Für Millionen Menschen der Inbegriff von   Eleganz, Scharm und unerschütterlicher   Coolness. Pierce Brosnan, der James Bond   einer ganzen Generation. Doch hinter   demellosen Anzug, hinter den perfekt   inszenierten Filmsets und dem roten   Teppich, verbag sich eine Geschichte   voller Narben.

 

 Nicht von Kugeln, sondern   von Verrat, von Verlust und von   Menschen, die in sein Leben traten und   es für immer veränderten. In dieser   Geschichte geht es nicht um Hollywood   Klatsch, sondern um die fünf Namen,   Gesichter und Entscheidungen, die   Brosnan zutiefst hasste. Manche waren   Freunde, manche Kollegen und einer davon   war nicht einmal ein Schauspieler,   sondern ein Mann im Anzug, den kaum   jemand kennt.

 

 Gemeinsam zeichnet sich   ein Bild von einem Star, dessen   glänzende Karriere immer wieder von   Schatten durchzogen war. Dies sind die   fünf Begegnungen, die Pierce Brossan   nicht vergessen konnte und die erklären,   warum selbst der eleganteste Gentleman   tiefe Wunden in seinem Herzen trägt.   Wenn es um Schmerz geht, dann gibt es   für Pierce Brosnan kaum etwas   schlimmeres als die Geschichte seines   adoptierten Sohnes Christopher.

 

 Als   Pierce Cassandra Harris heiratete,   brachte sie zwei Kinder aus einer   früheren Ehe mit, Charlotte und   Christopher. Pierce nahm sie an wie   eigene Kinder. Er adoptierte sie   offiziell und wollte ihnen das geben,   was er selbst nie hatte. Eine stabile   Familie und einen Vater, auf dem man   sich verlassen kann.

 

 Doch als Kassandra   1991 an Eierstockkrebs starb, brach   diese Welt zusammen. Christopher war   damals gerade einmal 19 und fiel in ein   dunkles Loch. Während Pierce versuchte   seine Trauer in Arbeit und Verantwortung   zu vergraben, rutschte Christopher immer   weiter ab. Erst kleinere Delikte, dann   Alkohol, schließlich harte Drogen.

 

 Die   Presse nannte ihn gnadenlos den Junky   son of James Bond. Für Pierce war es   einziger Albtraum. Er hatte seiner Frau   versprochen, die Kinder zu beschützen,   doch er musste hilflos zusehen, wie   Christopher zerbrach. Im Stillen sagte   er einmal: “Ich hasse, was diese Welt   ihm angetan hat.

 

 Ich hasse, dass ich es   nicht stoppen konnte.” Diese Worte   zeigen mehr als jede Schlagzeile, was   für ein innerer Kampf in Brosnand tobte.   Christopher verschwand für Jahre fast   völlig von der Bildfläche, tauchte nur   gelegentlich wieder in den   Boulevardblättern auf, gezeichnet,   gebrochen, ein Schatten seiner Selbst.   Für Pierce war es der wohl schlimmste   Schmerz.

 

 Nicht ein verlorener Job, nicht   ein kaltes Studio, sondern das eigene   Kind, dass man nicht retten kann. Und in   diesem Schmerz liegt der Hass, den Brosn   nie ganz überwinden konnte. Ein Hass auf   das Gefühl der Ohnmacht, das ihn ein   Leben lang begleiten sollte.   Nach Jahren voller Verluste und dunkler   Rollen hoffte Pierce Brosnan mit dem   Musical Film Mama Mia endlich einmal   Leichtigkeit und Freude zu erleben.

 

 Die   Dreharbeiten in Mediterraner Kulisse,   die Musik von Aba, das Ensemble voller   großer Namen, alles versprach eine Art   Therapie nach den Schatten der   Vergangenheit. Doch was eigentlich ein   heilender Prozess hätte sein sollen,   verwandelte sich in ein zermürbendes   Chaos.

 

 Der Grund war eine eiles diver am   Set, deren Verhalten alles   überschattete. Sie verlangte ständig   neue Drehbuchfassungen, ließ andere   warten, behandelte Crewmitglieder wie   unsichtbare Statisten. Für Brosnan, der   seine Karriere stets auf Respekt und   Professionalität gebaut hatte, war das   Gift für die Seele. Besonders hart traf   ihn, dass Mama Mia Themen wie Liebe,   Familie und zweite Chancen in den   Mittelpunkt stellte.

