bloßzustellen oder in irgendeiner Form   zu riskieren. Ich habe meine Kinder.   [musik]   Als Thomas Gotschak Ende November 2024   die Bühne bei der Bambi Verleihung   betrat, sahen Millionen Zuschauer einen   Mann, der nicht mehr der war, den sie   kannten. Seine Bewegungen wirkten   unsicher. Seine Worte [musik]   verhaspelten sich.

 

 Sein legendäres   Lächeln schien angest und künstlich. Nur   zwei Wochen später bei der Romal ein   Kidsbühl zitterte seine [musik] Stimme.   Er wirkte desorientiert fast verloren   auf einer Bühne, die jahrzehntelang sein   Zuhause gewesen war. Die Reaktionen   [musik] in den sozialen Medien waren   gnadenlos.

 

 Manche sprachen von Alkohol,   andere von Demenz, wieder andere von   einem peinlichen Abgang einer   einstgroßen Karriere. Doch was niemand   wusste, in diesem Moment [musik] kämpfte   Thomas Gottschalk bereits seit Monaten   einen verzweifelten Kampf, einen Kampf   gegen einen Feind, der in seinem Körper   wütete, während die Welt ihn   verurteilte.

 

 Erst Tage später, als die   Häme ihren Höhepunkt erreicht hatte,   legte er die Karten [musik] auf den   Tisch. Ich glaube, es wird Zeit, dass   wir die Karten auf den Tisch legen. Ich   habe [musik] Krebs. Mit diesen Worten   enthüllte der 75-Jährige ein Geheimnis,   das sein Leben für immer verändert   hatte.

 

 Und die Diagnose, die er nannte,   ließ selbsterfahrene Mediziner   erschaudern. Epitloides Angiosakum. Ein   Tumor [musik] so selten, so aggressiv   und so tödlich, dass die meisten Ärzte   ihn nur aus Lehrbüchern kennen. Für   Generationen war Thomas Gottschalk   [musik] mehr als nur ein   Fernsehmoderator. Er war das vertraute   Gesicht eines Samstagabends, ein Mann   mit goldenem Haar und einer   ungezwungenen Leichtigkeit, die selbst   die schwersten Tage heller wirken ließ.

 

  Seine Karriere begann bescheiden im   [musik] Radio, doch schon bald eroberte   er die größten Bühnen des Landes mit   Wetten, dass er je   die Innen schrieb er Fernsehgeschichte   [musik] und prägte einen Stil, der bis   heute unerreicht bleibt. Gotschalk stand   für Humor, Spontanität und eine Form von   Menschlichkeit, die das Publikum nie als   Inszenierung empfand.

 

 Er war der   Entertainer, der die Distanz zwischen   Zuschauer und Bühne [musik] aufhob, ein   Symbol für Lebensfreude und das Gefühl   von Verlässlichkeit. Genau deshalb traf   die Nachricht über seine Erkrankung das   Land so tief, denn plötzlich stand der   Mann, [musik] der scheinbar   unerschütterlich war, selbst vor einer   Grenze, die nicht mit Lächeln und Scham   zu überwinden ist.

 

 Der Mann, der   Millionen durch schwere Zeiten begleitet   hatte, musste nun selbst durch die   dunkelsten Stunden [musik] seines Lebens   gehen und die Krankheit, die ihn   befallen hatte, war keine gewöhnliche.   Das Epithloide Angiosakom zählt zu den   seltensten Krebsarten überhaupt. In   Deutschland werden [musik] jährlich nur   etwa 40 bis 50 neue Fälle   diagnostiziert.

 

 Es entsteht direkt in   den Blutgefessen und tanzt [musik] sich   lange Zeit als etwas Harmloses. Genau   dieser Trick macht es so gefährlich. Die   Zellen sehen unter dem Mikroskop fast   aus wie gesundes Gewebe. [musik]   Ärzte sprechen deshalb oft von einem   Meister der Tarnung, einem Gegner, der   im Verborgenen angreift.

 

 Bei Thomas   Gottschalk saß der Tumor tief im Becken   in einer Region, die von empfindlichen   Nerven und wichtigen Organen durchzogen   [musik] ist. Diese Lage erklärt die   massiven Schmerzen und die   langanhaltenden Störungen, die nach den   Eingriffen auftraten. Zwei große   Operationen, gefolgt [musik] von 33   Bestrahlungen, haben den Tumor   vollständig entfernt, doch der Preis war   hoch.

