Der Schnee lag hoch über den Feldern bei Dorfen im Landkreis Erding, als Anton Huber am Morgen des IIB seines Vaters besuchte. Georg Huber war drei Wochen zuvor gestorben, am Heiligabend, friedlich im Schlaf, 77 Jahre alt, ein ganzes Leben auf dem Hof verbracht. Anton stand jetzt vor dem frischen Grabhügel auf dem Dorfriedhof.

Die eisige Winterluft brannte in seiner Lunge und in seiner Hand hielt er ein Dokument, das sein Leben für immer verändern würde. Die Hofübergabe. Unterschrieben vom Notar, besiegelt, rechtskräftig, 32 Hektar Land. Ein Bauernhaus aus dem Jahr8. Solide gebaut, gut erhalten. Zwei Scheunen, ein Kuhstall für 24 Tiere, ein Maschinenpark, ein Fan Farmer 2 von 1961, ein älterer Eicher Panther als Zweitraktor, ein Ladewagen, ein Heuwender, diverse Anbaugeräte und das Wichtigste, das was in den letzten Zeilen des Dokuments stand, keine

Schulden. Der Hof war vollständig abbezahlt. Was ich euch heute erzähle, basiert auf dokumentierten Fällen aus den 1970er Jahren in Bayern, einer Zeit tiefgreifender Veränderungen in der deutschen Landwirtschaft. Während ich Details aus mehreren realen Geschichten zusammengeführt habe, stammt jeder wirtschaftliche Trend, jede Maschinenbeschreibung und jede landwirtschaftliche Herausforderung aus historischen Aufzeichnungen, Protokollen der Landwirtschaftskammer Bayern und Interviews mit Landwirten, die diese Era

durchlebt haben. Ich verbringe Wochen mit der Recherche zu jeder dieser Geschichten, weil diese Familiendramen, diese Entscheidungen über Erbe und Schulden ein fundamentaler Teil unserer ländlichen Geschichte sind Geschichten, die nicht vergessen werden dürfen. Du hast es gut, Tony, hatte sein Vater ihm noch auf dem Sterbebett gesagt.

Ich habe dir einen sauberen Hof hinterlassen. Keine Bank, kein Kredit. Das Land gehört dir, wirklich dir. Anton war 37 Jahre alt, verheiratet mit Maria, zwei Kinder. Der kleine Georg, benannt nach dem Großvater, war gerade sechs geworden und die kleine Therese war vier. Er hatte sein ganzes Leben auf diesen Moment gewartet und doch fühlte es sich falsch an. zu früh.

Sein Vater hätte noch Jahre haben sollen, aber das Leben auf dem Land kennt keine Sentimentalität. Die Kühe mussten gemolken werden, Schnee musste geschaufelt werden und in drei Wochen würde die Steuerberaterin kommen, um die Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. Am selben Morgen, nur 5 km weiter im Nachbardorf Schwindeck, saß Franz Huber, Antons Cousin ersten Grades in der Stube seines Onkels Ludwig und hörte sich eine ganz andere Art von Testament an.

Ludwig Huber, Georgs jüngerer Bruder, war zwei Tage vor Weihnacht gestorben, nur eine Woche vor seinem älteren Bruder. Ein herzzerreißender Schlag für die Familie, zwei Brüder, beide Patriarchen ihrer Höfe, beide innerhalb von Tagen verstorben. Das Dorf sprach von nichts anderem, aber während Georgs Testament einfach und klar gewesen war, war Ludwigs Testament kompliziert.

Der Notar, ein dünner Mann mit Brille namens Dr. Berger räusperte sich und las vor. Hiermit vermache ich meinem Sohn Franz Huber den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb, bestehend aus 28 Hektar Land, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie den vollständigen Viehbestand und Maschinenpark. Franz, 34 Jahre alt, athletisch gebaut, mit dem Selbstbewusstsein eines Mannes, der immer bekommen hatte, was er wollte, nickte zufrieden.

Aber dann kam der nächste Absatz. Jedoch ist zu beachten, dass auf dem Hof folgende Verbindlichkeiten lasten, erstens ein Bankkredit bei der Reifeisenbank Dorfen in Höhe von 45000 Deutsche Mark, aufgenommen 1970 für den Kauf eines Fendfavorit 10S und den Umbau des Kuhstalls. Zweitens ein Privatdarlehnen von Herrn Josef Meyer in Höhe von 8000 Mark.

Drittens, ein Lieferantenkredit bei der Firma Baumgärtner Landmaschinen in Höhe von 6500 Mark für diverse Anbaugeräte. Franz, Gesicht wurde blass, das waren zusammen. Er rechnete schnell 59500 Markschulden. Das wusste ich nicht alles. Stammelte Franz. Seine Mutter Tekler, eine kleine rundliche Frau, die in der Ecke saß und in ihr Taschentuch weinte, sagte leise: “Dein Vater wollte nicht, dass du dir Sorgen machst.

