Ich will heute sieben Fend kaufen. Bernt Hoffmann sagte es ruhig, fast beiläufig, während er im Schauraum des Landtechnikhändlers in Prenzlau stand. Es war ein Dienstagmorgen, im März 2001. Draußen taute der letzte Schnee. Drinnen roch es nach neuem Gummi, nach Hydrauliköl, nach frisch lackiertem Metall.
Der Verkäufer Mitte 30, Hemd und Krawatte, Name war Steffen oder Stefan, irgendwas mit es schaute von seinem Katalog auf. lächelte, dachte offensichtlich, er hätte den Witz nicht verstanden. Sieben wiederholte Bernt. 2926 Vario, 2716 Vario, 2412 Vario, einen 207 Vollausstattung Frontlader, wo sinnvoll GPS Vorbereitung Ich habe die Liste.
Er legte einen Zettel auf den Tresen. Handgeschrieben, aber präzise. Modellnummern, Ausstattungswünsche, Liefertermine. Der Verkäufer lachte jetzt nicht böse, eher so wie man über einen guten Witz lacht. Herr Hoffmann richtig. Schauen Sie, ich verstehe ja, dass Sie sich informieren wollen, aber vielleicht sollten wir erstmal über einen Traktor sprechen, einen guten gebrauchten 700.
Er vielleicht der Ich will keine gebrauchten, ich will neue. Sieben Stück Lieferung bis Ende Mai Zahlung bei Übergabe oder in zwei Raten, wenn Sie mir 3% Konto geben. Das Lächeln gefror. Der Verkäufer schaute auf die Liste, dann auf Bernt, dann wieder auf die Liste. Das das wären über 1 Million Mark. M180 Mark nach meiner Rechnung mit ihrer Standardausstattung und ohne Sonderangebote.
Aber ich denke, bei dieser Stückzahl können wir über den Preis reden. Die Stille im Schauraum war plötzlich sehr laut. Irgendwo tickte eine Uhr. Draußen fuhr ein Auto vorbei. “Moment”, sagte der Verkäufer. “ich, ich hole meinen Chef. Bevor ich weitermache, will ich ehrlich mit euch sein. Die Geschichte, die ihr gleich hört, die Namen sind geändert, manche Details kombiniert, aber die Situation ist real.
Das Jahr 2001 war eine Zeit großer Umwälzungen in der ostdeutschen Landwirtschaft, 11 Jahre nach der Wiedervereinigung. Alles, was ich über Preise, Betriebsstrukturen, Technik erzähle, kommt aus echten Quellen. Statistiken der Landwirtschaftskammer, Agrarberichte des Landes Brandenburg, Brauschendaten von Fend und anderen Herstellern.
Ich nutze KI Tools zur Recherche und zum Schreiben, aber jede Zahl wird überprüft und die Mechanik dessen, wie jemand 2001 plötzlich sieben mal zuschlagen konnte, das ist dokumentiert. Das ist ein Stück deutscher Agrargeschichte, das oft übersehen wird. Also zurück zu Bernt im Schauraum in Prinzlau, während der Verkäufer seinen Chef holt.
Um zu verstehen, wie er dorthin kam, muß man 11 Jahre zurückgehen. Bernt Hoffmann war damals 39 Agronom, Schichtleiter bei der LPG Rotter Oktober in Göritz, einem Dorf 20 km südlich von Prenslau in der Okermark. Die LPG bewirtschaftete 3200 Hektar Weizen, Gerste, Raps, Zuckerrüben plus Schweinezucht, 500 Sauen, 224 beschäftigte.
Als die Mauer fiel, war Bernt einer der ersten, die begriffen, dass alles anders werden würde. Nicht in einem Jahr. Sofort. Die Treuhandanstalt wickelte die LPG ab, wie tausend andere auch. Das Land, einst von Bauern in die Kollektivierung gezwungen, ging zurück an die Alteigentümer oder ihre Erben. Manche wollten es behalten, die meisten wollten Geld sehen. Bernt hatte gespart.
Westmark, die es plötzlich gab. Er hatte Verträge ausgehandelt. Er hatte mit 29 anderen ehemaligen LPG Mitgliedern eine GBR gegründet. Agrargesellschaftmark GBR. 30 Gesellschafter, jeder mit gleichem Anteil. Sie pachteten Land. Anfangs 800 Hektar, 1991 wurden es 1200, 1993. Die Technik war ein Problem.