 

 Die Therapie [musik] hinterließ   Spuren, die sich in   Sprachschwierigkeiten, Zittern und   Erschöpfung äußerten. Alles Folgen einer   Krankheit, die oft erst entdeckt wird,   wenn sie bereits weit fortgeschritten   ist. Und selbst nach erfolgreicher   Behandlung bleibt dieser Krebs ein   Gegner, der jederzeit zurückkehren kann.   Ein Gegner, der nicht vergisst.

 

 Die fünf   Jahres Überlebensrate liegt bei dieser   Tumorform oft nur zwischen [musik] 20   und 35%.   Bei vielen Patienten tritt das Rezidiv,   also der Rückfall, innerhalb der ersten   zwei Jahre auf. eine Möglichkeit, die   nie ganz aus dem Raum verschwindet. Für   Thomas Gottschalt bedeutete das, selbst   nach den Operationen und Bestrahlungen   konnte er nie wirklich aufatmen.

 

 Zu   Beginn des [musik] Sommers 2024 bemerkte   Thomas Gotchark etwas, dass er zunächst   nicht einordnen konnte. Es waren diffuse   [musik] Schmerzen im Becken, mal leicht,   mal stechend, mal nur ein unangenehmes   Ziehen, das ihn beim Aufstehen [musik]   inne halten ließ. Er sprach nicht   darüber, weder vor Freunden noch vor   Kollegen, denn für ihn war es   selbstverständlich, dass [musik] ein   Mann seines Alters gelegentlich   Beschwerden hat.

 

 Doch die Schmerzen   wurden hartnäckiger. Sie tauchten nachts   auf, [musik] begleiteten ihn am Morgen   und ließen ihn bei Veranstaltungen   unmerklich langsamer werden. Die   Öffentlichkeit sah nur einen [musik]   Entertainer, der sich zeitließ, doch in   Wahrheit begann ein Prozess, der sein   Leben vollständig verändern sollte.

 

 Als   die Beschwerden stärker wurden,   entschloss er sich zu einer Untersuchung   [musik] zunächst widerwillig, fast so   als wolle er sich selbst nicht   eingestehen, dass etwas Ernstes dahinter   stecken könnte. Die ersten Befunde   ergaben wenig Klarheit. Die Ärzte sahen   Auffälligkeiten, [musik]   aber noch kein eindeutiges Bild.

 

 Erst   eine gezielte Biopsie brachte die   Wahrheit ans Licht. [musik] Das Ergebnis   traf ihn wie ein Schlag. Ein extrem   seltenes Epitheloidsangosom, [musik]   die Art von Diagnose, die   selbsterfahrene Mediziner innerhalten   lässt. Denn dieser Tumor zeigt sich erst   spät, greift schnell [musik] an und   lässt kaum Raum für abwarten oder hoffen   auf spontane Besserung.

 

 Gotchalk   reagierte auf die Diagnose mit [musik]   einer Mischung aus Schock und stillen   Pragmatismus. Er war sich bewusst, dass   jede Verzögerung das Risiko erhöhte.   Noch bevor die Nachricht [musik] die   Öffentlichkeit erreichte, stand bereits   der Termin für die erste Operation fest.   Der Eingriff war [musik] kompliziert und   dauerte 7 Stunden.

 

 Der Tumor saß tief im   Becken und hatte bereits [musik]   umliegendes Gewebe in Mitleidenschaft   gezogen. Die Chirurgen mussten   vorsichtig vorgehen, denn die Region ist   von empfindlichen Nerven durchzogen.   Jeder Millimeter [musik] entschiedt   darüber, ob ein Patient später ohne   Einschränkungen gehen oder sprechen   kann.

 

 Teile der Blase und des   Hahnleiters mussten entfernt werden.   Nach der ersten [musik] Operation folgte   eine Phase der Unsicherheit. Die Ärzte   hatten den Haupttumor entfernt. Doch bei   dieser Krebsart reicht das selten aus.   So groß ist die Gefahr, dass [musik]   winzige Zellen zurückbleiben. Noch   während Gotchak sich erholte, zeigten   weitere Untersuchungen, dass das   befallene Gewebe tiefer reichte als   angenommen.