 

 Dinge, die für ihn   nach dem Tod von Kassandra und seiner   Tochter Charlotte zutiefst persönlich   waren. Statt Hoffnung fand er sich in   einem Machtkampf wieder, der ihn   innerlich aufrieb. Er schwieg nach   außen, verließ kaum je den höflichen   Ton, doch die Enttäuschung nagte an ihm.   Später sagte ein Freund, er hasste, wie   sie andere Menschen behandelte.

 

 Für ihn   war es ein Spiegelbild allessen, was er   an Hollywood verachtete. Narzissmus,   Egoismus, Kälte.   Am Ende hasste Brosner nicht nur die   Diva selbst, sondern das, was sie   symbolisierte, die Fähigkeit, selbst das   Schönste in etwas Dunkles zu verwandeln.   Nach vier erfolgreichen Bondfilmen stand   Pierce Brosnan anfang der 2000er auf dem   Höhepunkt seiner Karriere.

 

 Die Another   Day spielte weltweit Rekordsummen ein   und Pierce trainierte bereits für den   nächsten Einsatz als 007. Er war voller   Ideen, wollte die Figur in neue   Richtungen entwickeln und alles deutete   darauf hin, dass Bond 21 wieder mit ihm   in der Hauptrolle entstehen würde. Doch   dann kam dieser eine Anruf, der sein   Leben veränderte.

 

  Ganze 47 Sekunden dauerte er und die   Botschaft war eiskalt.   Sie waren ein großartiger James Bond.   Vielen Dank. Auf Wiedersehen.   Kein Treffen, keine Erklärung, kein   Dankeschön, nur das abrupte Ende einer   Era.   Für Brosnan fühlte es sich an, als hätte   man ihm nicht nur eine Rolle genommen,   sondern einen Teil seiner Identität.

 

  Und dann kam Daniel Craig, ein jüngerer,   unbekannterer Schauspieler, der den   Auftrag bekam, das Franchise neu zu   erfinden. Craig war kein persönlicher   Feind. Er hatte nichts getan, außer das   Angebot anzunehmen. Aber in Brosnens   Augen wurde er zum Symbol für Verrat und   für die Kälte einer Industrie, die keine   Loyalität kennt.

 

 Es war als würde jemand   anders mein eigenes Kind groß ziehen”,   sagte Brosnan später. Craig übernahm:   “Die Welt feierte Casino Royale und   Brosnan stand im Schatten einer   Vergangenheit, die er selbst aufgebaut   hatte. Er hasste nicht Daniel Craig als   Menschen. Er hasste, was er verkörperte,   den endgültigen Schnitt, das Vergessen   und die bittere Wahrheit, dass man in   Hollywood schneller ausgetauscht wird,   als man denkt.

 

 Pierce Brosnan war in den   1980er Jahren der Mann, der schon fast   sicher in den Smoking von James Bond   schlüpfen sollte.   Albert Cubby Broccoli selbst, der   legendäre Produzent hatte ihn als   Zukunft der Reihe auserkoren und sogar   die Witwe von ihren Flemming meinte,   Brosnan verkörpere exakt das, was ihr   Mann sich unter 007 vorgestellt hatte.

 

  Alles schien perfekt vorbereitet, doch   dann kam die brutale Realität des   Filmgeschäfts. Brosnan stand bei der   Serie Remington Steel unter Vertrag und   als die Quoten plötzlich wieder   interessant für den Sender wurden, zog   NBC den Stecker für seine Bondzukunft.   Statt der ersehnten Rolle gab es weitere   Episoden einer Fernsehserie.

 

 In diesem   Moment nahm ihm das Schicksal die größte   Chance seiner Karriere aus den Händen.   Und wer trat an seine Stelle? Sein   Freund Timothy Dalton. Dalton war kein   Feind. Er hatte Brosn nichts Böses   getan. Aber in den Augen von Pierce   wurde er zu einem lebendigen Symbol für   all das, was man ihm genommen hatte, den   Traum, seine Frau Kassandra stolz zu   machen, die ihn mehr als jeder andere   unterstützt hatte und die Chance, die   Leinwand zu erobern.

 

  Brosnan musste lächeln und gute Miene   zum Bösen Spiel machen, während Dalton   die Rolle spielte, die er selbst so sehr   ersehnt hatte. Die Jahre zwischen 1986   und 1994   nennt man heute seine verlorenen Jahre.   Dolton stand für Pierce nicht für   Verrat, sondern für eine geschlossene   Tür, einen Traum, der in Rauch aufging   und für den bitteren Beigeschmack, dass   ein Freund nun das Gesicht war, dass er   selbst hätte sein sollen.