” Er hat gesagt, das regelt sich alles. Dr. Berger faltete die Papiere zusammen. Sie haben gemäß bayerischem Erbrecht 6 Wochen Zeit, das Erbe anzunehmen oder auszuschlagen. Bedenken Sie, wenn Sie das Erbe antreten, übernehmen Sie auch die Schulden. Um das zu verstehen, muss man die Situation der deutschen Landwirtschaft Anfang der 1970er Jahre kennen.

Nach dem Boom der 60er Jahre, als die Banken großzügig Kreditevergaben und die Landwirtschaftspolitik auf Wachstum und Modernisierung setzte, kam der Kater. Die Ölkrise 1973, die in diesem Januar gerade begann, ausgelöst durch den Jomkippokrieg im Oktober 1972 und das OPEC Ölembargo würde die Zinssätze in die Höhe treiben. Kredite, die 1970 bei 7% Zinsen aufgenommen worden waren, wurden plötzlich viel teurer, als die Banken die Konditionen bei Verlängerungen anpassten.

Laut Statistischem Bundesamt waren die durchschnittlichen Betriebsschulden in der bayerischen Landwirtschaft zwischen 1960 und 1973 um über 500% gestiegen. Das war keine lokale Erscheinung, das war ein systemisches Problem. Anton und Franz trafen sich am Tag nach Ludwigs Beerdigung im Gasthaus zum goldenen Löwen in Dorfen.

Sie hatten schon als Kinder zusammen gespielt. Ihre Väter waren Brüder gewesen. Die Höfe lagen nur 5 km auseinander. Aber ihre Wege hatten sich in den letzten Jahren getrennt. Mein Beileid, Tony, sagte Franz und umarmte seinen Cousin. Dir auch, Franzel. Schlimme Zeiten. Sie setzten sich an einen Tisch in der Ecke, bestellten Bier.

Eine Weile saßen sie schweigend da. Schließlich sagte Franz, du hast es gut erwischt. Wie meinst du das? Dein Vater. Schuldenfrei. Mein Vater hat mir fast 60.000 Mark Schulden hinterlassen. Anton verschluckte sich fast an seinem Bier. 60.000 59500 um genau zu sein. Franz Stimme klang bitter für den Fend Favorit und den Stallumbau und wer weiß was noch alles.

Anton wusste nicht was er sagen sollte. Sein Vater hatte ihm immer gepredigt. Keine Schulden, Tony. Schulden sind wie Ketten. Sie binden dich. Sie ersticken dich. Aber du hast doch den Fend Favorit 10s, sagte Anton schließlich. Das ist ein Traktor für was? 75 Pferdestärken. Das ist eine Maschine. Franz nickte.

80 PS, gekauft 1970, brandneu vom Händler. Kostete mit allem Drum und Dran 35 000 Mark. Der Fend Favorit 10S war tatsächlich eine beeindruckende Maschine. 1968 eingeführt war er einer der stärksten Traktoren, die Fend damals anbot. Mit seinem sechszylinder MWM Dieselmotor und 80 Pferdestärken war er für große Betriebe konzipiert.

Hydraulik, Zapfwelle, Allradantrieb optional. Das war Technik auf höchstem Niveau, aber eben auch teuer. 35 000 Mark waren in der damaligen Zeit ein Vermögen, das dreifache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Landwirts und der Stallumbau fragte Anton 10 000 Mark. Neue Melgankanlage, neue Futtertröge, Güllegrube erweitert.

Alles modern, alles nach neuesten Standards. Anton rechnete 35 + 10, das waren 45 000 und die restlichen 14 000. Franz zuckte mit den Schultern. Diverse Sachen, Anbaugeräte für den Fend, ein neuer Frontlader, ein Kreiselschwader von Krone, Zinsen, die sich aufadiert haben. Mein Vater hat gedacht, mit dem größeren Traktor kann er mehr schaffen, mehr Landpachten, mehr Geld verdienen.

Aber dann kam seine Krankheit. Ludwig Huber hatte in seinen letzten zwei Jahren kaum noch arbeiten können. Herzprobleme, immer wieder im Krankenhaus. Franz hatte den Hof praktisch allein geführt, aber er war noch jung, noch unerfahren in manchen Dingen. “Was wirst du tun?”, fragte Anton.

“Annehmen?”, sagte Franz, ohne zu zögern. “Was bleibt mir übrig? Es ist der Hof meines Vaters, meines Großvaters. Ich kann das Erbe nicht ausschlagen.” Aber 60.000 Mark Schulden. “Ich schaffe das”, unterbrach Franz mit mehr Zuversicht, als er wohl fühlte. Ich habe den besten Traktor im ganzen Landkreis. Ich kann mehr Land pachten, effizienter arbeiten.

Die Milchquoten werden erhöht, die Preise sind gut. In 10 Jahren habe ich das abbezahlt. Anton bewunderte den Optimismus seines Cousins, aber er hatte Zweifel. Schreibt in die Kommentare, was ihr an Franz Stelle getan hättet, das Erbe mit den enormen Schulden annehmen oder ausschlagen. Die nächsten Monate zeigten die fundamentalen Unterschiede zwischen Antons und Franz Situationen.