Die alten IFA und Fortschrittmaschinen liefen noch, aber wie lange? Ersatzteile wurden knapp. Die Werkstätten machten zu und die Qualität verglichen mit dem, was aus dem Westen kam, war eine andere Welt. Sie kauften einen John Deere gebraucht 7800R Baujahr 1994 für 1400 Mark. Das Ding lief und lief. Dann einen zweiten, dann einen Glas Lektion Mehdrescher.
Gebraucht, aber deutsch gewartet. Die GBR funktionierte anfangs. 30 Gesellschafter klingt demokratisch. In der Praxis bedeutete es 30 Meinungen über jeden Schlepper, jeden Flug, jede Strategie. Manche wollten wachsen, andere wollten sicher spielen. Wieder andere wollten eigentlich nur ihre Pachteinnahmen und sonst wenig Verantwortung.
1995 stiegen die ersten drei aus. 1997 weitere fünf. Bernt und vier andere kauften ihre Anteile. Die GBR wurde kleiner, aber fokussierter. 25 Gesellschafter, dann 20. Das Land blieb, die Pachtverträge liefen und Bernt, mittlerweile Geschäftsführer, trieb die Konsolidierung voran. 1998 kam die große Wende.
Einer der verbliebenen Gesellschafter, ein Mann namens Krüger, Ende 60, hatte keine Kinder, die den Hof wollten. Er besaß selbst 90 Hektar Eigenland, hatte aber Nutzungsrechte an 300 Hektar gepachtetem Land in der GBR. Bernt”, sagte er eines Abends nach einer Gesellschafterversammlung, “was würdest du zahlen, wenn ich alles verkaufe?” “Mein Land, meine Anteile, mein ganzes Paket.” Sie verhandelten 3 Monate.
Am Ende zahlte Bernt 400.000 Mark. Kredit von der Reifeisenbank Okermark, 15 Jahre Laufzeit 8% Zinsen. Seine Frau Petra unterschrieb mit zitternder Hand, aber plötzlich hatte Bernt 15% der GBR und das Eigenland konnte er weiter vermieten oder in die GBR einbringen und selbst bewirtschaften. 1999 stiegen drei weitere Gesellschafter aus.
Einer wollte in den Westen ziehen, ein anderer wurde krank. Der Dritte machte einfach nicht mehr mit. Bernt kaufte wieder, diesmal zusammen mit zwei anderen verbliebenen Gesellschaftern. Sie teilten die Anteile auf. Bernt nahm den größten Brocken. Weitere Kredite, weitere Unterschriften. Petra fragte nachts manchmal: “Bist du sicher?” “Nein”, sagte Bernt.
“aber wenn wir es nicht machen, macht es jemand anders.” Ende 2000 waren noch zwölf Gesellschafter übrig. Aber Bernt und seine zwei Partner Thomas Rieer und Werner Schulze hielten zusammen 62%. Sie hatten eine Gesellschafterversammlung im Dezember 2000. Weihnachten stand vor der Tür. Es war kalt. Der Versammlungsraum im Gemeindehaus Göritz hatte eine Heizung, die mehr Lärm als Wärme produzierte.
Bernt legte einen Vorschlag vor. Die GBR auflösen. Jeder bekommt seinen Anteil ausgezahlt, Land oder Geld, je nach Wunsch. Bernt, Thomas und Werner gründen eine neue GmbH und Co. KG übernehmen die Pachtverträge, kaufen die Maschinen, machen weiter, aber mit klarer Struktur. Es gab Diskussionen natürlich.
Manche der kleineren Gesellschafter fühlten sich übergangen, aber am Ende stimmten neun von z. Die Auszahlungen würden im Frühjahr 2001 erfolgen. Bis dahin musste Bernt Geld organisieren. Viel Geld. Er ging zur Sparkasse, zur Reifeisenbank, zur Deutschen Bank in Berlin, legte Zahlen vor, Ertragswerte, Pachtterträge, Substanzwerte, die 3000 Hektar, die die neue Gesellschaft bewirtschaften würde.
