aber herzlich. Über 500 Fans waren gekommen, um ihn zu sehen. Und Mockridge lieferte. Er wirbelte sogar am Trapez durch die Luft – ein Bild, das fast schon metaphorisch für seine aktuelle Situation steht: Ein Balanceakt in luftiger Höhe, immer mit dem Risiko, abzustürzen, aber auch mit der Chance auf den ganz großen Applaus.
Er ist wieder da, aber er ist nicht mehr der Alte. Die Leichtigkeit des unbeschwerten Jungen von früher ist einer nachdenklichen Ernsthaftigkeit gewichen. Die Narben der letzten Jahre sind sichtbar, nicht im Gesicht, aber in seiner Haltung. Ob Deutschland ihm seine Verfehlungen dauerhaft verzeiht, wird sich zeigen. Die Welt der Comedy ist schnelllebig, und das Publikum kann gnadenlos sein – aber auch vergebend, wenn es echte Reue spürt.
Luke Mockridge hat den ersten Schritt aus der Deckung gewagt. Er hat das Schweigen gebrochen, das er sich selbst auferlegt hatte. Nun liegt es an ihm zu beweisen, dass die Zeit in der Blockhütte mehr war als nur ein Urlaub. Dass er wirklich verstanden hat, warum er „die Fresse halten“ musste. Sein Comeback ist kein Triumphzug, sondern ein vorsichtiges Tasten. Ein Versuch, wieder Fuß zu fassen in einer Welt, die ihn einst auf Händen trug und dann fallen ließ. Eines ist sicher: Man wird ihn beobachten. Genau beobachten.
News
Eduard Dietl Wie 2.000 Deutsche 3 Monate gegen eine 25.000-Mann-Übermacht überlebten DD
Stell dir vor, April 1940, mitten im arktischen Winter. Zehn deutsche Zerstörer nähern sich der norwegischen Küste durch eiskalte Gewässer….
Wie Ein Mathematikers „VERRÜCKTER“ Trick 127 Sowjetische Panzer Mit NUR 8 Geschützen Zerstörte DD
Am 12. Juli 1943 um 5:47 Uhr morgens stand der 34-jährige Hauptmann Ernstweber auf einem Hügel bei Proschurowka und beobachtete…
Der Millionär stand mit seiner Verlobten im Aufzug – bis seine Ex mit ihrem kleinen Sohn einstieg…
Marx Herz blieb stehen, als sich die Aufzugtüren im zwölften Stock des Warschauer Hochhauses öffneten, und dort, einen kleinen Jungen…
Ich will heute 7 Fendt kaufen, sagte der Bauer… Der Händler lachte, bis er das Geld sah DD
Ich will heute sieben Fend kaufen. Bernt Hoffmann sagte es ruhig, fast beiläufig, während er im Schauraum des Landtechnikhändlers in…
Mädchen rannte zum Mafiaboss: „Sie schlagen meine Schwester!“ — was er tat, ließ alle sprachlos DD
Ihre kleinen Hände zitterten, als sie verzweifelt am Ärmel des Fremden hog. Tränen liefen unaufhörlich über ihr Gesicht und ihre…
Mafiaboss entließ die Nanny ohne Grund – bis seine Tochter etwas sagte, das ihn zu Tränen rührte DD
Das Kindermädchen wurde ohne jede Erklärung entlassen. Doch was die Tochter des Mafiosses offenbarte, versetzte alle in Schock. Der Koffer…
End of content
No more pages to load