Anton führte den Hof seines Vaters weiter, im Grunde genauso, wie sein Vater es getan hatte. Der Fend Farmer 2 von 1961 mit seinen 26 Pferdestärken war nicht der stärkste Traktor, aber er war zu. Anton kannte jede Schraube, jeden Handgriff. Er hatte auf diesem Traktor das Fahren gelernt, als er 15 war. Seine 32 Hektar bestellte er mit Bedacht, Weizen, Gerste, etwas Mais für die Kühe, Grünland, 24 Milchkühe, genau wie sein Vater es gehabt hatte.

Keine Expansion, keine großen Sprünge, aber eben auch keine Schulden. Jeden Monat, wenn die Milchkontrolle kam und er seinen Check von der Molkerei bekam, konnte Anton das gesamte Geld behalten. Keine Kreditraten, keine Zinsen. Was er verdiente, gehörte ihm. Franz hingegen lebte unter konstantem Druck. Die Reifeisenbank Dorfen erwartete monatlich 450 Mark Kreditrate für den Fend und den Stallumbau.

Das Privatdahlehnen von Josef Meer musste mit 150 Mark pro Monat abbezahlt werden. Der Lieferantenkredit schlug mit weiteren 100 Mark zu Buche. 700 Mark jeden Monat ohne Ausnahme. Für einen Betrieb wie Franz 28 Hektar, 20 Milchkühe war das eine enorme Belastung. Die monatlichen Einnahmen aus der Milch betrugen etwa 2000 Mark, je nach Milchpreis und Leistung der Kühe.

Vom Getreideverkauf kamen vielleicht noch einmal 4000 Mark im Jahr, also 333 Mark monatlich zusammen, also etwa 2300 Mark Einkommen pro Monat – 700 für Kredite blieben 1600. Davon mußte Franz seine Familie ernähren, seine Frau Waltraut und ihre drei Kinder das Futter für die Tiere kaufen, diese für den Traktor, Saatgut, Dünger, Reparaturen, Versicherungen, Strom, alles.

Es war machbar, aber es war eng. Sehr eng. Im Mai 1973 traf Anton Franz zufällig beim Landhändler in Dorfen. “Wie läuft es?”, fragte Anton. “Gut, gut”, sagte Franz. Aber Anton konnte die Anspannung in seinem Gesicht sehen. Viel Arbeit, aber das ist normal. Der Favorit läuft. Franz Gesicht hälte sich auf wie eine Uhr.

Gestern habe ich 12 Hektar Weizen in einem Tag gesäht. 12 Hektar. Mit deinem Pharma 2 hättest du 3 Tage gebraucht. Das stimmte wahrscheinlich. Der Fend Favorit mit seinen 80 PS konnte eine breitere Sähmaschine ziehen, schneller fahren, mehr schaffen in kürzerer Zeit. Das war der ganze Punkt moderner Technik. Effizienz, Geschwindigkeit.

“Hast du dir überlegt, mehr Land zu pachten?”, fragte Anton. Mit so einem starken Traktor könntest du doch locker vierzeig 50 Hektar bewirtschaften. Franz zögerte. Die Pachtpreise sind gestiegen. 150 Mark pro Hektar und Jahr, manchmal mehr. Um 10 Hektar zu pachen, wären das 1500 Mark im Jahr 125 im Monat.

Das kann ich mir gerade nicht leisten. Aber langfristig, langfristig muss ich erstmal meine Schulden in den Griff bekommen, unterbrach Franz. Dann sehen wir weiter. Im Juni kam die Ölkrise richtig in Fahrt. Der Dieselpreis, der 1972 noch bei etwa 45 Pfennig pro Liter gelegen hatte, stieg auf 55, dann 60 Pfennig. Das klingt nach wenig, aber für einen Traktor wie den Fend Favorit, der bei voller Belastung leicht 20 l pro Stunde verbrauchen konnte, summierte sich das.

Anton mit seinem kleineren Pharma 2, der nur etwa 10 Liter pro Stunde brauchte, spürte die Preiserhöhung auch, aber weniger drastisch. Und dann im Juli kam die Nachricht, die alle bayerischen Milchbauern erschütterte. Die Molkereien senkten den Milchpreis. Von 48 Pfennig pro Liter auf 45.

Dreifennig weniger, das klingt wenig, aber bei 5000 litern Milch pro Monat, eine durchschnittliche Menge für einen Betrieb mit 20 bis 24 Kühen, waren das 150 Mark weniger Einkommen. Pro Monat. Für Anton war das schmerzhaft. Sein monatliches Einkommen sank von etwa 2300 auf 2150 Mark, aber er hatte keine Kredite. Er konnte das abfangen, indem er ein bisschen sparsamer lebte, vielleicht eine geplante Reparatur verschob.

Für Franz war es katastrophal. Sein Einkommen sank auf, aber seine Kreditraten blieben bei 700. Jetzt hatte er nur noch 400 Mark weniger im Monat für alles andere. Das war nicht mehr eng, das war unmöglich. Im August saß Franz wieder bei der Reifeisenbank. Herr Huber sagte der Bankdirektor, ein strenger Mann namens Obermeierer.