Die Perspektive die Sparkasse lehnte ab. zu riskant. Die Reifeisenbank, die er schon kannte, sagte zu zweieinhalb Millionen Mark, 10 Jahre Sicherheiten, sein Eigenland, die Pachtverträge, die Maschinen, Bürgschaft seiner Partner. Im Februar 2001 wurde die alte GBR offiziell aufgelöst. Die neue Gesellschaft Akerbau, Okermark, GmbH und Co.
KG übernahm Bernt mit 50%, Thomas mit 30. Werner mit 20 3000 Hektar und völlig unzureichende Technik. Das war das Problem, das Bernt lösen musste, bevor die Frühjahrsbestellung begann. Sie hatten vier John Deer Traktoren, 27000R, 26000R. Gut, aber alt. Durchschnittlich 5000 Betriebsstunden. Reparaturanfällig, teuer im Unterhalt.
Sie hatten zwei Glas Lektion mehr. Einer lief gut, der andere war eine Katastrophe. Sie hatten diverse Anbaugeräte, Flüge, Eggen, Grubber, Sämaschinen, alles funktional, aber nichts wirklich modern. 3000 Hektar erfordern Effizienz, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit. Bernt rechnete nachts am Küchentisch, während Petra schlief.
Wenn er die alten John Deres verkaufte, bekam er vielleicht 300.000 Mark. die alten Anbaugeräte, die sie nicht brauchten, vielleicht weitere hundertusend. Die neue Kreditlinie gab ihm Spielraum für Investitionen, aber nicht unbegrenzt. Er machte eine Liste. Für 3000 Hektar brauchte er zwei große Traktoren über 200 Pferdestärken.
Für schwere Bodenbearbeitung zwei mittlere Traktoren 150 bis 180 Pferdestärke. Für Transport und Standardarbeiten zwei kleinere Traktoren. 100 bis 120 Pferdestärke für Pflanzenschutz und leichte Arbeiten einen Hoftraktor. 60 bis 80 Pferdestärke für Werkstatt und Hof. 7 Traktoren. Warum Fend? Er hatte darüber nachgedacht.
John Deer kannte er, aber Fend hatte etwas, das 2001 einzigartig war. Das Vario Getriebe. Stufenlos. Keine Gangwechsel, nur Gas geben und Bremsen. Für lange Tage, wechselnde Bedingungen, verschiedene Fahrer unschlagbar. Und der Ruf Fend war teuer, ja, aber der Wiederverkaufswert war legendär, die Zuverlässigkeit auch. Er rechnete die Konfiguration durch Fend 926 Vario, die großen über 260 Pferdestärken für Tiefenlockerung, schwere Grubber, große Sekombinationen.
Preis je nach Ausstattung ca. 190 000 Mark das Stück. Z F 716 Vario, die Allrounder 165 Pferdestärken für alles mögliche Transport, mittelschwere Bodenbearbeitung Medruschlogistik ca. 140.000 Mark pro Stück 2 Fend 412 Vario, die Spezialisten 120 Pferdestärken, Pflanzenschutzspritze, leichte Transporte, Grünlandarbeiten, falls nötig, ca.
95 000 Mark je ein Fend 207 der Hoftraktor 70 Pferdestärken Frontlader Allzweckwaffe für den Hof ca. 45 000 Mark zusammen 185 000 Mark mit Sonderausstattung Rabatten, Verhandlungen vielleicht runterzukriegen auf 1 000 Mark. Abzüglich Verkauf der alten Maschinen 700.000 Mark Nettokosten. Das war machbar, gerade noch machbar, aber es war ein Risiko.
Alles auf einmal, alles neu, alles Fend. Werner, sein Partner sagte: “Bernt, bist du verrückt? Kauf gebraucht, kauf gemischt. Verteile das Risiko.” Thomas sagte, wenn wir es machen, dann richtig, aber sieben auf einmal, das ist mutig. Petra sagte nachts, wenn das schief geht, verlieren wir alles. Bernt sagte, wenn wir es nicht machen, sind wir in drei Jahren trotzdem pleite.
Zu wenig Effizienz, zu viel Ausfall, zu viele Reparaturen. Wir müssen jetzt investieren, solange wir Luft haben. Am Montag, den 5. März 2001 fuhr er nach Prenslau alleine. Er hatte niemandem gesagt, was er vorhatte. Der Chef kam Michael Brenner Anfang 50 Inhaber des Landtechnikhändlers seit 1992. Er hatte die Wendezeit überlebt, hatte gelernt mit ostdeutschen Landwirten zu arbeiten, die plötzlich westdeutsche Maschinen wollten, aber wenig Geld hatten.
