[Musik] Amerika. Es war das Jahr 1967, als Carlo Pedersoli, ein Mann, der bereits mehrere Leben gelebt hatte, am Set von Gott vergibt. Django nie stand und nicht ahnte, dass dieser Tag sein Schicksal für immer verändern würde. Der 38-jährige Italiener war kein gewöhnlicher Schauspieler.
Hinter seinem imposanten Äußeren verbarg sich ein Olympiaschwimmer, der als erster Italiener die 100 m Freistil unter einer Minute geschwommen hatte. Ein promovierter Jurist, ein leidenschaftlicher Pilot und ein Erfinder mit mehreren Patenten. Als der ursprünglich vorgesehene Schauspieler Peter Matell sich am Vorabend den Fuß brach, brauchte Regisseur Gieppe Colizzi dringend Ersatz.
So kam Mario Girotti ins Spiel, ein schüchter junger Mann mit strahlend blauen Augen, der später als Terence Hill weltberühmt werden sollte. “Ich erinnere mich genau an diesen Moment”, erzählte Bud Spencer Jahre später in einem seiner seltenen persönlichen Interviews. Da stand dieser junge Kerl am Set, schlank mit diesen unglaublichen blauen Augen, ein bisschen schüchtern.
Ich bin auf ihn zu, habe gesagt: “Ciao, ich bin Carlo, das war’s. Wir haben angefangen, die Zeilen zu lesen und es hat sofort gepasst, als würden wir uns schon Jahre kennen. Diese zufällige Begegnung, ausgelöst durch einen gebrochenen Fuß, war der Startschuss für eine der legendärsten Partnerschaften der Filmgeschichte. Niemand, weder die Filmemacher noch die beiden Schauspieler selbst, hätten damals ahnen können, dass diese spontane Umbesetzung den Beginn einer Era markieren würde, die über fünf Jahrzehnte andauern sollte. Was die Welt nicht wusste, Carlo Pedersoli war weit mehr als nur ein Schauspieler mit imposanter Statur. Geboren 199 in Neapel wuchs er in einer intellektuellen Familie auf. Sein Vater war Anwalt, seine Mutter Pianistin. Bereits früh wurde ihm Bildung und Kultur vermittelt. Doch Carlo war ein Rebell, der seinen eigenen Weg suchte. Mit 13 Jahren entdeckte er das Schwimmen und wurde
schnell zu einem der besten Schwimmer Italiens. 1950 stellte er als erster Italiener einen Rekord über 100 m Freistil unter einer Minute auf. Eine Sensation, die ihm nationale Berühmtheit einbrachte. Er nahm an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und 1956 in Melbourne Teil und sammelte bei Europameisterschaften mehrere Medaillen.
Parallel zu seiner Schwimmkarriere studierte Carlo Rechtswissenschaften und Chemie, ein ungewöhnlicher Weg für einen Spitzensportler. “Ich wollte immer mehr als nur ein Athlet sein”, erklärte er später. Der Körper altert, aber der Geist kann immer wachsen. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt, gründete später mehrere Unternehmen und wurde sogar Inhaber einer kleinen Fluggesellschaft.
Seine Leidenschaft fürs Fliegen war so groß, dass er seine Pilotenlizenz machte und jahrelang selbst flog. Zusätzlich komponierte er Musik, schrieb Bücher und hielt mehrere Patente für eigene Erfindungen, darunter ein verbessertes Tauchgerät und verschiedene technische Innovationen. Als er 1967 zum Film kam, war das für ihn zunächst nur ein weiteres Abenteuer neben vielen anderen.
Doch die Begegnung mit Mario Giotti, der für internationale Märkte den Namen Terence Hill annahm, während aus Carlo Pedersoli B Spencer wurde, inspiriert von seinem Lieblingsbeier Badweiser und seinem Lieblingsschauspieler Spencer Tracy, sollte alles verändern. Der wahre Durchbruch für das Ungleiche Duo kam 1970 mit Die rechte und die linke Hand des Teufels.
Regisseur Enzo Barboni wagte etwas Revolutionäres. Er drehte einen Western, der nicht von düsterer Rache und Gewalt lebte, sondern von Humor, Leichtigkeit und menschlicher Wärme. B Spencer verkörperte Bambino, den mürrischen, kräftigen großen Bruder, während Hill als Trinity, der faule, aber blitzschnelle Revolverheld, die Herzen des Publikums eroberte.
Enzo hatte eine verrückte Idee, erinnerte sich Spencer lächelnd. Er wollte einen Western, indem die Bösen zwar Prügel bekommen, aber niemand stirbt, wo es um Familie geht, um Brüderlichkeit, um Gerechtigkeit, aber mit einem Augenzwinkern. Terence und ich, wir haben sofort verstanden, was er meinte. Wir waren beide keine klassischen Westernhelden.
