Es ist eine dieser Nachrichten, die die Zeit für einen Moment stillstehen lassen. Gerade jetzt, in diesen hektischen, aber auch besinnlichen Tagen vor dem Weihnachtsfest, trifft uns ein Verlust, der kaum schwerer wiegen könnte. Draußen rieselt vielleicht der Schnee, die Lichter in den Fenstern leuchten warm, und im Radio läuft dieser eine Song, der wie kein anderer das Gefühl von Heimkehr und Geborgenheit verkörpert. „Driving Home for Christmas“. Doch der Mann, der uns dieses Gefühl Jahr für Jahr schenkte, wird dieses Mal nicht mehr nach Hause kommen. Chris Rea, der britische Ausnahmemusiker mit der unverwechselbaren rauchigen Stimme, ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren.

Ein Abschied in stiller Trauer
Wie ein Donnerschlag hallte die Meldung am gestrigen Morgen, dem 22. Dezember, durch die Medienlandschaft. Während die Welt sich auf das Fest der Liebe vorbereitet, musste eine Familie Abschied von ihrem geliebten Ehemann und Vater nehmen. Chris Rea ist in einem Krankenhaus friedlich eingeschlafen, umgeben von den Menschen, die ihm am meisten bedeuteten: seiner Ehefrau Joan und seinen beiden Töchtern Josephine und Julia.
In einem offiziellen Statement, das die Familie kurz nach seinem Tod veröffentlichte, ist der unermessliche Schmerz greifbar. „Mit unendlicher Trauer teilen wir den Tod unseres geliebten Chris mit“, heißt es dort. „Er ist heute früh nach kurzer Krankheit ruhig und umgeben von seiner Familie von uns gegangen.“ Es sind Worte, die trotz ihrer Schlichtheit eine tiefe Tragik bergen. Dass dieser Abschied ausgerechnet jetzt, nur zwei Tage vor Heiligabend passiert, verleiht der Situation eine fast grausame Ironie. Der Mann, dessen Musik untrennbar mit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest verbunden ist, hat die Bühne des Lebens verlassen, während sein größtes Werk in Millionen von Wohnzimmern und Autoradios erklingt.
Ein Leben voller Kämpfe
Dass Chris Rea ein Kämpfer war, wissen seine Fans schon lange. Sein Leben war nicht nur von musikalischen Höhenflügen geprägt, sondern auch von schweren gesundheitlichen Tiefschlägen, die jeden anderen vielleicht hätten zerbrechen lassen. Bereits in jungen Jahren erhielt er die niederschmetternde Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Eine Krankheit, die oft einem Todesurteil gleichkommt. Doch Rea gab nicht auf. Er unterzog sich komplizierten Operationen, bei denen Teile seiner inneren Organe, darunter die Bauchspeicheldrüse, entfernt werden mussten.
Die Folgen waren gravierend. Er lebte fortan mit Diabetes, musste täglich Medikamente nehmen und seine Ernährung streng überwachen. Doch damit nicht genug: Im Jahr 2016 erlitt er einen Schlaganfall, der seine motorischen Fähigkeiten einschränkte. Viele dachten, das wäre das Ende seiner Karriere. Wie sollte ein Mann, der so sehr auf seine Fingerfertigkeit an der Gitarre angewiesen ist, nach einem Schlaganfall weitermachen? Doch Chris Rea bewies eine Resilienz, die ihresgleichen sucht. Er kämpfte sich zurück, lernte wieder zu spielen, ging wieder auf Tour und veröffentlichte neue Musik. Er war ein Stehaufmännchen, getrieben von seiner reinen Liebe zur Musik und zum Blues.
Doch wie es nun scheint, gab es einen Gegner, den selbst dieser zähe Kämpfer nicht besiegen konnte. Die „kurze, schwere Krankheit“, von der im Familienstatement die Rede ist, kam plötzlich und unerwartet. Sie beendete ein Leben, das bis zuletzt von Kreativität und Willenskraft geprägt war.