 

 Wenn Brosnan   von Hass spricht, dann gibt es eine   Figur, die wie kein anderer für den   tiefsten Stich steht und es ist kein   Schauspieler, sondern ein namenloser   Manager aus der Industrie. Der Anruf,   der ihm Bond wegnahm, kam nicht einmal   von einem Produzenten, sondern von einem   Mittelsmann.

 

 In weniger als einer Minute   wurde ein Jahrzehnt seiner Karriere   ausgelöscht. Kein Handschlag, kein   Abschiedsessen, keine Würdigung für vier   Filme, die die Kinos weltweit mit über   1,4 Milliarden Dollar gefüllt hatten.   Brosnan war nicht nur enttäuscht, er war   gedemütigt. Interne E-Mails zeigten   später, dass man längst Ersatz gesucht   hatte, während er noch voller Energie   über die Zukunft der Reihe nachdachte.

  Für ihn war es nicht einfach eine   Kündigung. Es war eine Hinrichtung   hinter verschlossenen Türen. Die   Entscheidung war kalkuliert. Brosnan sei   zu teuer, zu alt, zu sehr Bond. Genau   das, was ihn berühmt gemacht hatte,   wurde zu seinem größten Makel. In nur   wenigen Tagen stürzte sein Marktwert ins   Bodenlose.

 

 Projekte zerplatzten und er   musste sogar sein Team verkleinern.   Freunde erzählten später, dass er in   tiefe Depressionen fiel, dass seine   Kinder ihn zum ersten Mal weinen sahen.   Dieser namenlose Manager wurde für   Brosnan zur Verkörperung des   Schlimmsten, was Hollywood sein kann.   Kalt, seelenlos, ohne Loyalität. Kein   Mensch, sondern ein System.

 

 Und doch   haftete für ihn ein Gesicht daran, dass   er niemals öffentlich nannte. In seinem   Schweigen liegt die Schärfe des Hasses,   der vielleicht nie heilt. Am Ende zeigt   uns die Geschichte von Pierce Brossen   nicht nur, wie gnadenlos Hollywood sein   kann, sondern auch wie verletzlich   selbst die größten Ikonen sind.

 

 Timothy   Dalton war nicht der Verräter, sondern   ein Symbol für die verpasste Chance.   Christopher, sein geliebter Sohn,   verkörperte die Ohnmacht, wenn selbst   unendliche Liebe nicht ausreicht. Daniel   Craig stand für die kalte Abweisung, die   ihn aus einer Rolle vertrieb, die er   selbst gerettet hatte.

 

 Die Diva am Set   war ein Spiegel für all das, was er an   Eitelkeit und Grausamkeit in Hollywood   verachtete. Und der namenlose   Studiomanager, er war das Gesicht einer   Industrie, die Loyalität nur kennt,   solange sie Profit bringt. Doch so sehr   Brosson in diese fünf Punkte seines   Lebens auch hasste, so sehr machen sie   sein Vermächtnis erst menschlich.

 

 Hinter   dem 007 Helden steht ein Mann, der alles   verlor und trotzdem weitermachte. Seine   Narben sind sein Erbe und vielleicht ist   genau das der Grund, warum er für viele   von uns für immer der wahre James Bond   bleibt.   Am Ende zeigt uns die Geschichte von   Pierce Brosnan nicht nur, wie gnadenlos   Hollywood sein kann, sondern auch wie   verletzlich selbst die größten Ikonen   sind.

 

 Timothy Dalton war nicht der   Verräter, sondern ein Symbol für die   verpasste Chance. Christopher, sein   geliebter Sohn verkörperte die Ohnmacht,   wenn selbst unendliche Liebe nicht   ausreicht. Daniel Craig stand für die   kalte Abweisung, die ihn aus einer Rolle   vertrieb, die er selbst gerettet hatte.   Die Diva am Set war ein Spiegel für all   das, was er an Eitelkeit und Grausamkeit   in Hollywood verachtete.

 Und der   namenlose Studiomanager, er war das   Gesicht einer Industrie, die Loyalität   nur kennt, solange sie Profit bringt.   Doch so sehr Brosnon diese fünf Punkte   seines Lebens auch haste, so sehr machen   sie sein Vermächtnis erst menschlich.   Hinter dem 007 Helden steht ein Mann,   der alles verlor und trotzdem   weitermachte.

 

 Seine Narben sind sein   Erbe und vielleicht ist genau das der   Grund, warum er für viele von uns für   immer der wahre James Bond bleibt.