Er kannte die Spielchen, die Träumer, die über Traktoren redeten, die sie nie kaufen würden, die Angeber, die mit Zahlen um sich warfen, die echten Kunden erkannte er am Blick. Bernt hatte diesen Blick. Herr Hoffmann, sagte Brenner, reichte die Hand. Fest, aber prüfend. Stefan sagt, sie wollen sieben Fend kaufen. Stimmt. Auf einmal.
Auf einmal. Lieferung gestaffelt. Ende April bis Ende Mai. Aber Bestellung heute. Brenner setzte sich, nahm die Liste. Lass sie durch. Einmal, zweimal. Darf ich fragen, warum sieben? Bernt erklärte es. Die GBR Auflösung, die neue Gesellschaft, 3000 Hektar, der Maschinenparkzustand, die Notwendigkeit jetzt zu modernisieren.
Brenner hörte zu, nickte an den richtigen Stellen, fragte zwischendurch nach Details. Sie bewirtschaften also 3000 Hektar ab diesem Jahr? Ja, mit wie vielen Leuten? fest angestellt acht Saisonkräfte je nach Bedarf und sie wollen das alles mit sieben Traktoren abdecken und den Maschinen, die wir haben, die Mehdrescher behalten wir, die großen Anbaugeräte auch, nur die Traktoren sind das Problem. Brenner lehnte sich zurück.
Herr Hoffmann, verstehen Sie mich nicht falsch, aber diese Investition über eine Million Mark, das ist nichts. Ich muss sicherstellen, dass wir hier nicht Zeit verschwenden. Sie meinen, sie wollen wissen, ob ich das Geld habe. So direkt wollte ich es nicht sagen, aber ja. Bernt zog einen weiteren Zettel aus seiner Jacke. Kontoauszug.
Kreditbestätigung der Reifeisenbank Okermark. Vermögensnachweis, Brennerlass, Sein Gesichtsausdruck änderte sich nicht dramatisch, aber wahrnehmbar. Gut, sagte er. Reden wir über die Details. Die nächsten dre Stunden verbrachten sie damit, jede Maschine durchzugehen. Der 926 Vario, der Flagschiff.
Brenner hatte zwei Stück vorrätig, nicht exakt die Konfiguration, die Bernt wollte, aber nah dran. Lieferzeit für zwei weitere 6 bis 8 Wochen. Zu spät für die Frühjahrsbestellung. Ich kann Ihnen eine meiner Vorführtraktoren anbieten sagte Brenner. Ein 926 20 Betriebsstunden Vollausstattung. Den könnten Sie nächste Woche haben.
Preis normalerweise 192 000 Mark. Für Sie 185 000. Für mich bei dieser Stückzahl 175 000. Brenner zögerte, rechnete im Kopf. 178 000 mehr geht nicht. Deal. So ging es weiter. Modell für Modell, Verhandlung für Verhandlung. Bernt wusste genau, was er wollte. Brenner kannte seine Margen. Am Ende standen sie bei 142 000 Mark.
Listenpreis wäre 1236 000 gewesen. Zahlung, fragte Brenner 50% bei Bestellung, 50% bei Übergabe. Die ersten beiden Maschinen nächste Woche, der Rest bis Ende Mai. Akzeptiert, aber ich brauche Unterschriften und bei dieser Größenordnung muss ich das mit der Zentrale absprechen. Natürlich. Brenner stand auf, reichte die Hand. Diesmal anders. Respekt Herr Hoffmann.

Ich bin seit 9 Jahren in diesem Geschäft. Ich habe viele Deals gemacht, aber sieben Fend auf einmal an einen Kunden. Das ist das erste Mal. Bernt lächelte. Für mich auch. Die Nachricht verbreitete sich schnell. In der Landwirtschaft, besonders in der ostdeutschen Landwirtschaft Anfang der 2000R, war so eine Bestellung wie ein Erdbeben. Jeder kannte jeden.
Jeder wusste, wer pleite ging und wer investierte und jeder redete darüber. Hast du gehört? Bernt Hoffmann hat sieben Fend gekauft. Sieben auf einmal. Über eine Million Mark. Der spinnt doch, oder? Er weiß was, was wir nicht wissen. Am Stammtisch im Gasthof zur Linde in Göritz wurde drei Wochen lang über nichts anderes geredet.
