Es sollte der krönende Abschluss einer Reise voller Hoffnung und zarter Gefühle sein, doch das große Wiedersehen der aktuellen Staffel von „Bauer sucht Frau“ verwandelte sich in ein hochemotionales Trümmerfeld. Im Zentrum des Sturms: Eine tief verletzte Bäuerin, ein Kandidat mit einer mehr als fragwürdigen Begründung und eine Moderatorin, die ihre professionelle Distanz verlor, um für die Gerechtigkeit der Liebe zu kämpfen. Inka Bause, das Gesicht der Show, zeigte sich so emotional und kompromisslos wie selten zuvor.

Ein Herz, das langsam heilen sollte
Die Geschichte von Simone und Frank begann unter schwierigen Vorzeichen. Simone, die in der Vergangenheit schmerzhafte Enttäuschungen und tiefe Verletzungen in der Liebe hinnehmen musste, machte von Anfang an keinen Hehl aus ihrer Verletzlichkeit. In der Show erklärte sie offen: „Ich mag Frank sehr, aber ich kann mein Herz noch nicht ganz öffnen. Ich bin ein bisschen geschädigt.“ Es war ein Hilferuf nach Zeit, Geduld und echtem Interesse.
Zunächst schien Frank genau der Mann zu sein, den die sensible Bäuerin brauchte. Er gab vor, diese Geduld aufzubringen. Während der Hofwoche näherten sich die beiden vorsichtig an, und die Zuschauer vor den Fernsehern hofften auf ein echtes Happy End für die Frau, die so lange unter ihren alten Wunden gelitten hatte. Doch was nach den Dreharbeiten geschah, lässt die Romantik der Show in einem völlig neuen, düsteren Licht erscheinen.
Die bittere Ernüchterung beim Wiedersehen
Als die Kameras für das große Finale wieder rollten, war von der einstigen Harmonie nichts mehr übrig. Simone offenbarte sichtlich mitgenommen, dass sie nach dem Ende der Dreharbeiten bereit gewesen wäre, den nächsten Schritt zu wagen. Sie hatte ihre Mauern fallen lassen und war bereit, Frank in ihr Leben zu lassen. Doch genau in diesem Moment, als sie sich öffnete, zog er sich zurück. Zwischen den beiden gab es seit dem Ende der Dreharbeiten kein einziges Treffen mehr.
Inka Bause, die Simone über die Zeit hinweg sichtlich ins Herz geschlossen hatte, bohrte nach dem „Warum“ – und was dann folgte, sorgte im gesamten Studio für fassungsloses Kopfschütteln. Der 57-jährige Frank erklärte völlig nüchtern und ohne Anzeichen von Reue, er habe schlichtweg „keine Zeit“ gehabt. Als Begründung führte er eine Liste an, die fast wie ein schlechter Scherz wirkte: Die Arbeit auf dem Hof, die Distanz zwischen ihren Wohnorten und – am absurdesten – seine Verpflichtungen in gleich fünf verschiedenen Vereinen.

Inka Bause platzt der Kragen: „Das ist eine Scheißerklärung“
In diesem Moment passierte etwas, das man in der langjährigen Geschichte von „Bauer sucht Frau“ selten erlebt hat. Die sonst so diplomatische und stets lächelnde Inka Bause explodierte förmlich. Für sie war Franks Ausrede nicht nur unzureichend, sondern ein persönlicher Affront gegen eine Frau, die sich mutig ihren Ängsten gestellt hatte.
„Das ist eine Scheißerklärung!“, schleuderte die Moderatorin ihm sichtlich bewegt entgegen. „Du hast diese Frau, die so schlechte Erfahrungen gemacht hat, fast geknackt. Sie hat geglaubt, dass du sie wirklich liebst. Und dann sagst du hier, du hast keine Zeit, weil du in einem Verein bist?“
Die Worte saßen. Frank wirkte kurzzeitig selbst überrascht von der Wucht seiner eigenen Entscheidung, blieb jedoch bei seiner kühlen Distanz. Simone hingegen sah das Problem an einer ganz anderen Stelle: Sie vermutete, dass Frank schlichtweg zu lange Single war, um überhaupt noch Platz für einen anderen Menschen in seinem durchstrukturierten Leben zu finden. Die Vereine und die Arbeit dienten am Ende wohl nur als Schutzschild gegen echte Nähe.
Ein emotionaler Abschied und neue Hoffnung
Die Situation eskalierte schließlich so weit, dass Frank wortlos den Raum verließ. Es blieb eine weinende Simone zurück, die von Inka Bause in einem zutiefst menschlichen Moment getröstet wurde. Die beiden Frauen fielen sich in die Arme – ein Bild, das die Zuschauer bewegte und zeigte, dass hinter der Fassade der Unterhaltungsshow echte Schicksale stehen.
Für Simone ist das Kapitel Frank nun endgültig abgeschlossen. Nicht, weil die Gefühle fehlten, sondern weil die Wertschätzung fehlte. Während an einem anderen Ende des Studios bereits Hochzeitspläne bei einem anderen Paar für Freudensprünge sorgten, erinnerte dieser Abend alle daran, wie nah Freud und Leid bei der Suche nach dem Partner fürs Leben beieinanderliegen. Inka Bause gab Simone jedoch ein Versprechen mit auf den Weg: Wer so viel Mut beweist, sein Herz trotz alter Wunden wieder zu öffnen, wird die wahre Liebe am Ende auch finden – nur eben nicht bei einem Mann, dem seine Vereinsmeierei wichtiger ist als eine gemeinsame Zukunft.
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