Kai Pflaume. Schon der Name ruft ein Bild von deutscher Fernsehprofessionalität, tadelloser Anzugsordnung und einem unverwüstlichen, freundlichen Lächeln hervor. Er ist der Prototyp des idealen TV-Gastgebers, jemand, der seit Jahrzehnten das Vertrauen eines Millionenpublikums genießt. Seine Erfolgsshow „Wer weiß denn sowas?“ ist längst ein Phänomen des deutschen Vorabendprogramms, eine Insel der Bildung, des Witzes und der wohldosierten Spannung. Die Sendung lebt von der Chemie zwischen Pflaume, den beiden Teamkapitänen Bernhard Hoëcker und Elton, und natürlich den prominenten Gästen, die sich dem intellektuellen Schlagabtausch stellen.
Doch was passiert, wenn die perfekte Fassade eines solchen TV-Giganten Risse bekommt? Wenn ein scharfsinniger Beobachter die menschlichen, unbeholfenen Momente einfängt, die in der hochglanzpolierten Endfassung der Sendung sorgfältig weggeschnitten werden? Genau dies enthüllte kürzlich kein Geringerer als der Komiker Bastian Pastewka, der selbst bereits dreimal als Gast auf dem Quizstuhl Platz nehmen durfte. Seine Anekdoten, die er im Gespräch mit Pierre M. Krause im Podcast „Kurzstrecke“ zum Besten gab, sind nicht nur urkomisch, sondern bieten einen seltenen, intimen Blick hinter die Kulissen der TV-Produktion, der die vermeintliche Perfektion der Fernsehwelt entzaubert und die Hauptakteure auf eine herrlich menschliche Ebene holt.

Pastewka, bekannt für seine präzise Beobachtungsgabe und seine Fähigkeit, das Absurde im Alltäglichen zu finden, gestand Krause: „Ich habe ein wahnsinniges Problem mit Kai Pflaume.“ Diese Aussage allein schlägt in der deutschen Medienlandschaft, in der Pflaume nahezu unantastbar scheint, ein wie eine Bombe. Doch Pastewka relativierte sofort, dass sich dieses „Problem“ ausschließlich auf einen ganz spezifischen, wiederkehrenden Moment in der Rate-Show „Wer weiß denn sowas?“ beziehe. Es ist der Augenblick, in dem die sogenannte Masterfrage gestellt wird.
Für diejenigen, die die Dramaturgie der Sendung nicht bis ins Detail kennen: Die Masterfrage ist der Höhepunkt jeder Episode. Sie ist die finale Herausforderung, bei der die Teams die Chance erhalten, ihren bis dahin erspielten Betrag zu verdoppeln. Es ist der Moment der größten Anspannung, untermalt von dramatischer Musik, der das Publikum zu Hause und im Studio in kollektive Erwartung versetzt. Und genau hier, in diesen wenigen Sekunden der Inszenierung, entlarvt sich Pflaume laut Pastewka auf eine Weise, die der Komiker kaum aushalten konnte.
„Da kommt doch immer so eine Musik“, beschreibt Pastewka die Szene. Aber dann kommt die Pointe: „Kai weiß nicht, was er währenddessen machen soll.“ Der Moderator, der sonst in jeder Situation die Kontrolle behält, dessen Moderationsstil fließend und souverän ist, scheint in diesen 20 Sekunden des musikalischen Spannungsaufbaus völlig orientierungslos zu sein. Pastewka schilderte detailliert, wie Pflaume sich dann „lustig verbiegt“ und versucht, in die Kamera zu grinsen, während er verzweifelt eine Beschäftigung sucht. Das erschütterndste Detail für den präzisen Komiker: Pflaume klatscht einmal, aber „nicht im Takt“, wie Pastewka trocken bemerkte. Die Vorstellung des sonst so souveränen Moderators, der vor Millionenpublikum einen unkoordinierten, rhythmisch unsauberen Takt klatscht und eine Grimasse schneidet, weil er nicht weiß, wohin mit seinen Händen und seinem Körper, ist ein Meisterstück des unfreiwilligen Slapsticks.
Pastewka, ein Meister der Imitation, lieferte im Podcast natürlich gleich die perfekte Nachahmung der Pflaume’schen Verlegenheitshaltung, was Krause und die Hörer zu Lachsalven hinriss. Diese Geste, dieses Grinsen, das ein Pflaume-Experte als eine Mischung aus „Hilflosigkeit und Zwang zur Performance“ deuten könnte, rührt von einem grundlegenden, oft übersehenen Problem der Fernsehproduktion her.

