Die Nationalsozialisten bauten an einem tausendjährigen Reich. Doch wer genau setzte die wahnsinnigen Pläne der NS-Führer in die Tat um und für wen war all dies bestimmt? Göbbels, dieser propagandistische Sprachrohr des Nationalsozialismus, behauptete, dass alles für die Deutschen und um der Deutschen Willen geschehe für die Zukunft Deutschlands.

Welche Zukunft bereiteten die Nazis also ihrem Vaterland vor? Und in was wollten sie die Deutschen selbst verwandeln? Dorotea Binz. Im Konzentrationslager Ravensbrück diente eine gewisse Dorothea Binz, ein gewöhnliches deutsches Mädchen, das nach Schulabschluss der Hilfsabteilung der SS beitrat. Damals taten viele junge Deutsche dies.

Anfangs war sie eine gewöhnliche Tellerwäscherin in der SS-Kantine. Doch die junge Dorothea hatte Ehrgeiz und Karriereambitionen. Man schickte sie zur Ausbildung als Aufseherin im Konzentrationslager. Sie lernte erfolgreich hier in Ravensbrück und bewies der Führung schnell, dass sie zu vielem fähig war. Bereits 194 wurde sie Aufseherin des Strafbunkers des Konzentrationslagers für Häftlinge, die sich etwas zu Schulden kommen ließen.

Die Inhaftierung im Bunker kam einem Todesurteil gleich. Lebend kamen von dort nur selten Menschen heraus. Dorothea bemühte sich sehr, die Anzahl der überlebenden Häftlinge im Isolator zu reduzieren und ihre Bemühungen blieben nicht unbemerkt. Die Führung bemerkte und schätzte dies und 1943 ernannte man Binz zur Oberaufseherin des Konzentrationslagers.

In ihren Händen lagen die Schicksale und Leben vieler tausender Häftlinge dieser Vernichtungsanlage und in dieser Position entfaltete Bin ihre volle Brutalität. Bin konnte physiologisch nicht an einer Gefangenen vorbeigehen, ohne sie zu schlagen. Sie hatte immer eine Peitsche oder einen Knüppel bei sich, manchmal einfach einen Stock und zwingend einen aggressiven Hund.

Eine der Gefangenen erschlug sie in einem Wutanfall und solche Anfälle hatte sie ziemlich häufig, mit einer Spitzhacke, die ihr gerade zur Hand war. Außerdem liebte Dorothea es mit dem Fahrrad zu fahren, mit dem sie Orte besuchte, wo Häftlinge arbeiteten. Dabei fuhr sie immer in eine der Gefangenen hinein, wie zufällig, worüber sie sehr lachte. So waren ihre Scherze.

Oft befahl sie Häftlingen zu ihr in ein separates Büro oder eine leere Zelle zu kommen. Dort schloss sich Binz ein, zwang die Gefangenen sich auszuziehen und begann die Unglücklichen zu quälen. Sie schlug mit der Peitsche und beging andere Grausamkeiten. Wie sie im engen Kreis ihrer Kollegen Aufseherinnen gestand, verschaffte ihr das ein Gefühl seelischer Befriedigung.

Irmer Gr. Eine weitere Aufseherin namens Irmergrese hinterließ ihre blutige Spur gleich in drei Konzentrationslagern Ravensbrück, Auschwitz und Bergenbelsen. Sie verdiente sich durchaus ihre Spitznamen Blonder Teufel und schönes Ungeheuer. Die Lieblingsbeschäftigung dieses NSHenkers im Rock waren Misshandlungen, Hetzen mit Hunden und das Erschießen von Häftlingen.

Bei ihr war immer eine Peitsche und ein hungriger Hund. manchmal auch zwei. Die Peitsche war nach ihrer Spezialbestellung aus geflochtenem Leder gefertigt. Außerdem trug sie schwere Stiefel, mit denen sie bereits am Boden liegende Menschen zu Tode trat. Über Männer machte sich Gr ebenfalls gerne lustig, obwohl sie Aufseherin des Frauensektors war.

Auf ihre Bitte hin lieferten ihr Aufseher aus dem Männersektor männliche Häftlinge, die sie entkleidete und schlug. Besonders gefiel es ihr, Männer an intimen Stellen zu greifen und ihnen sehr weh zu tun. Ihre hungrigen Hunde trainierte sie so, dass sie sowohl Männer als auch Frauen angriffen. Das amüsierte sie sehr.

Man sagt, sie habe mit allen Wachen und Aufsehern der Konzentrationslager geschlafen, in denen sie arbeitete. Offenbar ebenfalls zur seelischen Befriedigung. Kolleginnen, Aufseherinnen, von denen viele selbst nicht durch Unschuld und Enthaltsamkeit glänzten, nannten Gr untereinander dennoch eine unersättliche Person, Jenny Wander Barkmann.

Jenny Wander Bkman, ein ehemaliges Fotomodell, entschied sich für eine Karriere als Lageraufseherin. Ab Januar 1944 diente sie im Konzentrationslager Stutthof. Das Lager war klein. Dennoch konnte Bmann hier ihre sadistischen Fantasien entfalten. Ebenso wie die oben beschriebenen Personen liebte Jenny Wander es Häftlinge zu quälen.

