Es ist der 5. Januar 2026, und am Frankfurter Flughafen herrscht jene nervöse Anspannung, die Trash-TV-Fans in ganz Deutschland elektrisiert. Die Koffer sind gepackt, die Schlapphüte sitzen schief, und die Business Class Richtung Australien füllt sich langsam mit Z-, Y- und vielleicht sogar ein paar B-Promis. RTL hat die Bombe platzen lassen und den offiziellen Cast für die 19. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ bestätigt. Doch während alle Augen auf Skandal-Musiker Gil Ofarim oder TV-Bauer Patrick Romer gerichtet waren, sorgte eine Frau für Schnappatmung, die gar nicht auf der offiziellen Liste steht: Claudia Obert.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Grande Dame des gepflegten Vollrauschs, die Selfmade-Millionärin mit der spitzen Zunge und dem unstillbaren Durst nach Champagner, ist auf dem Weg nach Down Under. Doch bevor Sie nun Ihre Tippscheine für die Dschungelkrone umschreiben: Claudia Obert zieht (vorerst) nicht in den australischen Busch. Ihre Rolle in diesem Jahr ist subtiler, aber potenziell explosiver. Sie reist als offizielle Begleitperson. Und das, liebe Leser, könnte die beste Nachricht für den Unterhaltungsfaktor dieser Staffel sein.

Die Obert-Mission: Luxus statt Lagerfeuer

Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken, nachdem RTL-Kameras die 64-Jährige am Flughafen einfingen. An ihrer Seite: ihr 27-jähriger Partner und „Lebensabschnittsgefährte“ Max Suhr. Während die zwölf offiziellen Kandidaten sich mental auf Kakerlaken-Cocktails und Känguru-Hoden einstellen müssen, hat Claudia Obert ganz andere Pläne. Ihr Ziel ist nicht das karge Pritschenlager im Dschungel, sondern die weichen Daunendecken des legendären „Palazzo Versace“ (oder dessen luxuriösem Nachfolger, in dem die Begleitpersonen residieren).

Aber warum tut sie sich den Langstreckenflug an? Die Antwort liegt in einer tiefen, fast familiären Verbindung zu einer der Kandidatinnen: Eva Benetatou. Die ehemalige „Bachelor“-Kandidatin und Reality-Veteranin hat sich ausgerechnet Claudia Obert als moralische Stütze auserkoren. Was viele nicht wissen: Die Verbindung zwischen den beiden Frauen geht weit über flüchtige Bussi-Bussi-Bekanntschaften auf dem Roten Teppich hinaus. Claudia Obert ist die Patentante von Evas Sohn George. „Wir sind ein Dreamteam“, schwärmte Obert in der Vergangenheit. Während Eva also im Camp um Sterne kämpft und vermutlich in die eine oder andere verbale Auseinandersetzung gerät, wird ihre Patentante am Hotelpool liegen, den Room Service terrorisieren und die Geschehnisse im Camp mit der ihr eigenen, brüllenden Ehrlichkeit kommentieren.

Das „Versace“ als zweiter Kriegsschauplatz

Erfahrene Dschungel-Fans wissen: Das eigentliche Drama spielt sich oft nicht zwischen den Lianen, sondern in der Lobby des Hotels der Begleitpersonen ab. Man denke nur an den legendären „Klein-Krieg“ vor einigen Jahren, als Schwiegermütter und Ehebrecher im Hotel fast handgreiflich wurden. Mit Claudia Obert im Hotel hat RTL einen Garanten für Eskalation eingekauft – ganz ohne Gage für den Dschungel zahlen zu müssen.

Stellen Sie sich das Szenario vor: Die Angehörigen der anderen Kandidaten, vielleicht besorgte Mütter oder nervöse Ehepartner, sitzen beim Frühstück. Und am Nebentisch? Claudia Obert, die vielleicht schon um 10 Uhr morgens das erste Glas Champagner bestellt und lautstark analysiert, warum Kandidat X eine „totale Schlaftablette“ ist und Kandidatin Y „dringend mal wieder einen Mann braucht“. Das Konfliktpotenzial ist gigantisch. Claudia Obert nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie ist der unkontrollierbare Faktor in einer ansonsten streng durchgetakteten Produktion. Und mit ihrem jungen Partner Max an der Seite wird sie zweifellos auch für Tuschelthemen bei der konservativeren Verwandtschaft der anderen Stars sorgen.

Ein Cast mit Zündstoff: Die „echten“ Camper

Doch auch ohne Claudia Obert im Camp verspricht die Kandidatenliste der 19. Staffel, die RTL nun bestätigt hat, eine hochexplosive Mischung. Der Sender setzt 2026 auf eine Mischung aus gefallenen Engeln, Reality-Krawallmachern und überraschenden Schauspiel-Größen.

Der wohl kontroverseste Name ist Gil Ofarim (43). Der Musiker, der nach seinem Lügenskandal um den angeblichen Antisemitismus-Vorfall in einem Leipziger Hotel tief gefallen ist, sucht im Dschungel offenbar die große öffentliche Absolution. Für RTL ist er ein Quoten-Garant: Werden die Zuschauer ihm verzeihen? Wird er am Lagerfeuer auspacken? Oder wird er an der harten Realität des Dschungels und der Ablehnung durch die Mitcamper zerbrechen? Die Fallhöhe bei ihm ist enorm.