Sie sind zwei Monate im Rückstand mit ihren Raten. Ich weiß, sagte Franz. Die Milchpreise sind gesunken. Der Diesel ist teurer geworden. Das betrifft alle Landwirte, unterbrach Obermeier. Trotzdem müssen Kredite bedient werden. Ich brauche eine Stundung, nur für ein paar Monate, bis ich die Preise erholt haben. Obermeier lehnte sich zurück.

Herr Huber, wir haben ihrem Vater diesen Kredit in gutem Glauben gegeben, aber die Zeiten haben sich geändert. Die Bundesbank hat die Leitzinsen angehoben von 5 auf 7%. Das bedeutet, dass auch wir unsere Konditionen anpassen müssen. Was heißt das? Ihr Kreditvertrag läuft diesen September aus und muss verlängert werden.

Die neuen Konditionen wären 9% Zinsen statt der bisherigen 7. Franz rechnete schnell 9 statt 7% auf 45 000 Mark Restschuld. Das waren etwa 700 Mark mehr Zinsen pro Jahr, 60 Mark mehr pro Monat. Das würde seine Rate auf überund erhöhen, nur für den Bankkredit. “Das kann ich nicht zahlen”, sagte Franz leise.

“Dann”, sagte Obermeier und seine Stimme war nicht unsympathisch, aber geschäftsmäßig müssen wir über Alternativen sprechen. Wenn ihr diese Era miterlebt habt, teilt eure Erinnerungen in den Kommentaren. Wie war es als Landwirt während der Ölkrise zu arbeiten? Wie haben eure Familien diese Zeit durchgestanden? Die Alternativen, die Obermeier vorschlug, waren alle schmerzhaft.

Option 1: Verkaufeland, um Schulden zu tilgen. Aber Franz, 28 Hektar waren zum größten Teil Familienbesitz seit Generationen. Landverkaufen bedeutete das Erbe seiner Vorfahren zu verraten. Option 2: Verkaufe den Fend Favorit, kaufe einen kleineren gebrauchten Traktor. Nutze die Differenz zur Schuldentilgung. Aber der Favorit war nur dre Jahre alt.

Beim Verkauf würde Franz massive Verluste machen. Ein Gebrauchter würde vielleicht 20.000 bringen, höchstens 15 000 Verlust für eine Maschine, die praktisch neu war. Option 3: Erhöhe die Produktivität. Mehr Kühe, mehr Milch, mehr Einkommen. Aber das würde wieder Investitionen bedeuten, mehr Futter, vielleicht Stallumbau und vor allem mehr Arbeit.

Franz wählte Option 3. Er konnte das Erbe nicht verraten und den Favorit herzugeben, nachdem sein Vater so viel dafür geopfert hatte, war undenkbar. Im September kaufte Franz sechs zusätzliche Kühe. Auf Kredit natürlich 8000 Mark von der Reifeisenbank zu den neuen höheren Zinsen.

Seine Herde wuchs von 20 auf 26 Kühe. Mehr Kühe bedeuteten mehr Milch theoretisch, aber es bedeutete auch mehr Arbeit. Franz stand jetzt jeden Morgen um Uhr auf zu melken. Seine Frau Waltraut half, obwohl sie eigentlich die drei kleinen Kinder versorgen mußte. Die älteste Tochter, gerade 10 Jahre alt, musste nach der Schule im Stall mithelfen.

Anton hörte davon durch die Dorfgemeinschaft. Beim Stammtisch im goldenen Löwen sprachen die Leute darüber. Der Franz treibt sich in den Ruinen, sagte einer der älteren Bauern, der Maurasep. noch mehr Schulden auf alte Schulden. “Was soll er denn machen?”, verteidigte ihn ein anderer. “Die Bank sitzt ihm im Nacken. Er hätte das Erbe ausschlagen sollen”, sagte der Maurasep. “Mit 60.

000 Mark Schulden anfangen, das ist Wahnsinn.” Anton saß still in der Ecke und sagte nichts. Er wusste nicht, was richtig gewesen wäre. Franz war Familie, aber Franz Entscheidungen schienen ihn immer tiefer in ein Loch zu treiben. Im Oktober bei der Kartoffelernte traf Anton Franz auf dem Feld. Franz sah müde aus, Jahre älter als seine 34.

“Du siehst fertig aus”, sagte Anton. “Bin ich auch”, gab Franz zu. 26 Kühe, zweimal täglich melken, die Felder bestellen, Reparaturen. Ich komme kaum noch zum Schlafen. Kann ich dir helfen? Franz schüttelte den Kopf. Danke, aber ich muss das allein schaffen. Wenn ich Hilfe einstelle, kostet das wieder Geld. Sie arbeiteten eine Weile schweigend nebeneinander her.

Antons Farmer 2 zog einen Kartoffelroder. Franz Favorit, einen breiteren, moderneren. “Dein Traktor ist wirklich beeindruckend”, sagte Anton nach einer Weile. Franz lächelte zum ersten Mal. Ein mühes Lächeln. Ja, er ist großartig. Wenn ich könnte, würde ich den ganzen Tag nur damit fahren. Dann wurde sein Gesicht wieder ernst.