Ich war zu alt und zu dick. Terence zu jung und zu schön. Aber zusammen zusammen waren wir etwas Neues. Der Film schlug ein wie eine Bombe. Vor allem die Fortsetzung vier Fäuste für ein Halleluja brach alle Rekorde. Über 10 Millionen verkaufte Tickets allein in Italien machten ihn zum erfolgreichsten Film der italienischen Kinogeschichte.
In Deutschland wurde er Kult, selbst in den USA fand er trotz der Synchronisation ein begeistertes Publikum. Plötzlich waren Spencer und Hillen nicht mehr nur Schauspieler, sie waren ein kulturelles Phänomen geworden. Was auf der Leinwand wie eine natürliche Brüerschaft wirkte, basierte auf einer faszinierenden Dynamik zweier grundverschiedener Persönlichkeiten.
Spencer, der äußerlich den bärigen Kraftprotz mit der donnernden Stimme verkörperte, war privat ein nachdenklicher Intellektueller. Die Leute sahen mich und dachten: “Großer, starker Mann, nicht viel im Kopf”, lachte er in späteren Interviews. Dabei hatte ich zwei Universitätsabschlüsse, sprach vier Sprachen fließend und komponierte in meiner Freizeit klassische Musik.
Hill dagegen war der ruhige Perfektionist, der sich stundenlang auf jede Szene vorbereitete und jedes Detail seiner Performance durchdachte. “Tarence war ein Künstler im besten Sinne”, sagte Spencer voller Bewunderung. Er studierte jede Rolle, analysierte jeden Dialog. Ich war mehr der intuitive.
Ich verließ mich auf mein Bauchgefühl und mein natürliches Timing. Wir hätten unterschiedlicher nicht sein können, aber genau das machte uns stark. Spencer zog ein gutes Abendessen mit Freunden dem einsamen Textlernen vor, liebte gesellige Runden und erzählte gerne Geschichten aus seinem bewegten Leben. Hill meet große Partys, arbeitete oft bis spät in die Nacht und suchte die Ruhe, um sich zu konzentrieren.
“Wir haben uns nie auf die Füße getreten”, betonte Spencer immer wieder. Es gab keine Eifersucht, kein Konkurrenzdenken. Jeder hatte seinen Platz, seine Stärken. Terence war das Gesicht, ich war die Kraft. Zusammen waren wir unschlagbar. Zwischen 1970 und 1985 erweiterten Spencer und Hill ihr Repertoire weit über den Western hinaus.
In zwei wie Pech und Schwefel fuhren sie legendäre Buggy Rennen mit dem inzwischen ikonischen rotgelben VW Buggy. Das war meine Idee verriedet Spenzer stolz. Ich dachte mir, warum immer nur Pferde? Lass uns was Modernes machen, was die Jugend anspricht. Der Buggy wurde dann fast so berühmt wie wir selbst.
Es folgten zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, wo sie Buschpiloten in Südamerika spielten. Ein Dreh, der Spencers lebenslange Leidenschaft fürs Fliegen noch verstärkte. “Wir drehten mit echten Flugzeugen und ich durfte selbst fliegen. Das war wie im Himmel für mich”, schwärmte er. Weitere Erfolge wie zwei außer Rand und Band, das Krokodil und sein Niilpferd, vier Fäuste gegen Rio und die Miami Cops festigten ihren Ruf als Könige der Actionkomödie.
Unsere Prügelszen waren wie Ballett, erklärte Spencer das Geheimnis ihrer Feights. Alles war choreografiert, aber es sollte spontan aussehen. Oft drehten wir 10 Minuten am Stück ohne Schnitt. Terence machte die spektakulären Sprünge und seine berühmten Ohrfeigen. Ich schmiss die Möbel durch die Gegend, aber wissen Sie was? Wir haben uns nie auch nur einmal dabei verletzt.
Das war echte Teamarbeit. Während die Welt Spencer und Hill als das ultimative Kumpelduo feierte, war Spencers privates Glück fest in seiner Familie verankert. 1960 hatte er Maria Amato geheiratet, eine starke Frau, die ihn durch alle Höhen und Tiefen begleitete. Maria war mein Fels in der Brandung.
sagte Spencer mit warmer Stimme. Sie kannte mich, bevor ich berühmt wurde als Schwimmer, als Anwalt, als ganz normalen Carlo. Für sie war ich nie B Spencer der Filmstar. Ich war einfach ihr Mann. Gemeinsam bekamen sie drei Kinder, Giuseppe, Christiana und Diamante. Spencer war trotz seiner Karriere ein hingebungsvoller Familienvater.