 

 Ein zweiter Eingriff wurde   notwendig. Diesmal dauerte die Operation   sechs Stunden. Für einen Mann, der sein   Leben lang auf Bühnen stand, wirkte die   Aussicht auf eine erneute Operation   erschütternd. Sein Umfeld berichtete   später, dass er sich in diesen Wochen   ungewöhnlich ruhig verhielt, [musik]   fast zurückgezogen in sich selbst.

 

 Der   zweite Eingriff war noch komplexer.   Erneut mussten alle Nähte geöffnet   [musik] werden. Der Körper reagiert auf   solche Eingriffe oft mit erheblicher   Schwäche. Gotchalk musste lernen, seine   Kräfte neu einzuschätzen. Dinge, die   früher selbstverständlich waren,   benötigten plötzlich Zeit und   Konzentration.

 

 Nach den beiden großen   Operationen glaubten viele [musik]   Schlimmste Liege hinter Thomas   Gottschalk. Doch in Wahrheit begann erst   jetzt die Phase, die seinen Körper und   seinen Geist an die äußersten Grenzen   brachte. Die Ärzte wussten, dass ein   epithloides Angiosakom selbst nach einer   vollständigen Entfernung des sichtbaren   Tumors dazu neigt, unsichtbare Spuren im   Körper zu hinterlassen.

 

 Um das Risiko zu   verringern, musste eine radikale   Bestrahlungstherapie folgen. 33   Sitzungen, jede für sich eine Belastung,   die man [musik] nicht einfach wegsteckt.   Der Beckenbereich gehört zu den   empfindlichsten Zonen des menschlichen   Körpers, durchzogen von Nerven, die für   Gleichgewicht, [musik] Sprache und feine   Bewegungen wichtig sind.

 

 Jede   Bestrahlung brannte sich nicht nur in   das Gewebe, sondern auch in seine Kräfte   ein. Bereits nach den ersten Sitzungen   zeigten [musik] sich die Nebenwirkungen.   Müdigkeit, die sich wie eine schwere   Decke über den Tag legte, Schmerzen, die   sich nicht mit normalen [musik]   Medikamenten beherrschen ließen.

 

 Die   Ärzte entschieden daher auf starke   Opiate zurückzugreifen. Morphium ist ein   Mittel, das Schmerzen dämpft, [musik]   aber zugleich die Wahrnehmung verändert.   Für jemanden wie Gottschalk, der sein   Leben lang von Spontanität und geistiger   Klarheit lebte, war das eine besonders   harte Erfahrung.

 

 Unter der Wirkung   dieser Präparate verschwammen Gedanken.   Worte rutschten ineinander, Bewegungen   wurden unruhiger. Es war kein Alkohol,   keine Nachlässigkeit und auch kein   Zeichen von fehlender Professionalität.   Es war der sichtbare Ausdruck eines   Körpers, der gegen eine unsichtbare   Bedrohung ankämpfte.

 

 Der öffentliche   Auftritt, der später für Verwirrung   sorgte, entstand genau in [musik] dieser   Phase. Gotchalk sprach langsamer. Sein   Lächeln wirkte angestrengt und die Hände   zitterten leicht. Die Zuschauer sahen   einen Mann, der nicht mehr so souverän   wirkte wie früher. [musik] Was sie nicht   sehen konnten, war der Weg vom   Krankenhaus bis zur Bühne, der von   Schmerzmitteln begleitet wurde.

 

 Für ihn   war es ein Balanceakt zwischen   Verpflichtung, Leidenschaft und dem   Bedürfnis stark zu erscheinen. [musik]   Seine Frau Karina saß im Publikum und   verfolgte die Reaktionen mit Tränen   [musik] in den Augen. “Das war für mich   die Hölle, weil ich ja die Wahrheit   kenne”, sagte sie später. [musik] “Am   liebsten hätte ich jeden angeschrien.

 

  Nein, es geht uns nicht gut. Vor allem   Thomas geht es nicht gut. Er ist schwerk   krank. [musik] Viele bemerkten die   Veränderung, doch kaum jemand ahnte den   wahren Grund. Die sozialen Medien   explodierten mit Häme und Spott. Man   warf ihm vor, betrunken zu sein, nicht   [musik] mehr zurechnungsfähig, eine   Peinlichkeit.

