Es sollte ein Tag des puren Triumphs sein, ein Meilenstein, den nur wenige Künstler in solch beeindruckender körperlicher und geistiger Verfassung erreichen. Am 14. Januar 2026 feierte Howard Carpendale, der Grandseigneur des deutschen Schlagers, seinen 80. Geburtstag. Ein Alter, das man dem gebürtigen Südafrikaner kaum ansieht. Mit seiner stattlichen Erscheinung, dem noch immer vollen Haar und diesem unverwechselbaren Charme wirkt er eher wie ein Mann in den besten Jahren, der gerade erst seinen zweiten Frühling erlebt. Doch während die Sektkorken knallen und die Vorbereitungen für seine letzte gigantische Arena-Tournee „Let’s Do It Again, Again!“ auf Hochtouren laufen, zieht am privaten Horizont des Stars eine dunkle Wolke auf, die er nicht länger verbergen kann und will.
Hinter der strahlenden Fassade des Entertainers, der Millionen Menschen mit Hits wie „Ti Amo“ oder „Hello Again“ glücklich gemacht hat, verbirgt sich eine tiefsitzende, fast panische Angst. Es ist jedoch nicht die Furcht vor dem eigenen Ende, vor dem Verlöschen des Rampenlichts oder der Gebrechlichkeit des Alters. Howard Carpendale, der Kämpfer, der sich schon so oft im Leben zurück ins Licht geboxt hat, fürchtet den Tod aus einem einzigen, herzzerreißenden Grund: der Sorge um seine geliebte Ehefrau Donnice.

„Sie kommt ohne mich nicht zurecht“
In einem bewegenden Interview, das pünktlich zu seinem Ehrentag die Runde machte, öffnete Carpendale sein Herz so weit wie selten zuvor. „Ich kann sie nicht alleine lassen“, gestand er mit einer Stimme, die die Schwere dieser Erkenntnis trug. „Das geht nicht. Sie kommt ohne mich nicht zurecht. Das wäre eine Katastrophe.“ Diese Worte sind mehr als nur die besorgte Äußerung eines liebenden Ehemannes; sie sind das Echo einer jahrzehntelangen, dramatischen Liebesgeschichte, die von Höhen und extremen Tiefen geprägt war.
Um diese Angst zu verstehen, muss man in die Vergangenheit blicken. Howard Carpendale und die Amerikanerin Donnice Pierce sind seit 1983 ein Paar, seit 2018 verheiratet. Doch ihre Liebe wurde auf eine harte Probe gestellt, die viele andere Beziehungen zerbrochen hätte. Über viele Jahre litt Donnice an einer schweren Alkoholsucht. Es war ein Kampf gegen Dämonen, der im Verborgenen stattfand, während Carpendale auf der Bühne den strahlenden Star gab. Er war ihr Anker, ihr Fels in der Brandung, derjenige, der sie immer wieder auffing, wenn sie drohte, ins Bodenlose zu stürzen. Diese Rolle des Beschützers und Lebensretters hat sich tief in seine DNA eingebrannt. Auch wenn Donnice die Sucht inzwischen besiegt zu haben scheint, bleibt die psychologische Abhängigkeit, das Gefühl der Symbiose. Für Howard ist sie sein „zweites Ich“, sein Zuhause in einer verrückten Welt. Aber für Donnice ist Howard offensichtlich noch viel mehr: Er ist ihr Halt, ihre Struktur, ihr Lebensinhalt.
Das große Schweigen: Wenn Liebe zur Last wird
Was die Situation für den Jubilar so unerträglich macht, ist die Mauer des Schweigens, auf die er zu Hause trifft. Der Tod ist ein Thema, das in ihrer Villa in München oder ihrem Domizil in Florida keinen Platz findet – zumindest wenn es nach Donnice geht. „Ich darf das Thema Sterben überhaupt nicht erwähnen“, verrät Carpendale resigniert. „Entweder sagt sie dann einfach: ‚Das dauert noch ewig‘, oder sie schüttelt bloß den Kopf.“
Diese Verdrängungstaktik ist menschlich verständlich, doch für einen Mann wie Howard Carpendale, der Dinge gerne regelt und Klarheit schafft, ist sie eine Qual. Er weiß, dass die biologische Uhr tickt. Mit 80 Jahren ist die Endlichkeit des Lebens keine abstrakte Philosophie mehr, sondern eine statistische Realität. Er möchte vorsorgen, nicht nur finanziell, sondern vor allem emotional. Er möchte sicherstellen, dass die Frau, die er mehr als alles andere liebt, nicht in ein schwarzes Loch fällt, wenn er eines Tages nicht mehr neben ihr aufwacht. Doch wie bereitet man jemanden auf den Verlust vor, der sich weigert, die Möglichkeit dieses Verlustes überhaupt anzuerkennen?