Aber manchmal frage ich mich, ob mein Vater die richtige Entscheidung getroffen hat. Wie meinst du das? Dein Vater hat dir einen schuldenfreien Hof hinterlassen. Meiner hat mir den besten Traktor im Landkreis hinterlassen, aber dafür Schulden, die ich vielleicht nie abbezahlen kann. Was ist wertvoller? Anton wusste keine Antwort darauf.

Der Winter 197374 war hart, nicht nur wegen des Wetters. Die Ölkrise erreichte ihren Höhepunkt. Sonntagsfahrverbote wurden verhängt, um Benzin zu sparen. Die Wirtschaft rutschte in eine Rezession. Die Preise für landwirtschaftliche Produkte stagnierten, während die Kosten weiterstiegen. Franz kämpfte. Jeden Monat war ein Kampf.

Die Raten zusammen U bekommen. Manchmal schaffte er es, manchmal nicht. Die Bank wurde ungeduldiger. Obermeier lud ihn mehrmals zu Gesprächen ein, die im Grunde Drohungen waren. Zahlen sie oder wir müssen Maßnahmen ergreifen. Im Februar 1974 hatte Franz einen Unfall. Beim Füttern der Kühe rutschte er auf dem eisigen Stallboden aus und brach sich den rechten Arm. Sechs Wochen gib’s.

Sechs Wochen, in denen er kaum arbeiten konnte. Waldraut versuchte den Betrieb am Laufen zu halten, aber sie war überfordert. Die Nachbarn halfen so gut sie konnten. Anton kam mehrmals die Woche rüber nach Feierabend, half beim Melken beim Füttern. “Du musst das nicht tun”, sagte Franz, der Arm in der Schlinge, hilflos zusehend.

“Doch”, sagte Anton, “du bist Familie.” Aber selbst mit Hilfe war es schwierig. Die Milchleistung ging zurück, weil die Routine gestört war. Zwei Kühe wurden krank. Mastitis, eine Euterentzündung. Der Tierarzt musste kommen. Antibiotika 150 Mark. Im März, als Franz Arm endlich geheilt war, war er drei Monate mit den Kreditraten im Rückstand.

Die Bank drohte mit Zwangsvollstreckung. Franz saß an seinem Küchentisch, Unterlagen überall verstreut und versuchte einen Ausweg zu finden. Es gab keinen. Er musste verkaufen, aber nicht Land, nicht das Familienerbe. Er musste den Fend Favorit verkaufen. Im April 1974 kam Anton zu Franz Hof. Franz hatte ihn angerufen, hatte gefragt, ob er vorbeikommen könnte.

Der Fendavorit stand vor der Scheune, gewaschen und poliert. Franz stand daneben, die Hände in den Taschen. “Ich verkaufe ihn”, sagte Franz ohne Präambel. Anton nickte langsam. “An wen?” “An den Meiererhof. Die haben 50 Hektar. Die brauchen so einen starken Traktor. Sie zahlen 22 000 Mark.” 22 000 für eine Maschine, die vor 4 Jahren 35 000 gekostet hatte.

13000 Mark Verlust. Was wirst du stattdessen fahren? Ich habe einen gebrauchten Deutz D60 gefunden von 1968, gut erhalten. 8000 Mark 40 PS, nicht so viel wie der Favorit, aber genug. Anton rechnete- 8000 Mark. Damit konnte Franz einen großen Teil seiner Schulden tilgen. “Es ist die richtige Entscheidung”, sagte Anton leise.

Franz nickte, aber seine Augen glänzten feucht. “Mein Vater hat sich so sehr gewünscht, dass ich mit diesem Traktor arbeite. Er war so stolz darauf. Und jetzt keine vier Jahre später muss ich ihn verkaufen. Dein Vater würde verstehen, er würde wollen, dass du überlebst, nicht dass du wegen einer Maschine untergehst. Vielleicht.

Der Verkauf wurde im Mai abgeschlossen. Der Fend Favorit fuhr vom Hof, gesteuert von einem der Meersöhne, die ihn mit breitem Grinsen in Empfang genommen hatten. Franz stand da und sah zu, wie die grüne Maschine um die Ecke verschwand. Dann drehte er sich um und ging zu seinem neuen Deutz D60. Ein solider Traktor, grün lackiert, mit den charakteristischen luftgekühlten Deutzzylindern.

40 Pferdestärken, nur die Hälfte des Favorit, aber ehrlich, zuverlässig, bezahlbar. Franz stieg auf, ließ den Motor an. Der vertraute Klang des luftgekühlten Diesels erfüllte den Hof. Es war ein guter Klang. Ein ehrlicher Klang. Denkt ihr, dass Franz die richtige Entscheidung getroffen hat? Hättet ihr den Traktor früher verkauft oder versucht durchzuhalten? Schreibt eure Gedanken in die Kommentare.