“Meine Kinder sind mein größter Stolz”, betonte er immer wieder. Mehr als alle Filme, mehr als alle Erfolge. Sie haben aus mir einen besseren Menschen gemacht. Die Familie Spencer lebte bescheiden, trotz des Ruhms. Wir hatten eine normale Wohnung in Rom, fuhren normale Autos. Luxus war nie wichtig für uns, erzählte Spencer.
Was bringt dir ein goldener Wasserharn, wenn du niemanden hast, der mit dir darüber lacht? Regelmäßig trafen sich die Spencers mit Terence Hill und seiner Familie. Lori und Maria verstanden sich prächtig, erinnerte sich Spencer. Oft kochte Maria ihre berühmten Spaghetti und wir saßen alle zusammen am Tisch.
Die Kinder, die Frauen, Terence und ich. Das waren die schönsten Momente. Nicht die Premieren, nicht die Interviews, diese stillen Abende mit den Menschen, die wir liebten. Nicht alles war Sonnenschein im Leben von B Spencer. 1990 erschütterte ein tragisches Ereignis beide Familien. Terence Hills Adoptivsohn Ross kam bei einem Autounfall ums Leben.
“Das hat uns alle zutiefst getroffen”, erinnerte sich Spencer mit brüchiger Stimme. “Ross war wie ein Neffe für mich, ein wunderbarer Junge, voller Leben, voller Träume. Als Joseppe mich anrief und mir die Nachricht überbrachte, konnte ich es erst nicht glauben. Spencer war einer der ersten, der Terence nach der Tragödie besuchte.
Ich fand keine Worte”, sagte er später. “Was sagst du einem Vater, der sein Kind verloren hat? Ich habe ihn einfach in den Arm genommen und wir haben zusammen geweint. In solchen Momenten merkst du, was wirklich zählt. Nicht der Ruhm, nicht das Geld, die Menschen, die du liebst.” Auch Spencer selbst durchlebte schwere Zeiten.

Geschäftliche Fehlentscheidungen kosteten ihn viel Geld. Gesundheitliche Probleme plagten ihn im Alter. Ich habe viele Fehler gemacht, gab er in seinen letzten Interviews zu. Geschäftlich, privat, menschlich. Ich war nie perfekt, nie ein Heiliger, aber ich habe aus jedem Fehler gelernt. In seinen späteren Jahren zog sich Spencer mehr und mehr aus dem Filmgeschäft zurück.
Während Hill mit Don Matteo, eine zweite Karriere im Fernsehen, startete, widmete sich Spencer dem Schreiben. Er verfasste mehrere Autobiografien, in denen er überraschend offen über sein Leben reflektierte. Mit 70 fängst du an zu verstehen, was wirklich wichtig ist, philosophierte er. Nicht die Anzahl der Filme, die du gedreht hast, nicht die Einschaltquoten oder Kassenrekorde, sondern die Menschen, die dich geliebt haben, als du noch niemand warst und die dich immer noch lieben, obwohl du jemand geworden bist. Spencer entwickelte eine bemerkenswerte Spiritualität. Ich glaube nicht, dass man stirbt”, sagte er in einem seiner letzten Interviews. Der Körper verschwindet, aber die Seele, die Liebe, die Erinnerungen, die leben weiter in den Menschen, die wir berührt haben, in den Kindern, die durch unsere Filme gelacht haben. Was Spencer bis zu seinen letzten Lebensjahren nur selten Preis gab, war die wahre Tiefe seiner Beziehung zu
Terence Hill. In privaten Momenten sprach er davon wie von einem Bruder, den das Schicksal ihm geschenkt hatte. Wissen Sie, was das Wunder an unserer Partnerschaft war? Srenie, fragte Spencer in seinem letzten großen Interview 2015, dass wir uns 50 Jahre lang nie gestritten haben, nie um Geld, nie um Rollen, nie um Ruhm.
Am ersten Tag sagte ich zu Terence: “Wir werden uns nie streiten und wir haben es geschafft.” Das Geheimnis lag in ihrer unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Natur. Terence war der Künstler, ich war der Handwerker. Er dachte, ich fühlte, er plante, ich improvisierte. Aber wir respektierten einander bedingungslos.
In einer Branche voller Egos und Konkurrenzkampf waren wir die Ausnahme. Spencer verriet auch, dass sie einen Pakt geschlossen hatten. Wir sagten uns: “Egal was passiert, wir lassen uns nie von anderen gegeneinander ausspielen. Produzenten, Regisseure, Journalisten, alle haben versucht einen Keil zwischen uns zu treiben.