Ein Geburtstagsessen mit ernstem Hintergrund
Trotz – oder gerade wegen – Donnices Weigerung hatte sich Carpendale für seinen 80. Geburtstag einen festen Plan zurechtgelegt. Statt einer rauschenden Party mit Prominenz und Presse wünschte er sich ein intimes Abendessen im engsten Familienkreis. Mit am Tisch: seine Söhne, darunter Wayne Carpendale, und natürlich Donnice. Sein Ziel war es, genau diesen Moment der Nähe zu nutzen, um das Unaussprechliche auszusprechen.
„Ich möchte, dass jeder ein Gefühl dafür hat, was sie mir bedeuten“, erklärte er im Vorfeld. „Und dass sie mir immer zur Seite gestanden sind. In allem.“ Es ist der Versuch eines Patriarchen, sein emotionales Erbe zu ordnen. Howard weiß, dass seine Familie – wie er selbst zugibt – „keine einfache Familie“ ist. Aber er weiß auch: „Wenn wir uns brauchen, sind wir immer füreinander da.“ Er hofft inständig, dass dieses Sicherheitsnetz auch dann halten wird, wenn er selbst nicht mehr da ist, um es zu spannen. Besonders Wayne, zu dem er eine sehr enge Bindung hat, könnte hier in Zukunft eine Schlüsselrolle zukommen, um die Lücke zu füllen, die Howards Tod unweigerlich reißen würde.
Die letzte große Tournee: Ein Abschied auf Raten
Während diese privaten Sorgen ihn umtreiben, steht Carpendale vor einer weiteren emotionalen Zerreißprobe: seinem Bühnenabschied. Ab März 2026 startet seine Tournee, die er vielsagend „Let’s Do It Again, Again!“ genannt hat. Es ist ein letztes Aufbäumen, ein letztes Bad in der Menge. Für einen Künstler, der über 60 Jahre auf der Bühne stand, ist dieser Schritt fast so endgültig wie der Tod selbst. Die Bühne war immer sein Elixier, der Ort, an dem er er selbst sein konnte, losgelöst von den privaten Sorgen um Donnices Gesundheit.
Dass er diese letzte Tournee mit 80 Jahren noch einmal angeht, zeigt seine unglaubliche Disziplin und Leidenschaft. Doch es schwingt auch eine Melancholie mit. Er möchte noch einmal „die Welt sehen“, noch einmal die Energie der Fans spüren, bevor er sich ganz ins Privatleben zurückzieht. Vielleicht ist diese Tournee auch ein Weg, sich selbst zu beweisen, dass er noch da ist, dass er noch stark ist – stark genug, um Donnice noch eine Weile zu tragen.

Ein Liebesbeweis über den Tod hinaus
Erst im November, zu Donnices Geburtstag, hatte Howard auf Instagram eine Liebeserklärung veröffentlicht, die Tausende zu Tränen rührte. Er schrieb: „Ich sehe sie – und ich sehe einen Menschen, der mir immer ein Lächeln schenkt. Der immer versucht, unsere Tage schön zu machen.“ Er nannte sie sein „Zuhause“. Diese Worte lesen sich heute, vor dem Hintergrund seiner Todesangst, wie ein Vermächtnis.
Es ist die Tragik einer großen Liebe im Alter: Je tiefer die Bindung, desto größer die Angst vor dem unvermeidlichen Ende. Howard Carpendales Furcht ist der ultimative Beweis seiner Liebe. Er sorgt sich nicht um das, was er verliert, sondern um das, was er zurücklässt. Er möchte Donnice beschützen, selbst dann noch, wenn er es physisch nicht mehr kann.
Ob es ihm an seinem Geburtstag gelungen ist, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen, bleibt vorerst sein Geheimnis. Doch eines ist sicher: Wenn Howard Carpendale in den kommenden Monaten auf seiner Abschiedstournee „Hello Again“ singt, wird dieses Lied eine tiefere, bittersüße Bedeutung haben. Es ist ein Gruß an das Leben, das er so sehr liebt, und ein stilles Versprechen an seine Frau, so lange wie irgend möglich an ihrer Seite zu bleiben. Denn für Howard Carpendale wäre der Tod nur dann eine Erlösung, wenn er wüsste, dass seine Donnice auch ohne ihn weiterleben kann. Bis er diese Gewissheit hat, wird er kämpfen – wie er es schon immer getan hat.
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