Manche fanden es mutig, andere wahnsinnig. Die meisten waren sich unsicher. Werner und Thomas waren anfangs geschockt. “Bernt”, sagte Werner, als er davon erfuhr, “du hättest uns fragen sollen. Ihr hättet nein gesagt. Verdammt richtig. Deswegen habe ich euch nicht gefragt. Aber als die ersten Maschinen kamen, ein 926 Vario, ein 716 Vario, der kleine 207 änderte sich die Stimmung.
Die 926 Er war ein Monster, 2,60 m breit, über 6 Tonnen Eigengewicht, 260 Pferdestärken aus sechs Zylindern. Aber sie lief so sanft, so ruhig, als wäre sie halb so groß. Das Variogetriebe war wie beschrieben. Man setzte sich rein, gab Gas und das Ding bewegte sich. Keine Kupplung, keine Gänge, nur eine Hand am Joystick, eine am Lenkrad.
Der erste, der sie fuhr, war Jens, einer ihrer jüngeren Mitarbeiter. 27, gelernt noch auf alten IFA Traktoren, dann umgestiegen auf die John Deres. Er stieg aus nach der ersten Runde auf dem Feld und sagte nur: “Chef, das ist nicht mehr dieselbe Arbeit.” Bis Ende Mai waren alle sieben Maschinen da. 2926 2716 24127. Alle grün, alle mit dem charakteristischen Fenddesign, alle brandneu.
Der Hof sah aus wie ein Fanschauraum. Die Nachbarn kamen vorbei, schauten, fragten. Bernt ließ sie fahren. Manche für 10 Minuten, manche für eine Stunde. Er wollte, dass sie verstanden. Das ist nicht angeberei sagte er zu einem Nachbarn, der kritisch gefragt hatte, ob das nicht übertrieben sei. Das ist Kalkulation. Sieben Traktoren optimal aufeinander abgestimmt für 3000 Hektar.
Jeder mit seiner Aufgabe. Keine Ausfälle, keine Improvisation, nur Effizienz. Die Frühjahrsbestellung 2001 lief wie am Schnürchen. Die 926 erzogen die schweren Grubber und Zerkombinationen 8 9 manchmal 10 m Arbeitsbreite 30 Hektar am Tag pro Maschine. Die 716 ermachten Transport Pflanzenschutz mit großer Spritze Logistik.
Die 412R fuhren die Pflanzenschutzspritze für präzise Arbeiten, machten Nachsaten, kümmerten sich um Problemflächen. Am Ende der Bestellung, Anfang Juni, hatten sie 3000 Hektar in Rekordzeit bearbeitet und die Maschinen hatten zusammen erst 800 Betriebsstunden. Brenner, der Händler, kam vorbei, wollte schauen, wie die Maschinen liefen. Probleme? Fragte er.
Keine”, sagte Bernt. “Gar keine. Das freut mich. Und nur unter uns, Herr Hoffmann. Ihre Bestellung hat mein Jahr gemacht. Ich habe Fend in der Zentrale Fotos geschickt. Die konnten es nicht glauben.” “Was haben Sie gesagt?” “Sie haben gefragt, ob sie noch mehr Flächen haben.
” Bernt lachte, aber die Wahrheit war, er dachte darüber nach. Die nächsten Jahre bestätigten die Entscheidung. Die Fendflotte lief mit minimalen Ausfällen. Die Variogetriebe erwiesen sich als so zuverlässig wie beworben. Die Wiederverkaufswerte blieben hoch, nicht dass Bern vorhatte, sie zu verkaufen, aber es war gut zu wissen.
2002 expandierte die Gesellschaft auf 3500 Hektar. Neue Pachtverträge, alte Landbesitzer, die endgültig Aufgaben. 2003 kam die große Cap Reform, die Entkopplung der Direktzahlungen. Viele Betriebe mussten sich neu orientieren. Bernt war vorbereitet. Die Effizienz seiner Struktur gab ihm Spielraum. 2007 explodierten die Getreidepreise, Weizen über 200 € pro Tonne.
