Es sind die ruhigen Tage “zwischen den Jahren”, die Zeit, in der die Welt den Atem anhält, Familien zusammenrücken und das Smartphone eigentlich Pause haben sollte. Doch für Boris Becker (58) und seine stetig wachsende Fangemeinde gibt es keine digitale Stille. Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen sorgte die Tennis-Legende für einen jener Momente, die eigentlich als purer Herzenswärmer gedacht waren, sich aber rasend schnell zu einem viralen Phänomen entwickelten. Der Grund ist jedoch nicht – wie man vermuten könnte – ein neuer sportlicher Erfolg oder eine skandalöse Schlagzeile. Nein, es ist eine optische Täuschung der besonderen Art, die Tausende von Followern dazu brachte, ihre Brillen zu putzen und ungläubig auf ihre Bildschirme zu starren.

Ein intimer Einblick mit unerwarteten Folgen

In einer Welt, die oft von Hektik und Selbstdarstellung geprägt ist, wählte Boris Becker bewusst leise Töne. Auf seinem Instagram-Kanal teilte der 58-Jährige eine intime Bildserie, die tiefe Einblicke in sein neu gefundenes Familienglück gewährt. Im Mittelpunkt: seine erst vier Wochen alte Tochter Zoe Victoria. Das kleine Mädchen, das die Krönung seiner Liebe zu Lilian de Carvalho Monteiro darstellt, liegt behutsam und sicher in den Armen eines Mannes.

Das Gesicht des Babys bleibt, wie bei Prominenten mittlerweile üblich und zum Schutz der Privatsphäre ratsam, verdeckt. Der Fokus der Aufnahme liegt eindeutig auf der Atmosphäre: Nähe, Wärme, Geborgenheit. Drei Generationen scheinen hier symbolisch vereint. Boris selbst unterlegte die Bilder mit emotionalen Worten, die tief blicken lassen. Er schreibt von „Liebe“, „Geschichte“ und „Glück“ – Vokabeln, die zeigen, dass der einstige “Leidener” des deutschen Sports endlich angekommen zu sein scheint. Es sind Zeilen, die davon zeugen, was im Leben wirklich zählt, jenseits von Center Courts und roten Teppichen. Ein klassischer, fast heiliger Familienmoment also?

Das “Doppelgänger-Phänomen”: Victor oder Boris?

Eigentlich schon. Doch das Internet hat seine eigenen Gesetze, und die Kommentarspalte unter Beckers Post entwickelte schnell ein Eigenleben, das wohl niemand – am wenigsten Boris selbst – vorhersehen konnte. Denn während die ersten Reaktionen noch aus Glückwünschen und “Oh, wie süß”-Rufen bestanden, kippte die Stimmung rasch in eine Mischung aus Verwirrung und Belustigung.

Der Mann, der die kleine Zoe Victoria so liebevoll im Arm hält, ist nämlich nicht Boris Becker. Es ist Victor, der Vater seiner Ehefrau Lilian, also Boris’ Schwiegervater. Doch genau hier liegt der Hund begraben, oder besser gesagt: der Zwilling versteckt. Die Ähnlichkeit zwischen dem Schwiegervater und dem Schwiegersohn ist derart frappierend, dass zahlreiche User stutzig wurden.

„Ich dachte erst, das bist du, Boris!“, schreibt ein verwirrter Fan. Ein anderer kommentiert trocken: „Das könnten Zwillinge sein.“ Die rötlich-blonde Haarfarbe, die Statur, sogar die Art, wie er das Kind hält – für den flüchtigen Betrachter beim schnellen Scrollen durch den Feed war die Verwechslung fast vorprogrammiert. Einige Follower gaben offen zu, dass sie zweimal oder dreimal hinschauen mussten, um zu realisieren, dass sie hier nicht Boris Becker sehen, der seine Tochter hält, sondern den stolzen Opa Victor.

Wenn der Opa dem Papa die Show stiehlt

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet bei einem Post, der das neue Leben und die nächste Generation feiern soll, die ältere Generation für den meisten Gesprächsstoff sorgt. Während die kleine Zoe geschützt in den Armen ihres Großvaters schlummert, explodieren die sozialen Netzwerke aufgrund der optischen Parallelen der beiden Männer in ihrem Leben.