Dann haben wir Simone Ballack (49). Die Ex-Frau von Fußball-Legende Michael Ballack gilt als taffe Geschäftsfrau, hat aber auch eine verletzliche Seite. Sie könnte die Mutterfigur des Camps werden – oder diejenige, die mit eiserner Hand das Regiment führt, wenn es um die Reis-und-Bohnen-Rationierung geht.

Die Schauspiel-Fraktion ist mit Hardy Krüger Jr. (57) und Stephen Dürr (51) prominent besetzt. Krüger Jr., der Sohn einer Weltstar-Legende, bringt Glamour und vielleicht auch etwas Altersweisheit mit. Dürr, bekannt aus diversen Soaps, kennt die Mechanismen des TV-Geschäfts, muss sich aber nun ohne Drehbuch beweisen.

Doch was wäre das Dschungelcamp ohne die Reality-Profis, die genau wissen, wie man Sendezeit generiert? Patrick Romer (30), der berüchtigte „Bauer sucht Frau“-Star, der im „Sommerhaus der Stars“ durch sein toxisches Verhalten gegenüber seiner damaligen Freundin für Entsetzen sorgte, ist dabei. Er ist der Antagonist, auf den alle gewartet haben. Wird er sich im Dschungel bessern, oder wird er erneut zur Zielscheibe von Shitstorms?

An seiner Seite – oder gegen ihn – kämpfen Samira Yavuz (32) und Umut Tekin (28), beide gestählt durch Formate wie „Bachelor in Paradise“ oder „Temptation Island“. Sie wissen, wie man Intrigen spinnt und Allianzen schmiedet. Und natürlich Eva Benetatou (33) selbst, die nicht nur wegen ihrer Begleitung Claudia Obert im Fokus steht, sondern auch wegen ihrer eigenen Geschichte als ewige Zweite und Kämpferin gegen Vorurteile.

Abgerundet wird das Feld durch Mirja du Mont (49), die sicherlich einige Geschichten aus ihrer Ehe mit Sky du Mont und ihrem Leben in der High Society zu erzählen hat, sowie Kult-Auswanderer Hubert Fella (57) und Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher (62). Und dann ist da noch Ariel (22), das Reality-Küken, das wohl für die nötige Portion Naivität und vielleicht die erste Dschungel-Liebelei sorgen soll.

Die Obert als Ersatzbank-Joker?

Ein Gerücht hält sich hartnäckig, und es wird durch das Video von „PromiBlitz“ noch befeuert: Könnte Claudia Obert mehr sein als nur eine Begleitung? In der Geschichte des Dschungelcamps gab es immer wieder Ausfälle. Kandidaten verließen das Camp freiwillig (wer erinnert sich nicht an das legendäre „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ nach nur wenigen Stunden?) oder mussten aus gesundheitlichen Gründen gehen.

RTL wäre dumm, wenn sie nicht einen Vertrag in der Hinterhand hätten. Claudia Obert ist vor Ort. Sie ist akklimatisiert. Sie ist medientauglich. Sollte also Hardy Krüger Jr. der Rücken schmerzen oder Gil Ofarim dem psychischen Druck nicht standhalten, stünde „La Obert“ bereit. Ein Einzug von ihr als Nachrückerin wäre der ultimative Quoten-Boost. Stellen Sie sich vor, die Camper hungern seit einer Woche, die Stimmung ist am Boden, und plötzlich stöckelt Claudia Obert mit einem (versteckten) Flachmann ins Camp und fragt: „Na, wo ist hier die Happy Hour?“ Es wäre Fernsehen für die Geschichtsbücher.

Fazit: Der 23. Januar kann nicht früh genug kommen

Egal ob Claudia Obert nun wirklich nur am Pool liegt oder doch noch ins Camp einzieht – ihre Anwesenheit wertet die Show massiv auf. RTL hat mit diesem Cast eine bunte Truppe zusammengestellt, die Konflikte auf allen Ebenen verspricht: Alt gegen Jung, Promi-Adel gegen Reality-Pöbel, Moral gegen Skandal.

Dass Claudia Obert und Max Suhr nun mit im Flieger sitzen, ist das Sahnehäubchen auf einer Torte, die wir alle ab dem 23. Januar verschlingen werden. Es zeigt einmal mehr: Das Dschungelcamp ist nicht nur eine Fernsehsendung, es ist ein jährliches Ritual, ein soziales Experiment und vor allem ein riesiger Zirkus. Und in diesem Jahr hat der Zirkus seine bunteste Attraktion gleich mitgebracht, auch wenn sie (noch) nicht in der Manege steht, sondern auf der VIP-Tribüne sitzt.

Wir bleiben dran. Denn eines ist sicher: Wo Claudia Obert ist, ist Party. Und wo Party ist, ist der Kater am nächsten Morgen meist nicht weit. Für die Kandidaten im Camp wird es ein harter Entzug. Für uns Zuschauer wird es ein Fest.