Eine Nutzerin, die nach der Veröffentlichung der Anekdote auf die Szene reagierte und als Statist bei einer Show mitgespielt hatte, lieferte die technische Erklärung, die Pflaume postum entlastet: Die dramatische Musik, die die Zuschauer zu Hause hören und die den Spannungsbogen der Masterfrage untermalt, ist im Studio während der Aufzeichnung nicht zu hören. Die Statisten und Moderatoren agieren in Stille oder vor einer Kulisse aus diffusen Studiogeräuschen. Ihnen wird lediglich signalisiert: „An dieser Stelle läuft Musik.“ Das heißt, Kai Pflaume muss 20 Sekunden lang schauspielern, Spannung aufbauen und Körpersprache zeigen, die zur Musik passen soll – einer Musik, die er selbst nicht hört.
Diese Erkenntnis wandelt die vermeintliche „Taktlosigkeit“ von Pflaume von einem persönlichen Versagen in einen Akt der professionellen Notwendigkeit. Es ist der Moment, in dem der Mensch Kai Pflaume mit den unnatürlichen Anforderungen der Fernsehinszenierung kämpft. Jeder Gastgeber, jeder Moderator, der in einer solchen Situation agieren muss, muss zwangsläufig improvisieren, was zu diesen skurrilen, „ungetakteten“ Bewegungen führt. Die Zuschauer zu Hause sehen das Endprodukt – Musik, Schnitt, Perfektion. Die Gäste im Studio, und allen voran Bastian Pastewka, sehen die rohe, ungeschliffene und dadurch so amüsante Realität.
Pastewka beschränkte seine akribischen Beobachtungen aber nicht nur auf den Hauptmoderator. Er zeigte sich als gleichermaßen gnadenloser Chronist der Ticks und Marotten anderer TV-Gesichter. Auch Louis Klamroth, der als Moderator der ernsten ARD-Politsendung „Hart aber fair“ bekannt ist, wurde zum Objekt seiner Analyse. Klamroth, so Pastewka, habe während der Aufzeichnungen die kuriose Angewohnheit, sich „immer eine halbe Stunde die Hände einzucremen.“ Während der Aufnahme von „Wer weiß denn sowas?“ habe er ihn dann beobachtet, wie er die ganze Zeit, während er spricht, seine eingecremten Hände unablässig aneinanderreibt. Auch hier: Ein Detail, das in der Seriosität der Sendung „Hart aber fair“ völlig unvorstellbar wäre, aber hinter den Kulissen als menschliche, vielleicht nervös bedingte Routine zutage tritt.
Die Enthüllungen Pastewkas sind mehr als nur witzige Anekdoten. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Entmystifizierung der TV-Welt. Sie belegen, dass hinter der glatten Oberfläche und dem strahlenden Scheinwerferlicht ganz normale Menschen stehen, die mit den Herausforderungen und der Unnatürlichkeit ihres Berufs kämpfen. Kai Pflaume, der Mann, der stets den Überblick behält, ist in einer Musikpause genauso unsicher wie jeder von uns, der auf einer Party alleine auf dem Dancefloor steht. Louis Klamroth, der die wichtigen politischen Debatten leitet, braucht möglicherweise die beruhigende Routine des Händeeincremens, um seine Anspannung zu bewältigen.

Das Publikum hat diese Ehrlichkeit Pastewkas honoriert. Die Reaktionen in den sozialen Medien waren überwältigend positiv. „Ihr zwei seid einfach ein Dream Team“, schwärmte eine Userin, was zeigt, dass die Offenlegung dieser kleinen Macken und Fehler die Sympathie für die Prominenten nicht mindert, sondern im Gegenteil, verstärkt. Die Menschlichkeit triumphiert über die Perfektion. Pastewka, der geniale Komiker, hat mit seiner scharfsinnigen Kritik letztlich nur bewiesen, dass er und seine beobachteten „Opfer“ Pflaume und Klamroth ein Teil derselben, wunderbar unvollkommenen Spezies sind. Er hat sie nicht beschädigt, er hat sie geerdet.
In einer Zeit, in der das Fernsehen oft mit Unnahbarkeit und übermäßiger Inszenierung kämpft, sind solche Geschichten Gold wert. Sie erinnern uns daran, dass die Momente, in denen die Maske fällt und die Unbeholfenheit durchscheint, oft die authentischsten und liebenswertesten sind. Und so wird Kai Pflaumes „ungetakteter Tanz“ zur Masterfrage für immer in die Geschichte der deutschen TV-Anekdoten eingehen – nicht als Zeichen mangelnder Professionalität, sondern als liebenswerter Beweis dafür, dass selbst der perfekteste Moderator ab und zu nicht weiß, wohin mit seinen Händen. Es ist die urkomische, zutiefst menschliche Geste, eingefangen durch die Augen eines Komikers, die beweist: Fernsehen ist Handwerk, aber die Menschen, die es machen, sind es eben nicht. Und genau deshalb lieben wir es.
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