Es gibt Geschichten, die klingen fast zu gut, um wahr zu sein. Sie handeln von Demütigung, von verletztem Stolz und von einem Triumph, der so süß schmeckt, dass man ihn sich besser kaum ausmalen könnte. Eine solche Geschichte hat nun einer der ganz Großen der deutschen Musiklandschaft ausgepackt: Howard Carpendale. In der renommierten Radio-Bremen-Talkshow „3nach9“ ließ der bald 80-Jährige eine Bombe platzen, die nicht nur Moderator Giovanni di Lorenzo, sondern auch das Publikum sprachlos machte. Es ist die Geschichte einer späten, aber perfekten Rache.

Der Makel des Schlagers: Ein Star als unerwünschte Person
Um die Tragweite dieser Anekdote zu verstehen, muss man die Zeit zurückdrehen. Wir befinden uns in den 1970er Jahren. Howard Carpendale ist bereits ein bekannter Name, seine Hits laufen im Radio, er ist Gast in der legendären ZDF-Hitparade. Doch der Ruhm hat eine Kehrseite. In einer Zeit, in der Rockmusik und anglo-amerikanische Popkultur als das Maß aller Dinge gelten, haftet dem deutschen Schlager ein gewisser Mief an. Er gilt in den Augen der selbsternannten kulturellen Elite und der „coolen“ Jugend oft als spießig, unmodern und schlichtweg peinlich.
Genau diese Vorurteile bekam der gebürtige Südafrikaner eines Abends in Köln knallhart zu spüren. Carpendale wollte, wie viele junge Menschen in seinem Alter, einfach nur feiern gehen. Sein Ziel: eine angesagte Kölner Diskothek. Doch der Abend endete, bevor er überhaupt begonnen hatte – an der harten Realität der Eingangstür.
Der Türsteher, jener allmächtige Wächter über Einlass und Ausgrenzung, erkannte den Sänger sofort. Doch statt ihm, wie man es bei einem Prominenten erwarten würde, den roten Teppich auszurollen oder ihn zumindest freundlich durchzuwinken, folgte die kalte Dusche. Ein einziger Satz, so scharf wie ein Messer, wurde ihm entgegengeschleudert: „Schlagersänger kommen hier nicht rein.“
Ein Moment der Ohnmacht
Für Carpendale war dies mehr als nur eine verwehrte Partynacht. Es war ein Schlag ins Gesicht. Es war die Manifestation einer gesellschaftlichen Haltung, die seine Kunst und seine Arbeit herabwürdigte. „Das war eine echte Demütigung“, erinnert sich der Sänger heute, fast ein halbes Jahrhundert später. Man muss sich die Szene bildlich vorstellen: Der gefeierte Star, der Millionen Menschen mit seiner Musik berührt, steht plötzlich wie ein Schuljunge vor verschlossener Tür, abgewiesen nicht wegen seines Verhaltens, sondern wegen des Genres, das er vertritt.
Viele hätten in dieser Situation vielleicht versucht, zu diskutieren, ihren Prominentenstatus auszuspielen („Wissen Sie eigentlich, wer ich bin?“) oder wären wutentbrannt abgezogen, um am nächsten Tag in der Presse über den Laden herzuziehen. Doch Howard Carpendale wählte einen anderen Weg. Er schwieg, drehte sich um und ging. Aber er vergaß nicht.