 

 Niemand ahnte, dass dieser   Mann gerade eine [musik] der härtesten   Phasen seines Lebens durchlief. Die   Bestrahlungen selbst wurden zunehmend   belastender. Das Gewebe [musik]   reagierte gereizt, die Haut spannte, der   Körper verloren Gewicht. Ärzte erklärten   ihm, dass diese Reaktionen normal sein   und dass der Erfolg der Therapie erst   [musik] Wochen später sichtbar würde.

 

  Doch im Alltag bedeutete es, dass er   immer häufiger Pausen brauchte. [musik]   Aufstehen kostete Kraft. Konzentration   war an manchen Tagen kaum möglich. Er   musste lernen, auf Signale zu hören, die   er [musik] früher einfach ignoriert   hätte. Die psychische Belastung war   ebenfalls enorm.

 

 Gotschalk war es   gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen,   [musik] doch nun fand sein wichtigster   Kampf im Stillen statt. Er fuhr zu den   Bestrahlungen, setzte [musik]   sich in das enge Gerät und hörte das   monotone brummen, während er wusste,   dass jede [musik] Sitzung ein kleiner   Sieg war und gleichzeitig eine   Erinnerung an die Bedrohung, die über   ihm schwebte.

 

 Freunde berichten später,   dass er in dieser Zeit [musik] ernster   wurde, nicht verzweifelt, sondern   nachdenklicher. Er begann Prioritäten   neu zu ordnen. [musik] Gespräche wurden   ruhiger, sein Humor sanfter, fast wie   ein Schutzschild gegen die Unsicherheit.   Neben den körperlichen Nebenwirkungen   traten auch alltägliche   Herausforderungen [musik] auf.

 

 Die   Bestrahlung im Beckenbereich führt oft   zu Störungen, die das private Leben   betreffen. Der Gang zur Toilette wurde   schmerzhaft, der [musik] Schlaf unruhig.   Es sind Details, über die niemand gerne   spricht, doch sie prägen die Realität   vieler Patienten. Gott machte daraus   kein öffentliches [musik] Thema aus   Respekt vor sich selbst und aus dem   Wunsch heraus, nicht durch seine   Krankheit definiert zu werden.

 

 Als   [musik] die letzte Bestrahlung   abgeschlossen war, fühlte er keine   Erleichterung, sondern eine merkwürdige   Lehre. Es gibt Therapien, die man mit   einem klaren Abschluss verbinden kann.   Bei dieser Form von Krebs war es anders.   [musik] Die Behandlung war vorbei, doch   die Angst vor dem nächsten Befund blieb.

 

  Genau diese Unsicherheit macht das   Epitheloide Angiosakum so besonders   schwer zu bewältigen. Es ist ein Feind,   der verschwinden kann, ohne wirklich   besiegt [musik] zu sein. Sein   behandelnder Arzt, Professor Jürgen   Geschwend von der Technischen   Universität München, einer der [musik]   erfahrensten Experten für seltene Tumore   in Deutschland, erklärte die Situation   mit großer Offenheit.

 

 Der Tumor sei   vollständig entfernt worden. Die   Therapie habe genau das erreicht, was   [musik] medizinisch möglich war. Doch er   machte auch deutlich, daß ein   epithloides Angosarkom eine Art Gegner   ist, [musik] der nicht vergisßt. Ein   Gegner, der jederzeit zurückkehren kann,   wenn auch in anderer Form und an anderer   Stelle.

 

 “Wir nehmen an, dass [musik] die   Heilung erreicht wurde”, sagte Professor   Geschwend. Doch dieser vorsichtige   Optimismus trägt einen Schatten. Die   Statistik zeigt, dass die fünf Jahres   Überlebensrate [musik] bei dieser   Tumorform oft nur zwischen 20 und 35%   liegt. Bei vielen Patienten tritt das   Rezidiv innerhalb [musik] der ersten   zwei Jahre auf.

 

 Für Gottchark begann   damit der Teil der Erkrankung, der   weniger sichtbar, aber seelisch   besonders schwer wiegt. Der neue [musik]   Alltag richtete sich nach medizinischen   Plänen. Alle 8 bis 12 Wochen ein MRT   oder CT, alle drei Monate eine   vollständige Kontrolle, bei der   entschieden wird, ob der aktuelle   [musik] Zustand als stabil gilt oder ob   neue Maßnahmen erforderlich sind.