Mit den 14 000 Mark aus dem Traktorverkauf zahlte Franz den Privatkredit von Josef Meer komplett ab 8000 Mark und einen Teil des Bankkredits. Seine Gesamtschuld sang von fast 60.000 auf etwa 38 000 Mark. Seine monatliche Belastung reduzierte sich von 700 auf 450 Mark immer noch hoch, aber handhabbar. Der Sommer 1974 brachte eine gute Ernte.

Die Weizenpreise erholten sich leicht. Die Ölkrise begann abzuklingen. Die stabilisierten sich. Sowohl Anton als auch Franz hatten ein besseres Jahr als das vorherige. Beim Stammtisch im September saßen sie wieder zusammen. “Wie ist der Deutz?”, fragte Anton. Gut”, sagte Franz, “nicht so stark wie der Favorit.

Klar, ich brauche länger für dieselbe Arbeit, aber er ist sparsam, zuverlässig und vor allem er ist fast bezahlt. Noch zwei Monate, dann gehört er mir.” Du kommst aus dem gröbsten raus. Langsam, sehr langsam, aber ja, ich glaube, ich überlebe. Anton hob sein Bierglas. Auf das Überleben. Franz stieß an. Auf das Überleben. Die Jahre vergingen 1975, 1976 1977.

Franz arbeitete hart, zahlte stetig seine Schulden ab. Es war kein leichtes Leben. Jeder Monat war knapp kalkuliert. Jede unerwartete Ausgabe eine kleine Krise. Aber er überlebte. Anton führte seinen Hof weiter wie gehabt. Keine dramatischen Veränderungen, keine großen Risiken.

Er ersetzte 1976 seinen alten Fan Farmer 2 durch einen gebrauchten Fan Farmer 3 von 196935 PS mehr Hydraulikkraft. Er zahlte bar 12000 Mark. Die beiden Cousins entwickelten eine engere Beziehung als je zuvor. Die Prüfungen der letzten Jahre hatten sie zusammengeschweißt. Sie halfen einander bei der Ernte, liehen sich Maschinen, tauschten Ratschläge aus.

1978, 5 Jahre nach dem Tod ihrer Väter, saßen sie wieder zusammen, diesmal bei Anton auf dem Hof. Es war ein warmer Sommerabend und sie tranken selbstgemachten Apfelmost. Tony, sagte Franz, darf ich dich etwas fragen? Klar. Bereust du manchmal, daß dein Vater dir keinen moderneren Hof hinterlassen hat? Keine größeren Maschinen, mehr Land? Anton dachte lange nach.

“Nein”, sagte er schließlich. “Mein Vater hat mir etwas viel wertvolleres hinterlassen.” “Was? Freiheit. Ich bin niemandem etwas schuldig. Wenn ich morgens aufwache, muss ich nicht als erstes daran denken, wie ich die Kreditrate zusammenbekomme. Ich kann Entscheidungen treffen, basierend auf dem, was für den Hof richtig ist, nicht basierend auf dem, was die Bank will. Das ist unbezahlbar.

Franz nickte langsam. Ich beneide dich darum. Aber weißt du was? Ich bin auch dankbar für das, was mein Vater mir beigebracht hat. Was hat er dir beigebracht? Schulden zu machen? fragte Anton mit einem leichten Lächeln, um den Stachel aus den Worten zu nehmen. “Nein”, sagte Franz ernst. “Er hat mir beigebracht, was es bedeutet, zu kämpfen, durchzuhalten, auch wenn es aussichtslos scheint.

Ich habe gelernt, was ich wirklich aushalten kann und ich habe gelernt auf die harte Tour, was wirklich wichtig ist. Nicht die größte Maschine, nicht der meiste Prestige, sondern dass man durchkommt, dass man seine Familie ernährt, dass man das Land bewahrt. Das hast du geschafft. Noch nicht ganz. Ich habe noch 20.000 Markschulden, aber in 5 Jahren, vielleicht sieben, bin ich durch.

Und dann Tony, dann bin ich, wo du bist. Schuldenfrei. Laut landwirtschaftlichen Berichten der deutschen Bundesbank dauerte es für Betriebe, die in den frühen 70er Jahren hohe Schulden aufgenommen hatten, im Durchschnitt 12 bis 15 Jahre, um schuldenfrei zu werden, wenn sie es überhaupt schafften.

Viele schafften es nicht. Die Zahl der Betriebsaufgaben stieg weiter. Zwischen 1973 und 1983 gab es in Bayern allein über 30.000 Betriebsaufgaben. Das waren nicht einfach Statistiken, das waren Familientragödien. zerbrochene Träume, verkauftes Erbe. Franz hatte Glück gehabt, in gewissem Sinne. Er hatte rechtzeitig erkannt, dass er sein Pferd wechseln musste.

Der Verkauf des Fend Favorit war schmerzhaft gewesen, aber er hatte ihn gerettet. Andere waren nicht so klug oder nicht so glücklich. Im Frühjahr 1979 erfuhr Dorf, dass der Meiererhof, derselbe Hof, der Franz Fend Favorit gekauft hatte, in ernsthafte Schwierigkeiten geraten war. Sie hatten zu viel expandiert, zu viel investiert und dann kam ein katastrophales Jahr mit Ernteausfällen und krankem Vieh.