Die Bioenergienachfrage trieb die Märkte. Bernt machte das beste Jahr seit der Gründung. 2008 kam die Finanzkrise. Preise brachen ein, aber er hatte Rücklagen. Er hatte Effizienz, er überstand es. Die Fendflotte wuchs. 2009 kam ein achter Traktor. Ein Fend 936 Vario. Noch größer, noch mehr PS. 2011 waren es neun.
Die Ackerbau, UKMark, GmbH und Co. KG bewirtschaftete jetzt 4000 Hektar, 12 fest angestellte Mitarbeiter, Jahresumsatz über 2 Millionen Euro und alles begann mit dieser einen Entscheidung im März 2001. Aber es war nicht nur eine Geschichte über Traktoren, es war eine Geschichte über Timing, über Mut, über die Bereitschaft, alles auf eine Karte zu setzen, wenn die Karte richtig aussah.
Bernt hatte den Moment erkannt. 2001 war das Jahr, indem die ostdeutsche Landwirtschaft sich endgültig konsolidierte. Die schwachen Betriebe waren raus. Die starken wuchsen. Wer jetzt investierte, richtig investierte, konnte die nächsten 20 Jahre dominieren. Er hatte recht gehabt, aber es hätte auch schiefgehen können.
Ein schlechtes Jahr, ein Preisverfall, ein Maschinenausfall zur falschen Zeit und die Kredite hätten ihn erdrückt. Manchmal abends, wenn er auf dem Hof stand und die grünen Traktoren in der Halle sah, dachte er daran. Petra kam oft raus, stand neben ihm. Bereust du es?”, fragte sie einmal. “Was das Risiko damals?” “Er dachte nach.
” “Nein”, sagte er schließlich. “Aber ich verstehe jeden, der es nicht gemacht hätte.” 2019 übernahm sein Sohn die Gesellschaft. Matthias 32 studiert in Hohenheim, Agrarwissenschaften, Betriebswirtschaft hatte drei Jahre in einem großen Betrieb in Mecklenburg gearbeitet, wollte zurück.
Die Übergabe war nicht einfach, nie ist sie das. Aber sie hatten Jahre darüber geredet, geplant, vorbereitet. Matthias übernahm schrittweise erst die Geschäftsführung, dann die Mehrheit und eine seiner ersten Entscheidungen war noch mehr Fend. Aber jetzt waren es keine 926 R. Jetzt waren es 1050 Avario, über 500 Pferdestärken, GPS bis auf 2 cm genau.
Automatische Lenksysteme, Telematik, Datenmanagement Präzision Farming. Die Welt hatte sich weitergedreht. Bernt, jetzt fast 70, stand wieder im Schauraum. Diesmal in Prenslau, aber auch in Eberswalde. Auch in Berlin. Überall waren die neuen Maschinen. Weißt du noch, sagte er zu Matthias, als ich 2001 die Fend gekauft habe.
Dein Großvater, mein Vater hat gedacht, ich bin komplett verrückt geworden. Und er hatte recht, war verrückt. Aber manchmal muss man verrückt sein. Matthias lächelte. Die 1050R kostet 480.000 1000 € fast doppelt so viel wie deine 926 er damals gekostet haben. Inflation, aber auch mehr Technik, mehr Effizienz mehr alles.
Brauchst du sie für 5000 Hektar? Ja, dann kauf sie. Sie standen nebeneinander, Vater und Sohn, im Schauraum, umgeben von grünen Traktoren und für einen Moment war die Zeit seltsam rund. Draußen schmolzt der Schnee. Es war März, 18 Jahre später. Und irgendwo bereitete sich ein anderer Landwirt auf eine verrückte Entscheidung vor.
Das war die Geschichte von Bernt Hoffmann, von sieben Fendtraktoren, von einer Entscheidung, die alles veränderte. Wenn du auf einem Hof arbeitest, wenn deine Familie eine ähnliche Geschichte hat, wenn du dich fragst, ob große Investitionen Mut oder Wahnsinn sind, schreib es in die Kommentare. Ich will wissen, welche Entscheidungen deine Familie getroffen hat, welche aufgegangen sind, welche nicht.
Diese Geschichten sind nicht nur Vergangenheit, sie sind Muster. Sie wiederholen sich und das Verstehen dieser Muster kann helfen, die nächste Entscheidung zu treffen. Abonniere den Kanal, wenn du mehr solche Geschichten hören willst. Teile das mit jemandem, der versteht, was so eine Entscheidung bedeutet. Bis zum nächsten Mal. M.
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