Mehr als nur ein Weihnachtshit
Wenn wir heute an Chris Rea denken, haben die meisten sofort die eingängige Melodie von „Driving Home for Christmas“ im Ohr. Es ist verständlich, denn der Song ist zu einer globalen Hymne geworden. Die Geschichte hinter dem Lied ist dabei fast so legendär wie der Song selbst: Entstanden in einer Zeit, als Rea pleite war, keinen Führerschein mehr besaß und sich von seiner Frau in einem kleinen Austin Mini von London nach Hause chauffieren ließ. Inmitten von Stau und Schnee summte er die Melodie, die ihn später unsterblich machen sollte. Es war pure Magie, geboren aus einer Alltagssituation.
Doch es wäre ungerecht, Chris Rea nur auf diesen einen Song zu reduzieren. Er war ein musikalisches Schwergewicht, eine echte Legende des Blues und Rock. Mit über 30 Millionen verkauften Alben weltweit und 25 Studioalben hinterlässt er ein Werk, das weit über die Weihnachtszeit hinausreicht. Denken wir an „The Road to Hell“, diesen düsteren, treibenden Rocksong, der die Ängste und die Hektik der modernen Gesellschaft so treffend beschrieb. Oder an „Josephine“, eine Liebeserklärung an seine Tochter, die so voller Gefühl steckt, dass sie auch Jahrzehnte später noch Gänsehaut verursacht. Und wer könnte „Fool (If You Think It’s Over)“ vergessen, den Song, der ihm einst den Durchbruch brachte?
Chris Rea war ein Meister darin, Emotionen in Noten zu verpacken. Seine Slide-Gitarre war sein Markenzeichen, sein Sound so einzigartig, dass man ihn unter Tausenden sofort erkannte. Er war kein Mann der großen Skandale oder der lauten Schlagzeilen. Er war ein Musiker durch und durch, bodenständig, authentisch und seiner Kunst verpflichtet.
Ein bitterer Trost
Der Tod von Chris Rea hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Besonders in diesen Tagen wird sein Fehlen schmerzlich bewusst. Wenn wir uns in den kommenden Tagen ins Auto setzen, um unsere Familien zu besuchen, wenn wir durch das Schneegestöber fahren und im Radio seine Stimme hören, wird da ein Kloß im Hals sein. Die Zeilen „I’m driving home for Christmas“ bekommen eine neue, traurige Bedeutung. Er hat seine letzte Reise angetreten, eine Reise, von der es keine Rückkehr gibt.
Aber vielleicht liegt genau darin auch ein kleiner, bitterer Trost. Musik ist unvergänglich. Solange wir seine Lieder hören, solange wir seine Melodien summen und uns von seiner Stimme wärmen lassen, ist er nicht wirklich fort. Er hat uns etwas hinterlassen, das den Tod überdauert. Seine Musik bringt Menschen zusammen, sie lässt uns lächeln, träumen und manchmal auch weinen.

Das Vermächtnis lebt weiter
In den sozialen Netzwerken und Kommentarspalten weltweit drücken bereits Tausende ihre Trauer aus. Es ist ein kollektives Innehalten, ein Moment des Respekts für einen Mann, der den Soundtrack unseres Lebens mitkomponiert hat. Die Frage, welcher Song von Chris Rea uns persönlich am meisten bedeutet, ist heute schwerer zu beantworten denn je, denn sie alle tragen nun den Schleier des Abschieds.
Wir sollten uns in diesen Tagen nicht nur der Trauer hingeben, sondern auch der Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass wir an seinem Talent teilhaben durften. Chris Rea mag gegangen sein, aber sein Geist wird in jedem Akkord, in jeder Strophe weiterleben.
Ruhe in Frieden, Chris Rea. Du hast uns jahrzehntelang sicher nach Hause gebracht. Nun wünschen wir dir eine gute letzte Reise. Du wirst uns fehlen – nicht nur zu Weihnachten, aber da ganz besonders.
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