Die Bank zwangsvoll streckte. Der Hof wurde versteigert. Bei der Versteigerung Anton und Franz gingen beide hin. Mehr aus Neugier und Mitgefühl als aus Kaufinteresse. Sahen sie, wie der Fend Favorit 10s wieder verkauft wurde. Für 16 000 Mark diesmal an einen Großbetrieb aus dem Nachbarlandkreis. Das ist der Traktor, für den mein Vater bezahlt hat”, flüsterte Franz Anton zu.

“Ne Jahre später ist er noch 16000 wert. Er hat in 9 Jahren mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Maschinen verlieren immer an Wert”, sagte Anton. “Land nicht. Land wird wertvoller.” Das war eine der großen Lektionen dieser Era. Die Landwirtschaftspolitik, die Banken, die Maschinenhändler, alle hatten die Landwirte gedrängt, in Technik zu investieren, zu modernisieren, zu mechanisieren.

Aber Maschinen waren vergängliche Güter. Sie verloren an Wert, sie brauchten Wartung, sie wurden überholt von neueren Modellen. Land hingegen Land blieb. Land wurde wertvoller. Ein Hektar Land, der 1960 3000 Mark gekostet hatte, war 1980 8000 wert. Wer in Land investiert hatte, hatte ein Vermögen aufgebaut.

Wer nur in Maschinen investiert hatte, oft nur Schulden. Abonniert den Kanal für mehr Geschichten vom alten Land. Ich recherchiere jede Woche aufwendig, um euch authentische lehrreiche Geschichten aus der deutschen Agrargeschichte zu bringen. Geschichten, die auf echten Ereignissen und echten Lektionen basieren. 1982 zahlte Franz seine letzte Kreditrate ab.

Er war 48 Jahre alt, 14 Jahre nach dem Tod seines Vaters. 14 Jahre harter Arbeit, Entbehrung, Kampf. Er feierte nicht groß. Er ging zur Bank, zahlte die letzte Rate und ließ sich die Bestätigung geben, vollständig beglichen. Dann ging er nach Hause zu seinem Hof, der jetzt wirklich ihm gehörte.

Kein Kredit mehr, keine Schulden. Der Hof war frei. Am Abend kam Anton vorbei mit einer Flasche Schnaps. Sie saßen in Franz, Stube und tranken schweigend. Du hast es geschafft”, sagte Anton. “Ja”, sagte Franz. “Aber zu welchem Preis?” “14 Jahre. Meine Kinder sind aufgewachsen und ich habe kaum Zeit für sie gehabt.

Meine Frau hat sich aufgeopfert. Ich bin grau geworden. Aber du hast den Hof bewahrt, das Erbe deines Vaters, deines Großvaters.” “Ja”, sagte Franz wieder. Dann schwieg er lange. Schließlich fügte er hinzu: Tony, darf ich dir etwas sagen? Natürlich. Dein Vater war weiser als meiner. Anton schüttelte den Kopf. Nein, die Zeiten waren anders.

Mein Vater hat in den 50 Ern und 60 Ern gelebt, als die Lehren der Kriegszeit noch frisch waren. Dein Vater hat im Wirtschaftswunder gelebt, als alle dachten, die guten Zeiten würden ewig dauern. Beide haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Aber das Resultat, das Resultat ist, dass wir beide hier sitzen, beide mit schuldenfreien Höfen.

Ich bin auf dem einfacheren Weg dorthingekommen. Ja, aber du hast etwas gelernt, was ich nie lernen musste. Du hast gelernt zu kämpfen und diese Lektion gibst du an deine Kinder weiter. Franz, ältester Sohn, Ludwig benannt nach dem Großvater, war zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt. und übernahm mehr und mehr Verantwortung auf dem Hof.

Er hatte den Kampf seines Vaters miterlebt, hatte gesehen, wie hart es sein konnte. “Weißt du, was Ludwig mir letzte Woche gesagt hat?”, fragte Franz. “Was?” Er hat gesagt: “Vater, wenn ich den Hof übernehme, werde ich nie wieder einen Kredit aufnehmen, nie wieder Schulden machen. Ich habe gesehen, was es dir angetan hat.” Anton lächelte.

Dann hat dein Kampf sich gelohnt. Du hast ihm die wichtigste Lektion beigebracht. Die Geschichte von Anton und Franz illustriert eine fundamentale Spannung in der deutschen Landwirtschaft der Nachkriegszeit. Eine Spannung, die bis heute existiert. Auf der einen Seite steht der Druck zur Modernisierung, zur Expansion, zum Wachstum.

Wachsen oder Weichen war das Mantra der 60er und 70er Jahre und es bleibt relevant bis heute. Auf der anderen Seite steht die Weisheit der Vorsicht, des langsamen Wachstums, der soliden Finanzierung. Beide Ansätze können funktionieren. Manche Landwirte expandierten erfolgreich, nahmen Kredite auf, investierten klug und bauten profitable Großbetriebe auf.