 

 Diese   Termine sind für Patienten oft   belastender als die Therapie selbst,   denn sie erinnern daran, dass der Kampf   nie endgültig [musik] vorbei ist. Man   fühlt sich gesund und gleichzeitig   verletzlich, frei und doch an eine   unsichtbare Uhr gebunden, die im   Hintergrund mitläuft. [musik] In den   Gesprächen, die später bekannt wurden,   beschrieb Gottchag diesen Zustand als   Zwischenwelt.

 

 Nicht krank und nicht   [musik] gesund, nicht besiegt und nicht   befreit. Es ist ein Zustand, in dem   jeder Tag zählt und indem die eigene   Stärke mit jeder Untersuchung auf die   Probe gestellt wird. Seine Frau Karina   sagte: “Erst in zwei Monaten wissen wir,   ob der Tumor komplett entfernt werden   konnte und ob nichts gestreut hat.

 

 Ich   darf den Gedanken gar nicht zulassen,   wie schlecht die Heilungschancen bei   dieser Krebsform [musik]   sind, sonst würde ich verrückt werden.   Die körperlichen Folgen der Erkrankung   waren ebenfalls nicht einfach   abzuschütteln. Der Beckenbereich ist ein   komplexes Zentrum für Nerven und   Muskeln.

 

 Auch nach erfolgreicher   Therapie können Störungen im   Gleichgewicht, im Gangbild oder in der   Feinmotorik auftreten. Bei Gottchalk   zeigten sich diese Effekte subtil, aber   spürbar. Er benötigte mehr Ruhepausen.   Er sprach langsamer an manchen Tagen,   weil die Belastung der Therapie seine   Stimme beeinflusst hatte. Die [musik]   Erschöpfung blieb ein ständiger   Begleiter, selbst lange nachdem die   Strahlentherapie beendet war.

 

 Doch was   viele überraschte, war seine Haltung.   Statt sich zurückzuziehen, wählte er   einen Weg, der Mut erfordert. Er begann   über seine Angst zu sprechen, nicht auf   dramatische Weise, sondern ruhig und   ehrlich. Er sagte einmal, dass die   Krankheit ihm gezeigt habe, wie dünn die   Linie zwischen Stärke und   Verletzlichkeit wirklich ist, dass   Erfolg und körperliche Unversehrtheit   [musik] niemals selbstverständlich sein   dürfen.

 

 Diese Offenheit gab seiner   Geschichte eine Tiefe, die viele   Menschen berührte, besonders diejenigen,   die selbst mit schweren Diagnosen zu   kämpfen haben. Als Thomas Gotschalk   [musik] im Dezember 2024 wieder vor die   Kameras trat, war sofort spürbar, dass   sich etwas verändert hatte. nicht in   seiner Stimme, die noch immer diese   [musik] vertraute Wärme trug und auch   nicht in seinem Humor, der wie ein alter   Freund wirkte.

 

 Es war viel mehr eine   neue Ernsthaftigkeit, die sich in seine   [musik] Präsenz eingeschrieben hatte.   Sein Schritt war etwas langsamer, seine   Bewegungen bedachter. Wer aufmerksam   hinsah, erkannte die Spurne eines   Mannes, der durch eine schwere Zeit   gegangen war. Doch zugleich lag in   seinem Auftreten [musik] eine besondere   Ruhe, fast eine neue Form von Würde, die   niemand erwartet hätte.

 

 Sein Auftritt   wurde damit [musik] zu einem stillen   Bekenntnis. Ein Zeichen dafür, dass man   auch nach einem tiefen Einschnitt wieder   aufstehen kann, ohne den Schmerz [musik]   zu verbergen. Abseits der Öffentlichkeit   führte er ein Leben, das sich völlig von   dem Unterschied, dass er jahrzehntelang   gewohnt war.

 Statt Premierenterminen   standen Krankenhausbesuche im Kalender.   Statt Probenräumen warteten Wartezimmer.   Es ist ein Rhythmus, den nur wenige von   außen wahrnehmen, der aber den Alltag   prägt wie ein Metronom. Die Frage, die   jeden [musik] Termin begleitet, bleibt   stets dieselbe. Ist alles stabil oder   beginnt der Kampf erneut? Gotchaschalk   lernte mit dieser Unsicherheit zu leben.