Das Schweigen vor dem Sturm
Jahrzehnte vergingen. Carpendale wurde zu einer Ikone. Er füllte Stadien, verkaufte Millionen von Tonträgern und wurde zu einem festen Bestandteil der deutschen Kulturgeschichte. Der Schlager selbst wandelte sich, wurde kultig, salonfähig und generationenübergreifend gefeiert. Doch tief in Carpendale schien diese eine Nacht in Köln immer noch nachzuhallen.
In der Talkshow fragte Giovanni di Lorenzo, sichtlich bewegt von der Erzählung, nach dem entscheidenden Detail: „Hast du dich gerächt?“ Eine Frage, die auf der Hand lag. Wie verarbeitet man eine solche Kränkung? Schreibt man einen bösen Song? Kauft man die Konkurrenz?
Carpendale, heute 79 Jahre alt und mit der Gelassenheit eines Mannes ausgestattet, der niemandem mehr etwas beweisen muss, lächelte verschmitzt. Seine Antwort kam ruhig, fast beiläufig, und doch hatte sie die Wucht eines Paukenschlags: „Ich habe den Laden gekauft.“
Der ultimative Triumph
Im Studio herrschte für den Bruchteil einer Sekunde Stille, dann brachen Gelächter und tosender Applaus aus. Aus der Abfuhr war ein absoluter Triumph geworden. Es ist die Art von Rache, von der die meisten nur träumen können. Nicht Gewalt, nicht böse Worte, sondern der pure wirtschaftliche Erfolg ermöglichte es ihm, die Machtverhältnisse komplett umzukehren. Derjenige, der einst nicht gut genug war, um den Club zu betreten, war nun derjenige, dem der Laden gehörte.
Ob er den Türsteher entlassen hat? Ob er die Musikpolitik änderte und fortan nur noch seine eigenen Hits spielen ließ? Oder ob er den Club einfach nur kaufte, um das Wissen zu haben, dass er es kann? Diese Details ließ der Entertainer offen. Auch den Namen der Diskothek und ob sie sich heute noch in seinem Besitz befindet, behielt er für sich. Ein Gentleman genießt und schweigt – und genau das macht diese Geschichte so legendär.
Mehr als nur eine Anekdote
Diese Geschichte ist jedoch mehr als nur ein unterhaltsamer Schwank aus dem Leben eines Prominenten. Sie ist ein Spiegelbild von Howard Carpendales Karriere und Charakter. Sie zeigt eine Eigenschaft, die ihn über 60 Jahre lang an der Spitze gehalten hat: Resilienz.
Carpendale hat sich nie in eine Schublade stecken lassen wollen. Er kämpfte stets gegen das Etikett „nur“ ein Schlagersänger zu sein. Er komponierte, experimentierte und blieb sich doch treu. Die Ablehnung, die er in den frühen Jahren erfuhr, war vielleicht genau der Treibstoff, den er brauchte, um immer weiterzumachen, um noch erfolgreicher zu werden. Wenn eine Tür zugeschlagen wird, kauft man eben das ganze Haus – eine Metapher für seinen Lebensweg.

Ein Blick auf das Lebenswerk
Heute, kurz vor seinem 80. Geburtstag, blickt Howard Carpendale auf ein Lebenswerk zurück, das seinesgleichen sucht. Er plant seine große Abschiedstournee, feiert 60 Jahre Bühnenpräsenz und wird von Fans aller Altersklassen verehrt. Die Zeiten, in denen man sich für das Hören von Schlagermusik rechtfertigen muss, sind längst vorbei – auch dank Künstlern wie ihm, die dem Genre Klasse und Tiefe verliehen haben.
Sein Auftritt bei „3nach9“ zeigte einen Mann, der mit sich im Reinen ist. Die Bitterkeit über die damalige Zurückweisung ist längst einem souveränen Lächeln gewichen. Die Geschichte vom Kauf der Diskothek ist dabei das Sahnehäubchen auf einer beispiellosen Karriere. Sie lehrt uns, dass Erfolg die beste Rache ist. Und dass man manchmal einfach nur Geduld haben muss, bis sich die Gelegenheit bietet, das letzte Wort zu haben.
Fazit: Wer zuletzt lacht…
Howard Carpendales „Rache“ ist unglaublich, weil sie so menschlich und doch so überlebensgroß ist. Sie befriedigt unser tiefes Bedürfnis nach Gerechtigkeit. Wir alle kennen das Gefühl, unterschätzt oder abgewiesen zu werden. Zu sehen, wie jemand den Spieß so grandios umdreht, gibt Hoffnung und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.
Der Türsteher von damals ist heute vermutlich vergessen. Die Diskothek mag ihren Namen oder Besitzer gewechselt haben. Aber Howard Carpendale steht immer noch im Rampenlicht. Und irgendwo in Köln gibt es ein Gebäude, das vielleicht gar nicht weiß, dass es einmal Teil einer persönlichen Genugtuung eines der größten Stars Deutschlands war.
Vielleicht ist das die wichtigste Lektion aus dieser Geschichte: Lass dir von niemandem sagen, dass du „nicht hier reingehörst“. Arbeite hart, geh deinen Weg, und wer weiß – vielleicht gehört dir der Laden eines Tages selbst. Howard Carpendale hat es vorgemacht, mit Stil, Charme und dem nötigen Kleingeld. Chapeau, Howard!
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