Das war kein falscher Weg, aber viele zu viele scheiterten. Sie expandierten zu schnell. nahmen zu viele Schulden auf, kalkulierten zu optimistisch und wenn dann ein schlechtes Jahr kam, eine Krise, steigende Zinsen, sinkende Preise, hatten sie keinen Puffer. Sie gingen unter. Die Statistiken sind eindeutig.

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Bayern sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen 1960 und 1990 von über 400.000 auf unter 200.000. Das war nicht nur Strukturwandel, das waren hunderttausende Familiendramen. Habt ihr selbst oder eure Familien ähnliche Erfahrungen gemacht? Teilt eure Geschichten in den Kommentaren.

Diese Erinnerungen sind wertvoll und sollten bewahrt werden. Anton Huber führte seinen Hof bis 1995, als er ihn mit 57 Jahren an seinen Sohn Georg übergab. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Hof 40 Hektar. Er hatte langsam über die Jahre einige angrenzende Parzellen gekauft, immer bar bezahlt. Der Maschinenpark war bescheiden, aber funktional.

Und vor allem der Hof war schuldenfrei, wie er es immer gewesen war. Seit 1961. Franz Huber führte seinen Hof bis 1998, als er ihn mit 65 an Ludwig übergab. Der Hof hatte immer noch 28 Hektar. Franz hatte nie expandiert, nie mehr riskiert, aber auch er war schuldenfrei. Und Ludwig, der die harten Jahre seines Vaters miterlebt hatte, führte den Hof weiter in diesem Geist.

Vorsichtig, solide, ohne Schulden. Die beiden Höfe existieren noch heute. Sie sind keine Großbetriebe, keine modernen Agrarfabriken. Aber sie überleben Generation um Generation, weil sie auf einem soliden Fundament gebaut sind. Das ist vielleicht die tiefste Lektion aus dieser Geschichte. In der Landwirtschaft wie im Leben geht es nicht darum, wer am schnellsten wächst oder die größten Maschinen hat.

Es geht darum, wer überlebt, wer das Land bewahrt über Generationen, wer die schlechten Jahre übersteht, um die Guten zu genießen. Georg Huber, Antons Vater, hatte das verstanden. Er hatte seinem Sohn nicht den größten Hof oder die modernsten Maschinen hinterlassen, aber er hatte ihm Freiheit hinterlassen, die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, ohne den Druck der Schulden.

Ludwig Huber, Franz Vater, hatte das nicht verstanden, oder vielleicht hatte er es verstanden, aber sich von den Versprechungen der Moderne verführen lassen. Er hatte seinem Sohn einen Fend Favorit hinterlassen, einen wunderschönen mächtigen Traktor. Aber er hatte ihm auch Schulden hinterlassen, die fast seinen Ruinen bedeutet hätten.

Am Ende überlebten beide Söhne, beide Höfe, aber auf sehr unterschiedlichen Wegen. Wenn ich diese Geschichte mit einer Lektion abschließen müsste, wäre es diese Erbe ist mehr als Land und Maschinen. Erbe ist auch Weisheit, Werte, Prinzipien. Ein Vater, der seinem Sohn beibringt, ohne Schulden zu leben, hinterlässt ihm vielleicht das wertvollste Erbe von allen.

Aber ein Vater, der seinem Sohn unbeabsichtigt beibringt zu kämpfen, durchzuhalten, aus Fehlern zu lernen, der hinterlässt ihm auch etwas Wertvolles. Manchmal sind die härtesten Lektionen die wertvollsten. Anton und Franz, diese beiden Cousins, repräsentieren zwei Wege durch das Leben.

Keiner ist absolut richtig oder falsch. Beide haben ihre Würde, beide ihre Lektionen und beide Höfe stehen heute noch Denkmäler für die Beharlichkeit, die Weisheit und den Kampfgeist der deutschen Bauern. Schreibt in die Kommentare, welche Lektionen ihr aus dieser Geschichte zieht. Glaubt ihr, dass schuldenfreies Erbe wichtiger ist als modernste Ausrüstung oder gibt es Situationen, in denen Schulden gerechtfertigt sind? Eure Diskussionen helfen, diese wichtigen Fragen lebendig zu halten.

Diese Geschichten dürfen nicht vergessen werden. Sie sind Teil unseres ländlichen Erbes, Teil der deutschen Agrargeschichte, die die Grundlage für unseren heutigen Wohlstand gelegt hat. Jede Woche recherchiere ich aufwendig durch Forste Archive, spreche mit Zeitzeugen, um euch authentische lehrreiche Geschichten zu bringen.

Geschichten, die nicht nur unterhalten, sondern auch lehren, die nicht nur von der Vergangenheit erzählen, sondern auch für die Gegenwart relevant sind. Abonniert den Kanal Stimmen vom alten Land für mehr solcher Geschichten. Teilt dieses Video mit euren Familien, besonders mit der älteren Generation, die diese Zeiten vielleicht selbst erlebt hat und schreibt in die Kommentare eure Erinnerungen, eure Geschichten, eure Lektionen.

Zusammen bewahren wir dieses wichtige Erbe für die nächsten Generationen.