 

  Er nahm sich bewusste Ruhezeiten, ging   [musik] lange Spazieren und   Mietbelastungen, die er früher ohne   Zögern angenommen hätte. Es gibt Tage,   an denen sein Körper schneller nachgibt   und es gibt Momente, in denen die   Müdigkeit so tief sitzt, dass selbst   kurze Gespräche Kraft verlangen. Doch es   gibt auch gute Tage, an denen er wieder   lacht wie früher und eine unbändige   Lebensfreude zeigt, [musik] die ihn über   Jahrzehnte getragen hat.

 

 Seine engsten   Freunde berichten, dass er gelassener   geworden ist. Ersetzt Prioritäten   klarer, nimmt sich Zeit für Familie und   für kurze stille Momente, die früher im   Lärm der Showwelt untergingen. Die   Krankheit hat ihm etwas genommen, aber   auch etwas gegeben. Ein neues   Bewusstsein für das, was bleibt, wenn   alles andere unsicher wird.

 

 [musik] Für   das Publikum bleibt er ein Symbol, nicht   nur für Unterhaltung, sondern auch für   Mut. Ein Mann, der sich der Realität   seiner [musik] Erkrankung stellt, ohne   sich zu verstecken. Ein Mann, der die   Bühne wieder betritt, obwohl er weiß,   wie fragil alles geworden ist. Wenn man   heute über Thomas Gottschalk spricht,   sieht man nicht mehr [musik] nur den   Moderator, der die Samstagabende einer   ganzen Nation geprägt hat.

 

 Man sieht   einen Menschen, der durch einen   unsichtbaren Sturm gegangen ist und   dabei eine Wahrheit offenbart hat, die   größer ist als [musik] jede Show. Die   Krankheit hat ihn verändert, aber sie   hat ihm auch eine Tiefe verliehen, die   man früher kaum wahrnahm. Aus dem   Entertainer wurde ein Kämpfer. [musik]   Aus dem Symbol der Leichtigkeit wurde   ein Mann, der seinen Weg mit einer   Mischung aus Mut und stiller   Entschlossenheit weitergeht.

 

 Viele   seiner Fans empfinden eine neue Nähe zu   ihm, gerade weil er [musik] nicht   unverwundbar ist. Seine Offenheit über   die Grenzen seines Körpers, über   Erschöpfung und Angst wirkt [musik] wie   ein Spiegel für all jene, die selbst   schwere Zeiten durchleben. In seiner   Geschichte liegt eine [musik] Botschaft,   die weit über medizinische Fakten   hinausgeht, dass Stärke nicht darin   besteht, keine Schwäche zu zeigen,   sondern darin, trotz aller   Unsicherheiten [musik]   weiterzuleben mit einem Lächeln, das   nicht mehr unbekümmert, aber dafür   ehrlicher geworden ist. Gotchalk weiß,   dass keine Prognose endgültig ist und   dass jeder Untersuchungstermin [musik]   ein Wendepunkt sein kann. Doch er weiß   auch, dass das Leben sich nicht nur aus   Zahlen und Befunden zusammensetzt. Es   entsteht in den Augenblicken, in denen   man trotzdem aufsteht, [musik] in den   Momenten, in denen man weitergeht, auch   wenn der Weg schwer bleibt. Genau darin   liegt seine neue Art von Hoffnung. Für   seine Zuschauer bleibt er ein vertrautes   Gesicht, [musik] das nun nicht mehr dann   nur für Unterhaltung steht, sondern für   Menschlichkeit, für die Fähigkeit, Licht   zu behalten, selbst wenn der Schatten

 

  [musik] groß ist. Und vielleicht ist das   die tiefste Lektion, die diese   Geschichte hinterlässt, [musik] dass wir   alle nur so stark sind wie der Mut, mit   dem wir weitermachen. Thomas Gotchak hat   diesen Mut bewiesen. Er hat sich   entschieden, nicht still zu   verschwinden, sondern seine Geschichte   zu erzählen.

 

 Eine Geschichte [musik] von   Schmerz und Hoffnung, von Verlust und   neuem Bewusstsein, von einem Mann, der   trotz [musik] allem nicht aufgibt. Wie   lange diese Reise noch dauern wird, weiß   niemand. Aber eines ist [musik] sicher.   Thomas Gottschalk hat bereits mehr   Stärke gezeigt, als die meisten von uns   jemals aufbringen müssen.

 

 Und genau   dafür [musik] verdient er unseren   Respekt, unsere Unterstützung und unsere   Anerkennung. M.