Wer ist der Wichtigere? Wer verdient mehr? Wer ist beliebter? Uns war das egal. Wir waren ein Team. Am 27. Juni 2016, kurz vor seinem 87. Geburtstag verstarb Carlo Pedersoli friedlich in seinem Haus in Rom. Seine Familie war bei ihm, als er um 18:15 Uhr seine letzten Atemzüge tat. Sein Sohn Giuseppe berichtete später, dass Batz letztes Wort Grazie war. Danke.
Papa ist friedlich eingeschlafen erzählte Giuseppe. Er hatte keine Schmerzen, keine Angst. Bis zum Schluss war er bei klarem Verstand und voller Dankbarkeit für das Leben, das er führen durfte. Die Nachricht von Spencers Tod löste weltweit eine Welle der Trauer aus. Politiker, Kollegen, Millionen von Fans bekundeten ihr Beileid.
Doch niemanden traf der Verlust so tief wie Terence Hill. Ausgerechnet befand er sich zu diesem Zeitpunkt in Almeria, Spanien, genau dort, wo sie sich 1967 zum ersten Mal begegnet waren. “Als Giuseppe mich anrief, stand ich an dem Ort, wo alles begann”, erzählte Hill später bei der Trauerfeier. Da wurde mir klar: “Im Leben gibt es keine Zufälle.
Batt und ich, wir waren füreinander bestimmt. Die Trauerfeier am 30. Juni 2016 in der Kirche der Künstler in Rom war ein würdevoller Abschied. Hunderte von Menschen kamen, um dem sanften Riesen die letzte Ehre zu erweisen. Als der Sarg hinausgetragen wurde, sangen die Anwesenden Dune Buggy, die fröhliche Titelmelodie aus Zwei wie Pech und Schwefel, ein Symbol für den heiteren Geist, den Spencer verkörpert hatte.
Terence Hill stand mit glänzenden Augen, aber fester Stimme am Grab seines Partners und Freundes. “Mit Bad gab es immer Freude”, sagte er. Schon am ersten Tag sagte er zu mir: “Wir werden uns nie streiten und er hatte recht, in fast 50 Jahren nicht ein einziges Mal. Er war nicht nur mein Partner, er war mein Bruder.
Heute, Jahre nach seinem Tod lebt B Spencer in den Herzen von Millionen Menschen weiter. Seine Filme laufen immer noch im Fernsehen. Neue Generationen entdecken die zeitlose Magie seiner Partnerschaft mit Terence Hill. Doch Spencer hinterließ mehr als nur Unterhaltung. Papa wollte immer zeigen, dass man stark sein kann, ohne grausam zu sein, sagte sein Sohn Giuseppe, dass man für Gerechtigkeit kämpfen kann, ohne zu hassen.
Seine Figuren prügelten sich, aber sie töteten nie. Sie waren Helden mit Herz. Spencer selbst hatte einmal gesagt: “Wenn mich Menschen auf der Straße anlächeln, wenn Kinder meine Filme schauen und dabei lachen, dann habe ich etwas richtig gemacht, dann war mein Leben nicht umsonst.
” In einer Welt voller Zynismus und Gewalt schufen B. Spencer und Terence Hill eine Alternative. Filme, in denen Güte triumphiert, in denen Freundschaft stärker ist als Rivalität, in denen Humor über Hass siegt. Ihr größtes Geheimnis war vielleicht, dass sie diese Werte nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im echten Leben verkörperten.
Carlo Pedersoli, bekannt als Butt Spencer, war mehr als ein Schauspieler. Er war ein Renaissancemensch, ein liebender Ehemann und Vater, ein treuer Freund und ein Philosoph Schlagkraft. Sein Leben beweist, dass wahre Größe nicht in der Anzahl der Siege liegt, sondern in der Art, wie man sie erringt, mit Würde, Humor und einem großen Herzen.

Die Geschichte von Bud Spencer und Terence Hill ist die Geschichte einer Freundschaft, die alle Hindernisse überwand. Sie begann mit einem Zufall und endete mit einer Legende. Und vielleicht ist das die schönste Botschaft, die uns Bad Spencer hinterlassen hat, dass das Leben voller Überraschungen steckt, dass Freundschaft alles überwindet und dass ein großes Herz wichtiger ist als große Muskeln.
Alles begann, weil sich jemand den Fuß brach, hätte Spencer mit seinem charakteristischen Lächeln gesagt. Das Leben ist seltsam. Manchmal schenkt es dir etwas, worum du nie gebeten hast. Einen Freund namens Mario Girotti, einen Partner namens Terence Hill und dann weißt du, es war alles richtig so. Ja.
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