Viele schlug sie zu Tode. Außerdem wählte sie Häftlinge für die Gaskammern aus. Von ihr hing ab, ob ein Mensch noch einen Tag leben würde oder nicht. Offenbar brachte ihr auch diese Macht über Leben und Tod der Menschen Befriedigung. Manchmal konnte sie mehrmals vor einer Reihe von Häftlingen auf und abgehen und mit dem Finger auf die von ihr ausgewählten Gefangenen zeigen, was für diese ein Urteil bedeutete.

Dann kehrte sie zurück und wenn sie zum zweiten oder dritten Mal an einer Gefangenen vorbeiging, drehte sie sich plötzlich zu ihr um, zeigte mit dem Finger auf sie und sagte:”Und auch.” Für sie war das ein Spiel, eine solche Unterhaltung. Man nannte sie das rote Gespenst, aber oft auch tödliches Gespenst, weil sie den Menschen den Tod brachte.

Ilse Koch, die Ehefrau des Kommandanten der Konzentrationslager Sachsenhausen, Buchenwald und Maidanik des SS Standatenführers Karl Koch Ilsekoch war ebenfalls eine wahrhafte Arierin, gnadenlos gegenüber den Feinden des Reiches. Absolut gnadenlos, denn alle Feinde sah Koch in den Häftlingen vor ihr und ihrem Mann.

Ilse liebte es in den Sachen der Neuankömmlinge im Lager zu wühlen. Als First Lady des Konzentrationslagers konnte sie sich gefallende Dinge aneignen und sich selbst, ihren Mann und ihre Kinder damit kleiden. So eine fürsorgliche und häusliche deutsche Familienmutter. Außerdem liebte Ilse es bei Verhören und Folterungen von Häftlingen anwesend zu sein.

Offenbar erregte sie das seelisch. Sie selbst scheute sich nicht über Häftlinge zu spotten. Aus irgendeinem Grund interessierten sie die intimen Bereiche der Unglücklichen. Dem Fräulein gefiel es, den Gefangenen große körperliche Schmerzen zuzufügen, indem sie auf die Körper der Opfer einwirkte. Koch gefielen Gegenstände aus Menschenhaut.

Man gab ihr sogar den Spitznamen Frau Lampenschirm. Man sagt, sie habe selbst an der Bearbeitung der von Häftlingen abgezogenen Haut teilgenommen. Ilse Koch hatte noch einen weiteren Spitznamen. Die Hexe von Buchenwald, Maria Mandel. Die Leiterin der Frauenabteilung der Lager Auschwitz Birkenau, Maria Mandel genannt Das Ungeheuer, war verantwortlich für den Tod von mehreren hunderttausend Häftlingen.

Mandel war Musikliebhaber. Auf ihre Initiative hin wurde ein Orchester geschaffen, das jede neue Gruppe von Häftlingen mit Musik empfing. Ein guter Musiker hatte eine Chance unter den Bedingungen des Konzentrationslagers zu überleben. Musikalische Frauen siedelte Mandel in einer separaten Sektion der Baracke an, wo sie von allen anderen Arbeiten befreit wurden und relativ gut ernährt wurden.

Eine mehr oder weniger erträgliche Behandlung erfuhren auch die Mädchen aus dem Lagerbordell. Alle anderen Häftlinge waren jedoch zu Entbehrungen und schnellem Tod verurteilt. Mandel hatte noch eine weitere Schwäche. Sie liebte es mit Menschen wie mit Tieren zu spielen. Das heißt, sie konnte jemanden von den Häftlingen, der ihr aus irgendeinem Grund gefiel, an sich heranziehen.

Das konnte ein Mädchen, eine Frau mit Kind oder ein einzelnes Kind sein. Maria Mandel begann sich um eine solche Häftling oder einen kleinen Häftling zu kümmern. fütterte sie gut, kleidete sie schön, ging mit ihnen spazieren. Doch ein solches Paradies für die Häftlinge dauerte nicht lange. Wenn ihr der Mensch langweilig wurde, schickte sie ihn im besten Fall zurück in die Baracke, öfter jedoch in die Gaskammer.

Auf diese niederträchtige Weise verfuhr sie mit etwa hundert Häftlingen. Mandel beendete ihren Dienst als Leiterin des Frauensektors des Konzentrationslagers Dachau. Mandel wurde im August 1945 von den Amerikanern verhaftet. Im November 1946 übergaben die Amerikaner sie auf deren Anfrage an die Polen. Im Dezember 1947 verurteilte ein polnisches Gericht sie zum Tode.

Im Januar 1948 wurde Mandel gemäß dem Gerichtsurteil im Krakauer Gefängnis gehängt. Diese Liste könnte man noch ziemlich lange fortsetzen. Sie haben nur einige Beispiele von scheinbar gewöhnlichen Frauen betrachtet, die sich in Ungeheuer verwandelten.