Psychologen könnten hierzu wohl spannende Thesen aufstellen: Suchen wir uns Partner, deren Eltern uns ähneln? Oder gleichen sich Familienmitglieder – auch angeheiratete – im Laufe der Zeit optisch an? Für die Fans auf Instagram ist die Sache jedoch einfacher und vor allem lustiger. Es ist ein harmloses, aber faszinierendes Detail, das den Post von einem normalen Promi-Update zu einem viralen Hit macht. Emojis, Lacher und wilde Spekulationen dominieren die Diskussion. Der “Opa-Effekt” hat voll zugeschlagen und zeigt, wie aufmerksam die Community jedes Detail der Becker’schen Familiensaga verfolgt.

Boris Becker 2.0: Weniger Skandal, mehr Familie

Abseits des Schmunzelns über die Ähnlichkeit offenbart dieser Post jedoch noch eine viel tiefere Ebene. Er ist ein weiteres Puzzleteil im Bild des “neuen” Boris Becker. Die Zeiten der Besenkammer-Witze und der finanziellen Hiobsbotschaften scheinen, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung auf seinen Kanälen, einer Ära der Ruhe gewichen zu sein.

Der 58-Jährige präsentiert sich so privat und nahbar wie lange nicht. Nur wenige Tage vor dem viralen “Doppelgänger-Post” hatte er bereits einen anderen emotionalen Einblick gewährt. Anlass war der Geburtstag von Nemi Lilians Großmutter – also Zoes Urgroßmutter. Auch hier: entspannte Gesichter, ein ruhiger Moment, das Baby sicher im Arm der Mutter Lilian. Dazu fand Boris liebevolle Worte über den Zusammenhalt und die enorme Bedeutung der ältesten Generation für die junge Familie.

Diese Posts sind kein Zufall. Sie sind die Botschaft eines Mannes, der seine Prioritäten neu geordnet hat. Boris Becker inszeniert sich als Patriarch einer Patchwork-Familie, der die Wurzeln ehrt und die Zukunft in den Armen hält. Die wilde Vergangenheit wird nicht geleugnet, aber sie wird überschrieben von Bildern der Harmonie. Dass sein Schwiegervater ihm dabei zum Verwechseln ähnlich sieht, fügt sich fast schon poetisch in dieses Bild der Einheit ein – als wären sie alle aus demselben Holz geschnitzt.

Das Netz vergisst nicht – aber es lacht gerne mit

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Boris Becker auch im Jahr 2025 noch die Massen bewegen kann. Früher waren es seine Hechtsprünge in Wimbledon, heute sind es intime Einblicke in sein Wohnzimmer (oder das seiner Schwiegereltern). Der virale Effekt dieses Fotos zeigt, dass das Interesse an der Person Becker ungebrochen ist, sich aber gewandelt hat.

Die Fans lachen nicht mehr über ihn, sie lachen mit ihm – oder zumindest über die kuriosen Zufälle seines Lebens. Die wohlwollende Belustigung über die Ähnlichkeit mit Opa Victor ist ein Zeichen von Sympathie. Es macht den Weltstar menschlich. Er ist nicht mehr nur der unnahbare Held oder der gefallene Engel, er ist ein Familienvater und Schwiegersohn, dessen Schwiegervater genauso gut sein Bruder sein könnte.

Ob Boris diese Ähnlichkeit selbst so stark wahrnimmt? Dazu hat er sich (noch) nicht explizit geäußert. Vielleicht schmunzelt er aber auch einfach im Stillen darüber, während er die Kommentare liest. Denn eines hat er mit diesem Post definitiv erreicht: Er hat die Menschen berührt und unterhalten – und das ganz ohne einen Tennisschläger in die Hand zu nehmen. In einer Zeit, in der Social Media oft spaltet, hat die verblüffende Ähnlichkeit zweier Männer für einen Moment der kollektiven Erheiterung gesorgt. Und vielleicht ist genau das, neben der Gesundheit der kleinen Zoe, das schönste Weihnachtsgeschenk für die Community.

Es bleibt abzuwarten, ob wir in Zukunft mehr von “Opa Victor” sehen werden. Die Fans würden es sicherlich begrüßen – allein schon, um noch einmal genau hinzusehen und das Rätselraten von Neuem zu beginnen: Ist es Boris? Oder doch Victor? Bei den Beckers wird es eben nie langweilig.